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Thema: Knibbelsucht?!

  1. #1
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    Frage Knibbelsucht?!

    Hallo ihr Lieben,

    ich weiß nicht ob das Forumthema richtig dafür ist, aber ich hab kein passendes gefunden Es geht um unbewusstes Knibbeln.
    Also, mein Problem ist, dass ich durch das neue Medikament Paroxetin (mittlerweile nehm ich 40mg und ich komm soweit super damit klar) vermehrt schwitze. Ich hab innerhalb eines Jahres jetzt 20kg zugenommen, und nun kommt der schwitzen hinzu. Ich hab vorher als zierliches Ding mit 50kg bei einer Größe von 1,71m so gut wie garnicht geschwitzt und jetzt für meine Verhältnisse (ich wieger jetzt 70kg) viel. Ich arbeite auch in einem Dönerhaus, da heizt mir der Pizzaofen und der Dönergrill ganz schön ein, da komm ich auch gut ins schwitzen.
    ..klar, dass sich meine Haut wehrt!
    bekomm hier und da Pickelchen, hab unreine Haut, grad im Gesicht. Die Pickelchen sind garnicht mal das Problem, mit toter Meer Maske fühlt sich meine Haut gleich viel besser an und schaut zufriedener aus. Aber irgendwie gehe ich selbst damit nicht gut um, ich knibbel! Ich knibbel immer und immer wieder die kleinen Krusten auf, im Gesicht und an Armen und Beinen hab ich auch schon kleine Stellen. Ich knibbel mir immer und immer wieder die Krüstchen (ja Krüstchen, sind eben nur so groß wie ein Pickelchen) und das sind nicht grad wenige.. klar, die Haut kann nicht verheilen wehrt sich, vernarbt.
    Und ich versteh einfach nicht warum ich das mache!!! Ich denk mir nichts bestimmtes dabei, kein Gefühl mich selbst verletzen, bestrafen oder sonst was zu müssen. Ich knibbel einfach. Immer dann wenn ich nichts mit den Händen mache..also lesen, Tv schaun, nachdenken, etc. pp.

    Wieso mach ich das? Und was kann ich dagegen tun? Habt ihr irgendwelche Tips? Ein Gegenstand, den ich in die Hand (der vllt auch in die Hosentasche passt) nehmen kann und damit rumkneten oder sonst was kann, damit meine Hände beschäftigt sind und die doofen Stellen endlich mal verheilen können?

    Man, das sieht einfach nicht schön aus, und ich werd mitlerweile auch schon drauf angesprochen, meine Psychotherapeutin schimpft auch schon immer mit mir. Ich finds schrecklich, und seh aus wie ein Streuselkuchen, nur nicht ganz so lecker.

    ZACK da mach ich kurz eine Tipppause und fang wieder an zu knibbeln, was soll denn das?! Bin ich denn bescheuert?
    Ich machs völlig unbewusst und habs vorher noch nie gemacht..

    Woher kommt das? Könnt ihr mir helfen? Weiß jemand von euch woher das kommen könnte und was ich dagegen tun kann? Tipps?

    liebste Grüße
    Keksli
    Geändert von Keksli (07.10.2011 um 02:22 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. #2
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    Also ich halte es nicht für so außergewöhnlich, dass man an juckenden Hautstellen ganz unbewußt kratzt. Da hilft wohl nur Bewußtmachung und Selbstdisziplin. Wenn ich einen Mückenstich habe, ertappe ich mich auch beim Kratzten, obwohl ich eigentlich über eine recht gute Selbstdisziplin verfüge.

    Viel interessanter finde ich, dass deine Therapeutin deswegen mit dir schimpft aber kein Problem mit der Einnahme von Paroxetin hat. Ziel einer Therapie sollte es m.E. sein, den Menschen soweit zu fördern, dass er dieses Zeug nicht mehr braucht. Als gesund gilt dieses Medikament nicht!

  3. #3
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    es sind keine Mückenstiche.. und jucken tun sie auch nicht. Durchs Knibbeln entzünden sie sich höchstens und tun weh.
    Mückenstiche und Pickel kann ich wohl noch unterscheiden..

    Und: Natürlich will meine Psychotherapeutin dahin bringen selbstständig zu leben, ohne Tabletten. Das war ja auch keine Frage?
    Und Medikamente sind keine Heilprudukte sondern in gewisser Weise Unterstützer. Und dass man die nicht ein Leben lang nimmt ist uns auch bewusst..! Aber um Medikamente geht es mir jetzt nicht!

