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Thema: Kontakt- und Kommunikationsdefizit

  1. #1
    Neuling
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    Standard Kontakt- und Kommunikationsdefizit

    Hallo.

    Ich habe mit einem größeren Problem in meinem Leben zu kämpfen. Es gelingt mir nicht richtig, soziale Beziehungen beispielsweise durch Kommunikation aufzubauen. Es ist kein Kommunikationsdefizit im herkömmlichen Sinn, denn ich kann mich grundsätzlich präzise und eloquent artikulieren. Das hilft mir jedoch nicht weiter, wenn es darum geht, engere Beziehungen auf freundschaftlicher oder gar partnerschaftlicher Basis zu etablieren.
    Ich beobachte immer wieder, wie andere Menschen es schaffen, offenbar durch völlig banales Geschwätz Sympathie zu erzeugen. Diese Fertigkeit fehlt mir schon irgendwo. Ich bin Meister im Diskutieren, Argumentieren und im verbalen Schlagabtausch auf fachlicher Ebene und mache das im Prinzip auch sehr gerne. „Alltägliche“ Gesprächsthemen geben mir leider überhaupt nichts. Im Gegenteil: Eine Smalltalk-Situation ist für mich zwar lösbar, aber auf Dauer belastend, da ich hierfür absurderweise sehr viel Konzentration und Aufmerksamkeit mobilisieren muss, obwohl mich die Themen eher langweilen. Positive Resonanz erlebe ich dabei kaum. Bei einem Flirt bin ich gelegentlich regelrecht überfordert und gestresst, immer im Zugzwang, mir einen passenden Konter einfallen zu lassen, was mir meist nicht gelingt. Zwar kann ich diese situationsbedingten Unsicherheit gelegentlich ganz gut kaschieren (Deeskalationsstrategien, Themenwechsel, Vermeidung) zur engeren Beziehungsgrundlage reicht dann aber natürlich nicht. Selbe Interessen als Gesprächs- bzw. Beziehungsgrundlage fallen leider ebenfalls aus. Meine Interessen sind zwar recht vielseitig, die Menschen in meinem Umfeld und insbesondere in meiner Altersklasse (+-24) interessieren sich in der Regel jedoch für profanere Dinge als ich, welchen ich wiederum wenig abgewinnen kann.

    Meine Wochenenden verbringe ich deshalb oft in Isolation. Ich kann zwar nicht behaupten dass mich das zufrieden macht, aber eine gesellige Alternative gibt mir nun mal auch nicht sonderlich viel, da mich mit den meisten Menschen schon rein interessemäßig nicht viel verbindet. Wenn ich doch mal versuche, gemeinschaftlichen Aktivitäten nachzugehen, geht das oft mit einer negativen Grundhaltung einher, die anderen Menschen natürlich nicht verborgen bleibt. Ich habe praktisch durch negative Konditionierung emotional erlernt, dass mir das nicht guttut, auch wenn mir rein rational bewusst ist, das das nicht wahr sein kann.

    Dank meiner introvertierten Art macht es mir aber im Grunde gar nicht so viel aus, wenn ich meine Ruhe habe und eigenen Gedanken nachhängen kann – das gibt mir regelrecht Energie. Das eigentliche Problem ist, das es da eben noch diese leider nicht abzustellende tiefe Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit gibt, mit der ich nicht recht umzugehen weiß. Ich möchte weiß Gott keinen großen Freundes- und Bekanntenkreis, schon alleine aus Zeitgründen, aber einige wenige enge Vertraute und Gleichgesinnte und vor allem eine Freundin wären doch sehr wünschenswert. Nur wie?

    Hier bin ich ein Opfer meiner größten Stärke und Schwäche zugleich, einem analytischen und rationalem Denkvermögen, dass mich zwar Problem auf eine objektive Art erkennen und detailliert beschreiben lässt, aber keine Lösungswege findet, sondern mich in geradezu depressive und problemfixierte Denkroutinen fallen lässt, denen einem Flächenbrand gleich, nach und nach alle anderen Interessen zum Opfer fallen.

    Auch meine Motivation etwas aktiv an der Situation zu ändern ist äußerst gering und erfordert sehr viel Überwindungsenergie, die ich meist nicht aufbringen kann. Erstens ist da die Barriere bei der Kommunikation zwecks Beziehungsaufbau, Außerdem die schon beschriebene emotionale Negativkonditionierung, wenn ich etwas in diese Richtung unternehme.

    Auch wenn es vermutlich für die Meisten schwer sein dürfte, sich in meine Situation hineinzuversetzen - Wie würdet ihr auf Grundlage der hier beschriebenen Basis vorgehen?

  2. #2
    Neuling
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    Auch hallo.

    Hast du dich schon einmal gefragt, was du dir für dich von einer Beziehung zu Jemandem erwartest und inwieweit du bereit bist, etwas in eine solche zu investieren?

