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Thema: Klinik Dr. Schlemmer

  1. #1
    Ste
    Gast

    Standard Klinik Dr. Schlemmer

    War jemand in der Schlemmer-Klinik (früher in Bad Wiessee, jetzt in Bad Tölz?)

    Erfahrungen dazu vorhanden?

    Grüße

    Ste

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Als sie noch in Bad Wiessee war: ja.


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  3. #3
    Ste
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Als sie noch in Bad Wiessee war: ja.
    Hey, interessant? Darf ich fragen wann und wie lange du dort warst? Möchte mich gern darüber austauschen.

    Grüße

    ste

  4. #4
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    21.12.06 bis 08.03.07 (vorher eine gute Woche Akutstation Agatharied) und 04.08.08 bis 26.10.08.

    Das erste mal eher "unfreiwillig", da auf dringendes ärztliches Anraten und mitten im Kollaps; beim zweiten Mal freiwillig und auf eigene Initiative.

    Was sich in der Zwischenzeit, vor allem seit dem Umzug nach Bad Tölz, geändert hat - habe da nur wenig, und das auch nur indirekt, mitbekommen.
    Da Dr. Reicherzer aber immer noch Chefarzt ist, dürfte sich am grundlegenden Konzept wenig geändert haben - das Ambiente ist halt moderner und gediegener geworden

    Was willste denn wissen?


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
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  5. #5
    Ste
    Gast

    Standard

    Gibt es Erfahrungen zu psychosomatischen Kliniken hier?

    Ich war dreimal in der Klinik, das waren unerhört intensive Zeiten für mich.

    Grüße

    Ste

  6. #6
    Ste
    Gast

    Standard

    Was ich nicht verstehe ist, dass z.B. die Schlemmerklinik ein minimalistisches Programm hatte, aber eine Roseneck-Klinik ein vollgestopftes Power-Programm?

    Da werden die selben Menschen behandelt, die selben Störungen, aber die Art der Behandlung ist mal so und dann wieder ganz anders.

    Was ist besser? Eine halbe Stunde Therapie am Tag und der Rest Freizeit (aber mit der Möglichkeit jederzeit zur Stationsschwester zu gehen, wenns man dringend reden will oder muss) oder aber ein Vollzeitarbeitstag voller Therapien, die jeweils 90 Minuten und länger dauern?

    Grüße

    Ste

  7. #7
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    Standard Klinik und Konzepte

    Hi,

    also ich denke dass das bei jedem Patienten unterschiedlich ist. Wichtig ist ja daher auch, dass Du Dir im voraus Infos einholst um zu sehen wie die arbeiten und ob das was für Dich ist. In vielen Kliniken werden ja eigentlich auch Vorgespräche gegeben, wo man sich mit dem Therapeuten dort austauschen kann, ob dass passt oder nicht. Ich würde nie mehr ohne ein Vorgespräch in eine Klinik gehen, da ich da auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht habe und einige nie mehr machen will!
    Ich finde schon das Wort "Konzept" immer sehr bedenklich da jeder Mensch ein Individuum ist und die Therapie sich nach dem Patienten richten sollte, wie der Jenige zu handeln ist. Manche brauchen den POWERplan und andere würde es absolut überfordern. Ich habe mal sehr blöde Erfahrungen gemacht, wo sich das TEAM der Klinik beraten mußte (2Tage) OB ich bleiben DARF oder nicht. Es war eine Traumaklinik und das hat mir jegliches Vertrauen genommen!
    Sie waren kein Stück Bereit zu sehen was ich gerade brauche.
    Also erkundige Dich gut. Die Klinik in Neunkirchen Vörden soll ganz gut sein, wurde mir schon von zwei Therapeuten empfohlen.

    VIEL GLÜCK
    Lotte

  8. #8
    Ste
    Gast

    Standard

    Danke Lotte,

    ich brauch Gott sei Dank keine Klinik mehr, ich war aber drei mal in einer.
    Bis heute frag ich mich aber, ob das was ich da erlebt hab nun gut oder schlecht war

    Es hat mir sicher geholfen, nur weiß ich dass andere Kliniken ganz anders arbeiten und ich frage mich wieso das so ist? Wenn ich in einer Klinik an einem Tag die Therapiedichte habe, die einer ganzen Woche in der anderen Klinik entspricht, dann ist das schon ein krasser Unterschied.

    Da wo ich war, hatte man so wenig Therapien, dass man sich fragte, wozu man dafür vollstationär untergebracht wird? Ich meine, um eine halbe Stunde am Tag Atemübungen zu machen muss ich doch nicht in einer Klinik sein. Ich versteh schon, dass ja auch das ganze Setting zählt, also allein der Umstand, dass man in einer Klinik ist, verändert alles. Ich fühlte mich 5 Minuten nach der Aufnahme vollkommen anders als davor, nicht besser oder schlechter, sondern ganz anders. Ich war nun Patient, ich war in der Klinik drin, Teil davon. Ich war im Setting.

    Aber das Setting allein, fast ohne Inhalte, was ist das? Zudem sind auch noch von den wenigen Terminen immer wieder welche ausgefallen. Da hast du nun eh nur einen Termin am Tag (im Durchschnitt, manchmal waren es mehr, manche Tage gab es gar keinen Termin) und wenn der eine dann wegfällt, dann ist da nichts mehr.

    Nun haben die in der Klinik das etwas anders gesehen, für die war auch die Teilnahme am Essen im Speisesaal ein wichtiger Termin und man konnte ja jederzeit zur Schwester gehen und ein kurzes Gespräch führen. Sie wollten einerseits, dass man lernt sich selber zu organisieren und andererseits dass man lernt auf andere zuzugehen, wenn man etwas will oder wenn man Hilfe braucht. Daher wäre eine Voll-Versorgung mit Therapie-Terminen natürlich nicht im Sinne des Konzeptes gewesen.

    Dennoch bleibt die Frage, ob man auf diese Weise schwere seelische Krankheiten effektiv behandeln kann? Mir kam es so vor, als ob man dort eine Art Einzelkämpfer war, der sich selber organisieren musste. Wenn man wusste, wie der Laden funktioniert, dann konnte man sich schon holen was man brauchte oder meinte zu brauchen.

    Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass bei meinem ersten, sehr langem Aufenthalt, die Therapiedichte in den letzten Monaten immer mehr zunahm, bis ich dann wirklich täglich ziemlich "im Stress" war. Was aber viel wichtiger war, war die persönliche Zuwendung, die man da bekam, ich hatte das Glück, dass sich die Leute mit mir sehr intensiv und individuell - von Mensch zu Mensch- auseinandergesetzt haben. Da war nichts mehr planmässiges Konzept, sondern da ging es um mich, so wie ich bin und es ging um mein Leben und Überleben.

    Ja, sehr ambivalent das ganze. Wie soviel in meinem Leben.

    Empfehlen würde ich die Klinik niemand, obwohl ich glaube, dass bestimmte Menschen dort gut aufgehoben sein könnten. Es hing damals sehr stark davon ab bei welchem Therapeuten man gelandet ist, es gab da enorme Unterschiede.

    Grüße

    Ste

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