Hallo,
ich habe dieses Forum gefunden weil ich nicht mehr weiter wusste und mein Problem deswegen sogar gegoogelt habe!
Ich bin schon seit einigen Stunden hier am Lesen und finde mich aber nirgendwo so Recht wieder, darum habe ich mich angemeldet und hoffe richtig zu sein...vielleicht hat jemand ein ähnliches Problem oder weiß eine wirksame Methode dagegen?
Seit ein paar Jahren schon habe ich gewisse Gewohnheiten, die nach und nach zu Zwängen wurden, die ich jetzt nicht mehr los werde.
Ich war vor einiger Zeit bei einer Psycholgin, weil ich immer wieder depressiv war...kein Antrieb, immer schlechte Stimmung und Unsicherheit. Meine Eltern wussten nicht weiter. Auf diesem Weg meinte die Psychologin über mich erfahren zu haben, ich würde unter "Versicherungszwängen" leiden. Aha.
Tatsächlich ist es so, dass ich Dinge wohl zur Versicherung tue.
Bei meinem ersten Freund war es so, dass ich natürlich ständig Angst hatte ihn zu verlieren. Ich nahm alles als Anzeichen daür, dass er mich nicht mehr lieben könnte. Kam nicht genau DANN ein gelbes Auto um die Ecke, wenn ich damit gerechnet hatte: sofort musste ich um unsre Beziehung bangen! Einfach KRANK! Aber ich konnte es nicht lassen. Das zog sich lange durch meinen gesamten Alltag in allen Formen. Schließlich trennten wir uns und meine Angst dachte ich damit bestätigt
Natürlich hatte es nichts damit zu tun aber es hörte nicht auf.
Nach 2 weiteren unglücklichen Beziehungen in denen ich mein Glück an sinnlosen Handlungen festgemacht hatte bin ich jetzt in einer sehr hoffnungsvollen und absolut glücklichen Beziehung, doch meine Zwänge werden immer schlimmer.
Ich brauche für alles doppelt lange weil ich zum Beispiel Dinge, die ich gerade benutzt habe, nicht los lassen kann. Wenn ich in der Dusche Shampoo weg stelle, dann geht das nur wenn ich es mehrere Male an die bestimmte Stelle gesetzt habe...es macht mich BEKLOPPT! Mit allem habe ich dieses Problem! Gürtel zu machen, Zähneputzen, Schubladen und Türen schließen... Je mehr Verlustangst ich gegenüber meinem Partner (egal wie unbegründet) habe, desto schlimmer!!!
An wirklich MUTIGEN Tagen unterdrücke ich diese Handlungen bewusst für ein paar Minuten und in bestimmten Situationen...weiter geht es nicht.
Außerdem habe ich ständig Angst, es könnte etwas passieren, nachdem mein Kater sich nachts in ein gekipptes Fenster gehangen hatte und dort verendet war. Kurz darauf hatte sich auch noch meine zweite Katze aufgehangen, doch ich konnte sie retten...für mich war ganz klar: es war absolutes Schicksal, dass ich sie gefunden hatte!!! Als ich daraufhin das Bedürfnis hatte nachts aufzustehen und nach dem Kühlschrank zu sehen weil wir einen Wasserrohrbruch gehabt hatten einige Monate davor verhinderte ich auch dort eine Katastrophe weil gerade in diesem Moment ein Rohr wieder abgegangen war! Schicksal?!!??! Ab da gehe ich immer meinem Gefühl nach, es könnte etwas sein. Nachts stehe ich auf um nach den Katzen oder dem Kühlschrank zu sehen. Immer wieder! Ich schlafe in der Schule ständig ein weil ich noch so lange alles kontrolliere und 3 Stunden brauche bis ich mich umgezogen habe nur weil meine Zwänge mich verrückt machen!!!
Ich habe mal gelesen zur Therapie solle man Zwangssituationen bewusst aus dem Weg gehen und sich diese Handlung bewusst verbieten aber zum Einen ist Duschen für mich sehr wichtig und zum Andren habe ich direkt wieder das Gefühl etwas Schlimmes könne passieren...ein geliebtes Wesen sterben oder Sonstiges!
...selbst diesen Text zu schreiben ist für mich sehr nervenaufreibend weil ich bei einem Tippfehler direkt das ganze Wort wieder weg mache oder sinnlos Leerzeichen entferne um sie wieder an die Stelle zu setzen!
Ein wirklich peinlicher Zwang!
Ich weiß nicht mehr weiter!!!![]()


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