Hallo,
ich weiß gar nicht genau wo mein Problem hin gehört, deswegen schreibe ich es einfach hier rein.
Ich bin 22 Jahre jung, single und habe noch nie wirklich sehr viele Kontakte gehabt. Früher, wenn ich Freundinnen hatte, wurde ich immer ausgenutzt und verarscht. Das prägt natürlich. Es ist nicht so, dass ich unfähig bin, ich bin immer hilfsbereit und für jeden da, dem es schlecht geht. Ich tröste, bin liebevoll und loyal. Aber ich habe nicht das Bedürfnis Kontakte zu haben. Wenn es nach mir gehen würde, könnte ich ganz für mich alleine leben oder, wenn dem denn so wäre, mit einem Mann, ohne Lust (nicht sexuell gemeint) auf andere Menschen zu verspüren. Wenn ich mich auf jemanden einlasse, dann möchte ich natürlich die einzigst wichtige Person im Leben des Mannes sein. Bei Freundschaften wäre ich auch gerne die einzigste beste Freundin der Person.
Aber allein das Wort "beste" Freundschaft gibt es für mich nicht. Ich bin immer der Müllsack für Andere. Wenn ich mal jemanden brauche, ist niemand da oder es gibt ablehnende Haltungen, ganz zu schweigen von den Worten. Sie preisen sich alle sehr verständnisvoll und als gute Zuhörer, scheitern aber an den kleinsten Problemen...
Die einzigste Person, mit der ich regelmäßig schreibe und der Mensch wo mir wirklich wichtig ist, ist meine Mutter. So kalt das klingt, die restlichen "Bekanntschaften" sind mir relativ egal. Nicht dass ich denen nicht zuhören würde, im Gegenteil! Aber ansonsten...?
Ich habe es schwer Menschen vertrauen zu können. Angefangen vom Fremdgehen meines Vaters, als ich meine Mutter als kleines Mädchen habe weinen sehen, auch habe ich Jahre später mitbekommen wie er Frauen belog und betrog und selbst mich als Alibi ausnutzte. Für meinen Ex war ich auch da, aber er nicht für mich, sondern war faul, kümmerte sich nicht um einen Job, zockte lieber nur und meckerte am laufenden Band.
Seit einem 3/4 Jahr bin ich deswegen Gott sei Dank wieder single und möchte es vermutlich auch bleiben. Wobei ich am Überlegen war mit einer Frau eine Beziehung zu versuchen, allerdings muss ich gestehen, ich würde so gerne eine Familie gründen (in ein paar Jahren) und Liebe braucht doch jeder Mensch.
Ja, Depressionen habe ich, seit ich 13 Jahre alt bin bzw. da fing es an. Ich war 4 Mal stationär und sehr oft in ambulanter Behandlung. Ich habe über die Jahre gemerkt, dass der Kontakt zu Gleichgesinnten einfach besser ist. Manchmal denke ich schon an Selbstmord, wobei es mir mittlerweile ein wenig besser geht, und trotzdem ist das Ganze nicht so einfach.
Was ich erwarte? Keine Ahnung.![]()


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