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Thema: Leben

  1. #1
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    Standard Leben

    Nabend,

    nach längerer Phase von sozialer Isolation und Frustration versuche ich hier mal meine Geschichte niederzuschreiben.

    Zu mir,ich bin (noch) 19 Jahre alt,männlich und komme aus einem relativ guten Elternhaus. Als ich 4 war,zogen wir arbeitsbedingt in eine andere Stadt,in der ich damals schnell Freunde fand,welche mich bis zum nächsten Umzug nach der Grundschulzeit begleiteten. Schon damals war ich ein eher introvertierter,manche beschreiben mich als schüchternen/zurückhaltenden Menschen.

    So kam es,dass ich in der Realschule eher kontaktarm war,da ich dort niemanden kannte,hatte ich Probleme mich in eine (neue) Klasse zu integrieren. Nicht hilfreich war wohl auch,dass ich scheinbar genug Angriffsfläche für die "Alphatiere" welche sich natürlich in diesem Alter profilieren müssen darstellte,das heißt ich war beinahe die gesamte Realschulzeit der Punchingball der Klasse. Zwischenzeitlich hatte ich gar eine Schulphobie,welche ich mittels erfundenen Krankheiten durchzusetzen versuchte.
    Allmählich überwand ich diese Phase,integrierte mich immer besser in den Klassenverbund,dann kam aufgrund von Faulheit/Pc-Sucht (WoW) der leistungsbedingte Rückschritt,ich musste die 9.Klasse erneut besuchen.

    In dieser gesamten Zeit,hatte ich zwar wenige und nicht wirklich gute Freunde,welche mich auch in der Freizeit oftmals heruntermachten und mich nutzten um sich selbst besser darzustellen,dies fiel auch einfach,schließlich hatte ich die Durchsetzungskraft eines Wattebauschs.

    Resultierend daraus brach ich zum Ende meiner Realschulzeit den Kontakt zu diesen sog. "Freunden" ab und zog mich immer mehr zurück.

    Nun,bald 3 1/2 Jahre später stehe ich kurz vor meinem Abitur,habe keine Hobbys,keine Freunde geschweige denn Freundin,habe scheinbar zumindest teils Anzeichen eine soziophobie,da mir selbst einfachste Gespräche mit Lehrern,Verkäufern o.ä. große Probleme bereiten und ich diese meist nur wahrnehme,wenn ich dazu gezwungen werde.

    Ich kann es meinen Mitmenschen auch nicht verübeln,dass diese nichts mit mir zu tun haben wollen,schließlich bin ich nicht wirklich interessant,habe nichts zu erzählen.

    Bereits vor längerer Zeit habe ich erkannt,dass es so nicht mehr weitergehen kann,doch schlug bisher jeder Änderungsversuch fehl,teils begründet auf meiner starken passivität,welche oftmals zur folge hat,dass ich am wochenende,an dem "normale" Jugendliche/junge Erwachsene ausgehen einfach nur im bett liege und nur zum Essen/Trinken aufstehe. Zum anderen an meiner Interessenlosigkeit,selbst wenn ich etwas versuchte irgendeine Freizeitbeschäftigung (Sport,feiern,o.ä.) bereitete mir dies keinen Spaß.

    Ich brauche Hilfe um endlich mal einen Ansatz zu finden,so macht das Existieren echt keinen Spaß mehr

    mfg Styp

  2. #2
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    Ich erkenne ich überwiegend wieder.

    Ich bin 15 Jahre und mänlich.

    Auch bei mir war es so, das ich langezeit der punching Ball der Klasse war, ich habe nichts zu erzählen, bin abweisend... bin Teilweise auch Pc süchtig... seit dem ich aus dem Örtlichen Handball verein rausgemobbt wurde, habe ich immer wieder andere Sportarten versucht, und nichts gefiel mir, ich gehe nun ins Fitnessstudio, auch wenn ich eher der "Teamplayer" bin. Aber mich zwingt niemand zu etwas, ich mache die übungen die ich brauche... blablabla

    Mein lang jähriger " bester Freund (wir kennen uns nun 7 Jahre)" schieße ich gerade auch nach und nach ab, aber mir ist es mitlerweile egal. Ich komme mit den Lehrern zu recht, ohne zu schleimen. Ich habe fast alles was ich brauche... Familie, gesundheit, einen Ausgleich, nur ein guter Freund, dem man alles sagen kann, der fehlt....

    Ich schotte mich mehr oder weniger ab. Ich will oft nichts mit den Leuten zu tun haben, warum auch? Soll ich mich mit meinen Peinigern abgeben? Nein.
    Mir ist es egal was die anderen denken. Jetzt wird man sich fragen, wieso das so ist:
    Ich höhre musik... Klingt verrückt, ist aber so.
    Es gibt Musik, aus der zieh ich immer wieder neue Kraft. Kraft die man braucht. Liebe wird einem niht geschenkt, liebe muss man sich erarbeiten.

