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Thema: Komme mit dem Tod meiner Oma nicht klar!

  1. #1
    Neuling Avatar von blackrose
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    Unglücklich Komme mit dem Tod meiner Oma nicht klar!

    Ich habe meine Oma immer sehr lieb gehabt und war bis ich ca.15 war fast jeden Tag bei ihr.Ab da hatte es etwas nachgelassen weil meine Oma auch nicht mehr so fit war,ich eine Clique und einen festen Freund hatte und,nach dieser Beziehung folgten noch 3 weitere.Also,hatte ich kaum noch Zeit um meine Oma zu besuchen.Aber,ich bemühte mich so oft es geht nach ihr zu sehen.Als ich 17 war rief mich meine Oma eines tages an und wollte das ich mal wieder vorbeischaue,ich ging natürlich auch hin.Wir unterhielten uns einwenig und meine Oma röchelte sehr,sie war schon seit einigen tagen krank.Ich dachte mir nichts dabei weil ich mir dachte das sie nur eine erkältung hat die wieder weggeht.Nach einiger Zeit verabschiedete ich mich von ihr und ging zu mir nach Hause.Einen oder ein paar Tage später hiess es das meine Oma ins Krankenhaus gekommen sei,weil sie umgekippt war.Ich machte mir große Sorgen,doch später gab es Entwarnung,sie war wieder zu Hause.Doch diese Freude sollte nicht lange anhalten.Ich kann mich noch erinnern alswäre es erst gestern gewesen (obwohl es schon fast 2 jahre her ist).Es war an einem Samstagmorgen.Mein Freund war bei mir und stand ziemlich früh auf,wobei ich noch liegen blieb und weiterschlief.Irgendwann hörte ich einen Krankenwagen wodurch ich wach geworden war aber,ich dachte mir nichts dabei weil,ich sowas ja öfter mal höre.Ich drehte mich also um und schlief weiter.Später kam mein Vater ins zimmer und sprach mich an,ich dachte mir nur:was will der denn jetzt?ich will schlafen.Ich antwortete ihm nicht.Nach einigen Minuten kam er wieder und sprach mich nochmal an aber,diesmal nicht mehr nur mit meinem namen sondern er fügte noch hinzu:die oma wird von einem Krankenwagen abgeholt.ich stand sofort auf,zog mich an,kämmte ganz kurz meine Haare durch und ging sofort mit meinem Freund zu dem Haus meiner Oma.Als ich dort ankam war meine Oma schon im RTW.Ich fragte einen Sanitäter wie es ihr geht und der sagte mir:es sieht nicht gut aus!Ich war fix und fertig und fing an zu weinen.Man musste sie noch im RTW in ein künstliches koma versetzen.Und von diesem tag an mussten wir 5 Wochen um sie bangen.Ich besuchte sie 1 mal im Krankenhaus und es fiel mir sehr schwer in ihr Zimmer zu gehen.Wollte sogar erst wieder abhauen.Irgendwann habe ich mich zusammengerissen,bin in ihr zimmer,und nahm ihre Hand.Ich sprach auch mit ihr.Und ich sah das sie Tränen in den Augen hatte.Ich wüsste heute noch gerne warum sie Tränen in den Augen hatte.Diese 5 Wochen wo sie im Koma lag,waren die schrecklichsten meines lebens.Mal hiess es es ginge ihr besser,und dann hiess es wieder es würde schlecht aussehen.Als es dann einmal hiess sie würde die Nacht wahrscheinlich nicht mehr überstehen,rief ich im Krankenhaus an und fragte den Arzt wie es meiner Oma geht.Er sagte nur:ich wollte sie gerade anrufen....es tut mir leid aber ihre Oma ist vor einer halben stunde verstorben.Ich war total geschockt und sagte nur:nein,nein,das kann nicht sein,oh bitte nicht.Ich wollte das nicht wahrhaben.Konnte es nicht glauben das meine geliebte Oma einfach so weg war und ich sie nie wieder sehen würde.Als die Beerdigung war und ich den Sarg in der Kapelle stehen sah,konnte ich nicht mehr,ich musste sofort weinen und konnte den Anblick nicht ertragen.ich sagte zu meinem Vater:ich kann da nicht rein.Meine Eltern konnten mich wieder beruhigen und ich ging rein.Aber,es war schrecklich.Ich musste die ganze Beerdigung lang nur weinen.Ich konnte immer zu ihr gehen wenn ich ein Problem hatte,sie hörte gerne zu und gab gerne tips.Sie konnte einen gut aufmuntern.Ich nannte sie öfters "süße".Weil,sie auch meine süße war.Und sie ist es heute noch.Ich vermisse sie ganz schrecklich und muss immernoch sehr weinen wenn ich an ihrem Grab stehe,deshalb gehe ich nicht so oft hin.Ich kann einfach nicht loslassen und denke manchmal sogar das sie garnicht Tod ist.Wie kann ich lernen loszulassen?Wie kann ich das besser verarbeiten?und vorallem,wie kann ich endlich begreifen das sie wirklich nie wieder kommen wird?