    Wie stellst du dir eine für dich angenehme Gesprächssituation vor? Auch generell das Sprechen mit Jemandem über einen längeren Zeitraum. Wenn alle Grundatzdiskussionen und Meinungsansichten ausgetauscht wurden... wie könnten Gespräche zu eben ein und dieser Person weiter aussehen? Wenn dir "alltägliche" Gesprächsthemen nichts geben... wie stellst du dir gar ein Zusammenleben mit einer anderen Person vor?

    Irgendwann muss man sich über Alltägliches wie die Arbeitsaufteilung der jeweiligen häuslichen Pflichten oder sonst was profanes unterhalten. Wären solche Gespräche für dich eine unerträgliche Situation? Wieso?

    Was ich mich auch frage: Muss JEDES Gespräch für dich einen wirklich tieferen Sinn erfüllen, dich geistig so stark fordern, dass du sagen kannst "Boah, nach diesem Gespräch fühl' ich mich intellektuell bestätigt!"?

    Wenn ja, hast du dich mal gefragt, wieso? Wie geht es dir in solchen Gesprächen? Bist du während dieser entspannt oder eher angespannt?

    Welchen Sinn kannst du dir für dich noch in einem Gespräch finden?

    Bei einem Gespräch ist nicht nur bzw nicht immer der Inhalt wichtig. Es kommt drauf an, mit wem und wie man sich miteinander unterhält. Wieviel vom Charakter des Antwortenden in den Sätzen mitschwingt.
    Es gibt zB. Unterschiede darin, ob man nun mit emotionaler Gelassenheit dem Gegenüber mitteilt, dass einen das Thema grad voll nich interessiert oder ob man aggressiv sagt "Boah, näh, nich schon wieder dieses Thema!"
    Allein diese Vorgehensweisen beeinflussen den weiteren Gesprächsfluss in starkem Maße.

    Dass du generell schon im Vorfeld negativ eingestellt bist, wenn du dich in Gesellschaft begibst, steht einem entspannten Gespräch natürlich im Weg. Frage dich, ob es dir das in jedem Fall wert ist, stets einen auf "Anti" zu machen, wo du doch eigentlich was anderes willst.

    Wie führst du Gespräche? Ist es notwendig wichtig, dass du dich häufig argumentatorisch an deinem Gegenüber reibst? In übertriebenem Maße ist dies doch längerfristig nicht nur für dein Gegenüber ermüdend, oder?

    Du scheinst dich unter Druck damit zu setzen, auf dir fremde Themen möglichst schlagfertig auf ähnlichem Niveau zu antworten.
    Ich glaube, dass, wenn du dich mit, zu deinem Temperament passenden (das heißt nicht unbedingt, dass sie dir sonderlich ähneln müssen, sondern kann auch bedeuten, dass ihr euch ergänzen könntet...jedenfalls mit jemandem, mit dem du dich wohl fühlen könntest, weil er eben zB. eher fröhlich ist oder eher nachdenklich), Menschen umgibst, deine Unsicherheit überwinden können wirst. Denn wer entspannt ist, sich wohl fühlt, der kann sich auch auf andersartige Gespräche einlassen und ich glaube, dass du das könntest. Es müsste nur eine generelle Offenheit gegenüber "anderer", nicht von dir bestimmter, Themenbereiche da sein.

    Niemand kann sich immer mit seinem Gegenüber über das Unterhalten, wozu er grad am meisten Lust hätte. So ist zumindest meine Erfahrung.

    Was bedeutet für dich eine Freundschaft? Was ist dir wichtig bei einer solchen? Normalerweise stehen da andere Punkte im Vordergrund als das ausschließliche Austauschen und Abgleichen unterschiedlicher Diskussionsgebiete... oder?

    Ich mein, selbst wenn ich beispielsweise jemanden treffe, der in der Schule eine Niete war, sprachlich völlig auf dem Schlauch steht, "lediglich" einen Putzjob ausführen würde... das alles wäre mir egal, solange derjenige sein Herz auf dem rechten Fleck hätte, nett wäre und dies auch auf einfache Weise. Man genießt dann die Gesellschaft und den Umgang miteinander, weil man die Charaktereigenschaften schätzt.

    Das ist natürlich nur ein Beispiel und soll lediglich verdeutlichen, was bei zwischenmenschlichen Beziehungen, meiner Meinung nach, nicht vergessen werden sollte.

    Intellektuell auf gleicher Ebene mit sympathischen Personen zu sein, ist natürlich sehr reizvoll. Aber ich finde nicht, dass das einer möglichen Freundschaft, wenn denn andere Dinge stimmen könnten, im Weg stehen sollte, entspräche derjenige nicht der gänzlich gleichen intellektuellen Ebene... Bzw, der fachlich ähnlichen oder gleichen Ebene.

    Mir scheint aber, dass du dich häufig in erzwungene Gesprächssituationen und Umgebungen begibst, welche dein Unwohlsein auslösen oder begünstigen, oder irre ich mich?
    Wieso bestimmst nicht du, wo du möglich sympathische Leute kennenlernen könntest?