    Ich brauche Hilfe um endlich mal einen Ansatz zu finden,so macht das Existieren echt keinen Spaß mehr
    3 möglichkeiten

    1. Du "schei*t auf die anderen, wie ich
    2. du versuchst dich zu unterwerfen
    3. du wirst das Alpha Tier


    Diese 3 Optionen hast du.

    Und such dir einen ausgleich, wer keinen Ausgleich hat, wird es nicht lange verkraften.
    Gerade wenn man der Punching-Ball ist, baut sich viel Wut und Trauer auf.
    Die Trauer werde ich mit jedem geschriebenem Wort,welches meine Geschichte betrifft, los. Die Wut lass ich in Ego-Shootern, oder im Fitnessstudio.

    so macht das Existieren echt keinen Spaß mehr
    "Jeder bekommt das, was er verdient hat."
    Denk nichtmal dran, das das leben kein Spaß macht, das zieht dich nur runter.
    Was hilft ist, Physchologische tricks an sich selbst anzuwenden.
    Ich baue mich mitlerweile überwiegend selbst auf:
    Ich gebe mich immer selbst verliebt, und denk mir: Andere meinen, dass das so ist, und ich so bin.

    Das mag verückt klingen, aber so mache ich es seit Jahren, und ich hatte bisher nur 1mal den Moment wo ih mir gesagt habe: Jetzt reichts, ich pack das nicht.

  3. #3
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    Nabend,

    Zitat Zitat von Torior Beitrag anzeigen
    Ich schotte mich mehr oder weniger ab. Ich will oft nichts mit den Leuten zu tun haben, warum auch? Soll ich mich mit meinen Peinigern abgeben? Nein.
    Mir ist es egal was die anderen denken.
    Das ist genau jene Reaktion die ich auch zeige/zeigte,aber irgendwie denke ich, dass es das ja dann doch auch nicht sein kann. Ich gehe zuerst einmal von der Prämisse (Annahme) aus,das jeder Mensch ein soziales Wesen ist und dementsprechend auch soziale Kontakte d.h. i.d.R. Freunde braucht um seine eigene Persönlichkeit entfalten zu können,da man sich sonst in bestimmten Bereichen des Lebens wesentlich einschränkt.

    Das es durchaus Menschen gibt,welche vom Charakter her besser gestellt sind und nicht diesen Profilierungszwang haben,welcher auch in meiner Altersklasse (leider) teils noch sehr stark zu erkennen ist,habe ich in der letzten Zeit durchaus erkennen können,nach und nach versuche ich zu eben jenen den Kontakt zu intensivieren um ein Privatleben aufzubauen,welches bisher nicht wirklich existent ist.

    Zitat Zitat von Torior Beitrag anzeigen
    3 möglichkeiten

    1. Du "schei*t auf die anderen, wie ich
    2. du versuchst dich zu unterwerfen
    3. du wirst das Alpha Tier
    In gewisser Weise ist vermutlich jeder Weg mit Vor- und Nachteilen behaftet, die Krux liegt darin eine gescheite Mittellösung zu finden. Es kann ja nicht das Ziel sein,das ganze leben als Einzelgänger zu überleben bzw. sich auf Kosten anderer immer wieder zu profilieren.

    Eins steht zumindest für mich fest ich brauche Kontakte mit anderen Menschen,denn ohne fehlt wohl etwas essenzielles in meinem Leben.

    Zitat Zitat von Torior Beitrag anzeigen
    "Jeder bekommt das, was er verdient hat."
    Denk nichtmal dran, das das leben kein Spaß macht, das zieht dich nur runter.
    Das Zitat kann ich eigentlich nicht vollends unterstützen,womit haben hilfsbereite,offene und freundliche Menschen jahrelange psychische/teils physische Attacken des sozialen Umfelds verdient? Auf viele weitere Beispiele könnte ich dies ebenso anwenden,zwar mag es für viele zustimmen,teils wird man jedoch gezwungenermaßen in eine Rolle gepreßt,welche man selbst nie so wollte.

  4. #4
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    Hey Styp.

