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Thema: Kinderlose Singles in der Mitte des Lebens

  1. #1
    Verleger Avatar von Physalis
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    Standard Kinderlose Singles in der Mitte des Lebens

    Hallo,

    ich bin Ende 30, Single und kinderlos. Einen Kinderwunsch habe ich nicht und da ich Single bin, ist es mangels Erzeuger auch irrelevant, ob ich ein eigenes Kind bekommen möchte, oder nicht. Künstliche Befruchtung und Adoption ist Singles in diesem Land bekanntlich verboten. Das Thema ist für mich alles insgesamt außen vor.

    Im Gegensatz zu früher habe ich aber mittlerweile ständig Angst vor dem Alleinsein im Alter. Kein Partner, keine Nachkommen.....Ich habe auch keine Geschwister und damit auch keine Neffen und Nichten. Ich habe eine Cousine (Anfang 40), die aber auch Single blieb und kinderlos ist.

    Mein Vater verstarb früh und ich habe nur noch meine Mutter. Die Großeltern sind bis auf meinen dementen Opa tot.

    Der Gedanke an das Alleinsein macht mir große Angst.

    Gibt es hier Menschen, die auch Single und ohne Kinder sind und ebenfalls nur eine sehr kleine Herkunftsfamilie haben?

    Gott, das kannte ich früher nie, aber mittlerweile kriege ich nachts oft richtig Panik und ich wache mit Herzrasen auf.

    Viele Grüße

    Phyalis
    Geändert von Physalis (18.11.2011 um 18:43 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Physalis!

    Wirklich helfen kann ich dir nicht, ich falle nicht ganz in die Zielgruppe deinesThread.
    Wie kommt es, dass du schon jetzt (mit Ende 30) davon ausgehst, dass du im Alter einsam sein wirst (ich beziehe das jetzt mal nicht auf die K-Frage...)? Das erschreckt mich etwas.

    Grüße.

  3. #3
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hi Schlossbesitzerin,

    weil - den natürlichen Gang der Dinge vorausgesetzt - ich meine wenigen Angehörigen überleben werde, keinen Parntner und keine Kinder habe.

    Dass sich verpartnerte Freunde in ihre Liebesbeziehung und ihre gegründeten Familien zurück ziehen, erlebe ich seit Jahren und halte ich für natürlich. Das ist nicht mehr so wie in der Jugend. Viele Menschen haben auch Geschwister, die wiederum Kinder, so dass es eine größere Herkunftsfamilie gibt.

    Sicher wird es oberflächliche Kontakte geben, aber ich gehe davon aus, den Großteil der Zeit allein zu verbringen.

    LG,

    Physalis

  4. #4
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    Ich gebe dir Recht in zwei Punkten:
    1.mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du deine Familie überleben.
    2.Menschen mit festen Partnern/Familien und Kindern ziehen sich mehr aus der
    Öffentlichkeit zurück.
    Das könnte man beides als Lauf der Dinge bezeichnen.

    Was ich aber meinte, und ich habe mich da vorher nicht ganz klar ausgedrückt, ist doch aber, dass du die Sache mit der Partnerschaft selbst in der Hand hast und dies eben nicht dem Lauf der Dinge unterliegt.

    Ich meine NICHT, du sollst dir jemanden suchen um nicht allein zu sein.
    Ich meine nur, du sollst dich der Idee einer festen Partnerschaft nicht verschließen. Den Begriff der selbsterfüllenden Prophezeihung kennst du ja sicher...

    Vielleicht kannst du dir zum jetzigen Zeitpunkt eine solche feste Bindung nicht vorstellen, weil auch Beziehungen mit Ende 30 noch eine andere Funktion erfüllen als z.B. 5 bis 10 Jahre später. Die Beziehungen, die dir Bekannte oder Freunde im Moment vorleben setzten immer noch die "große Liebe" voraus und zielen meistens auf das Gründen einer Familie ab. Vielleicht ist das eine Sache, der du etwas skeptisch gegenüberstehst (das kann ich aber natürlich nicht beurteilen) und vielleicht ist der bisher niemand begegnet, der dir stark genug für so etwas erscheint und der dir ein so positives Bild von so einer Art Beziehung vermitteln konnte, dass du dich darauf einlassen und darin fallen lassen konntest. Da verzichtest du lieber.