    Du schreibst wie jemand, der studiert. Was ist mit Menschen in deinem Studiengang? Wie sieht da die Kontaktaufnahme und das Sprechen über ähnliche Interessen aus?
    Ging das je über die Oberflächlichkeit des Studienthemas hinaus?
    Wolltest du je etwas über den Menschen, mit dem du gesprochen hast, wissen oder hätte er genausogut ein Buch sein können? Suchst du ein interaktives Buch, das sich von allein nur für dich stes aktualisiert, damit du dich mit ihm messen kannst?
    Wenn dich nie mehr an einem Menschen als sein Intellekt interessiert hat, wieso war/ist das so?
    Was ist mit der PERSON hinter dem ganzen Fachwissen, hinter dem Wissenschaftskram... so auch bei dir. Was ist mit deiner Person? Hast du sie, deine eigene Person, womöglich ersticken oder verstecken wollen unter deinem Bestreben, möglichst intellektuell zu sein?
    Und weil du an dich diese hohe Anforderung stellst, stellst du nun auch diese Anforderung an andere?
    Kann es sein, dass du mit dir nicht zufrieden bist, selbst deinen höchsten Anforderungen schwer entsprechen kannst und darum auch kein anderer Mensch gut genug für dich sein KANN?


    Was nun deine deine nicht vorhandene Motivation zur aktiven Änderung an deiner Situation angeht: Die Ursache(n) dafür würde ich an deiner Stelle dann doch ernsthafter hinterfragen.

    Frag dich, ob du wirklich ein "Opfer" bist, wie du es schreibst oder, ob du dich selbst zu einem Opfer machst.

    Wenn du dich selbst mal ganz kritisch betrachtest, kann es da sein, dass du nichts ändern willst, weil dir deine jetzige Situation recht bequem ist? Dass es dir zu anstrengend ist, sich um die "Welten" von Anderen zu bemühen und eigentlich gar keine Lust hast?

    Frage dich, was du wirklich willst und was du dazu beitragen kannst und möchtest.

    Wenn sich bei dir allerdings eine Depression eingestellt haben könnte und du darin beispielsweise deine Antriebslosigkeit sehen könntest, dann würde ich dir raten, einen Arzt aufzusuchen.
    Eine Depression lässt sich leider nicht so einfach "vertreiben" und mit Tipps aus dem Internet überwinden.

    Ich hoffe, dass mein Beitrag dir in irgendeiner Weise ein wenig nützlich sein konnte, dir selbst ein wenig mehr auf die Schliche zu kommen.


    Liebe Grüße

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Paprika, danke für dein aufrichtiges Interesse und die Anteilnahme.

    Ich erwarte nicht mehr von Beziehungen als andere auch, mit dem Unterschied das ich keinen Wert auf einen großen Freundes- und Bekanntenkreis lege, da der mich zu viel Zeit und Investitionen kosten würde, stattdessen aber einen kleinen und vertrauten Zirkle bevorzuge.

    Was Gesprächssituationen angeht: Das hast du missverstanden, ich habe selbstverständlich kein Problem mit Gesprächen mit konkretem Inhalt aller Art, unabhängig davon ob diese nun mein intellektuelles Potential fordern oder nicht. Ansonsten wäre ich wohl kaum fähig, zu arbeiten. Kommunikation ist für mich in erster Linie ein reiner Informationsaustausch, nicht mehr und nicht weniger. Wenn es nichts zu erklären, klären, auszudiskutieren oder zu planen gibt – sprich wenn keine Informationen ausgetauscht werden müssen habe ich nichts zu sagen. Meine Auffassung von Kommunikation ist damit Zweck- und Informationsgebunden. Das ist für mich im Grunde genommen der einzig legitime Sinn eines Gesprächs.

    Positiv angeregt werde ich tatsächlich nur von Gesprächen, die mich intellektuell fordern oder bei denen Meinungsverschiedenheiten ausdiskutiert werden, bei banalen Themen und Small-Talk ists genau umgekehrt. Und dies ist im Prinzip auch die Basis der Beziehungen zu meinen (wenigen) Freunden.
    Ich kann mich ehrlichgesagt auch total mit dem identifizieren, was ich oben geschrieben, habe – das ist meine Art und ich schätze sie eigentlich. Nur wirft sie ein schwerwiegendes Problem auf für mich auf.

