hallo leute
ich glaube, ich stecke in einer krise und im zwang, nicht mehr "klar" zu sehen.
es geht um folgendes: seit einiger zeit macht mir meine partnerin mühe. ich selber habe es geschafft, wieder einer arbeit nachgehen zu können. mit viel erfolg. meine partnerin schaffte es nicht. nun sitzt sie zu hause und wird von tag zu tag pflegmatischer. trinkt alkohol und ist immer mehr unertragbar.
meine mutter habe ich durch alkoholsucht verloren. obwohl ich, als sohn, wehemend versuchte, sie auf dieses problem hinzuweisen. habe versucht, sie zu motivieren, hilfe anzufordern. es half alles nichts. sie lies sich nicht "behandeln". und nun kommt scheinbar alles wieder auf mich zu.
diesmal ist es meine partnerin, die nun wohl genau diesen vernichtenden weg gehen möchte?
irgendwie bin ich machtlos diesen menschen gegenüber? habe schon oft ärzte oder behörden um mithilfe gebeten. geziehlt auch auf eben diese personen eingeredet, sie mögen doch "hilfe" anfordern.
wie immer, bestätigen sie, dass sie es unbedingt auch möchten. aber "tun" nichts weiter, als weiter "sich" selber sein zu wollen.
und ich bin einfach scheinbar nur ein gut-gemeinter-zeitvertreib, dem sie ihre probleme schluchtzend übergeben können.
mir sind die hände einfach gebunden. einerseits möchte ich helfen. andererseits muss ich doch auch meiner verpflichtung nach kommen, meine arbeit täglich zu leisten. denn dafür bekomme ich lohn, geld. und am abend möchte ich doch das tagwerk verdient ruhn lassen. möchte dann einfach auch mal einen verdienten abend geniessen können.
aber nein, dann muss ich eine betrunkene partnerin motivieren, nicht mit bösen worten um sich zu schlagen. muss versuchen, nicht "auszuflippen".
muss versuchen, meine ruhe irgendwie in einem zuhause zu finden, wo nichts mehr ist, wie es war.
am ende bin ich nur noch müde. erinnere mich an meine mutter, die sich, trotz meiner guten worte, tod gesoffen hat. und habe angst, das es nun meiner partnerin genau so ergehen wird. dabei ist sie in einer psychiatrischen behandlung. sind den diese ärzte nicht im stande, zu erkennen - zu helfen?
oder liegt es vielleicht einfach an mir selber? nicht im stande zu sein, anderen den motivierende blick zur selbsteinsicht liefern zu können?
eines tages, ich fühle es, werde ich einfach nur noch "nichts" mehr tun und wollen. mich fallen lassen. und mich um keinen menschen mehr kümmern. mich nicht mal mehr beachten. dann, vielleicht dann werde ich verstehen, was es bedeutet, alleine zu sein.
im grunde bin ich sehr oft alleine. besonders dann, wenn ich helfen will und es einfach nur so sinnlos beim anderen herunter prasselt, als wäre es ein regenschauer.
ich glaube aber, ich bin einer, der selber sehr stark im regen steht.
grüsse oro


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