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Thema: Klinikaufenthalt wg. psychosomatischer Beschwerden

  1. #1
    Neuling
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    Standard Klinikaufenthalt wg. psychosomatischer Beschwerden

    Hallo,
    Ich hänge seit kurzem an einer Entscheidung fest, die mich hin und her reißt. Meine Beschwerden haben mitte letzten Jahres angefangen mit einer Erkältung, welche sich über Umwege letztlich zu einer Gastritis entwickelt haben, die sich nun seit letztem Herbst hartnäckig hält. Sowohl meine Ärztin, als auch Therapeutin sind der Meinung, dass dies psychologische Ursachen haben muss, und Medikamente schlagen wenig bis gar nicht an.
    Dazu kommt die Angst vor einer wirklich ernsthaften Erkrankung wie Krebs o.ä., selbst nach Gastroendoskopie und diversen spontanen Krankenhausbesuchen, von denen tatsählich nur eine ernsthafter Natur war, da die Schmerzen soweit angestiegen waren, dass ich das Essen verweigert habe. Eigentlich weiß ich auch, dass es nicht mehr und nicht weniger ist, als das, was es am Anfang war, jedoch ändert das nichts an der Angst vor einem schlimmeren Befund.
    Meine Therapeutin nimmt sich demnächst eine "Elternauszeit", was für mich heißen würde, dass ich (nach einer überstürzten Pause von fast einem halben Jahr) wieder therapielos sein würde. Mir fehlt nur gerade die Kraft zu allem denn meine psychische Verfassung ist nicht so gut, weswegen die Suche nach einem neuen Therapeuten nur schleppend vorangeht. Ein Klinikaufenthalt käme mir recht gelegen, nur, und da liegt mein Dilemma: Ich bin Schülerin der 12. Klasse und kann mir mit Blick auf meine Noten keine längere Schulpause erlauben. Ich würde einen stationären Aufenthalt in einer psychosomathischen Klinik bevorzugen, Alternativen wären z.B. Kur oder Tagesklinik, oder eben lediglich Therapie, nur bei allen Möglichkeiten kann ich schließlich nicht frei zwischen Daten und Verfügbarkeit entscheiden. Es könnte ja beispielsweise sein, dass mir ein Aufenthalt nur mitten im Schuljahr gewährt wird.
    Außerdem bin ich im Dezember 18 geworden und meine Therapeutin rät mir, eher meinem Alter gemäß nicht in eine Kinder- und Jugendlicheneinrichtung zu gehen, wo ich Unterricht bekommen könnte.
    Auch wenn ich einfach nur gesund werden will, wäre ein Jahr zu wiederholen in etwa so produktiv wie komplett auf Therapie zu verzichten.

    Mir ist klar, dass es letztendlich an mir liegt, was ich beantrage. Ich brauche aber doch Hilfe und Denkanstöße bei der Entscheidung, da ich in einem absoluten Dilemma stecke und Ärzte mir dabei noch keine große Hilfe waren.
    Freue mich auf Antworten

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Limia
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    Standard

    Hallo lismechir,

    ich habe erst vor kurzem einen Vorrag über psychosomatische Stöhrungen halten müssen....
    Ja, letztendlich ist es deine Entscheidung. Du musst abwägen was sinnvoller für dich ist. Wenn deine Beschwerden schlimmer werden und du deswegen nicht in die Schule gehen kannst ist es genauso wenig produktiv.... es belastet dich ja auch.
    Vieleicht geht es ja auch so das du z. B. in den Sommerferien einen Klinikaufenthalt bekommen kannst. Man kann ja vorher anfragen, vielleicht hast du Glück.
    Ich will dir jetzt nicht irgendeine Entscheidung präferieren....
    Du wirst schon die richtige Entscheidung treffen.

    LG
    Limia
    manchmal ist es das Beste, nach vorne zu schauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen...
    egal wie weh es tut und wie schwierig es ist. Kämpfe für dein Leben! Keiner hat das Recht es zu zerstöhren!

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Lismechir Beitrag anzeigen
    Ich brauche aber doch Hilfe und Denkanstöße bei der Entscheidung, da ich in einem absoluten Dilemma stecke und Ärzte mir dabei noch keine große Hilfe waren.
    Diese Ärzte werden aus meiner Sicht da auch weiterhin keine Hilfe sein.

    Eine stationäre Therapie kann den Vorteil haben (muss aber nicht) dass schneller etwas ins rollen kommt. Danach brauchst du aber so oder so eine ambulante Therapie, weil dein Strickmuster aufgezogen worden ist und du in der Kälte ohne Pullover bist.

