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Thema: Konfliktbewältigung, damit es mir besser geht

  1. #1
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    Frage Konfliktbewältigung, damit es mir besser geht

    Hallo zusammen.

    Heute geht es mir gar nicht gut.

    Schon lange wollte ich hier im Tread für Durchsetzungvermögen schreiben, aber ich schaffte es immer wieder, es irgenwie selbst zu schaffen, doch mittlerweile frist mich das Problem innerlich doch mehr auf, als ich mir selbst eingestehen will.
    Bin voll traurig und wütend zugleich.
    Für Euch ist es vielleicht banal, aber vielleicht kann mich auch jemand in meinem Schmerz verstehen?

    Ich war gestern bei einer Bekannten meiner Freundin zum Haare machen.
    Doch ich bin voll enttäuscht.

    Schon das letzte Mal schnitt sie mir total viel von meiner Länge ab.
    Totaler Schock für mich.
    Aber ab ist ab.

    Durch unser Gespräch hatte sie wohl vergessen zu schneiden?
    Ich hatte jedenfalls das Gefühl.
    Und als ich sie fragte, konnte sie sich auch nicht mehr erinnern und sagte, dass ich noch mal vorbei kommen soll.

    Hätte ich es mal lieber gelassen!!!
    Merde!!
    Wollte ich sie doch schon immer lang haben und nun!!!!????

    Es trifft in meine Verletzung von früher.
    Schon immer war es auch in meiner Familie so.
    Hatte ich die Haare lang, hieß es: “Mit kurzen Haaren siehst Du schöner aus.“
    Und schon lief meine Mutter mit mir zum Friseur.
    Dann hieß es: „Ach die langen Haare standen Dir doch besser.“
    Und meine Mutter pflegte meine Haare und passte auf, dass nicht zu viel beim Friseur geschnitten wurde.
    Und dann nervte es meine Mutter, dass sie meinen Haaren immer beim saugen oder putzen begegnete.
    Schon damals immer nur ein Auf und Ab.

    Und nun wieder die Misere.
    Ich kann sie mir ja nicht selbst schneiden.
    (Habe ich auch schon versucht, als ich diese totale Angst vorm Friseur hatte.)

    Ich hatte eine so schöne Länge!!!!
    Was hat sie sich nur dabei gedacht?

    Das Schlimmste war, dass sie das im Trockenschnitt tat.
    Ich überwand mich zwar, ihr zu sagen, dass dies nicht gut für meine Haare sei, durch die Locken.
    Aber ich hatte keine Chance. Ihre Dominanz legte mein Bedürfnis lahm.
    So schnell wie die Haare ab waren, konnte ich gar nicht realisieren, dass ich wieder nicht auf mein Bedürfnis stand.

    raz faz waren sie ab.
    Aber so was von Länge….
    Und kein Schnitt drin, nur fransig.

    Ich gab mein Bestes, um damit zu Recht zu kommen.
    Nur leider war es jetzt wieder nötig für meine Haare, da die Strähnchen am Ansatz aufgefrischt werden mussten und ich überwand mich, doch noch einmal zu ihr zu gehen, um sparen zu können, in der Hoffnung, es war damals nur ein Versehen.

    Und nun, wo wieder Farbauffrischung für den Ansatz notwendig war, bat ich sie, meine Haare etwas stufiger zu schneiden, da ich so viel Volumen unten hatte, aber oben die Haare total platt fielen, weil die gleichmäßige Abstufung nicht mehr da war und bat sie auch nichts mehr von der Gesamtlänge zu nehmen.

    Was tut sie???
    Sie haut mir solche Ecken rein.
    Die Gesamtlänge blieb zwar jetzt, aber mittig schnitt sie einfach ab.
    Keine Abstufung.
    Voll schitt...
    Für mich total lieblos.