    Bitte um Antwort!
    Und sorry wenn der Beitrag so lange geworden ist.Aber,wenn ich einmal Anfange über dieses Thema zu reden,kann ich so schnell nicht mehr aufhören.

    LG!
    blackrose
    Ich leide nicht an Depressionen,sie sind meine besten Freunde

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Hallo Blackrose,

    einen geliebten Menschen zu verlieren tut sehr weh und es ist schwer zu begreifen das er plötzlich nicht mehr da ist.

    So eine Verlust zu verarbeiten kann sehr lange dauern, und ich glaube fast es gibt kein "Patentrezept" wie man das "beschleunigen" oder "vereinfachen" kann. Einziger "Hilfspartner" ist die Zeit, so banal und abgedroschen das jetzt vielleicht auch klingen mag.

    Du schreibst, der Tod Deine Oma ist "schon" fast 2 Jahre her.
    Der Trauerprozess dauert bei jedem Menschen unterschiedlich lang, es gibt kein "Zeitlimit" in dem man sagt: so jetzt ist die Trauer erledigt.

    Nimm Dir alle Zeit der Welt Dich mit dem Tod Deiner Oma auseinanderzusetzten. Nur so akzeptiert der Verstand und das Herz, das sie nicht mehr da ist, zumindest nicht physikalisch.
    In Deinen Gedanken ist sie immer da und es ist schön das Du so häufig an sie denkst, Du musst sie sehr geliebt haben....

    Vor allem die Erinnerungen mit ihr, die hast Du, die kann Dir nichts und niemand nehmen....

    Ich sprach auch mit ihr.Und ich sah das sie Tränen in den Augen hatte.Ich wüsste heute noch gerne warum sie Tränen in den Augen hatte.
    Ich denke das sie Tränen in den Augen hatte vor Freude, Dich nocheinmal zu sehen und wissen das Du da bist. Da bin ich mir ganz sicher....

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
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    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  3. #3
    Neuling Avatar von blackrose
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    Zitat Zitat von Corelli-Crystal Beitrag anzeigen
    Du musst sie sehr geliebt haben....
    Oh ja,das habe ich!!!

    Ich danke dir erstmal für deine Antwort.

    Mich mit dem Tod meiner Oma auseinander zu setzten ist schwer für mich.Versuche zwar irgendwie damit klar zu kommen und,zu begreifen das sie nie mehr wieder kommt aber,das klappt nicht so gut.Sobald ich an ihrem Grab stehe denke ich das,sie da garnicht drinne liegt,und ich fühle mich ihr dort auch nicht nah.Es ist als stünde ich vor irgendeinem kleinen Platz,wo einfach nur ein Kreuz mit dem namen meiner Oma drauf steht.Es wird ein sehr schwieriger und langer Prozeß werden bis ich wirklich mal so richtig begreife das sie nicht mehr wieder kommt.

    Aber,trotzdem nochmal danke für deine lieben Worte und das du mir auf meinen Beitrag geantwortet hast.

    LG!
    blackrose
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  4. #4
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Standard Unreal

    Ich kann verstehen das Dir das alles was geschehen ist sehr unrealistisch vorkommt, vielleicht wie ein böser Traum.....

    Das ist ein Zeichen, das der Verstand es noch nicht akzeptiert hat das Deine Oma nicht mehr da ist....

    Aber wie gesagt, in Gedanken ist sie immer da bei Dir.
    Versuche doch einmal, in Gedanken mit ihr zu kommunizieren, oder rede wenn Du am Grab stehst mit ihr....
    Vielleicht hilft Dir das....

    Ich weiss ja nicht ob Du ein religiöser Mensch bist, an Wiedergeburt oder soetwas glaubst....
    Aber auch soetwas kann eine Stütze sein und helfen in einer so schweren Zeit wie Du sie jetzt gerade durchmachst.

    Ich selbst bin nicht wirklich religiös, trotzdem hilft mir in schweren Situationen die Stille in einer Kirche oder z.B. eine Kerze für einen lieben Menschen der verstorben ist anzuzünden...

    Liebe Grüsse
    Corelli

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    Erich Fried

  5. #5
    Neuling Avatar von blackrose
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    Hallo!

    Ich versuche meistens mit ihr zu reden wenn ich am Grab stehe,auch wenn ich manchmal denke das sie da garnicht drin liegt.Aber,viel bringt es mir nicht.Denke dann oft ich würde mit mir selbst reden.Ich bin schon religiös.Letztes Jahr habe ich ihr zum Geburtstag eine Kerze angezündet und ihr einen Brief dazu geschrieben.Am 29.8 wäre es wieder soweit.Da wäre sie 80 jahrealt geworden.An diesem Tag möchte ich ihr einen Strauß Blumen auf's Grab legen.

    Versuche öfter mal mit ihr zu kommunizieren und habe manchmal auch das Gefühl das sie in meiner Nähe ist.Es ist eben nur schade das da nie etwas zurück kommt.Man erhofft sich irgendein Zeichen doch es kommt nichts.
    Ich werde aber mal versuchen mich mehr mit dem Thema zu befassen.Vielleicht fällt es mir dann wirklich eines tages leichter es zu verarbeiten.

