Nabend,
nach längerer Phase von sozialer Isolation und Frustration versuche ich hier mal meine Geschichte niederzuschreiben.
Zu mir,ich bin (noch) 19 Jahre alt,männlich und komme aus einem relativ guten Elternhaus. Als ich 4 war,zogen wir arbeitsbedingt in eine andere Stadt,in der ich damals schnell Freunde fand,welche mich bis zum nächsten Umzug nach der Grundschulzeit begleiteten. Schon damals war ich ein eher introvertierter,manche beschreiben mich als schüchternen/zurückhaltenden Menschen.
So kam es,dass ich in der Realschule eher kontaktarm war,da ich dort niemanden kannte,hatte ich Probleme mich in eine (neue) Klasse zu integrieren. Nicht hilfreich war wohl auch,dass ich scheinbar genug Angriffsfläche für die "Alphatiere" welche sich natürlich in diesem Alter profilieren müssen darstellte,das heißt ich war beinahe die gesamte Realschulzeit der Punchingball der Klasse. Zwischenzeitlich hatte ich gar eine Schulphobie,welche ich mittels erfundenen Krankheiten durchzusetzen versuchte.
Allmählich überwand ich diese Phase,integrierte mich immer besser in den Klassenverbund,dann kam aufgrund von Faulheit/Pc-Sucht (WoW) der leistungsbedingte Rückschritt,ich musste die 9.Klasse erneut besuchen.
In dieser gesamten Zeit,hatte ich zwar wenige und nicht wirklich gute Freunde,welche mich auch in der Freizeit oftmals heruntermachten und mich nutzten um sich selbst besser darzustellen,dies fiel auch einfach,schließlich hatte ich die Durchsetzungskraft eines Wattebauschs.
Resultierend daraus brach ich zum Ende meiner Realschulzeit den Kontakt zu diesen sog. "Freunden" ab und zog mich immer mehr zurück.
Nun,bald 3 1/2 Jahre später stehe ich kurz vor meinem Abitur,habe keine Hobbys,keine Freunde geschweige denn Freundin,habe scheinbar zumindest teils Anzeichen eine soziophobie,da mir selbst einfachste Gespräche mit Lehrern,Verkäufern o.ä. große Probleme bereiten und ich diese meist nur wahrnehme,wenn ich dazu gezwungen werde.
Ich kann es meinen Mitmenschen auch nicht verübeln,dass diese nichts mit mir zu tun haben wollen,schließlich bin ich nicht wirklich interessant,habe nichts zu erzählen.
Bereits vor längerer Zeit habe ich erkannt,dass es so nicht mehr weitergehen kann,doch schlug bisher jeder Änderungsversuch fehl,teils begründet auf meiner starken passivität,welche oftmals zur folge hat,dass ich am wochenende,an dem "normale" Jugendliche/junge Erwachsene ausgehen einfach nur im bett liege und nur zum Essen/Trinken aufstehe. Zum anderen an meiner Interessenlosigkeit,selbst wenn ich etwas versuchte irgendeine Freizeitbeschäftigung (Sport,feiern,o.ä.) bereitete mir dies keinen Spaß.
Ich brauche Hilfe um endlich mal einen Ansatz zu finden,so macht das Existieren echt keinen Spaß mehr
mfg Styp


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