    Wenn ich mein Foto anschaue, als sie mir damals meine Haare machte und wenn ich jetzt schaue….Ich könnte weinen und spüre voll viel Wut.
    Warum nur geht sie so mit meinen Haaren um?

    Das Schlimme ist ja, dass ich meistens dieses Pech habe, wenn ich sparen will.

    Warum mache ich nur immer so oft schlechte Erfahrung?
    Erst läuft es gut und dann???
    Bei anderen klappt es doch auch und sie können sparen?

    Ich war mal bei einem Friseur, da hat mir der Chef die Haare frisiert.
    Erst hatte ich Angst, dass es ein Mann ist, aber ich vertraute, weil es der Chef war.
    Und ich war so happy, so überwältigt von dem Ergebnis.
    Und meine Haare wuchsen stetig weiter.
    Voll toll.
    Doch leider ist dieser Friseur viel zu teuer und darum bin ich zu der Bekannten meiner Freundin.
    Zuerst machte sie es auch weiter so toll und für das 4 fache weniger.
    Es tat mir richtig gut.
    Und nun????
    Einmal verkorkst, das zweite mal noch probiert…. Und wieder ätzend.
    Und jetzt????
    Ich will das nicht mehr hinnehmen, aber was soll ich tun?

    Ich habe totale Angst vor Konfrontation.
    Sicher würde sie mir sagen, dass ich dann zum anderen Friseur gehen soll, wenn ich unzufrieden bin.

    Wie würdet Ihr in meinem Fall reagieren?

    Wäre schön, wenn ich Ratschläge auf vielleicht für Euch so ein banales Thema bekäme.
    Für mich ist es die Hölle.
    Es ist ja nur ein Bsp., welches zeigt, dass ich mich nicht wehren kann, wenn ich mich ausgeliefert fühle.

    Lilli
    [/SIZE]

  2. #2
    Schreiberling Avatar von Finja
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    Hallo Lilli,
    ich würde dort einfach nicht mehr hingehen und fertig!
    Und bei Fragen würde ich antworten, dass ich sehr unzufrieden war.

    Gerade wenn Dir Deine Haare so wichtig sind und Du nun völlig unglücklich damit bist, solltest Du wohl noch einmal etwas Geld in die Hand nehmen und zu dem tollen Friseur gehen, mit dem Du schon so gute Erfahrungen gemacht hast. Vielleicht bringt er den Schnitt ja wieder in Ordnung oder verpasst Dir eine kleine Haarverlängerung.

    Auf jeden Fall würde ich das ganz einfach als Investition in Dich sehen.

    Über dieses eine Beispiel kann ich allerdings nicht auf Deine Durchsetzungsfähigkeit schließen.
    Wie hättest Du Dich denn da durchsetzen sollen?
    Passiert ist passiert. Und es spricht ja für Dich ihr noch einmal eine Chance gegeben zu haben, nur dass es eben nicht so schön für Dich endete.

    Mir ist vor vielen Jahren einmal etwas Ähnliches passiert, nur das die Friseurin, die meine langen Haare auf dem Gewissen hatte, 215 D-Mark kassierte. Trotz des scheinbar hohen Anspruchs, was die Kosten wohl suggerieren sollten, brachen meine nun strohigen Haare einfach alle so sehr ab, dass man sie nur noch mit einem Schnitt und sehr viel Haarschaum "retten" konnte.
    Mittlerweile sind sie wieder lang und ich weiß genau, wem ich da vertrauen kann und im Zweifel schneide ich mir selbst die Spitzen.

    LG, Finja

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    Lilli 2010 (04.06.2010)

  4. #3
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    Hallo Finja.

    Ganz vielen lieben Dank für Deine Zeilen.
    Es tut gut, Anteilnahme zu spüren.
    Es tut gut, zu lesen, wie Du damit umgehen würdest.
    Und ich hoffe, ich kann es noch etwas besser rüber bringen, was es mit dem Durchsetzungsvermögen zu tun hat.
    Es vermischt sich wohl mit Ängsten und Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen?
    Dadurch kann ich mich nicht durchsetzen.

