Ich fange einfach mal an zu erzählen. Also das Problem ist, dass ich einfach niemanden habe, mit dem ich mich spontan treffen kann o. ä. Zu den Jungs in meiner Klasse habe ich privat auch überhaupt keinen Kontakt und wenn ich an die denke, möchte ich das noch nicht mal unbedingt. Das einzige Gesprächsthema, das die haben ist die nächste Party nach dem Motto „Wer zuerst kotzt hat verloren“. Dafür bin ich überhaupt nicht der Typ. Wir haben auch keine gemeinsamen Interessen. Das Problem ist, dass das wirklich die einzigen Leute in meinem Umfeld sind. Ich bin zwar nicht unbedingt der Typ, dem es immer sofort leicht fällt auf andere Leute zuzugehen, aber ich habe auch kein Problem damit z. B. ein Referat auf Englisch vor über 30 Leuten zu halten. Außerdem bin ich Klassensprecher und ich kenne Leute, die weitaus zurückhaltender sind und trotzdem haben sie einen eigenen Freundeskreis.
Zu den Mädchen habe ich eigentlich immer mehr Kontakt, auch wenn sich das nur auf die Schule begrenzt. Der Grund ist, dass ich mich da normal unterhalten kann im Gegensatz zu den ganzen Jungs, die sich am Wochenende nur zum Saufen treffen. Eine richtige freundschaftliche Beziehung kann sich daraus aber auch nicht entwickeln. Es gibt auch ein paar wenige Leute, mit denen ich gerne etwas unternehmen würde, mir fällt aber nie ein, wie ich sie darauf ansprechen soll.
Denkt ihr, dass es aus psychologischer Sicht normal ist, dass ich mit den meisten anderen Jungs in meinem Alter nichts zu tun haben will? Obwohl ich eben schon merke, dass mir so ein richtiger Freundeskreis eben fehlt… Gerade in den Ferien merke ich, dass ich es einfach brauche und manche Leute sagen ja, dass sich richtige Freundschaften nur in der Kindheit entwickeln können. Da macht sich dann ein bisschen Perspektivlosigkeit breit.


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