Es liegt fast schon im Wort: sich ver-sprechen. Solche Abmachungen, egal wie hoch und heilig, sind automatisch allesamt hinfällig und so als wären sie nie getan. Er hätte alles bejaht, was hätte er auch sagen sollen. Alles gute, logische Sachgründe die Du ihm genannt hast, gegen die man nichts haben kann, denen er in dem Moment eifrig oder zerknirscht zustimmte, gegen die kein vernünftiger Mensch etwas haben konnte. Nur sein Wille, sein Wollen, seine Bedürfnisse stehen auf einem ganz anderen Blatt, das ist nicht in einem Gespräch zwischen euch klärbar. Geht nicht. Er hat vermutlich nie eigenen Willen entwickeln dürfen, mußte sich nie bemühen, hat immer Lösungen vorgesetzt bekommen.
Letztlich kann er in seiner Wohnung tun und lassen was er will, da ist auch das Rauchen nur konsequent.
Daß Du Dich in seine Belange nicht einschaltest heißt natürlich nicht daß sich alles wie erhofft entwickelt. Aus der Sicht liegt auch Tragik darin, daß er über Dir wohnt, präsenter kann ein Thema kaum werden.
Also, anders gesagt, es war strenggenommen immer Einmischen in seine Belange, und damit hatte die Vereinbarung, sein Versprechen, nie Gültigkeit.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Ich werde versuchen so oft wie möglich in meinen Garten zu fahren und so wenig wie möglich zuhause zu sein. Jetzt wo das Wetter besser ist dürfte es nicht schwierig sein das zu bewerkstelligen. 
Lesezeichen