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Thema: Latente Suizidalität

  1. #1
    Zarte_Seele
    Gast

    Standard Latente Suizidalität

    Ich möchte gern über eine Thema diskutieren, wo mir der Begriff nicht so ganz schlüssig ist!

    Es geht um die latente Suizidalität!

    Latent heisst ja "Verborgen"- heisst es verborgen im Sinne, jemand möchte einen Suizid verbergen oder bezieht sich das latent tatsächlich auf das Unterbewusstsein. Also, sich nicht darüber bewusst sein, dass man sterben möchte?!

    Letztendlich finde ich, dass sich dann pracktisch, was das Verhalten angeht, viele Menschen latent suizidal verhalten- es fängt ja schon beim Zigaretten rauchen an- auf JEDER Schachtel steht "rauchen kann tödlich sein"...

    Gut, also, so viele raucher es gibt, so viele tatsächlich latent suizidale kann es ja nun nicht geben, denke ich!

    Aber was bedeutet der Begriff wirklich?

    Wieso ist den Menschen nicht bewusst dass sie sterben wollen?
    Und wenn dem so ist, ist die latente Suizidalität heilbar- ist das Unterbewusstsein heilbar???

    Ich freue mich über Antworten!

    Gruß Zarte Seele

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Standard

    Nagut, zuallererst wäre einmal die Frage, warum interessiert es Dich überhaupt, wieso kommst Du drauf. Geht es um einen konkreten Fall?

    Ich stimme Dir aber zu daß es das gibt. Viele Menschen bringen sich auf Raten um. Viele Autounfälle, oder Tote bei Risikosportarten, sind oft genauso unbewußte Selbstmorde.

    Die Frage warum dem Menschen seine eigene Tendenz dazu nicht bewußt ist, ist für mich daß das bewußte Erleben dieser belastenden Gedanken die dann eben zum Selbstmord führen, oder zum langsamen Selbstmord, zu belastend sind. Der gleiche Grund aus dem der Mensch generell verdrängt, es ist zu belastend.

    Heilbar ist dabei relativ. Man kann sich nur selbst heilen, das heißt man braucht Krankheitseinsicht, und die kann einem auch niemand beibringen. Ändern wird sich, wer gescheitert ist und damit Änderungsbedarf hat. Das kann man niemandem von außen eingeben.

  3. #3
    Balboa
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Zarte_Seele Beitrag anzeigen
    Ich möchte gern über eine Thema diskutieren, wo mir der Begriff nicht so ganz schlüssig ist!

    Es geht um die latente Suizidalität!

    Latent heisst ja "Verborgen"- heisst es verborgen im Sinne, jemand möchte einen Suizid verbergen oder bezieht sich das latent tatsächlich auf das Unterbewusstsein. Also, sich nicht darüber bewusst sein, dass man sterben möchte?!

    Letztendlich finde ich, dass sich dann pracktisch, was das Verhalten angeht, viele Menschen latent suizidal verhalten- es fängt ja schon beim Zigaretten rauchen an- auf JEDER Schachtel steht "rauchen kann tödlich sein"...

    Gut, also, so viele raucher es gibt, so viele tatsächlich latent suizidale kann es ja nun nicht geben, denke ich!

    Aber was bedeutet der Begriff wirklich?

    Wieso ist den Menschen nicht bewusst dass sie sterben wollen?
    Und wenn dem so ist, ist die latente Suizidalität heilbar- ist das Unterbewusstsein heilbar???

    Ich freue mich über Antworten!

    Gruß Zarte Seele
    Das einige latent suizidale an mir wäre das ich auch gegen einen unbesiegbaren Gegner kämpfen würde - siehe meine Signatur.

  4. #4
    Zarte_Seele
    Gast

    Standard Danke für deine Antwort Erwin!

    Also es geht ehrlich gesagt um meine eigene Vergangenheit!

    Ich war 17 Jahre Drogenkonsumenten (süchtig- na ja evtl. etwas)!

    Vor 10 Jahren wurde ich mal von einem Marokkaner vergwewaltigt- da mir als 4 jährige so etwas auch schon einmal passiert war, überwies mich mein Frauenarzt zu einem Psychiater- dieser meinte damals zu mir, ich sei latent suizidal!

    Mitlerweile bin ich clean- vollkommen etwas über ein ganzen Jahr- wenige Rückfälle gab es schon die beiden Jahre davor!