    Du schreibst:
    „Ich mein, selbst wenn ich beispielsweise jemanden treffe, der in der Schule eine Niete war, sprachlich völlig auf dem Schlauch steht, "lediglich" einen Putzjob ausführen würde... das alles wäre mir egal, solange derjenige sein Herz auf dem rechten Fleck hätte, nett wäre und dies auch auf einfache Weise. Man genießt dann die Gesellschaft und den Umgang miteinander, weil man die Charaktereigenschaften schätzt.“

    Genau dies ist vermutlich ein zentraler Aspekt beim Beziehungsaufbau nur ist mir selbst völlig schleierhaft, was an derlei „Gesellschaft und dem Umgang“ denn genießenswert sein soll – ich empfinde jedenfalls nicht so.
    Das macht es mir beispielsweise auch unheimlich schwer, Beziehungen zu Frauen aufzubauen, die kommunikativ ja ohnehin völlig anders gestrickt sind. Ich habe es immer wieder erlebt, dass Mädels auf mich nach dem ersten Kennenlernen positiv reagierten, da ich sehr attraktiv bin. Was mir allerdings nie gelang, ist diesen kleinen Startvorteil zu nutzen und auf Basis von identitäts- oder vertrauensfördernder Kommunikation auszubauen. Meine ehrliche, nüchtern-rationale und objektive Art scheint zu unpersönlich zu wirken, obwohl sie doch ein herausstechendes Individualitätsmerkmal ist. Es ist eine sehr frustrierende Erfahrung, charakterlich abgelehnt zu werden bzw. unfähig zu sein.

    Bei Typen vom Schlag „theoretischer Quantenphysiker“ habe ich es natürlich deutlich leichter, nur finde ich diesen weder sexuell noch emotional attraktiv – leider! Das sollte auch deine Frage beantworten, warum ich mich nicht nur mit Leuten abgebe, die mir sympathisch sind (mal von der Tatsache abgesehen, das die doch recht spärlich gesät sind)
    Aber es ist keinesfalls so, dass mir der Rest unsympathisch wäre – ein weder noch triffts da am ehesten. Ich finde die meisten Menschen zwar nett, aber wie gesagt, viel weiß ich nicht mit ihnen anzufangen. Ein Briese aufrichtiges Desinteresse an ihren alltäglichen Belangen mag da ihr Übriges tun.

    „Was ist mit deiner Person? Hast du sie, deine eigene Person, womöglich ersticken oder verstecken wollen unter deinem Bestreben, möglichst intellektuell zu sein?“

    Ich war nie anders, wollte schon immer so viel Wissen wie möglich in mich aufsaugen und alles erklären können. Insbesondere Möglichkeiten und große Zusammenhänge haben mich immer fasziniert.

    „ Wenn du dich selbst mal ganz kritisch betrachtest, kann es da sein, dass du nichts ändern willst, weil dir deine jetzige Situation recht bequem ist? Dass es dir zu anstrengend ist, sich um die "Welten" von Anderen zu bemühen und eigentlich gar keine Lust hast?“

    Das kann ich mit einem glatten Ja beantworten. Aufgrund negativer Erfahrungen kommen außerdem noch eine gewisse Ablehnungsangst und vermutlich weitere mir unbewusste Faktoren hinzu. Nur bringt mir diese Erkenntnis nichts, da sie mir unlängst bekannt ist. Die aus Trieben und genetischer Sozial-Programmierung resultierenden Sehnsüchte nach Zugehörigkeit und Geborgenheit quälen mich zwar, aber offenbar nicht stark genug…

  4. #4
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    Keine Ursache!

    Ein wenig erinnert mich die Darstellung von dir selbst an die Figur "Spock" aus Raumschiff Enterprise. Eine Person, die ihre Emotionen als lästig und ignorierenswert betrachtet und seiner Sexuellen Determiniertheit nur alle 7 Jahre in einem Ritual nachgeht, weil er sich dessen unterworfen sieht und sich ansonsten ausschließlich rational und somit völlig unemotional verhält.

    Klar, bei einem Gespräch tauscht man IMMER Informationen aus. Was ich meinte, sind die unterschiedlichen Arten von Information, die man durch ein Gespräch vermittelt oder vermittelt bekommt. Nicht nur die Worte enthalten Infos, sondern auch die Art und Weise wie sie übermittelt werden. Vor allem die emotionale Information... Witzelst du nicht gerne herum und machst Späße? Lachst du gerne?

    Wie ist es denn generell mit dir und deinen Emotionen? Du wirkst auch in deiner Art zu schreiben so extrem distanziert und rational. "Weit entfernt" von dir selbst, dass es scheint, als würdest du von irgend jemand anderem erzählen, den du nur flüchtig kennst. Das kann aber auch nur so auf mich wirken, weil wir eben nur schreiben und es ist ja auch bekannt, dass über den Schriftverkehr recht wenig oder fehlinterpretierte Emotionalität übermittelt wird.

    "Meine ehrliche, nüchtern-rationale und objektive Art scheint zu unpersönlich zu wirken, obwohl sie doch ein herausstechendes Individualitätsmerkmal ist. Es ist eine sehr frustrierende Erfahrung, charakterlich abgelehnt zu werden bzw. unfähig zu sein"

    Ich kenne dich zwar nicht und weiß auch nicht, wie du dich verhälst und mimisch und gestisch gibst, wenn man dir gegenübersteht. Aber naja, wie kannst du von jemandem erwarten, für den du eigentlich kein Interesse hegst oder hegen willst, dass er es für dich tun sollte? Nur des äußerlichen Erscheinungsbildes und der zufälligen Gemeinsamkeit der genetischen Determinierung, sich fortpflanzen zu müssen? Ich glaub kaum...Und ich glaub auch nicht, dass du sonderlich ehrlich sein kannst, wenn du dich zu derlei Flirts mal hinreißen lässt. Denn du bekundest ja sehr oft, dass du eigentlich überhaupt kein Interesse an der Person hast. Wenn du ihr das klar ins Gesicht gesagt hast, warst du ehrlich. Und dann wundert es mich wirklich nicht, wenn die weglaufen


    "Bei Typen vom Schlag „theoretischer Quantenphysiker“ habe ich es natürlich deutlich leichter, nur finde ich diesen weder sexuell noch emotional attraktiv – leider!"

