psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Leide ich an einer Depression?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    29.01.2011
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Leide ich an einer Depression?

    Hallo,

    ich habe folgendes Problem, seit ungefähr eineinhalb Jahren, habe ich teilweise und unregelmäßige Phasen von Trauer (verstärkt im Winter, bzw. wenn es dunkler wird)

    Ich fühle mich dann manchmal antriebslos, weiß nicht wo ich hingehen soll, wo ich bleiben soll, empfinde so starke Trauer, dass ich Bauchschmerzen bekomme und ich mich total unwohl fühle. Ich habe Angst, neues anzufangen (Sport, Tanzkurs...). Oder neue Leute kennen zu lernen, ich war noch nie auf einer richtigen Party und fürchte mich regelrecht davor. Außerdem stelle ich vieles in Frage und komme im schlimmsten Fall zu der "Einsicht", dass ganz vieles, absolut sinnlos ist. Manchmal habe ich starke Suizidgedanken.Von Natur aus bin ich relativ schüchtern, sodass ich mir oft unreif, verklemmt vorkomme. In letzter Zeit wird es immer schlimmer, ich sage oft Einladungen von Freunden ab, brauche etwas Ruhe. Ein anderer Punkt ist, dass ich sehr viel über eigentlich banale Sachen grüble. Aus all den Gründen hab ich mal Selbsttests im Internet gemacht und getestet, ob ich an Depressionen leiden könnte. Die Ergebnisse waren immer ein eindeutiges JA. Allerdings begleiten mich diese Gefühle nicht den ganzen Tag und sind sehr wechselhaft.

    Auf der anderen Seite ist es so, dass ich in der Schule oder im öffentlichem Leben auch (nicht immer!) oft fröhlich bin und meinen eigentlichen Gemütszustand verberge. Wenn es in den Frühling übergeht und vor allem während des Sommers verschwinden die meisten Symptome. Für eine kurze Zeit im Jahr fühle ich mich lebendig, bin fröhlich und alles ist wie weggeblasen.

    Ich selbst habe das Gefühl, dass mit mir etwas nicht "stimmt", aber auch, dass ich mir das nur einrede. Seit etwa zwei Jahren gehe ich auf eine andere Schule. In der alten war ich am Ende Mobbing ausgesetzt und war deswegen auch bei der damaligen Schulsozialarbeiterin.
    Die Angst ich könnte mich irgendwo schrecklich blamieren, begleitet mich nach diesem Erlebnis oft und manchmal hab ich das Gefühl, dass ich nach dem Erlebnis anders, vielleicht etwas zurückhaltender und nachdenklicher geworden bin.

    Kann es sein, dass ich an einer depressiven Erkrankung leide? Und wenn es Anzeichen dafür gibt, wie Verhalte ich mich richtig? Sollte ich zum Arzt gehen?

    Ich bedanke mich für alle Antworten.
    Geändert von Spook (29.01.2011 um 21:58 Uhr)

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Spook,

    wie alt bist Du denn?

    Denn das klingt alles so, als hättest Du eine ganz schlimme Krankheit. Die wird Pubertät genannt.

    Die Symptomatik dieser Krankheit: Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheit, Schüchternheit - alles Begleiterscheinungen der Persönlichkeitsbildung, die in diesem Stadium sehr dominant ist, vor allem, weil dann auch noch die Seite des Menschen, die sich "sexuelles Wesen" nennt, zum Vorschein kommt. Also Unsicherheit sich selbst gegenüber (wer bin ich, Befremdungsgefühle durch die schnellen Veränderungen), dem anderen Geschlecht gegenüber, das man plötzlich mit ganz anderen Augen sieht und begehrt. Die Krankheit ist generell von stärkeren depressiven, manchmal abwechselnd mit manischen Phasen, oder auch agressiven Phasen begleitet, als dies in späteren Lebensphasen der Fall sein wird.
    Deshalb lassen sich auch so gut anhand der Symptome Krankheiten ergoogeln oder ertesten und es gibt inzwischen auch genug Ärzte, die einem dagegen ein Pillchen geben.

    Mit der Folge, dass dann viele Pubertätskranken in späteren Phasen immer noch nicht erwachsen sind, weil die eigentliche Thematik, nämlich Persönlichkeitsbildung, Reifung (wie sie u.a. auch Konflikte mit sich bringen könnten), Abnabelung, verschleppt wird und - da sich die Pillchen und Krankheiten so gut bewährt haben, auch später nicht gelöst wird.

    Gegen Winterdepressionen (Trauer, Antriebslosigkeit bei Dunkelheit und im Winter, die im Frühjahr verschwindet) helfen Johanniskraut (erhöht die Lichtempfindlichkeit, muss aber ne Weile genommen werden, bis es wirkt) und vor allem Ausdauersport und sich möglichst viel draußen bewegen. Und von der psychischen Einstellung her die Akzeptanz dessen, dass es Jahrezeiten gibt, die man entsprechend ihrer Energien nutzen kann, z.B. im Winter ne Nummer runterdrehen und sich mit den Themen und Arbeiten beschäftigen, die sich in der Stimmung ergeben. Man hat ja die Gewissheit, dass es bald wieder anders kommt.

    So wie der Winter - so geht auch die Pupsertät vorüber, wenn man sie denn nicht pathologisiert.
    Geändert von Gast784 (30.01.2011 um 12:41 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Ich leide an meiner Depression, Essstörung und sexuellen Frustration
    Von schickimicki vs. kultur im Forum Depression
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 06.02.2011, 00:30
  2. ich leide unter einer sozialen Phobie
    Von Alchemist im Forum Ängste
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 22.05.2010, 02:12
  3. Leide ich an Verlustangst?
    Von jessi410 im Forum Ängste
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 03.05.2010, 07:58
  4. Leide ich an einem posttraumatischen Stresssyndrom?
    Von Sven im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 02.05.2010, 17:17
  5. Ich leide unter sozialer Isolation
    Von Hauser im Forum Ängste
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 18.03.2009, 14:34

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!