    Es gibt zwei Erlebnisse in meinem Leben, wo ich mitlerweile drüber nachdenke, ob es tatsächlich so gewesen ist- die Angst- es könnte noch in mir stecken ist noch da!

    Na ja, vielleicht kopiere ich einfach mal einen Text hier ein, den ich in einem geschlossenem Forum bei Dissoziationen und Trauma schrieb- den Text schrieb ich heute Nacht:


    "Text ist heftiger als ich dachte, nur lesen wer sich dafür WIRKLICH stark genug fühlt!!!

    In letzter Zeit geht es mir Phasenweise sehr schlecht!
    Das die Stimmen, die ich höre, ein Teil meiner Dissoziationen sind, habe ich schon festgestellt!

    Eben hatte ich wieder so ne Phase- ich kann es aber nicht ganz einordnen, weil es eher quälende Dissos sind!
    Ich liege da auf meinem Bett und höre den Stimmen zu- sie erzählen Teile aus meiner Vergangenheit- wie so häufig in letzter Zeit!

    Es sind traumatische Erinnerungen, Erinnerungen die mich nicht los lassen wollen, in Worten und den dazu gelieferten Bildern in meinem Gehirn!

    Es gibt drei extrem Traumata an die ich mich erinnern kann, sie sind aus den letzten 15 Jahren!

    Das erste Trauma (ich möchte es gerne hier los werden- real erzähle ich nur wenig drüber, weil ich vermute, dass mir sowieso nur die hälfte- wenn überhaupt- geglaubt wird- hier wahrscheinlich auch!)- es war das, worum es in meiner heutigen Dissoziation ging!
    Ich nenne es Dissoziation, weil ich für Stunden (eben warens so 1,5 Std.) weg getreten bin und mein Gehirn auf Hochtouren läuft und mir mein Trauma in Form von drei Stimmen, die ich höre in Erzählform wiedergibt.

    Es war vor ca 15 Jahren,...ich war gerade 22 Jahre alt.
    Ich kam von einer Party und hatte LSD genommen- dieser Trip entwickelte sich zu einem extrem Horrortrip!
    Ich saß mit ner Freundin im Bus und hatte wirre Gedanken im Kopf...irgendwann zog ich Jacke, Schuhe usw. aus und riss mir den vorderen teil meiner Rastazöpfe samt Wurzel aus- an einer Kreuzung lief ich zum Fahrer und schrie ihn an, dass er mich raus lassen soll. Er tat es und ich lief mit Socken durch den Schnee und zog mich beim laufen völlig nackt aus! Auf dem Weg dahin legte ich mich einfach auf den Boden und fing an mich selbst zu befriedigen- es war als ob ich einfach nur noch trieb gesteuert wäre- dann stand ich wieder auf und lief weiter und immer weiter!
    Als ich an einem Bauernhof angekommen war, tickte ich wohl aus (Die Polizei berichtet später einer Freundin, dass ich mir das leben nehmen wollte). Ich kann mich an diesen teil NICHT erinnern...ich schlug wohl mit meinem Arm immer wieder, als sei er ein Hammer auf einen Zaun!
    Ich kann mich an bestimmte Szenen nicht erinnern- die Bilder in meinem Kopf und Erinnerungen sind Kaleidoskopartig- Bildfetzen- oder Filmfetzen- wie ich z.B. vor der Polizei davon renne, weil ich glaubte es wären Jäger- sie hatten grüne Anzüge an!
    Sie nahmen mich fest- ich wusste das nicht- irgendwann in diesem Bulli (alles nur Filmchen in Kaleidoskopartiger Form) fragte ich mich immer wieder wieso meine Hände verschwunden sind (das es Handschellen waren wusste ich nicht),..ich kniete auf dem Boden- die Polizei warf irgendwas über mich, ich war ja nackt- meine Rastazöpfe hingen mir im Gesicht und ich bildete mir ein, ich wäre in der Psychiatrie- schon Jahrelang und meine Hände sind verschwunden, nach deren Grund ich suchte,...war es weil ich selbst onanierte- hatte Gott mir deshalb meine Hände genommen?
    Den letzten Teil weiß ich nicht mehr- entweder habe ich ihn ausgeblendet, weil ich nicht wissen will, wie man mich nackt in die Psychiatrie brachte oder ich bin vom wilden reißen der Handschellen und den Schmerzen bewusstlos geworden...ich nehme letzteres an, da meine Handgelenke blutig und stark geschwollen waren- man musste in der selben Nacht noch röntgen!

