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Thema: Krankschreibung wegen Angst vor Arbeit (Mobbin)?

  1. #1
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    Standard Krankschreibung wegen Angst vor Arbeit (Mobbin)?

    Hallo zusammen,

    ich bin recht neu hier im Forum und hoffe das ich meine Frage im richtigen Thread stelle.

    Zurzeit ist die folgende Situation:
    Vor Kurzem wechselte ich in eine neue Abteilung. Die alte Abteilung hatte mir keinerlei Spaß gebracht und ich ging mit Unwohlsein und ohne Motivation in die Arbeit. Nun freute ich mich schon auf die neue Abteilung, wusste aber nicht was auf mich zukommt, da ich dort nie im Durchlauf gewesen bin.

    Leider wurde ich auch hier ziemlich enttäuscht, da die Arbeit ganz anders war als ich es mir vorgestellt hatte, aber zumindest waren die Kollegen recht nett zu mir..Das dachte ich zumindest, bis ich dann von einem Tag Krankheit wieder ins Büro kam (zu dem Zeitpunkt war ich gerade mal knapp 1 Monat dort) und vor vollendeten Tatsachen gestellt wurde.

    Mir wurde mitgeteilt das man mich ersetzen würde und die Abteilung mich nicht wollte. Die Kollegen die zu mir immer nett waren, hatten mich hinten herum ziemlich schlecht dargestellt und Sachen aufgezeigt die nicht stimmten. Auch die Chefin fand mich in keinster Weise passabel für den Job, obwohl ich nie Kritik etc. bekommen habe. Nachdem ich dies dann alles gesagt bekam ging es mir Gefühlmäßig von Tag zu Tag schlechter. Nicht nur, das die Abteilungschefin mich plötzlich ziemlich bescheiden behandelte auch das Klima zu den Kollegen veränderte sich ziemlich ins Negative. So wurde ich von Gesprächen oft ausgeschlossen, bei kleinen Fehlern, die ich dann relativ zügig wieder beheben konnte, wurde vorher ein Aufstand gemacht als dauerte die Behebung nun Tage (waren nicht mal 10 Minuten) und auch sonst wurde mir über dem Tag nicht sehr viel Arbeit gegeben, obwohl sie vorhanden war und erst zum Arbeitsende kamen dann die großen Posten, wo ich dann einige Stunden länger bleiben musste.

    Ich hatte so gut wie keinen Appetit mehr, da mir zu Früh schon dermaßen schlecht vor Angst war, abends hatte ich dann schon wieder Angst vor dem nächsten Tag. Ich bekam ziemliche Heulkrämpfe, die dann soweit gingen das ich den einen Tag bereits nach ein paar Stunden die Arbeit wieder verlassen musste weil es einfach nicht mehr ging. Auch hatte ich das ein oder andere Mal ein ziemliches Stechen im Brustkorbbereich.

    Nun wurde ich vom HA zwei Wochen krankgeschrieben, diese sind aber nun bald wieder rum. So wie es aussieht muss ich wahrscheinlich noch ca. 2 Wochen in die Abteilung, dann würde man mich woanders unterbringen. Nun hat mir auch der Betriebsrat in einem Telefongespräch geraten, mich noch die nächsten 2 Wochen krankschreiben zu lassen, da es mir schon alleine beim Gedanken an die Abteilung wieder ziemlich schlecht geht und ich mir dann schon fast wünsche einen Unfall zu haben nur um dieser Arbeit zu entgehen.

    Das einzige Problem was ich nun habe ist der Hausarzt. Er empfand es schon als lang mich knapp 2 Wochen krankzuschreiben und ich habe nun die Befürchtung das er eine weitere Krankschreibung nicht zulassen wird, auch wenn es wirklich nur diese weiteren zwei Wochen sind und ich in diesem Jahr noch nicht von ihm krankgeschrieben wurde und auch sonst so gut wie nie beim Dokor war. Schon alleine die Sorge das er mich wieder ohne AU wegschickt macht mich schon jetzt wieder fertig, da ich unter keinen Umständen mehr dorthin zurück möchte.

    Wisst hier was zu tun wäre, wenn er einen dann doch nicht krankschreibt, obwohl es mir ja wirklich nicht gut geht. Soll ich dann einfach den Hausarzt für diese Behandlung wechseln, oder muss ich mich an irgendwelche Psychater etc. wenden?


    Liebe Grüße,
    eure allenleoanardo

  2. #2
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    Standard

    Hallo, allenleonardo,

    ich kann Deine Situation recht gut nachvollziehen, mir ging es 2009 ähnlich. Massives Mobbing durch meine damalige Chefin. Zum Glück hatte ich einen Hausarzt, der auch Psychotherapeut war, insofern war eine langfristige Krankschreibung kein Problem.