    Kannst du dir denn selbst beantworten, was ein Mensch für Kriterien erfüllen muss, um für dich emotional/sexuell attraktiv zu wirken?
    Außerdem würde ich da die Leute ja auch nich unbedingt über einen Kamm scheren. Außer die Tatsache, DASS sie eben auch "Quantenphysiker" sind, wäre ein Ausschlusskriterium dafür, dass du sie emotional attraktiv finden kannst. Aber dann würdest du dir selbst, mit deiner Forderung nach einem intellektuellen Herausforderer als notwenigen Bestandteil einer für dich funktionierenden Beziehung, widersprechen.
    Was willst du also eigentlich?


    "„Was ist mit deiner Person? Hast du sie, deine eigene Person, womöglich ersticken oder verstecken wollen unter deinem Bestreben, möglichst intellektuell zu sein?“

    Ich war nie anders, wollte schon immer so viel Wissen wie möglich in mich aufsaugen und alles erklären können. Insbesondere Möglichkeiten und große Zusammenhänge haben mich immer fasziniert."

    Ich wollte damit nicht sagen, dass es nicht erstrebenswert wäre intelligent sein zu wollen. Sondern ich wollte damit meine Befürchtung zum Ausdruck bringen, dass du womöglich über die Wissensanhäufung die Dinge außer Acht gelassen hast oder beiseite gedrängt hast, die dich ZUSÄTZLICH ausmachen.


    "Aufgrund negativer Erfahrungen kommen außerdem noch eine gewisse Ablehnungsangst und vermutlich weitere mir unbewusste Faktoren hinzu. Nur bringt mir diese Erkenntnis nichts, da sie mir unlängst bekannt ist."

    Dass Etwas zu erkennen nichts bringt, glaub' ich nich'. Ängste zB. kann man überwinden, wenn man es denn WILL und wenn man mit den richtigen Menschen umgibt. Das können auch Ärzte sein.
    Genauso kann man auch Beziehungen aufbauen, wenn man es MÖCHTE.
    Mir scheint nur, dass der Grund dafür, eine Beziehung anzustreben, bei dir kein "Wollen" ist. Im Gegenteil, du fühlst dich "gezwungen", gegen deinen Willen, von der Natur und nicht von dir selbst bestimmt, eine Sehnsucht befriedigen zu müssen... und das ist ein unnötig negativer Betrachtungswinkel, wie ich finde.


    "Die aus Trieben und genetischer Sozial-Programmierung resultierenden Sehnsüchte nach Zugehörigkeit und Geborgenheit quälen mich zwar, aber offenbar nicht stark genug… "

    Vielleicht hilft es dir, wenn du deinen "Hunger" nach Sozialem nicht als deinen Feind betrachtest, sondern als etwas, das als Notwendigkeit eben dazugehört und du es somit auch genießen lernen kannst.

    Mich erinnert diese Einstellung von dir auch ein wenig an die von Magersüchtigen. Ein Magersüchtiger beginnt das Essen zu hassen. Er sieht sich dazu gezwungen, essen zu müssen. Auch, obwohl er weiß, dass er essen muss. Davon ab, dass man Essen muss, um überleben zu können, kann es eben auch sehr angenehm sein. Man kann ein Lieblingsessen haben usw.
    Der Magersüchtige lehnt es dennoch ab.

    Ich finde also, dass du nicht "essen" solltest, nur weil du so eben überleben willst, sondern, dass du das auch genießen kannst.

    Und danach dann kann die Suche nach (dem) Menschen (dem Lieblingsessen) beginnen, mit denen (dem) du zurecht kommst. So zumindest mein Eindruck.

  5. #5
    Neuling
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    Hey, hast du wieder eine Nachtschicht eingelegt?!

    Emotionen spielen bei meinen Entscheidungen Tatsächlich eine eher untergeordnete Rolle, was auch daran liegt, das die Emotionen nach meinem Empfinden eher negativ sind. Aber ein Spock, der nur alle 7 Jahre mal das Bedürfnis hat, bin ich nun auch nicht gerade, auch wenn es einige Parallelen gibt.

    Die Distanzierte Schreibweise hilft mir, einen Überblick zu wahren und meine Situation realistisch einzuschätzen. Ich sagte ja schon, dass diese objektive Art MICH auch irgendwo ausmacht – also so weit bin dann doch nicht vorn mir distanziert.

