Ich fang einfach mal an zu erzählen, um es mal los zu werden, so im ganzen.
Langsam weis ich nicht mehr was ich für eine Therapie machen sollte, die mir dann auch mal hilft. Eine habe ich schon gemacht, aber die hat nicht alles Umfaßt was mich bedrückt. Eine 2. wollte ich machen, war auch schon zu Gesprächen, habe dann aber doch einen Rückzieher gemacht, weil mich der Mut verlassen hat, das mir die helfen wird.
Was mich bedrückt.
Ich bin die mittlere von 3 Kindern. Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich fast 6. Wir sind alle bei meiner Mutter aufgewachsen, zu unserem Vater hatten wir keinen Kontakt,der wurde von meiner Mutter unterbunden.
Mein Vater habe ich mit meinen Geschwistern nur heimlich gesehen. Am Anfang hat meine Mutter nichts davon gewußt, aber als sie es raus bekam, gab es ziemlich ärger.
Um genau zu sagen, wurde ich (meine ältere Schwester auch) oft geschlagen, sei es mit Händen, Pantoffel, Teppichklopfer, alles war dabei und das bei jeder Kleinigkeit.
Bei schlechten Noten, bei Meinungsäußerung und und und.
Oft wurde mir gesagt das ich dumm wär oder zu blöd um etwas richtig zu machen.
Wenn man über Jahre verprügelt wird und immer zuhören bekommt das man alles falsch macht und keine eigene Meinung zu haben hat lernt und desinteresse erfährt, ist das Selbstbewußsein ziemlich weit unten.
Mit 12 habe ich das erste mal Erfahrung gemacht mit dem Verlust eines Menschen. Eine gute Freundin ist bei einem Unfall gestorben, auch das Thema durfte ich selbst bewältigen, (naja aushalten)
Im Jugendlichen Alter, bin ich von dem Bruder meiner Mutter sex. mißbraucht worden.
Als sie es erfahren hat, nicht von mir, hat sie sehr betroffen reagiert, aber dieser Mann ging in unserem Zu Hause immer noch ein und aus. Es wurde Tod geschwiegen.
Seid längerer Zeit verletze ich mich selbst.
Meist passiert es, wenn ich mich traurig fühle, wenn alle Gedanken in meinem Kopf ducheinander geraten, wenn ich mich einsam fühle.
Mittlerweile bin ich schon 30 und bekomme meine Seele nicht in die richtige Bahn, wo ich sagen kann, so will ich leben.
Zu Stark sind die Erinnerungen.
Dann kommt noch dazu, das ich einen unheimlichen Kinderwunsch habe (schon seid sehr langer Zeit), aber nicht Beziehungsfähig bin. Nähe auszuhalten ist unglaublich schwer für mich. Ich habe Patenkinder, aber auch von denen distanziere ich mich immer mehr, weil mich das traurig macht kein eigenes Kind zu haben.
Meine Gedanken jemanden zu erzählen fählt mir auch schwer, weil ich immer das Gefühl habe das ich mich nicht verständlich machen kann.
Außerdem hat jeder Mensch seine eigenen Probleme und am Ende ist jeder allein.
Ich weiß nicht wie ich mir die Zukunft vorstellen soll, ohne eine eigene Familie zu haben, kann ich das nicht. Ohne Geborgenheit.
Und das macht mich sehr traurig, mutlos, kraftlos, leer.
Um mich für eine Therapie zu bemühen, fühle ich mich nicht in der Lage dazu. Ich meine erst zum Hausarzt, dann einen Therapeuten suchen, dann telefonieren, Termine zu vereinbaren. Das ist alles so schwer.
So das war es erst mal, hoffe das das geschriebene etwas verständlich war.
Gruß


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