    Ich bin so wütend über mich selbst und doch weiß ich, ich muss nachsichtig mit mir sein, aber es fällt so unheimlich schwer.
    Trage ich doch beide Teile in mir.

    Warum?

    Als selbstbewusster Mensch hätte ich genau das gemacht, was Du schreibst.
    Und vor allem schon beim ersten Mal.
    Ich hätte mich nicht noch einmal zum "Opfer" gemacht.

    Doch nun, wo ich total eingeschüchtert bin, reagiere ich für mich selbst total unverständlich.
    Und das tut so unheimlich weh.
    Egal welche Situation es ist.

    Es macht mich immer total fertig.
    In mir ist immer eine Blockade.
    Meine Angst vor Konfrontation ist total groß.

    In Bezug auf meine Haare:

    Ich traue mich gar nicht, ihr zu sagen, wie unzufrieden ich bin.
    Diese Angst vor ihrer Reaktion ist viel größer, als dieser Schmerz, dass meine Haare so jetzt sind.
    Vom Verstand her würde ich mir auch sagen:
    >Es ist nun passiert. Mach das Beste daraus. <
    Aber meine verletzte Seele kommt damit nicht klar.
    Es steckt so unendlich viel dahinter.
    Es geht nicht nur um die Haare.
    Es geht um das, wie mit mir umgegangen wird, wie schlecht ich mit mir selbst umgehe.

    Noch einmal zum Friseur gehe ich lieber nicht.
    Jetzt habe ich noch eine Länge, um sie zusammen zu machen, aber wenn er noch mehr schneiden würde, ich glaube, ich würde mich noch mehr hassen, als das ich es jetzt schon tue, weil es immer mehr in meine seelische Verletzung gehen würde.

    Ja, dieser Selbsthass.
    Ich achte mich selbst nicht und wenn so etwas passiert und die anderen reagieren auch noch total abwertend, wenn ich mich beklage, dann bestätigen sie noch meinen Selbsthass und das tut mir noch viiiieeel mehr weh.

    Und ich glaube, das ist eine meiner großen Baustellen

    Auf der Verstandesebene würde ich mir sagen:
    “Selbst Schuld, was gehst Du auch noch einmal hin!!!
    Ja, ich wollte ihr noch einmal eine Chance geben. Danke Finja, dass Du mich bestätigst, dass es nicht falsch war.
    Ich dachte, es war nur ein Versehen beim ersten Mal.
    Hat es doch die ersten paar Mal auch geklappt.

    Auf der Gefühlsebene trifft es mich total.
    Wut und Enttäuschung, die ich ihr gern mitteilen würde, aber ich spüre, dass es sie nicht interessieren würde.

    Ich habe zwar schon gewaltfreie Kommunikation gelernt, aber was hilft mir die, wenn andere damit nicht umgehen können???

    Also bleibe ich in meinem Schmerz allein und bin lieber wütend auf mich selbst.
    Und so geht es mir immer.
    Ich muss selbst mit dem Schmerz zu Recht kommen, aber wie???

    Theorie ist immer ganz gut, aber in der Praxis ist es voll schwierig.

    Mit dem Durchsetzungsvermögen hat es in dem Fall mit den Haaren zu tun:
    Sie hatte schon alles bereit, als ich kam.
    Ich fragte sie, ob sie mir die Haare trocken schneiden will.
    Und sie antwortete mit ja.
    Ich sagte, ihr, dass ich das nicht gut finde, weil es meinen Haaren nicht gut geht, wenn sie trocken geschnitten werden.
    Aber sie war so dominant, als sie mir sagte: „Quatsch, da ist gar nichts dabei“ und zack saß ich auf dem Stuhl.
    Ich bin in einem Konfliktgespräch immer das eingeschüchterte kleine Mädchen, welches brav und ohne Zicken sein will.
    Aus diesem Muster will ich raus, aber weiß nicht wie????