    Ich habe mir deinen Beitrag durchgelesen. Es ist schade, dass es dir so schlecht geht und das tut mir leid. Was ich dir mit geben kann, was ich an Information bekam von dir ist ein einheitliches Bild. Du hast den Anschluss leider verloren und bist zusätzlich noch in eine dir angenehmere Welt geflüchtet, die dir ermöglicht hat etwas zu bekommen, dass so nicht greifbar war. Also das Computerspielen, ebenso ist es ein aktives Ablenken der Gedanken. Was ich dir als Rat geben kann, beruht auch auf der Tatsache dass du schreibst, "was sollst du den Leuten erzählen". "Es gibt ja nicht viel. Das ist aber so der völlig falsche Ansatz. Es geht nicht darum dass du etwas herrliches erzählen musst. Versuche dir vorzustellen, was deine Erwartungen an einen Menschen sind. Schraub da nicht dran rum in subjektiver Art und Weise. Es geht darum was deine Maxime sind. Es geht darum zu erkennen, dass du ein vollwertiges Mitglied bist. Du machst dich dazu, sobald du dir erlaubst dich zu verstehen und dich zu mögen. Denke ein wenig nach was deine Ideologien sind im Leben, welche Ziele du hast. Egal welcher Hinsicht. Es ist immer ,wirklich, wirklich wichtig, sich treu zu sein. Sobald du dich minder wertschätzt und dich anpasst, wirst du immer unnatürlich wirken und es wird anderen schwer in dich zu glauben, wenn du es selbst nicht tust. Ich habe einen Freund, dem ich und wir alle immer versucht haben einzuhämmern, er soll nicht schleimen, er soll nicht versuchen den anderen Honig um den Mund zu schmieren. Das ist Taktik für die erste Instanz. Die Leute sehen dich als Zeitvertreib an und mögen dass du sie lobst. Darüber hinaus geht es nie. Du schreibst, als wärst du ein intelligenter junger Mensch der seinen eigenen Wert einfach noch nicht einordnen konnte. Ich kann dir nur sagen, du gehst in die falsch Richtung. Denk nicht drüber nach, wer du bis dato warst für andere. Denn dein Ich ist unabhängig von dem was andere über dich denken. Du machst dich zu dem was du bist. Ich hoffe ich konnte mich ein wenig verständlich ausdrücken und wünsche dir alles Gute!

  5. #5
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    Das ist genau jene Reaktion die ich auch zeige/zeigte,aber irgendwie denke ich, dass es das ja dann doch auch nicht sein kann. Ich gehe zuerst einmal von der Prämisse (Annahme) aus,das jeder Mensch ein soziales Wesen ist und dementsprechend auch soziale Kontakte d.h. i.d.R. Freunde braucht um seine eigene Persönlichkeit entfalten zu können,da man sich sonst in bestimmten Bereichen des Lebens wesentlich einschränkt.
    Ja, auch ich bin ein sozialer Mensch, und brauche kontakt, aber ich denke, das nicht jeder Mensch gleich viel braucht.

    Mir reicht schon, wenn ich mit den 2/3 Leuten mal nen Wort wechsel, die mir eigentlich nie etwas angetan haben.

    Meinen "besten" Freund habe ich gestern abgeschossen. Immoment werde ich wieder isoliert, was auf eine längere geschichte zurückführt.

    Mir ist egal, ob ich der looser bin, klar teilweise bedrückt es, wenn man niemanden zum reden hat, aber das Schreiben hier im Forum, und das reden mit lehrern, und meiner Familie erleichtert das ganze ungemein.


    In gewisser Weise ist vermutlich jeder Weg mit Vor- und Nachteilen behaftet, die Krux liegt darin eine gescheite Mittellösung zu finden. Es kann ja nicht das Ziel sein,das ganze leben als Einzelgänger zu überleben bzw. sich auf Kosten anderer immer wieder zu profilieren.

    Eins steht zumindest für mich fest ich brauche Kontakte mit anderen Menschen,denn ohne fehlt wohl etwas essenzielles in meinem Leben.

    In der tat.

    1. Du "schei*t auf die anderen, wie ich
    2. du versuchst dich zu unterwerfen
    3. du wirst das Alpha Tier
    Der Erste Weg ist der härteste, niemand wird dich in der jetzigen umgebung mögen, aber mit einem passendem auftreten wird man Respektieren.

    Der 2te Weg ist der feigeste. Man unterwirft sich, hat zwar Freunde, darf sich aber nicht so geben wie man ist

    Der 3te weg.... Wenn man das Alpha-Tier ist, haste Freunde, und darfst dich fast so geben wie du bist, aber dahin zu kommen, ist schwer.


    Das Zitat kann ich eigentlich nicht vollends unterstützen,womit haben hilfsbereite,offene und freundliche Menschen jahrelange psychische/teils physische Attacken des sozialen Umfelds verdient? Auf viele weitere Beispiele könnte ich dies ebenso anwenden,zwar mag es für viele zustimmen,teils wird man jedoch gezwungenermaßen in eine Rolle gepreßt,welche man selbst nie so wollte.
    Wieso nicht?

    Die Sozialen und hilfbereiten Menschen werden vllt. jetzt gemobbt, aber vllt. sind sie in 20 Jahren Nobel-Preis-Träger, annerkanter Forscher, oder sogar Spitzen-Politker?

  6. #6
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    @rocketnic

    Na dann weis ich ja, wieso die Anwesenheit meines Ehemals besten Freundes erwünscht ist, er macht es auch.... Mit Honig um den Mund, und schleimen, gerade bei Lehrer

    Einige Lehrer Säbeln ihn ab desshalb, mich haben die Lehrer gern, ohne das ich Schleime
    Ich rege die Lehrer zum Nachdenken an, im positiven sinne, und zeige ihnen, das es auch Schüler gibt, die natürlich sind.

    Und ja, wenn man sich unterwirft wirkt alles künstlich, habe ich mal versucht 3 wochen, länger habe ich es einfach nicht geschaft.

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