Hallo!
Ich bin seit 1,5 Jahren krank und ich weiss nicht, was ich glauben soll und wem ich noch vertrauen soll.
Als Kind war ich lange in der Psychiatrie und habe sehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten und Psychologen gemacht, sodass sich daraus eine Arztphobie entwickelt hat. Daher war ich dann 10 Jahre nicht mehr beim Arzt.
Bis ich eben plötzlich stark müde wurde und diese Müdigkeit mich nicht mehr losgelassen hat und da habe ich mich notgedrungen zum Arzt getraut, da ich vorher auch in eine andere Stadt gezogen bin und mich somit kein Arzt als Psycho abtun konnte.
Alle Ärzte sind mehr oder weniger ratlos mit mir und ich höre so unterschiedliche Meinungen:
Erst war ich mehrmals beim Neurologen, der meint, es ist psychosomatisch bedingt bei mir.
Dann war ich mehrmals beim Psychotherapeuten, der meinte ich hätte vielleicht Depressionen und müsste ein AD nehmen und 6 Monate in die Psychiatrie gehen und hat mich deswegen zum Psychiater geschickt.
Der Psychiater meinte aber, ich hätte keine Depressionen und das wäre rein Organisch bedingt.
Dann war ich bei einem anderen Psychiater. Der meinte wieder ich hätte vielleicht Depressionen und hat mir 10 Wochen lang ein AD verschrieben, was aber nicht geholfen hat. Dann war er irgendwann mit seinem Latein am Ende, er meinte es klingt nach was Organischem bei mir, aber da man ja nichts gefunden hat, muss es eben psychisch sein. Da er mit seinem Latein am Ende war fiel ihm nichts besseres ein als mir zu einer psychosomatischen Klinik zu raten. Bis dahin war der Psychiater eigentlich der einzigste Arzt, dem ich wenigstens etwas vertraut habe.
Zwischendurch hat er mich ins Schlaflabor geschickt, da war die Ärztin dann wiederrum der Meinung, die Müdigkeit wäre nicht psychisch bedingt, sondern liegt ganz klar an irgendso einer komischen Krankheit die ich haben soll. Auch hier haben die Medikamente aber alle nicht geholfen.
Dann war ich wíeder beim Neurologen und er meinte, ich habe diese Krankheit nicht und auch mein Psychiater hat diese Krankheit nicht weiter beachtet.
Dann war ich bei einer Psychologin. Dieser habe ich als erstes Dinge aus meiner Kindheit erzählt und sie findet meine Kindheit ganz schrecklich und meint, dass ich deswegen psychisch krank bin und sie meint, dass Psychiater ganz schlecht sind und das ich da nicht mehr hingehen soll, sondern, dass ich zu einem Psychotherapeuten gehen soll.
Seitdem ich krank bin und daher bei zig Ärzten war, hat sich bei mir wieder diese Arztphobie entwickelt. Ich habe eigentlich nicht das geringste Vertrauen in irgendeinen dieser Menschen. Demjenigen dem ich am ehesten vertraut habe, war eigentlich mein Psychiater, aber als er mir zu einem Psychiatrieaufenthalt geraten hat, war das Vertrauen schon sehr brüchig und wo mir nun diese Psychologin sagt, dass Psychiater schlecht sind, ist überhaupt kein Vertrauen mehr da.
Wem soll ich denn nun glauben?
Fest steht nur, dass es mir besser geht, seitdem ich nicht mehr so viel zum Arzt/Psychologen gehe, was mich wiederrum darin bestätigt, dass Ärzte/Psychologen mir nur schaden wollen.
Je länger ich nun über meine Kindheit nachdenke, desto mehr glaube ich, dass ich deswegen vielleicht tatsächlich psychisch krank sein könnte. Aber meine Vergangenheit hat mich eben gelehrt, dass es besser ist, psychische Probleme zu verstecken, erst recht gegenüber Ärzten und Psychologen.
Ich habe aber seit meiner Kindheit bestimmte Bilder von schlechten Kindheitserlebnissen in meinem Kopf und jetzt wo man mich auf die Spur gebracht hat, würde ich diese Bilder gerne loswerden. Aber wie schaffe ich das alleine?
Geht es jemandem ähnlich?
Grüsse Sandra


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