    Du bist echt nett corelli.
    Ich danke dir.

    LG!
    blackrose
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  6. #6
    Schreibkraft Avatar von Kuan Yin
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    Huhu Blackrose,

    Ich muss sagen Corelli-Crystal hat für mich etwas sehr wichtiges gesagt. Und zwar ob du an Wiedergeburt glaubst.
    Darauf wollte ich auch hinaus. Ich möchte dir kurz schildern wie ich mit dem Verlust eines lieben Menschen umgegangen bin.
    Vor sechs Jahren starb meine Freundin im Alter von 18 Jahren. Ich wusste zwar dass sie einen Herzfehler hatte, doch niemand hat mit sowas gerechnet.
    Es kam für uns alle sehr plötzlich udn es war wirklich verdammt schwer die Beerdigung zu überstehen. Ich persönlich glaube an die Wiedergeburt und mir hat es sehr geholfen mit ihr zu sprechen. Manchmal spürte ich sie auch... Ich machte dann ihr Lieblingslied an und sprach mit ihr... Ein Jahr lang kam ich gar nicht damit zurecht und trauerte um sie.
    Doch irgendwann kam der Tag an dem ich spürte ihr geht es nun viel besser da wo sie jetzt ist. Mit der Zeit ließ ich die Trauer los.
    Noch heute steht ihr Bild auf meinem Nachtschränkchen, doch ich weiß, dass sie immer noch da ist. Nur eben ohne Körper...
    Ich glaube fest daran, dass deine Oma auch noch bei dir ist und deine Oma mag dich nicht leiden sehen. Sie will dass es dir gut geht und dass du die Trauer los lässt!! Sie ist noch bei dir... Vielleich beschäftigst du dich etwas mit dem Thema "leben nach dem Tod" und der Wiedergeburt Das würde dir vielleicht auch helfen es zu verstehen und zu akzeptieren...Das wünsche ich dir sehr. Denn so kannst du ja nicht weitermachen. Das tut dir nicht gut...
    Falls du dich mit diesem Thema auseinandersetzen möchtest, kannst du deine Oma vielleicht auch bald spüren!
    Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, kannst du mich gerne fragen

    Liebe Grüße...

  7. #7
    Neuling Avatar von Elisa24
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    Liebe blackrose!
    Ich möchte dir gern sagen, wie meine Sichtweise der Dinge ist.
    Ich denke mir, dass sich unsere Seele einen Körper aussucht, eine Familie, wo sie das lernt, was sie braucht, um sich weiterzuentwickeln. Hat sie das gelernt, wozu sie sich in diesen Körper begeben hat, verlässt sie ihn, um in einem anderen Körper wieder neue Erfahrungen zu machen. Klar geht dir deine Oma ab. Aber du musst bedenken, deine Oma ist ein Teil von dir. Durch jede einzige Minute, die du mit ihr verbracht hast, bist du ein Stück zu dem Menschen geworden der du bist. Also ist sie nicht weg, sie wird immer bei dir sein. Nur der physische Körper ist nicht mehr da.
    Und denk daran, die Seele hat sich auch ausgesucht, dass sie dich in der Familie hat und dadurch konnte deine Oma auch einen Teil lernen, den sie lernen wollte und musste. Du warst eine Bereicherung für ihr Leben und bist es noch immer und wirst es in alle Ewigkeit sein.
    Vielleicht kann dir diese Sichtweise hefen, dass es dir ein bisschen besser geht.
    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag!
    Deine Elisa

  8. #8
    Verleger Avatar von Waris
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    Hallo Blackrose!

    Dein Thread hat mir wirklich die Kehle zugeschnürt. Einmal aus dem Grund, weil ich selbst den Tod meiner Schwester nie verarbeiten konnte. Und dann noch aus dem Grund, dass ich immer daran denken muss, wie es wohl sein wird, wenn meine Oma stirbt Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich das je verkraften soll und muss beim blosen Gedanken daran schon weinen. Jetzt komt auch noch hinzu, dass ich weg ziehe und sie nur noch selten sehen werde.
    Ich glaube nicht an Wiedergeburt. Ich denke, dass wir nur dieses eine Leben haben und dieses so gut wie möglich nutzen sollten und viel Zeit mit den Menschen verbringen, die wir lieben. So wie ich rauslese hast du bestimmt viele schöne Std. mit deiner Oma verbracht und das ist etwas sehr wertvolles, was du für immer behalten darfst! Ich denke, als sie so krank war ahnte sie, dass sie sterben würde. Deshalb wollte sie dich nochma sehen und das hat sie ja auch. Die Tränen in ihren augen als sie im Koma lag, da könnte ich mir 2 Gründe vorstellen: Trauer darüber, dass sie dich nun verlassen muss und gleichzeitig Freude, dass du noch einmal zu ihr gekommen bist. Für mich ist und bleibt der Tod ein schlimmes thema, aber er gehört zu uns. wir müssen damit klar kommen, es gibt keine Wahl.
    Danke, dass du mich wieder daran erinnert hast, immer möglichst viel Zeit mit den Liebsten zu verbringen.

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