Hallo,
ich habe folgendes Problem, seit ungefähr eineinhalb Jahren, habe ich teilweise und unregelmäßige Phasen von Trauer (verstärkt im Winter, bzw. wenn es dunkler wird)
Ich fühle mich dann manchmal antriebslos, weiß nicht wo ich hingehen soll, wo ich bleiben soll, empfinde so starke Trauer, dass ich Bauchschmerzen bekomme und ich mich total unwohl fühle. Ich habe Angst, neues anzufangen (Sport, Tanzkurs...). Oder neue Leute kennen zu lernen, ich war noch nie auf einer richtigen Party und fürchte mich regelrecht davor. Außerdem stelle ich vieles in Frage und komme im schlimmsten Fall zu der "Einsicht", dass ganz vieles, absolut sinnlos ist. Manchmal habe ich starke Suizidgedanken.Von Natur aus bin ich relativ schüchtern, sodass ich mir oft unreif, verklemmt vorkomme. In letzter Zeit wird es immer schlimmer, ich sage oft Einladungen von Freunden ab, brauche etwas Ruhe. Ein anderer Punkt ist, dass ich sehr viel über eigentlich banale Sachen grüble. Aus all den Gründen hab ich mal Selbsttests im Internet gemacht und getestet, ob ich an Depressionen leiden könnte. Die Ergebnisse waren immer ein eindeutiges JA. Allerdings begleiten mich diese Gefühle nicht den ganzen Tag und sind sehr wechselhaft.
Auf der anderen Seite ist es so, dass ich in der Schule oder im öffentlichem Leben auch (nicht immer!) oft fröhlich bin und meinen eigentlichen Gemütszustand verberge. Wenn es in den Frühling übergeht und vor allem während des Sommers verschwinden die meisten Symptome. Für eine kurze Zeit im Jahr fühle ich mich lebendig, bin fröhlich und alles ist wie weggeblasen.
Ich selbst habe das Gefühl, dass mit mir etwas nicht "stimmt", aber auch, dass ich mir das nur einrede. Seit etwa zwei Jahren gehe ich auf eine andere Schule. In der alten war ich am Ende Mobbing ausgesetzt und war deswegen auch bei der damaligen Schulsozialarbeiterin.
Die Angst ich könnte mich irgendwo schrecklich blamieren, begleitet mich nach diesem Erlebnis oft und manchmal hab ich das Gefühl, dass ich nach dem Erlebnis anders, vielleicht etwas zurückhaltender und nachdenklicher geworden bin.
Kann es sein, dass ich an einer depressiven Erkrankung leide? Und wenn es Anzeichen dafür gibt, wie Verhalte ich mich richtig? Sollte ich zum Arzt gehen?
Ich bedanke mich für alle Antworten.


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