    Alles das wird mir immer und immer wieder von den Stimmen erzählt- es quält mich- ich verletze mich damit selbst unbewusst, bestrafe mich!

    Neben diesem Trauma gibt es noch zwei andere, die für mich ebenso heftig sind und auch auf die selbe Art und Weise immer wieder durch die Stimmen und Bildern bzw. Filmen in meinem Kopf dargestellt werden- manchmal für Stunden- ich liege dann einfach da und höre zu- sehe nebenbei die Szenen und Bilder- hinterher bin ich fertig- los lassen tuts mich dann aber auch nicht- ich bin dann in der Stimmung wie jetzt, wo ich mich frage, ob das alles jemals vergessen werden kann und ob ich irgendwann ein normales Leben führen kann....

    Die anderen Traumata war einmal meine Psychose vor 10 Jahren, die 6 Wochen andauerte und ich jeden Tag dachte, dass mich Telepathen dazu zwingen wollen, dass ich mir das Leben nehmen soll oder sie mich töten!
    Dieses Trauma ist das heftigste- so heftig dass ich es kaum in Worte fassen kann! Einen teil davon hielt ich vor langen Jahren auf einer HP fest- aber ziemlich oberflächlich, ohne Details.....es war zu heftig!
    und das letzte Trauma meine Herzentzündung, die ganzen Untersuchungen und die Frage, die ich in der Zeit mit mir herum trug, ob ich sterben werde oder nicht!

    Ich weiß auch, dass da noch ein paar traumatische Erfahrungen in der Kindheit waren- woraus mit 25 z.B. eine Herzphobie entstand................DAS schiebe ich aber gekonnt weit weg- es ist als ob es ein anderes Leben war und ich wünschte, ich könnte das mit den anderen Erfahrungen auch so machen!

    Ich weiß nicht mehr weiter zur Zeit!
    Kein Therapeut will mich....Dienstag war ich bei einem- Traumtherapeut- dem war meine nur leicht "angerissene" Geschichte schon zu heftig- hat kalte Füße dabei, sagte er und will mich nicht therapieren- mit den Stimmen, das sei ihm zu viel!
    Bei einem anderen Therapeuten war es vor einem 3/4 Jahr genau das selbe- er riet mir zu einem stationären Aufenthalt!

    Ich kann aber nicht immer wieder in die Klinik gehen- ich muss mein Leben hier auf die Reihe bekommen! Ich muss arbeiten- auch wenns wie jetzt nur die 100€ mehr sind- aber ich kann damit Schulden abbezahlen- das alles ist ein Stressfaktor für mich- die Angst vor einer Kontopfändung, weil bei einer Sache schon ein Tietel vorhanden ist. Insolvenz geht nicht- hab ich grad hinter mir- die Schulden sind in einer Manie vor 4 Jahren entstanden, während des Insolvenz Verfahrens!
    Meine traurige Geschichte ist den Gläubigern egal- sie wollen ihre Kohle!

    Ich bin am verzweifeln, Tag für Tag, ich bin gestresst, weil mir schon das bisschen Arbeit und der Haushalt zusammen zu viel sind- mit dem Stress verschlimmern sich die Stimmen, mein Auge zuckt- immer wieder- alles is mir zu viel!

    Jetzt fragt mich bitte nicht, wie ihr mir jetzt dabei helfen könnt- ich weiß dass es utopisch ist, dass mir überhaupt jemand helfen kann...aber ich möchte es alles mal los werden, wie es mir geht, was ich hier ständig durchmachen muss und wie sehr verzweifelt ich bin und trotzdem versuche lächelnd durchs Leben zu gehen,...so als ob nichts wäre!"



