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Thema: Kindheitsängste - Trennung Freund - Angst vor Zurückweisung

  1. #1
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    Unglücklich Kindheitsängste - Trennung Freund - Angst vor Zurückweisung

    Ich komme mir dumm vor, denn für meine Probleme komme ich mir etwas alt vor, 29. Mit meinem Freund, mit dem ich viele Krisen durchgestanden habe, wir uns stets zusammenraufen konnten, weil wir uns lieben, immernoch, ist seit ein paar Tagen Schluss.

    Ich bin in psychologischer Behandlung ....aber zwischen den Terminen liegt zeit und ich komme gerade nicht mehr klar, wegen jüngerer Ereignisse

    Immer wenn ich verlassen werde, brechen aus mir Verhaltensmuster raus, die ich wohl in der Kindheit durch meine Eltern entwickelt habe. diese haben sich getrennt, beide hatten das Sorgerecht und ich musste schon mit 7 Jahren immer entscheiden zu wem ich jetzt nach der Schule gehe und wo ich später schlafe.

    Während ich mich nach der Schule nur entscheiden musste, wo ich jetzt hingehe auf Grund von dem Essen auf das ich gerade Lust habe, war abends anders. ich fing an abzuwägen. (wenn ich mittwoch beim mama schlafe, bin ich Donnerstag bei papa und demnetsprechend Freitag wieder bei mama so dass ich bspw. irgendwas bestimmtes im TV gucken darf.) usw.

    da das zu früh für mich war, diese entscheidungsfindungen, habe ich es wohl nie richtig gelernt mich wirklich nach gusto zu entscheiden sondern nur nach faktischem abwägen.

    heute bin ich daher relativ beschränkt in meinem handeln und dem gestalten meinens Lebens.
    ich hatte bis 22 Jahre Probleme aleine zu Hause zu bleiben. ich hatte in den Jahren 8-10 Angst im Schlaf zu sterben. weiß jedoch nicht wie dies mit dem oben zusammenhängt...
    ________

    Mein Freund ist weg. die letzten Jahre waren nicht gut, ich hab Fehler gemacht und er auch. verzeihen fiel schwer.
    wir hatten schon öfter darüber gesprochen, dass es nicht gut läuft und da konnte ich das auch so sehen und akzeptieren. jetzt wo es m.E. gerade wieder bergauf geht ist wer weg. und mich hat es aus der Bahn gehauen.

    Er sagt, dass er mich niemals für eine Frau verlassen könnte, das glaube ich ihm. der Ton war in der letzten zeit stellenweise harsch und ich wohl stets unzufrieden. er war oft schon bei kleinigkeiten sehr agressiv, konnte sich aber oft fangen. Jetzt sagte er, dass wir uns trennen sollen bevor wir den respekt voreinander verlieren. ich meinte das wir vielleicht schon lange ne Freundschaft haben ohne es zu merken. Er stimmte mir zu, doch jetzt seh ich das nicht mehr so. ich habe gemerkt dass ich ihn immernoch liebe.
    Das wir nach einer Krise hätten uns mehr Zeit geben sollen.
    Cut also,
    seitdem waren verschiedene sachen die mich an uns glauben lassen.
    ich fragte ihn ob er mich nicht mehr liebt, er sagte doch das tue er, deswegen sieht er den schritt für notwendig und er könnte mich auch gar nicht für jemand anders verlassen.
    seitdem war ein zufälliger/ungeplanter kuss, wo er ganz bedächtige meinte... mh...ja wir lieben uns wirklich...
    er will mit mir an seinem Geburtstag weg fahren, wir haben am Montag zusammen gekocht und wollen das weiter als festen tag lassen (sein Vorschlag), als er am Montag bei mir danach schlief, haben wir zwar den ganzen Abend nicht gekuschelt oder geküsst, aber nachts hat er mit mir gekuschelt. Er ist ein schwieriger Mensch. Ich glaube ihm dass er Raum brauch, Abstand, keien Rechtfertigung,denn es viel passiert zwischen ihm und mir, komme aber nicht gut klar damit und habe Angst ihn zu verlieren.

    Offizieller Stand ist: wir lieben uns, sind füreinander da, er brauch Raum für sich. wir wissen nicht ob eine Freundschaft draus wird oder ob wir uns als Paar wiederfinden.

    also:
    ich hab ein problem von früher dass sich jetzt sehr üppig zeigt.
    Angstzustand, drücken davor ins Bett zu gehen.. die alten Ängste(:Angst zu schlafen, Angst vor Dunkelheit haben sich mom erst/glücklicherweise nur als Angst vorm allein sein manifestiert

    ich hab jetzt schon gehört dass ich manisch depressiv sei, das ganze endogene Depression sei und jetzt ist es schon dunkel und ich werde den Abend alleine sein und wie die letzten 2 Abend Angstzustände haben.

    Bitte ratet mir nicht zu Gesellschaft, da ist keiner. ich habe nur wen ig soziale Kontakte.

    Lieber Gruß

  2. #2
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    Hallo Semperfi, wenn Du wirklich eine endogene Depression hast, dann wäre es doch ziemlich einfach. Tabletten und es wird besser. Wobei - heute unterscheidet man nicht mehr in endogen und exogen, weil es einfach gar nicht zu trennen ist. Bist Du wirklich manisch-depressiv, wären auch Medikamente angesagt, so was kann tödlich werden. Je nach Ausprägung und Du kannst es nicht einfach steuern.

