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Thema: Keine Lust zum Leben

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    Neuling
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    Standard Keine Lust zum Leben

    Hallo,

    mein Problem ist das ich schlichtweg keine Lust auf's Leben habe oder besser, kein wirkliches Interesse daran teilzuhaben und dazu kommt noch das ich wohl ziemlich verschuldet bin. Aber erstmal etwas zum Hintergrund meines Lebens:

    Schule lief soweit ohne besondere Vorkommnisse, dannach dann Zwangs Bundeswehr und danach hab ich dann ein bischen studiert. Pläne von was ich später mal mit meinem Leben anfangen will hatte ich nie, weder damals noch jetzt, sprich das Studium wurde nie mit dem Ziel auf einen Arbeitsplatz begonnen und demensprechend auch nach ein paar Jahren abgebrochen.

    In Sachen Beziehnungen bin ich ebenso planlos wie desinteressiert, sprich ich hatte noch nie eine und nie um eine bemüht, nicht mal Annäherungsweise, nicht mal ein Kuss oder so. Klingt nicht so spektakulär, nur bin ich eben keine 14 mehr sondern inzwischen über 30 Jahre alt.

    Nach dem Studium, wo ich auch nie so wirklich Anschluss zu anderen Leuten gefunden habe, habe ich letztendlich die letzten fünf Jahre zuhause verbracht. Im wahrsten Sinne des Wortest, sprich die Wohnung verlasse ich nur alle paar Monate mal wenn es sich gar nicht vermeiden lässt und nie wenn es sich vermeiden lässt. Ich werde dabei immer extrem nervös, Schmeißgebadet, Durchfall, etc. Kontakt zu anderen Menschen, außerhalb der Familie, habe ich praktisch nicht.

    Letzteres für dann zu meinem Schuldenproblem. Ich bin weder Arbeitslos gemeldet, noch Krankenversichert und mein Personalausweiss ist auch schon seit Jahren abgelaufen. Wenn ich das Recht Überblicke gibt es seit ein paar Jahren Krankenversicherungspflicht und ich werde da wohl kräftig Nachzahlen dürfen. Ansonsten hab ich mit Geld eigentlich keine größeren Probleme, sprich die letzten Jahre habe ich mit dem gelebt das ich während meiner Studien Zeit verdient habe, ein Einkommen hab ich nicht. Wohnung und Nahrung bekomme ich von meinen Eltern, da ich noch bei ihnen lebe.

    Tja, und wenn es um die Zukunft geht, habe ich wie gesagt keinen Plan. Die blose Existienz reicht mir eigentlich auch, nur kann die eben nicht ewig gehen. Einerseits gehen meine Geld Vorräte zur neige bzw. krass ins negative wegen Krankenversicherung und andererseits braucht es letztendlich nur ein Schlüsselerlebnis um mich mal wieder daran zu erinnern wie beschissen meine Situation ist, aktuell wären das Zahnschmerzen, die mich letztendlich auch zu diesem Post animiert haben. Die letzten Jahre habe ich das recht erfolgreich verdrängt, aber nun kommt es wieder hoch und die Situation wird ja auch nur schlechter, nicht besser.

    Es ist nicht so das ich mich jetzt und sofort umbringen will, aber es scheint mir doch letztendlich der einfachste Ausweg und letztendlich auch das einzige was ich als "Pläne für die Zukunft" nennen könnte, sprich es ist mehr eine Frage von wann, als vom ob. Daran das ich einen natürlichen Tod in hohem Alter sterben werde glaube ich eher nicht. Und es ist eben auch nicht die jetztige Situation die mir Probleme macht, sondern was auch immer danach kommt, sprich Arbeitswillig bin ich eigentlich nicht und auf irgendwelche Arbeitsbeschaffungsmassnahmen vom Arbeitsamt habe ich auch keine Lust.

    Bleibt noch anzumerken, dass das ganze kein neues Problem ist, sondern die Grundprobleme letztendlich schon seit solange ich denken kann existieren. Die Scheu und Nervosität beim verlassen der eigenen vier Wände ist allerdings natürlich durch die Isolation nicht gerade besser geworden, aber existiert letztendlich schon seit Grundschulzeiten.

    Das ich unterm Asperger Syndrom oder ähnlichem leide würde ich nicht ausschließen, die Sympthome zumindestens passen halbweg.

  2. #2
    Neuling Avatar von Prometheus
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    Standard

    Hallo Fritz,

    ich kenne das Gefühl der Isolation sehr gut, ich wohne sehr abgelegen fast mitten im Wald und ich habe im Moment keine Menschlichen Kontakte, nur die die ich von früher aus dem Ausland kenne, da ich in England gelebt habe und sehr viel gereist bin.
    Probleme mit Angstzuständen habe ich auch schon seit der Kindheit,
    das sich daraus entwickelte Zwangsverhalten ist an manchen Tagen unerträglich.
    Daraus habe ich die Erkenntnis gezogen, das, je weniger ich "alleine" war, desto besser ging es mir, ja ich betrachtete mich als geheilt,
    aber sowie ich wieder "alleine" war verdunkelte sich mein Herz,
    ich bekam unerträgliche Angstattacken und hatte so starkes Zwangsverhalten das ich nicht mal mehr in der Lage war mich hinzusetzen ohne mich vorher 3mal im Kreis zu drehen. Ich hab aber gelernt damit umzugehen und mich unter Leute zu mischen wenn's mir wieder mal schlecht geht, das ist im Moment wegen meiner Wohnlage nicht so einfach weswegen ich auch umziehen will.
    Ich weiß nicht ob ich dir damit helfen kann aber, mein Rat an dich lautet raus zu gehen, egal wohin, vielleicht erst mal nur in den Wald oder so, damit du dich wieder daran gewöhnst draußen zu sein und dann in die Kneipe,
    auf den Jahrmarkt oder sonst wohin wo Leute sind, du wirst früher oder später schon jemanden kennenlernen! Die Angst vor anderen Menschen kommt einfach daher das du es nicht mehr gewohnt bist mit fremden Menschen zu interagieren, vielleicht solltest du mit Bekannten deiner Eltern anfangen, sozusagen ein bisschen üben. Und dann musst du zur Schuldnerberatung, die können dir bei all deinen finanziellen Problemen helfen!
    Du musst deinen inneren Schweinehund überwinden, dann wirst du das schaffen, ich weiß das du das schaffst! Auf geht's, am Leben zu sein ist so viel schöner als langsam vor die Hunde zu gehen!
    VG Prometheus

    "Wind und Wolken, die Sonne und die Flüsse machte er zu Zeugen seiner Pein"

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