    Wenn Dein Hausarzt jetzt wirklich nicht auf die Situation reagiert, würde ich mir an Deiner Stelle einen anderen suchen. Ich habe den Eindruck, dass der Hausarzt nicht wirklich Ahnung von Depressionen bzw. psychischen Problemen hat. Leider ist es in vielen Fällen so, dass Hausärzte eine solche Diagnose nicht stellen können, weil ihnen das entsprechende Fachwissen und/oder die Weiterbildung fehlt.
    Wenn er Dich wirklich ohne AU wegschicken will, kannst Du ihn doch darauf ansprechen, dass Du Dich nicht ernst genommen fühlst. Ich meine, Dir geht es ja objektiv schlecht, nicht nur subjektiv. Wenn er nicht darauf reagiert, dann such Dir einen anderen Hausarzt. Die kassenärztlichen Vereinigungen der jeweiligen Bundesländer sind hier eine gute Hilfe - dort findet man auch Hausärzte, die entsprechende Fachkenntnis haben.

    Beste Grüße
    Berenice

  3. #3
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    Hallo Berenice,

    vielen Dank für deine Worte.

    Ich hoffe wirklich das er mich nochmal krank schreibt, da es sich ja auch nur um nochmal zusätzliche 8 Tage (+ 2 Feiertage) handelt, danach hätte ich Urlaub und würde dann die Abteilung wechseln.

    Wäre es auch möglich zu einem Psychotherapeut zu gehen und sich von Ihm krankschreiben zu lassen, oder benötigt man dafür erst die Überweisung vom Hausarzt?

    Liebe Grüße,
    allenleonardo

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Das würde ich mir an deiner Stelle gut überlegen, wenn du weiter in der Firma bleiben willst. Das steht dann ja in der Krankschreibung drin! Es ist doch wirklich kein Problem einen Arzt zu finden, der einen krankschreibt!
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #5
    Schreiberling Avatar von Neroli
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    Hallo allenleonardo,
    wenn Du schreibst, dass die KollegInnen in der neuen Abteilung "wenigstens nett" waren, dann liest sich das für mich nach einem Grundsatzproblem. Du scheinst ja nicht mehr soviel Spaß an der Arbeit zu haben und mit KollegInnen nicht so gut zurecht zu kommen. Daher würde ich so oder so eine Überweisung zum Psychotherapeuten überlegen, um mit seiner Hilfe die Situation für Dich noch mal aufzudröseln. Das könnte Dir helfen, in einem halben Jahr eventuell nicht wieder vor dem gleichen Problem zu stehen.

    Ein Psychotherapeut kann m. E. nur krank schreiben, wenn er auch Arzt ist.
    LG Neroli

    Some people feel the rain. Others just get wet.

  6. #6
    Verleger Avatar von Waris
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    Zitat Zitat von Neroli Beitrag anzeigen
    Hallo allenleonardo,
    wenn Du schreibst, dass die KollegInnen in der neuen Abteilung "wenigstens nett" waren, dann liest sich das für mich nach einem Grundsatzproblem. Du scheinst ja nicht mehr soviel Spaß an der Arbeit zu haben und mit KollegInnen nicht so gut zurecht zu kommen. Daher würde ich so oder so eine Überweisung zum Psychotherapeuten überlegen, um mit seiner Hilfe die Situation für Dich noch mal aufzudröseln. Das könnte Dir helfen, in einem halben Jahr eventuell nicht wieder vor dem gleichen Problem zu stehen.

    Ein Psychotherapeut kann m. E. nur krank schreiben, wenn er auch Arzt ist.
    Stimmt, Neroli, hatte ich gar nicht bedacht. Ein Psychiater kann krankschreiben, ein Therapeut m.W.n. nicht. Vielleicht wäre auch ein Jobwechsel angebracht. es kommt nicht so gut an, wenn die Kollegen merken, dass einem der Job keinen Spaß macht und man ist dann natürlich auch nicht mehr so gut drin.

    LG Waris
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  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Waris Beitrag anzeigen
    Das würde ich mir an deiner Stelle gut überlegen, wenn du weiter in der Firma bleiben willst. Das steht dann ja in der Krankschreibung drin! Es ist doch wirklich kein Problem einen Arzt zu finden, der einen krankschreibt!
    Hallo Waris,

    soweit ich weis steht die Krankheitsursache nicht in der Krankschreibung, welche der Arbeitgeber bekommt, drinnen.

  8. #8
    Schreiberling Avatar von Neroli
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    Zitat Zitat von allenleonardo Beitrag anzeigen
    Hallo Waris,

    soweit ich weis steht die Krankheitsursache nicht in der Krankschreibung, welche der Arbeitgeber bekommt, drinnen.
    Nö, aber der Arzt steht mit Stempel und Fachrichtung drunter
    LG Neroli

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  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Neroli für den sinnvollen Beitrag:

    Waris (08.06.2011)

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