    .........so, dass war der Text und ich selbst mache mir Gedanken ob es eben eine latente Suizidalität ist!
    Ich will natürlich "bewusst" auf keinen Fall sterben- ich möchte für mein Leben kämpfen.......aber ich weiss nicht, warum mir mein Unterbewusstsein immer wieder diese Szenen vor Augen hält, ich weiß auch nicht warum es sterben will- denn ich möchte nicht sterben- ich habe eigentlich Angst vorm tod und habe deswegen nach der Herzentzündung vor 2 Jahren auch Panik-Attacken- mit Psychosomatischen Symptomen und immer wieder die Angst davor sterbens krank zu sein- aber auch da quäle ich mich Phasenweise immer wieder selbst und suche stundenlang im Internet nach Symptomen für z.B. Krebserkrankungen....das zieht sich bis in meine Träume.
    Vor ein paar Tagen träumte ich, ich hätte eine Sepsis- ich saß mit meiner Schwester im Auto und sie wollte mich überreden vom Joint zu ziehen- aber ich wollte nicht und sagte, ich möchte mich in den letzten Stunden meines Lebens nicht noch beschissener fühlen! Mir gehts schlecht wenn ich kiffe....

    Alles sehr wirr- mein gesammtes Traumleben- das Stimmenhören und ständige dabei reflektieren der traumatischen Erlebnisse in meinem Leben!

    Sorry...is langer Text...tut mir leid!
    Geändert von Zarte_Seele (15.01.2012 um 12:20 Uhr)

  5. #5
    Loewenzahn
    Gast

    Standard

    Hallo zarte Seele !

    Es sind unglaublich viele schlimme Erlebnisse ,die Du mitgemacht hast und es würden wohl dadurch die meissten Menschen innerlich zerbrechen oder dissoziieren .
    Dazu noch die schädliche Wirkung von Drogen ...

    Ich glaube ,dass ein Teil von Dir ganz real sterben will ,um diesem ganzen Elend zu entfliehen .
    Der andere Teil ,eine Art Überlebenstrieb ,will Dinge verarbeiten und heilen .

    Was ich schockierend finde ist ,dass Dich die helfende Berufsgruppe im Stich zu lassen scheint .
    Warum ?
    Natürlich sind in Deinem Fall die Heilungsaussichten nur recht langwierig erreichbar ,aber Du kannst es höchstwahrscheinlich nicht alleine schaffen und brauchst darum jahrelang eine professionelle Begleitung und wohl auch Medikamente .

    Wenn Du gesund genug bist zu arbeiten und Du auch nicht akut
    lebensmüde bist ,ist ein längerer Krankenhausaufenthalt wahrscheinlich nicht das ,was Du Dir wünschst .

    Es ist für einen Laien ohne genaue Kenntnis der Krankengeschichte aber schwierig zu beurteilen .

    Ich glaube ,dass Du Dir erst mal innerlich klar sein müsstest ,welchen Weg Du gehen möchtest .

    Zu wieviel Prozent bist Du in der Lage Dich für das Leben zu entscheiden und dann auch die entsprechenden Konsequenzen durchzuführen ?

  6. #6
    Zarte_Seele
    Gast

    Standard

    Vielleicht möchte ein Teil das ganze hinter sich lassen- das kann schon sein!
    Aber bisher war mein Selbsterhaltungstrieb immer größer als dem Drang nachzugehen diese Welt zu verlassen!

    OK, das war nicht immer so, mit 27 hatte ich drei mal in kürzeren Abständen vor das alles zu beenden!
    Aber damals hatte ich einen Schutzengel- einmal hat es nicht geklapt weil die Vorlesung meines Exfreundes ausgefallen war und er mich dabei quasie erwichte und die anderen beiden male, denke ich das er mich beobachtet und letztendlich davor bewahrt hat! Die letzten beiden male waren aber in dieser Psychose und da wurde mir die ganze Zeit gesagt, dass ich mir das Leben nehmen soll!

    Nach diesen beiden Versuchen sagte ich den Stimmen (die ich für Thelepaten bzw. einen Psychischen Parasieten hielt) den Kampf an- und ich gewann den Kampf und habe 6 Wochen durchgehalten!

    Ich (mein Bewusstsein) bzw. mein Selbsterhaltungstrieb war also viel stärker als der Drang zu sterben!

    Ich denke, ich könnte das schaffen- die Probleme liegen eigentlich außen, die mir das ganze so schwer machen! Eben die finanzielle Situation, die Isolation- ich habe eine Betreuerin, die mich 4 Std. in der Woche ambulant betreut- aber das ist die einzige Bezugsperson in meinem Leben.
    Von meiner Mutter werde ich eher zurück gestoßen- WENN dann gibt es 3-7 Minuten Telefonate, die eher frustrieren als alles andere, weil ich das Gefühl habe nicht erwünscht zu sein!