    Es geht mir um die PICKEL! die ich mir aufkratze, die NICHT jucken, auch wenn der Pickel noch so klein ist, ich kann gern mal Fotos davon machen, wenn man mich dann besser versteht. Hab ne super Kamera mit der ich Mikrofotografiere.
    Und ich mache es unbewusst, nicht wie du sagtest "Oh es juckt, ich kratz mal".

    Weiß jemand anderes was ich meine?

  4. #4
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    Nicht nur, dass du mich falsch zitiertst: "Oh es juckt, ich kratz mal" -ich selbst sprach von "unbewußt". Deinen Stil empfinde ich als unpassend agressiv - und auch da sehe ich eher ein Problem für dich als bei den Pickeln. Alles hat nämlich am Anfang eine Ursache und da sollte man sich vorarbeiten statt mit Scheuklappen stur die eigene Richtung zu verfolgen. Ist aber deine Entscheidung.

    Adieu

  5. #5
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    Mir ging es lediglich um die Pickel die ich mir unbewusst aufkratze und darum ob hier jemand ist, der sowas kennt, mir Tipps für die Haut geben kann, oder Tipps für Beschäftigung der Hände geben kann. Und vielleicht weiß, woher sowas kommen könnte. Und ja, ich mache mir Gedanken woher das kommen kann. Meine Therapeutin hat auch schon gesagt, dass es sein könnte, dass es eine Art "Ich will mich wegkratzen" ist, grad weil es mein Gesicht ist und ich die Augen meines Papas habe (falls du meinen Thread über meinen Vater kennst). Wenn es mir schlecht geht und ich schau in den Spiegel hab ich genau die traurigen Gesichtszüge die mein Papa auch hat. Dass es irgendeine Ursache hat, weiß ich, ich bin auch dabei, auch mit meiner Therapeutin dem auf dem Grund zu gehen.

    Und Medikamente sind für mich auch nicht Lösung der Not, man muss gegen die Depressionen arbeiten, mit sich selbst umgehen lernen, etc. Das ist einzigst das, was einen wieder aus der Depression hilf, nicht die Medikamente.

    Ich hab mich eben etwas angegriffen gefühl, mir ist es einfach total unangenehm mit Pickel, Narben und Krusten im Gesicht durch die Gegend zu laufen, zu dem habe ich viel Kontakt mit Kunden in einem Restaurant.
    Tut mir leid, ich wollt dich nicht so anpflaumen. Aber mir ging es wirklich nur um Tipps, andere Erfahrungen, etc.

  6. #6
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    Ich nehme das mal als Entschuldigung und akzeptier sie. Mein Tip war: "Bewußtmachung und Selbstdisziplin". Der erste Schritt muß sein, dass du es überhaupt merkst. Der Zweite, dass du die "Tat" durch etwas anderes ersetzt. Den Übergang auf die neue Verhaltensweise mußt du Automatisieren, z.B. indem du sie oft in Gedanken durchspielst. Ein einfaches Rezept a la "steck eine Blume ans Revers" wird es nicht geben.

    Gerade wenn man aus einer Suchtfamilie stammt, sehe ich Medikamente als besonders risikoreich an, weil sie ein gewisses System verfestigen und nebenbei die Durcharbeitung von Gefühlen erschweren. D.h. nicht, dass du jetzt sofort absetzen sollst, aber dir in der weiteren Threapie der Problematik bewußt sein solltest.

  7. #7
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    Ja das stimmt. Ich bin dem sehr bewusst, deshalb lob ich die Medikamente nicht. Ich war schon als kleines Kind gegen Medikamente und Alkohol. Schmerztabletten nehme ich so gut wie garnicht, hatte nur bei meine Kieferop welche genommen, weil die Schmerzen doch unerträglich waren.

    Also bewusst bin ich dem schon, ich mecker ja selbst mit mir. Womit kann ich diese "Tat" denn ersetzen? Knetball? oder sowas? Kennst du da was gutes?

    Danke Dir, ich hatte dich wohl etwas missverstanden.

  8. #8
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    Mach was, dass genauso unwillkürlich und immer durchzuführen ist aber eher nützt als schadet, Massiere z.B. einen Refexpunkt. Wird vielleicht etwas dauern, bis es automatisch geht - deshalb auch die Sache mit der Selbstdisziplin.

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