Hallo zusammen.
Zu allererst möchte ich mich kurz vorstellen - ich bin 26 jahre alt, weiblich, habe ein technisches Studium hinter mir, und arbeite nun auch in einem technischen Beruf.
Nach Abschluss meiner Ausbildung hatte es micht das erste Mal so richtig auf den Allerwertesten gesetzt als ich gemerkt hatte, dass meine sog. "Lebensplanung" gerade mal bis zur Matura (Abitur) gereicht hat, und ich mir davor offensichtlich niemals Gedanken gamcht hatte, was ich denn im leben gerne mal erreichen/machen will. Ich fiel sozusagen in ein tiefes Loch und wusste mir nicht mehr zu helfen, das Arbeiten machte mir keine Freude, und ich begann langsam privat als auch beruflich komplett abzustumpfen.
Nun sind einige Jährchen vergangen, der Tod meines besten Freundes, Selbstmord des Mannes meiner besten Freundin (bei dem ich nahezu live dabei war) und die Kündigung die ich erfuhr aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen inklusive dem Jahr zuhause danach mit Existenzängsten etc.. haben es nicht gerade gefördert.
Ich bin seit ca. 1 Jahr in Behandlung mit AD's und ein Versuch meinerseits das Zeug abzusetzen hat dazu geführt, dass sich wieder das typische Despressionsverhalten eingestellt hat, ich war ängstlich, schwach, unmotiviert, ect..-
Langer Rede kurzer Sinn, was möchte ich gerne von euch wissen.
Ich bin grundsätzlcih unzufrieden mit meiner Jobsituation und auch überhaupt mit meinem Leben als "Everybodys Darling". Bin hin und her gerissen ob ich das hier weitermachen soll (mit Aussicht auf einen massigen Aufstieg) oder doch etwas "anderes" machen soll. Nur das "Andere" kann ich einfach nicht identifizieren. Ich habe keine Ziele im Leben, und ich weiß nicht, wie ich diese identifizieren kann.
Ich gehe jeden Tag arbeiten und biege meine Stunden runter, dann gehe ich nach Hause und es stellt sich - sowie tagsüber - dieses Wurschtigkeitsgedfühl ein.
es sieht für mich aus, als würde ich Tag für Tag ins Nirvana wandeln, ein Schritt nach dem Anderen.
Auf der anderen Seite bekommen sämtliche Freundinnen um mich herum Kinder und/oder heiraten, und ich denke mir dann, dass das auch schön wäre, aber irgendwie will ich das dann auch wieder nicht. Da ist ein großes schwarzes Loch unter dem Schild wo "Zukunft" draufsteht.
Dann kommt hinzu, dass ich Panik davor habe, dass ich mein ganzes Leben so verlebe, und dann der Zeitpunkt kommt, wo ich sterbe, und das ich dann erst endlich aufwache und vielleicht noch schneller sterbe, weil ich ja die Chance die man mir mit meinem Leben gegeben hat nicht richtig genutzt habe.
Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, ich beneide einfach die Menschen, die als Kind schon wussten "ich möchte arzt werden" und das dann auch beinhart durchgezogen haben..
Ich bin einfach unzufrieden, und das ist ein Druck, der mich langsam wirklich fertig macht..
Ich weiß nicht, ob ich meinen Gemütszustand richtig rüberbringen konnte, aber ich würde mich über eure Meinung dazu sehr freuen..


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