    Aber Beziehungsgrundlagen verändern sich doch mit dem Alter,egal ob diese Beziehung nun schon lange Bestand hat oder neu beginnt.
    Schlechtestenfalls lebt man sich auseinader (bei einer bestehenden Beziehung) und trennt sich.
    Aber im Idealfall geht es doch später darum, einen zuverlässigen Menschen an seiner Seite zu haben. Man wird unabhängiger voneinander, sieht vieles gelassener, rückt eine partnerschaftliche, gleichberechtigte Beziehung in den Mittelpunkt. Verbringt gerne Zeit miteinander, hat aber (wenn die Kinder unabhängiger sind) genauso die Freiheit, sich um sich selbst zu kümmern und sich selbst Zeit einzuräumen. Das Beziehungsmodell ist doch ein paar Lebensjahre weiter ein ganz anderes,vielleicht eines, dass dir mehr liegt.

    Ich wollte dir nur ein wenig die Angst nehmen,immer allein zu bleiben oder vielleicht gar zu glauben, für eine Partnerschaft nicht gemacht zu sein bzw. keinen Partner zu finden, der deinen Ansprüchen genügt.
    Ich würde das erstmal als ein temporäres Problem sehen, nicht als ein dauerhaftes.

    Alles Gute!

  5. Die folgenden 7 Benutzer bedankten sich bei Schlossbesitzerin für den sinnvollen Beitrag:

    Coach (19.11.2011),eumaios (20.11.2011),Silent Voice (01.12.2011),So Ham (21.11.2011),Sonnenkraut (20.11.2011),Thessa (21.11.2011),Volfgang (19.11.2011)

  6. #5
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    Hallo Physalis,

    was genau verstehst du denn unter dem "Alleinsein"?
    Ist es die Angst davor, keinen Partner zu finden oder davor, keine leiblichen Verwandten mehr zu haben oder davor, dass du nicht einen Menschen mehr hast, mit dem du in irgendeiner Weise interagieren kannst?

    Solange du keine Ängste vor Menschen generell entwickelst oder entwickelt hast, muss ja nichts dazu führen, dass du von der Menschheit abgeschnitten wirst. Du wirst ja nicht als einzige älter und bist auch nicht die einzige, die sich absichtlich, aufgrund von zB. Familiengründung, nicht isoliert.

    Ich finde, dass man nicht miteinander verwandt sein muss, um einem Menschen nahe zu sein. Egal in welchem Alter oder welcher Art von Beziehung man zueinander pflegt, seis nun ne freundschaftliche oder ne berufliche, ne Freizeitbekanntschaft oder sowas.

    Oder ist deine Angst darin begründet, dass du im Alter niemanden haben könntest, der nach dir sähe?

    Mich würde auch interessieren, wieso dir das Alleinsein so eine Angst macht. Also, brauchst du permanent jemanden um dich, um dich wohl zu fühlen? Weißt du "allein" nichts mit dir und deiner Zeit anzufangen?
    Bzw, dir macht es ja Sorgen, dass du im Alter allein sein wirst... wie ist es mit jetzt? Bist du permanent mit deiner Mutter zugange und bei ihr oder gibt es auch jetzt Phasen, in denen du das Alleinsein genießen kannst?

    LG, Paprika.

  7. #6
    Lill
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    Hallo Physalis,

    ich habe mir mal einige deiner älteren Beiträge durchgelesen und denke, du kreist irgendwie immer um das gleiche Thema, kann das sein?

    Mir scheint da eine "Linie" zu sein um immer die gleiche Problematik.

    Du bist erst Ende 30, kannst also versuchen, Zusammenhänge zu sehen in dem, was dich belastet. Für eine "midlife-krise" scheinst du mir zu jung, und spontan fiel mir ein, dass du mehr nach außen gehen solltest im richtigen Leben und aktiver etwas tun solltest, denn deine threads hier kreisen irgendwie immer um das gleiche Problem, wie ich finde.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Lill für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (21.11.2011)

  9. #7
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    Hallo!

    Danke für Eure Beiträge!

    Ich fange mal von hinten an:

    @ Lill

    Ja, ich denke die Krise ist das Ergebnis meiner enttäuschten Hoffnungen in Bezug auf den Mann, mit dem ich in den letzten Jahren viel Zeit verbrachte. Ich fühle mich so alt und ich denke 1000 Mal am Tag an den Tod. Daran, dass (statistisch gesehen) mein eigenes Leben zur Hälfe rum ist. Aber auch in Bezug auf andere Menschen - sei es auf der Straße oder in der U-Bahn - habe ich diese Gedanken. Wenn mir z.B. ein 40jähriger erzählt, dass er etwas sammelt, frage ich mich "Wozu? Die wenigen Jahre, die ihm bleiben, verfliegen so schnell und seine Nachkommen haben dann den ganzen Kram zu entsorgen."
    Ich habe auch mein Testament längst gemacht, meine Dinge "geordnet", wie man so schön sagt. Es ist wie Abschied nehmen.