    Ich habe Angst, dass die anderen böse auf mich sind und mich mit Ablehnung bestrafen.

    Ich könnte ganz viele Beispiele sagen.
    Es ist auch genauso bei meiner Freundin.
    Und es ist auch genauso, wenn ich an der Arbeit zu meinem >Nein< stehen muss, wenn ich keine Stunden übernehmen will, so wie sie es gern hätten.

    Und es ist auch bei meinem Bruder und Familie so.
    Ich ticke nicht mehr wie sie wollen und jetzt ist totale Funkstille.

    Es macht mich krank, immer so funktionieren zu müssen, wie andere es wollen.
    Und wenn ich es nicht tue, dann bekomme ich ihre ganze Wut und Ablehnung und Enttäuschung zu spüren.
    Und weil ich weiß, wie weh dies tut, will ich andere gar nicht mehr konfrontieren, damit sie sich nicht auch so fühlen, wie ich.

    Ich stehe mir selbst im Weg.

    Andere machen zu und suggerieren mir noch, dass ich diejenige sei, warum es so ist.
    Es ist voll schwer, weil es verschiedene Stellen sind, wo die gleiche Baustelle ist.
    Und wenn ich allein bin, dann dreht es sich in meinem Kopf, um zu realisieren, was ist eigentlich passiert und bin ich wirklich diejenige, die etwas dafür kann.
    Und wenn ich erkenne, es ist nicht so, dann müsste ich konfrontieren, aber die Angst, nicht verstanden zu werden und weg geworfen zu werden, ist einfach zu groß.

    Ich weiß nicht, ob Ihr diese Zerrissenheit in mir nachvollziehen könnt?


    Lilli

  5. #4
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    Zitat Zitat von Lilli 2010 Beitrag anzeigen
    Es macht mich krank, immer so funktionieren zu müssen, wie andere es wollen.
    Musst Du nicht!!!

    Zitat Zitat von Lilli 2010 Beitrag anzeigen
    Und wenn ich es nicht tue, dann bekomme ich ihre ganze Wut und Ablehnung und Enttäuschung zu spüren.
    Das solltest Du aushalten lernen, ganz bewusst.

    Zitat Zitat von Lilli 2010 Beitrag anzeigen
    Ich stehe mir selbst im Weg.
    Andere machen zu und suggerieren mir noch, dass ich diejenige sei, warum es so ist.
    Genau, das ist der Haken dabei.
    Vielleicht hilft es Dir ja ein wenig zu wissen, dass auch die Anderen meist sich und ihre Wirkung nach Außen im Sinn haben und dabei aus unserer Sicht manchmal ganz merkwürdig reagieren.
    Anstatt das dann als "Naja, hat halt auch mal einen schlechten Tag gehabt." abzutun, wird etwas zur Situation passendes hineininterpretiert und schon ist die Bestätigung der eigenen Befürchtung da.
    Es ist der Kopf, der Dich das Schlimmste denken lässt und schon ist es auch so.

    Dass Du anfängst "Nein!" zu sagen, weil Du selbst gemerkt hast, dass Du damit Probleme hast, ist klasse.
    Hab Geduld mit Dir!
    Die Anderen müssen sich an Dein neues Verhalten erst einmal gewöhnen.

    Und vielleicht ist ja auch noch das "Wie" entscheidend dabei.
    Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei Dir einiges aufgestaut hat, bevor Du das erste Mal "Nein!" sagst.
    Weshalb Du möglicherweise wie ein Dampfkessel versuchst Dir Gehör zu verschaffen. Das könnte dann auch nach hinten losgehen und Deine Befürchtung, man könne wütend auf Dich sein, werden wahr.

    Wenn es Dir so wichtig ist, wie andere auf Dich reagieren, solltest Du beim "Nein-Sagen" darauf achten den richtigen Ton zu treffen.
    Dazu gibt es auch ganz brauchbare Literatur.