    „Aber naja, wie kannst du von jemandem erwarten, für den du eigentlich kein Interesse hegst oder hegen willst, dass er es für dich tun sollte? Nur des äußerlichen Erscheinungsbildes und der zufälligen Gemeinsamkeit der genetischen Determinierung, sich fortpflanzen zu müssen? Ich glaub kaum...Und ich glaub auch nicht, dass du sonderlich ehrlich sein kannst, wenn du dich zu derlei Flirts mal hinreißen lässt. Denn du bekundest ja sehr oft, dass du eigentlich überhaupt kein Interesse an der Person hast. Wenn du ihr das klar ins Gesicht gesagt hast, warst du ehrlich. Und dann wundert es mich wirklich nicht, wenn die weglaufen “

    So ehrlich bin ich dann doch wieder nicht. Und was heißt hier denn kein Interesse?! Sollte sexuelles Interesse eigentlich nicht ausreichen? Die Menschheit wäre vermutlich längst ausgestorben, wenn zuvor eine Beziehung auf intellektueller Basis aufgebaut werden müsste – nur scheint das die einzige Schiene zu sein, auf der ich fähig bin, (freundschaftliche) Beziehungen aufzubauen (und die halten meist nicht lange). Das habe ich mit dem „theoretischen Quantenphysiker“ eigentlich ausdrücken wollen.
    Es ist außerdem ja nicht so, dass ich mich aktiv darum bemühen würde, möglichst unbeteiligt und desinteressiert an meinem Gegenüber zu wirken. Aber nach ein paar konventionellen Gepflogenheiten wie „wo kommst her?“ „was machst?“ „wie geht’s?“ und den üblichen Standardantworten ist halt alles gesagt worden und mein Repertoire erschöpft und die Konversation beendet (es sei denn es geht um „Quantenphysik“
    Auf Flirts springe ich in der Regel gar nicht erst an bzw. würge sie damit ab, dass mir keine passende Antwort einfällt.

    „Was willst du also eigentlich?“

    nichts besonderes, Bedürfnisbefriedigung eben, so wie jeder andere Mensch auch.

    „Ich wollte damit nicht sagen, dass es nicht erstrebenswert wäre intelligent sein zu wollen. Sondern ich wollte damit meine Befürchtung zum Ausdruck bringen, dass du womöglich über die Wissensanhäufung die Dinge außer Acht gelassen hast oder beiseite gedrängt hast, die dich ZUSÄTZLICH ausmachen.“

    Wissensdrang, Neugier, Objektivität, Kritikfähigkeit, Kampfgeist…… das ist doch ausreichend, oder nicht – klar ich bin nicht perfekt, aber wer ist das schon. Ansonsten könnte ich dir jetzt noch auflisten was ich alles kann - was sollte einen Menschen den ZUSÄTZLICH ausmachen?

    „Mir scheint nur, dass der Grund dafür, eine Beziehung anzustreben, bei dir kein "Wollen" ist. Im Gegenteil, du fühlst dich "gezwungen", gegen deinen Willen, von der Natur und nicht von dir selbst bestimmt, eine Sehnsucht befriedigen zu müssen... und das ist ein unnötig negativer Betrachtungswinkel, wie ich finde.“

    Ja, du hast Recht, das war mir so noch gar nicht bewusst. Ich fühle mich tatsächlich gezwungen, immer auf andere zugehen zu müssen, immer den ersten Schritt machen zu müssen, immer freundlich sein zu müssen, immer interessiert zu tun, immer das Gespräch führen zu sollen, immer so zu tun als mache mir Spaß an einer Gruppenaktivität teilzunehmen, obwohl es nicht so ist, immer offen sein zu sollen, mich für andere interessieren zu müssen……..es nervt wirklich.
    Möglichweise kommt eine gewisse Arroganz dazu, indem ich mir einrede, ich hätte das nicht nötig, die anderen sollen den ersten Schritt machen. Aber wenn sie es dann machen, nehme ich die Gelegenheit auch nicht wirklich wahr, sondern bin skeptisch, übervorsichtig und zögerlich. So habe ich schon einige sehr gute Chancen in den Wind geschossen

    „Vielleicht hilft es dir, wenn du deinen "Hunger" nach Sozialem nicht als deinen Feind betrachtest, sondern als etwas, das als Notwendigkeit eben dazugehört und du es somit auch genießen lernen kannst.“

    Damit bestätigst du ja quasi die Existenz dessen was mich stört, der elende biologisch determinierte Drang, der für mich einem Zwang gleichkommt und mich von Faktoren abhängig macht, auf die ich ohnehin nur begrenzten Einfluss habe, nämlich andere Menschen. Das macht es für mich so extrem schwierig, dort zu investieren.

    Im Übrigen habe ich kein absolutes Lieblingsessen, denn du weißt ja, alles ist relativ

  6. #6
    Neuling
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    Hey, jop. Wer braucht schon Schlaf? ^^

    Also du sagst, dass dir jegliche Form von Emotion negativ erscheint. Das ist nicht so, wie es sein sollte...