    Freunde habe ich keine mehr- na ja, ob ich tatsächlich jemals welche hatte ist die nächste Frage- es waren eben alles Süchtige oder Egoisten bzw. Mitläufer...die lieber mit der Masse mit laufen anstatt zu einer Person zu stehen!

    Arbeiten- das kann ich nicht mehr so wie früher- jedenfalls nicht in bei den Bedingungen, die zur Zeit mein Leben beherrschen!
    Viel zu schnell wirft mich der Stress noch zurück!
    Ich beabsichtige eine Teilzeitbeschäftigung anzustreben...Aber vorher möchte ich mit meinem 400€ Job meine Schulden, die mir gefährlich werden könnten erstmal abzahlen!
    Wenn DAS weg ist, entfällt ein Stressfaktor und ich kann viel freier an eine neue Beschäftigung gehen- ich denke, Stabilität, Strucktur und Routine sind in meinem Leben einfach total wichtig um nicht zurück zu fallen!
    Diese kann ich aber erst nach und nach aufbauen...Freunde, ne neue Arbeit finden sich nicht sofort und bei den Schulden, die mir gefährlich werden können, weiss ich, dass ich den ersten Teil im Juni abgezahlt haben kann und den nächsten in etwa längstens 1,5 Jahren!

    Ich will das auf jeden Fall schaffen und hoffe, dass mir der Teil des Selbsterhaltungstriebs noch länger erhalten bleibt!
    Geändert von Zarte_Seele (15.01.2012 um 14:25 Uhr)

  7. #7
    Loewenzahn
    Gast

    Standard

    Hallo zarte Seele !

    Du hast konkrete Pläne und Du scheinst ein Kämpfertyp zu sein .

    Das ist doch schon mal ein Anfang .

    Rückfälle in die Krankheit ,oder die Verzweiflung wirst Du mit Deiner Lebensgeschichte wahrscheinlich immer wieder haben .

    Also ,nicht den Mut aufgeben ,immer wieder aufstehen und weiter machen .

    Freunde zu finden während einer seelischen Krankheit ist in der Tat nicht einfach und viele Menschen finden es sehr schwierig ein gutes Leben zu führen ohne eine bestimmte Anzahl von sozialen Kontakten .

    Ich habe während meiner ganz schwierigen Zeiten auch eher nur kurzzeitige Kontakte gehabt ,aber das ist immerhin besser als gar nichts .
    Lieber gar keine Freunde als die falschen Freunde .

    Ich habe auch sehr viel Verzweiflung gefühlt in bestimmten Phasen meines Lebens und jetzt geht es mir besser als jemals zuvor .

    Versuche das Vertrauen in das Leben und die Menschen zurück zu finden und mache einen Schritt nach dem anderen .

    Konzentriere Dich nicht nur auf das ,was Du vielleicht mit Deinem Leben tun solltest ,sondern auch auf das ,was Du tatsächlich erreichen willst .

    Was für Dinge machst Du gerne ?

  8. #8
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    Standard

    Zu Deinem LSD-Erlebnis, da wird für mich klar daß offenbar etwas, also ein Verhalten darin durchkommt, Erfahrungen da sind, die gänzlich außerhalb der gewohnten Erfahrungswelten liegen. So belastend und verzweifelt Deine Situation, daß man sich vor Verzweiflung die Haare ausreißen will, sich auszieht, alles von sich werfen will, alle Grenzen überschreitet.

    Daß Stimmen Dir Deine Erlebnisse immer wieder erzählen. Manche hören das als Stimmen, anderen gehen einfach nur die Gedanken des Erlebnisses durch den Kopf. Der Mensch denkt an seine Fehltritte, wenn es ihm schlecht geht. Gerade an Stellen wo man vielleicht dabei ist Dinge im Leben zu schaffen, kommt oft Angst auf und die Vergangenheit hoch.

    Und die Stimmen kommen selbstverständlich aus Deinem Kopf und entspringen Deinem Denken. Woher solls auch sonst kommen. Diese Gedanken, das bist alles Du.

    Ich denke aber es bringt Dir nichts, Dich der latenten Suizidalität zu bezichtigen. Das sind nur Begrifflichkeiten, die echten Probleme sind woanders.

    Ich würde übrigens an Deiner Stelle mit Deiner Mutter den Kontakt nicht mehr versuchen zu halten. Akzeptier es, sie ist nicht für Dich da.

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