    LG, Finja

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Finja für den sinnvollen Beitrag:

    Lilli 2010 (08.06.2010)

  7. #5
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    Hallo Finja.

    Danke für Deinen Beitrag.

    Es ist schon alles sehr merkwürdig für mich.

    Alles so anstrengend, so traurig, so.... ich finde gar keine Worte dafür.
    Doch ich wende mich hier im Forum an Dich und an die anderen, weil ich nicht mehr in die Depression fallen will.

    Du hast ja vollkommen Recht, mit dem was Du schreibst und es tut auch gut, zu lesen.

    Und doch wird es noch dauern, bis ich es begreifen kann.

    Es ist leichter gesagt, nicht so zu funktionieren, wie es die anderen wollen.
    Denn dann erlebe ich die Konflikte und all den Ärger.
    Also gehe ich wieder ins Funktionieren.
    Doch funktioniere ich, bekomme ich in mir selbst jetzt voll Ärger.

    Total schrecklich, wie es mich dann innerlich zu zerreißen droht.


    Ich hatte jetzt in den letzten Tagen viel Konfrontation und somit auch Konflikte.

    Hatte heute Therapie.
    Heute wurde mir gesagt: >Harmonie ist eine Illusion<
    Oh wie schrecklich, diese Bestätigung zu bekommen.
    Weiß ich es ja, aber wollte ich es nie wahr haben.
    Von Kindheit an habe ich Gewalt und Unterdrückung erlebt und wollte niiiieeee, dass andere leiden müssen und doch leide ich selbst immer wieder.

    Vielleicht sehe ich die Menschen und die Welt immer noch zu blauäugig????

    Ich bekam heute die Bestätigung für meine Erkenntnis mit dem Satz:
    "Sie sind im Leben angekommen."
    Oja, aber so will ich das Leben nicht und muss doch lernen, es so zu akzeptieren.
    Ich muss es lernen, wenn ich im Hier und Jetzt leben will.
    Schluss mit Traumwelt, Schluss mit rosa Brille.
    Oje und dann kommen die Ängste.

    Meine Frage, Finja:

    Wie halte ich es ganz bewusst aus, dass andere böse auf mich sind, dass sie mich ablehnen?
    Es tut so unheimlich weh.
    Für mich ist Streit, Auseinandersetzung, wie ein Weltuntergang.

    Heute wurde mir mal wieder gesagt:
    "Vielleicht sollten Sie ein bisschen zickig werden?"

    Wie???
    Ich antwortete:

    >Oh nein, das ist ja gar nicht meine Art, nur wenn es gar nicht mehr geht.<

    Mir fällt ein, was mein Freund mal sagte, als es mir auch mal nach einem Streit mit ihm ganz schlecht ging.

    Er hat fest gestellt, dass er mein >Nein< gar nicht ernst nahm.

    Ich würde das >Nein< zu lieb sagen.
    Es würde überhört werden.

    Wie ich es lernen soll, weiß er auch nicht, aber er würde mir dabei helfen.

    Er sagte mir:
    Ich sei zu lieb (Oh, wie ich den Satz hasse!!!), aber er sagte auch weiter, dass man es dadurch gar nicht von mir erwartet.
    Und erst wenn ich wütend werde, nimmt man mich wahr, aber dann erschrickt man sich auch, weil man das von mir gar nicht erwartet.
    Und dann noch mein Aussehen....

    Ist das nicht schrecklich????

    Ich hasse mich selbst dafür.
    Ich hasste mein Aussehen und ich hasste mein Verhalten und darum dieser Selbsthass, aus dem ich raus will, weil ich doch tief im Inneren weiß, dass ich auch ein guter Mensch bin.
    Ich bin eben nicht der Engel, den sie alle in mir sehen, die mit mir Kontakt haben.
    Ich bin ein Mensch, wie alle!!!
    Ich bin so unglaublich wütend.
    Einfach auf diesen Zustand.