    Du distanzierst dich scheinbar aber so weit von dir, dass du nichtmal Emotionen zulassen kannst/willst und damit bist du dann nicht objektiv und realistisch, sondern verdrängst.
    Objektiv zu sein bedeutet nicht, dass man ausblendet, Gefühle/Emotionen zu haben.
    Objektiv oder distanziert über Gefühle zu reden ist was anderes, als die Emotionalität aus dem Denken und Handeln in jeder Situation auszuschließen.

    "Sollte sexuelles Interesse eigentlich nicht ausreichen? Die Menschheit wäre vermutlich längst ausgestorben, wenn zuvor eine Beziehung auf intellektueller Basis aufgebaut werden müsste"

    Ganz klare Meinung von mir: Nein. Für eine Liebesbeziehung reicht es nicht aus, ein rein sexuelles Interesse zu haben. Das reicht höchstens für ne Affaire oder für den Puff von nebenan...Ich finde es etwas seltsam, dass man dir das sagen muss und frage mich daher, ob du damit provozieren willst oder, ob du wirklich in der Hinsicht "auf dem Schlauch" stehst.

    Meiner Erfahrung nach basieren innige Beziehungen unter Anderem auf Emotionen. Vornehmlich positive... Bist du dir sicher, dass du sowas wie ne Freundschaft oder ne Beziehung überhaupt willst?
    Wenn du nur sagst "Bedürfnisbefriedigung halt." und dir selbst das Reden mit einer potentiellen Bettgefährtin zu anstrengend is', weiß ich gar nich', was ich dazu noch sagen soll...
    So wie das klingt, siehst du deine Mitmenschen nicht als ebenfalls lebende und denkende Wesen an, sondern als Mittel für dich zum Zweck. Findest du das gut?

    "Aber nach ein paar konventionellen Gepflogenheiten wie „wo kommst her?“ „was machst?“ „wie geht’s?“ und den üblichen Standardantworten ist halt alles gesagt worden und mein Repertoire erschöpft und die Konversation beendet (es sei denn es geht um „Quantenphysik“ "

    Schonmal dann mit der "Quantenphysik" angefangen?

    "Wissensdrang, Neugier, Objektivität, Kritikfähigkeit, Kampfgeist…… das ist doch ausreichend, oder nicht – klar ich bin nicht perfekt, aber wer ist das schon. Ansonsten könnte ich dir jetzt noch auflisten was ich alles kann - was sollte einen Menschen den ZUSÄTZLICH ausmachen?"

    Emotionen, Empathie, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Aufrichtigkeit, ein Stück Selbstlosigkeit, Respekt, Veständnis, vielleicht auch Geduld...


    "„Vielleicht hilft es dir, wenn du deinen "Hunger" nach Sozialem nicht als deinen Feind betrachtest, sondern als etwas, das als Notwendigkeit eben dazugehört und du es somit auch genießen lernen kannst.“

    Damit bestätigst du ja quasi die Existenz dessen was mich stört, der elende biologisch determinierte Drang, der für mich einem Zwang gleichkommt und mich von Faktoren abhängig macht, auf die ich ohnehin nur begrenzten Einfluss habe, nämlich andere Menschen. Das macht es für mich so extrem schwierig, dort zu investieren."


    Damit habe ich bestätigt, und du jetzt grad auch, dass du dessen, wie du deine Sehnsucht betrachtest, so feindlich gegenüberstehst.
    Obwohl ich nicht einschätzen kann, wie stark und in welchem Maße das bei dir ausgeprägt ist, wenn du von einem "Zwang" sprichst. Deine Einstellung müsste sich grundlegend ändern. Dass du den Wunsch nach Freundschaft/Beziehungen (wenn es sich denn überhaupt darum handelt), nicht als was böses sondern etwas für deine Psyche gewinnbringendes empfinden kannst.

    "Im Übrigen habe ich kein absolutes Lieblingsessen, denn du weißt ja, alles ist relativ "

    Ich finde, hier wird wieder deutlich wie entfernt du von dir selbst bist.
    Dass du nichtmal sagen möchtest oder kannst, was dein Empfinden über Nahrungsmittel angeht. Ausdruck einer eigenen Empfindung kann nur in Relation zu jemand Anderem relativ sein. Vor dir selbst und niemandem sonst, kannst du nur eindeutig sagen "mag ich nich." oder "mag ich gerne." oder "ich brauche erst noch nen anderen Vergleich, aber is nich schlecht!" oder sonst was...