    Bei einer ambulanten Therapie geht es langsamer, dafür besteht aber die Möglichkeit des umstricken, während du den Pullover noch an hast.


    P.

  4. #4
    Ste
    Gast

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    Ganz spontan würd ich sagen: Geh in die Klinik und schieb alles andere weg.

    "Gesundheit zuerst" sollte die Devise sein. Deine Gesundheit brauchst du dringender als deine Schuldbildung. Die Gesundheit muss ein ganzes Leben lang halten, während Schule nur ein kurzer Teil des Lebens ist. Schule lässt sich immer nachholen, Gesundheit nicht.

    Menschen, die sich intensiv über ihre Verantwortung Gdanken machen, auch wenns ihnen schlecht geht, die erst die Pflicht sehen und dann ihre eigenen Bedürfnisse, denen rate ich im Grunde immer, dass sie die Dinge mal umdrehen. Erst die eigenen Grund-Bedürfnisse sehen und danach erst die Pflicht.

    Ich spreche da aus Erfahrung, ich habe immer mich und meine Gesundheit an das Ende meiner Bedrüfnisskette gestellt. Pflichterfüllung war an erster Stelle, rücksichtslos gegen mich selbst. Heute denke ich anders, auch weil ich mit meiner angeschlagenen Gesundheit gar nicht mehr anders kann.

    Ich kann nur allen jungen Menschen empfehlen zuerst an sich selbst zu denken, denn das Leben wird noch lange dauern und mit 30, 40 oder 50 Jahren wird man alles spüren, was man früher vernachlässigt hat.

    Klar ist es oft auch richtig zu kämpfen und durchzuhalten, man darf sich nicht selber zu einem Weichei erziehen, das büßt man ebenfalls ein Leben lang. Oft ist es eine Entscheidung ins Blaue hinein, die man da treffen muss, man muss auf sein Bauchgefühl vertrauen und das tun, wo es einen gefühlt hinzieht. Auch wenn man damit erstmal auch Schuldgefühle und Zweifel auslöst, oder auch Kopfschütteln bei anderen Leuten.

    Grüße

    Ste

  5. #5
    Neuling
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    Vielen dank, ich hab schon viel mehr ordnung im kopf! übrigens eine sehr schön anschauliche metapher mit dem pullover.
    es ist immer noch schwierig sich zu entscheiden, jedoch war es nicht so klar, wo nun die unterschiede liegen.

    ist es denn prinzipiell möglich, auch mit 18 jahren noch in eine kinder- und jugendklinik zu gehen, und macht das überhaupt sinn?
    Eu convencia,
    vocês a prestar,
    a sua educação.

  6. #6
    Schreibkraft Avatar von Limia
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    Das musst du, denke ich, für dich abwägen, vielleicht wäre dafür auch eine Beratung sinnvoll von einer Person die dich kennt und das einschätzen kann, wo du besser aufgehoben bist. Prinzipiell will ich behaupten, das es nicht so einen großen Unterschied macht, außer das du in einer Kinder und Jugendklinik mehr umsorgt wirst, will ich behaupten. Du bekommst mehr Unterstützung. In einer anderen Klinik musst du warscheinlich Selbstständiger sein und dein Umfeld ist halt ganz anders. Du bist zwischen den beiden "Gruppen" Erwachsen <-> Jugendlich, überleg zu welcher Gruppe du dich noch zählst, oder wo du dich wohler fühlen würdest.

    Sinn macht es auf jeden Fall =)

    Liebe Grüße
    Limia
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  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Lismechir Beitrag anzeigen
    ist es denn prinzipiell möglich, auch mit 18 jahren noch in eine kinder- und jugendklinik zu gehen, und macht das überhaupt sinn?
    Wenn du auf eine etwaige Unterstützung spekulierst, dann ist es wie beim Muskelaufbau auf dem Elektrofahrrad, wenn also die Muskeln nicht genügen, drehst du die Runde eben nochmal auf dem Fahrrad. (ohne Motor)
    ***** hoch und auf die Beine

  8. #8
    Neuling
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    Standard

    das letzte hab ich nicht ganz verstanden. ist damit gemeint, dass es wenig sinn macht und ich danach in eine andere klinik zurück muss, oder dass ich mir die entscheidung zu leicht mache?
    Eu convencia,
    vocês a prestar,
    a sua educação.

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