    Hättest Du denn Vorschläge und Literaturvorschläge, wo ich es erst einmal theoretisch begreifen könnte, was und wie das mit diesem >Nein< zusammen hängt?

    Es ist leider für ander sehr unverständlich, dass ich immer so >lieb< bin.

    Jaaaa...menno...
    Es ist auch unverständlich und vielleicht auch unnormal!!!
    Aber so bin ich nun mal.
    Ich muss erst lernen.

    Vielleicht haben ja auch noch andere Forumsmitglieder Rat für mich?
    Es würde mir wirklich sehr helfen, wenn ich da endlich mehr Weite bekäme.

    Ich fühle mich wirklich ganz unwohl in mir selbst.

    Danke sagt schon mal Lilli, die voll eingeschüchtert ist, wieder nicht verstanden zu werden, aber sich trotzdem traut, dass mal zu schreiben.

  8. #6
    Schreiberling Avatar von Finja
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    Zitat Zitat von Lilli 2010 Beitrag anzeigen
    Meine Frage, Finja:

    Wie halte ich es ganz bewusst aus, dass andere böse auf mich sind, dass sie mich ablehnen?
    Es tut so unheimlich weh.
    Für mich ist Streit, Auseinandersetzung, wie ein Weltuntergang.
    Versuch es nicht persönlich zu nehmen, auch wenn sie es so meinen könnten!
    Stell Dir vor, sie sind bloß so, weil sie darüber gar nicht nachdenken oder weil sie sich gerade selbst über etwas ganz anderes geärgert haben. Das hilft mir immer ganz gut in solch ersten Momenten.

    Ich liebe Harmonie nämlich auch und finde es immer schwer, wenn ich quasi "gezwungen" werde auf andere wütend zu sein. Aber im Grunde liegt es doch nur an der eigenen Einstellung und der manchmal fehlenden Gelassenheit bei gezielten Provokationen. Mittlerweile klappt dass allerdings echt gut.

    Was auch noch ganz gut hilft: Versuch das Ganze mal als Spiel zu sehen!
    Und der Gegner macht gerade einen Zug, der Dich in Verlegenheit bringt ihn im Spiel zu schlagen. Normal, dass er da etwas dagegen hat, oder.

    Zur Literatur zum Thema "Nein-Sagen" hab ich da mal ein bisschen für Dich recherchiert und ein paar Bücher gefunden, die ich mir höchstwahrscheinlich kaufen würde:

    Das-Brave-Tochter-Syndrom-befreit
    Immer für andere da
    Everybody's Darling, Everbody's Depp: Tappen Sie nicht in die Harmoniefalle!

    LG, Finja
    Geändert von Wunderlampe (08.06.2010 um 21:15 Uhr) Grund: Werbelinks entfernt.

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Finja für den sinnvollen Beitrag:

    Lilli 2010 (10.06.2010)

  10. #7
    Gast5211
    Gast

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    Hallo Lilli 2010,

    irgendwie verstehe ich Dich, es liegt alles etwas ungünstig: Geld sparen, spitzen schneiden und die Freundschaft erhalten.

    Allerdings ist deine Freundin Profi, oder? Und wenn Sie Deinem Wunsch nicht nachkommt, lediglich die Spitzen zu schneiden, obwohl Du, Sie dafür bezahlst und als Profi sollte Sie den Unterschied kennen. Kündigst Du Ihr da nicht lediglich das Arbeitsverhältnis und nicht die Freundschaft? Denn nicht als Profi, sondern als Deine Freundin - möchte Sie da nicht auch, dass es - Dir - gutgeht?

    Mir geht das auch immer ein bischen so wie Dir.

    Allerdings, muss das Eine, das Andere einschließen?

    Wahrscheinlich muss das jeder für sich selbst herausfinden.

    Gruß der Boomer

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