  7. #7
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    Nein, ich sagte dass ich Emotionen tendenziell eher negativ erlebe, als da wären Angst, Zwang etwas tun zu müssen, Unruhe, Angespanntheit, Nervosität etc. Gelegentlich gibt’s auch mal ne Brise Heiterkeit. Im Normalfall empfinde ich aber schlicht nichts (oder zumindest nichts bewusst Wahrnehmbares). Es ist ja nicht so, dass ich mir das so ausgesucht habe…
    Zitat Zitat von Paprika Beitrag anzeigen
    Ganz klare Meinung von mir: Nein. Für eine Liebesbeziehung reicht es nicht aus, ein rein sexuelles Interesse zu haben. Das reicht höchstens für ne Affaire“
    Auch ich bitte dich, du willst doch nicht verneinen, das es Liebesbeziehungen gibt die nur von der Sexuellen Komponente oder einem Abhängigkeitsverhältnis zusammengehalten werden.
    Davon mal abgesehen hat es bei mir bislang noch nicht mal zu einer Affäre gereicht, denn dazu müsste ich vermutlich weniger argumentieren und mehr flirten können, was mir aber sehr schwer fällt. Mit „Quantenphysik“ ist da jedenfalls nichts zu machen, denn ja – das habe ich schon probiert um deine Frage zu beantworten.
    Im Übrigen sind Mitmenschen in allerletzter Konsequenz selbstverständlich Mittel zum Zweck, nicht nur für mich sondern für jeden Menschen. Sei es um in der Gruppe zu überleben oder seine Bedürfnisse/Emotionen nach Gesellschaft, Liebe, Anerkennung, Hilfsbereitschaft, Kommunikation, Verbundenheit, Sexualität oder was auch immer zu befriedigen und das in der Regel auf Gegenseitigkeit beruhend
    Ich bin zumindest so ehrlich und realistisch, mir hierüber keine Illusionen zu machen. Außerdem sehe ich hier keine zwingende Schlussfolgerung zu deiner Unterstellung, ich würde meine „Mitmenschen nicht als ebenfalls lebende und denkende Wesen“ ansehen.
    Zitat Zitat von Paprika Beitrag anzeigen
    Emotionen, Empathie, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Aufrichtigkeit, ein Stück Selbstlosigkeit, Respekt, Veständnis, vielleicht auch Geduld...
    Ist auch vorhanden – offenbar weniger ausgeprägt als beim Durchschnitt aber wie gesagt, nobody ist perfect

    Zitat Zitat von Paprika Beitrag anzeigen
    Damit habe ich bestätigt, und du jetzt grad auch, dass du dessen, wie du deine Sehnsucht betrachtest, so feindlich gegenüberstehst.
    Obwohl ich nicht einschätzen kann, wie stark und in welchem Maße das bei dir ausgeprägt ist, wenn du von einem "Zwang" sprichst. Deine Einstellung müsste sich grundlegend ändern. Dass du den Wunsch nach Freundschaft/Beziehungen (wenn es sich denn überhaupt darum handelt), nicht als was böses sondern etwas für deine Psyche gewinnbringendes empfinden kannst.
    Eher gering würde ich sagen, denn ich weiß durchaus, wie gewinnbringen eine gute Freundschaft ist. Und grundsätzlich bin ich hier auch nicht sonderlich anspruchsvoll, eine Handvoll guter Freunde vor Ort und eine Liebesbeziehung würden mir völlig ausreichen. Aber ich kann’s nur wiederholen, mit den meisten Menschen bin ich gerade kommunikativ eben nicht auf einer Wellenlänge. Womöglich ists auch nur mangelnde Kompetenz, ich weiß es nicht.
    Ach ja, das Essen ist weder gut noch schlecht, höchstens relativ gut oder relativ schlecht. Die Relation ist also der Vergleich mit anderem Essen – so war das gemeint

  8. #8
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Standard

    Mein Eindruck ist, dass du einfach viel zu weit von dir und deinen Gefühlen weg bist, als dass sich eine nähere Verbindung auf Zeit zu einem anderen Menschen aufbauen ließe.

    Du wirkst auf mich, als würdest du dich hinter deinem Intellekt und deinen kalten, harten Definitionen (ein Gespräch ist nur zum Informationsaustausch sinnvoll) verstecken, sicherlich als Schutzfunktion. Mir erscheint dein Problem mit der Kommunikation demnach nur Ausdruck eines viel tiefliegenderen Problems mit dir und deinen Emotionen zu sein.

    Du schreibst, du empfindest im Normalfall nichts - Emotionalität ist etwas, das man lernen kann. Das weiß ich, weil ich es im nächsten Umfeld erlebe und selbst auch ein Stück weit lernen musste. Dazu gehört aber Einsichtsfähigkeit und der Wille, sich auf andere Werte und Ansichten einzulassen. Das sehe ich bei dir derzeit nicht. Defizite in dieser Richtung bügelst du mit "Das ist eben so" und "Nobody is perfect" ab.

    Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder du bleibst eben so, wie du bist, darfst dich dann aber auch nicht wundern, wenn dir gewisse Dinge verwehrt bleiben, oder du öffnest dich wirklich einer inneren Veränderung, die zwar mehr mit Risiko behaftet ist, da negative Gefühle eben wirklich ausgehalten werden müssen, aber dafür die Möglichkeit bietet, das zu bekommen, wonach du dich sehnst: Liebe und Verbundenheit. Man bekommt das eine i. d. R. nicht ohne das andere.
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

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