Hallo,
ich leide an einen Kontrollzwang.
Schon immer habe ich ab und an mal etwas kontrolliert. Als Kind wahren es Kleinigkeiten wie z.B.: auf dem Weg zur Schule schaute ich ein-zwei mal in den Ranzen ob ich das Deutschbuch dabei habe. Auf dem Weg zurück auch ab und an. Es wahr normal für mich.
Später fasste ich ab und an in meine Hosentaschen ob alles drinnen ist.
Mit 18 wahr ich mit meiner Ausbildungsklasse in Prag. Zu der Zeit wahr das "in die Hosentaschen fassen" schon fester Bestandteil im Leben. Selbstverständlich hatte ich auch eine Hand ständig in der Hosentasche, wahr ja cool
Als ich damals Geld wechseln wollte bemerkte ich das mir 50 € fehlen. Dann fing ich an ab und an das Geld in meinen Portmonai zu kontrollieren.
Damals schon drehte ich den Schlüssel für das Fahrradschloss mehrfach bis zum Anschlag. Das wahren dann lange zeit die einzigen dinge.
Das Geld kontrollieren konnte man im gehen erledigen, Taschen kontrollieren auch und das Fahrradschloss ging auch sehr schnell.
Schlimmer wurde es als ich mein erstes Auto bekam. Ich lief min. einmal ums Auto und kontrollierte jede Türe(gucken und rütteln) Zunächst redete ich mir ein "Ich hab den Wagen erst neu, vielleicht gibt es ja einen Türdefekt, ist ja ein Gebrauchtwagen." Vertrat das auch so vor Freunden und Verwandten. Aber irgendwann Automatisierte sich dieses verhalten. Ich wusste die Türen sind ok. Aber Gleichzeitig bildete ich mir ein das die Türen ja auch jetzt irgendwann kaputt gehen können, ist ja ein Älteres Auto.
Mit 22 zog ich dann in ein Personalwohnheim. Jeder hatte dort ein Zimmer und es gab pro Flur(15pers.) eine Küche 4 WC`s und 4 Duchen. Ich hatte "glück" und ein Zimmer mit Balkon erwischt. Die Brüstung wahr sehr breit mann konnte locker über die gesamte Balkonfront an jeden Balkon vorbei spazieren.
Irgendwann kam ich nachhause und meine Balkontüre stand weiter auf als wie ich das Zimmer verlassen habe. Dies ging etwa eine Woche so, und teilweise mit Verwüstungen. Ich beschaffte mir dann eine dicke Holzleiste, die ich vor die türe als Stopper legte. Es hörte auf. Aber gleichzeitig fing ich an beim verlassen des Raumes alles zu kontrollieren.
Es wurde so schlimm das ich oft Minuten an der Tür verbrachte und kontrollierte. Auch andere dinge wurden extremer und häufiger.
Irgendwann fing ich an mir eine Strategie zurecht zu legen. Ich kontrollierte alles dreimal, und zählte dabei mit.
Dies funktionierte auch. Aber dann kam dieses Gefühl wieder, etwas vergessen, übersehen, nicht bemerkt zu haben. Und ich kontrollierte wieder häufiger. Seid Februar Wohne ich nicht mehr in diesem PWH nun wohne ich ein einer wunderschönen drei Zimmer Altbauwohnung.
Es wurden auch mehr Sachen.
Aktuell kontrolliere ich:
Türen(sogar Schubladen und Schranktüren), Fenster, Lichtschalter, Elektrogeräte, Sanitäreinrichtungen, Taschen, Portmonai, Schrankinhalte, und andere Kleinigkeiten. Versuche strickt die Methode mit dem dreimal kontrollieren und zählen einzuhalten. Es klappt auch.
Aber mittlerweile bemerke ich, an manchen Tagen, kontrolliere ich öfter.
Dann stoppe ich kurz und beginne neu und zu Zählen. Oder auch wenn ich alles kontrolliere und ausm Haus gehen möchte oder Schlafen gehe, und ich vorher noch schnell etwas mache überkommt mich dann wieder das Gefühl, du hast etwas vergessen, etwas nicht gesehen, etwas nicht bemerkt. Und dann laufe ich erneut durch die Wohnung. Aber es kommt dann auch vor das ich die Sache dann dreimal dreimal kontrolliere. Aber das Zum glück nur "selten".
Ich habe es mit der dreimal Methode zwar relativ unter Kontrolle. Verliere dadurch aber mittlerweile auch Zeit besonders durch dieses nochmals durch die Wohnung rennen.
Langsam wird mir klar das ich da ohne Hilfe nur schwer rauskomme.
Worauf sollte ich achten, bei der Wahl eines Therapeuten?
Was kostet das?
Gibt es ne Chance das Geld erstattet zu bekommen?
DANKE.


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