    Ich gehe schon recht viel raus. Vergangenes WE und vor drei Wochen war ich verreist und habe Freunde besucht (jeweils allerdings auch Dauersingles, daher auch etwas bedrückend, da es dort die selben Themen sind...).
    Ein Problem ist, dass ich aktuell allein arbeite. Aber ich tue mich nun mit Kollegen zusammen. Vielleicht hilft das.

    @ Paprika

    Ich habe immer allein gelebt und komme sehr gut allein zurecht. Über die Jahre wurde es für mich zur Selbstverständlichkeit, Unternehmungen und Vorhaben fast immer allein zu planen und durchzuführen, da ich eben keinen Partner hatte. Ich arbeite allein im Garten, ich halte allein das Haus in Schuss, gehe allein zum Sport, fahre allein Rad. An sich kein Problem.
    Ich habe Angst davor, "allein auf der Welt zu sein". Damit meine ich nicht, dass jemand bei mir sitzt, oder mit mir etwas unternimmt, sondern gefühlsmäßig. Irgendwie entwickeln sich keine tiefgehenderen Bekanntschaften mehr bei mir. Die Leute erscheinen mir mit ihrem Berufs- und Privatleben voll ausgelastet. Es gibt nur oberflächliche Kontakte, aber es wird keine vertrauensvolle, tiefe Beziehung mehr daraus.

    Sollte ich keine Angehörigen mehr haben, werde ich mich fragen: "Wozu das alles noch?"

    @ Schlossbesitzerin

    Doch, ich hätte sehr gerne eine feste Beziehung. Ich habe mich aber nur sehr selten in meinem Leben verliebt und leider waren dann gerade die Gefühle dieser Männer letztlich nicht ausreichend, um sich für ein dauerhaftes Leben mit mir zu entscheiden. Wobei sich dies letztlich immer erst nach langer Zeit herausgestellt hat, teilweise, nachdem wir schon in einer festen Beziehung waren.

    Ich erwarte von einem Mann Ehrlichkeit, daran scheitert es in der Regel schon. Aber ich möchte auch, dass mich ein Mann optisch anspricht und ich ihn körperlich anziehend finde. Er sollte auch in etwa auf Augenhöhe sein, was Bildung und Beruf angeht. Er sollte ungebunden sein und eine Person sein, die Menschen, Tiere und Natur liebt.
    Geändert von Physalis (21.11.2011 um 08:59 Uhr)

  10. #8
    Nachwuchs Autor
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    Standard

    Hallo Physalis,

    große Herkunftsfamilie in Form von Geschwistern, Neffen, Nichten oder auch Partner und Kinder schützen niemanden davor ggf. doch später mal auf sich gestellt zu sein, da nicht alle in den Familien enge und gute Kontakte haben, der Partner vorher versterben kann und man auch von den Kindern nicht erwarten sollte, dass sie sich später um einen kümmern. Diese haben dann ja auch ihr eigenes Leben und wohnen ggf. auch weiter entfernt.

    Ich denke, sinnvoll ist es immer einen guten und festen Freundeskreis zu haben.
    Auch kann man sich überlegen, später wenn man älter ist in eine Art Alters-WG zu ziehen bzw. mit 1 bis 2 Leuten zusammenzuleben und sich gegenseitig zu stützen und zu unterstützen. Sowas geht mitunter auch, dass alle in eigenen Wohnungen leben, aber vielleicht in einem Haus.

    Außerdem bist Du erst Ende 30 und nicht Ende 60. Von daher finde ich, besteht noch kein Grund zur Panik.
    Wie viele suchen und finden mit Mitte 40, 50 od. Mitte 50 und später noch ihren Partner, also von daher würde ich mir da mal nicht so große Gedanken machen.

    Wichtig finde ich, wie gesagt, zusätzlich noch ein paar gute Freundschaften zu pflegen. Auch wenn diese in festen Beziehungen sind, kann man dennoch eine z.B. gute Freundin(nen) haben und wer weiß, wie es bei ihr später im Alter mal aussieht.

    Auch gibt es für Senioren genug Angebote und da kann man dann im Alter immer noch hingehen und hier Gleichgesinnte kennenlernen.

    Gruss
    Thessa

  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Thessa für den sinnvollen Beitrag:

    Silent Voice (01.12.2011)

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