    Deine Angstzustände kann ich nachvollziehen. Aber was tust Du, wenn Du sie hast und wie machen die sich bemerkbar? Ich selbst lebe seit vielen Jahren mit Angstzuständen und die sind oft so heftig, dass ich Tag und Nacht draußen rumrase, weil der Körper immer nur rennen will, immer auf Flucht aus ist. Bewegung hilft allerdins. Auch Ablenkung. Und wenn man weiß, wovor man Angst hat, es also noch einen Grund gibt (ist bei mir nur noch selten so), dann hat man die Möglichkeit, darüber nachzudenken, was könnte helfen, was könnte Sicherheit geben und das dann tun. Es hilft alles ein Stück weiter. Der beste Weg aus einer Angst heraus ist nun mal mitten durch die Angst hindurch. Es ist schön, wenn man Gründe findet, warum man Angst hat, was sie verursacht und was sie auslöst. Aber damit leben lernen ist was anderes. Das ist harte Arbeit an sich selbst. Such Dir etwas, das Dich beruhigen kann, was Dich ablenken kann. Genieße jeden noch so kleinen Abschnitt, wo es nicht schlimm ist, nimm es genau wahr, wo Du keine Angst hast, bemerke, dass es nicht immer gleich schlimm ist. Das macht Hoffnung, dass es wieder vorbei geht, dass man es schaffen kann. Den Weg muss sich jeder allein suchen. Man kann sagen, was bei einem selbst hilft, muss aber bei anderen Menschen nicht funktionieren.

    Am wenigsten hilft, Angst mit Selbstmitleid zu paaren. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede. Angst zulassen, wenn sie ohnehin zu stark ist und durchkämpfen und wirklich etwas suchen, was erst mal Sicherheit gibt. In Deinem Fall eventuell Fernseher anlassen oder so, einfach nur mal als Beispiel, was es dann wirklich sein kann, wirst nur Du herausfinden. Aber probier es. Was hast Du zu verlieren?

    Liebe Grüße, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  3. #3
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    Vielen Dank für deine Antwort...

    ich habe gerade wieder eine etwas bessere Phase, habe genau das gemacht was du jetzt eiegntlich vorgeschlagen hast - aber intuitiv. sagt mir dass ich da anscheinend wenigstens gute Antennen für "Selbsterhalt" habe.

    Aber der Kram kommt wieder. ich habe die letzten tage sehr viel alleine verbracht, war auch nicht draußen, weil ich viel lernen musste. Ich denke ein wichtiger Punkt ist auch nicht zuviel zu grübeln, die Arbeit und das Erfolgserlebnis, heute die Arbeit hinter mich zu bringen und wenigstens zu bestehen tat gut...

    ich habe das gefühl dass ich am Anfang stehe von etwas das Depressionen werden können. ich muss jetzt lernen mich zu fangen, ich dachte eigfentlich dass ich das schon ganz gut hinbekomme, aber ... naja.. sowas ähnelt nem Tanz. 2 schritte vor, 1 zurück....

    Lieber Gruß

  4. #4
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    Naja, ist doch wirklich schön zu lesen, dass Du wieder einen Abschnitt geschafft hast. Und eben einen Weg gefunden hast, einigermaßen klar zu kommen, Dich nicht nur hilflos treiben zu lassen. Das ist doch auch ein Erfolg.

    Ja, es ist wie ein Tanz, aber das ganze Leben ist ein Tanz und manchmal geht es auch zwei Schritte vor und drei zurück. Auch die Symptome können sich ändern. Habe ich oft erlebt. Immer wenn ich endlich einen Weg gefunden habe, mit den Symptomen umzugehen, dann kommen andere. Bei mir ist es allerdings schon sehr lange chronisch. Deshalb ist es sinnvoll, so schnell wie möglich Hilfe zu suchen und beizeiten dran zu arbeiten. Als bei mir das Problem anfing, wusste man noch nicht wirklich was von solch psychischen Störungen und mein Leben war zu lange nicht gerade so angetan, dass irgendwas besser wurde. Aber es gibt für Dich immer noch Möglichkeiten. Es wird ein Lernprozess bleiben, doch wenn Du Dich drauf einlässt, gibt es wirklich eine Chance.

    Was aber vielleicht wichtig ist - auch wenn es so viel zu lernen gibt, geh raus. Und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Du hast andere Eindrücke, Bewegung und Licht verbessern Depressionen oder auch einfach nur trübe Stimmung. Wenn man zurück kommt, hält das noch eine Weile an. Hör genau auf Dich und was Du brauchst, solltest Du versuchen, Dir zu geben. Und sollte es wirklich allein nicht zu schaffen sein, vielleicht helfen Medis oder eine Therapie oder einfach andere Menschen, die einen verstehen.

    Lieben Gruß, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  5. #5
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    Hallo waiting,

    im Gegensatz zu dir hab ich wohl doch bessere Voraussetzungen... eiegntlich sind die Rahmenbedingungen so gut, dass ich unbedarft leben könnte.
    Aber gut... so ist es nicht, daher kommt wohl auch teils das Unverständnis in meinem Umfeld.

    Ich weiß oft nicht was ich will und was mir gut tut... daher ist es schwer auf mich zu hören und mir das zu geben was ich will.
    Aber rausgehen und einfach etwas Licht abzubekommen ist tatsächlich sehr gut, nur das aufraffen fällt schwer häufig.

    Heute bei der Therapie war es gut... da sitzt man dann da und versteht die Löcher nicht mehr in denen da war, es ist einem regelrecht peinlich wie tief man fiel.

    Geduld. Arbeiten. Arbeiten an sich. Schönes genießen. ... und auch wenn man liebt oder glaubt zu lieben, sich nicht aufopfern für den anderen, den oft bekommt man mehr Kraft genommen als das man bekommt.

    schönen Abend...

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