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Thema: Leidiges Thema Selbstbewusstsein

  1. #1
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    Standard Leidiges Thema Selbstbewusstsein

    Hallo ich bin m,30 Jahre alt und seit Kindesalter sehr schüchtern.Ich hasse es und es hat mein Leben geprägt. Ich kämpfe dagegen an und möchte mir es nicht eingestehen, daher versuche ich nach aussen nicht schüchtern zu wirken.

    Das ist anstrengend und ich wirke steif und uninteressant. Ich kann nicht gut Kontakte knüpfen. Aber was mich am meisten stört und woran ich leide, ich kann nicht "streiten".

    Selbst bei Konflikten in denen ich im Recht bin, versagt meine Stimme, sie wird zittrig und ich fühle mich heulerig. Dann denk ich mir hoffentlich merkt der andere diese Schwäche nicht, ich wirke wirklich dämlich.

    Und dann wird es noch schlimmer ich kann mich nicht mehr aufs Thema konzentrieren und der andere "siegt". Daheim fallen mir wieder super Kommentare mit denen ich hätte Paroli bieten können. Und dann ärgere ich mich bin stink sauer auf mich und lasse die Wut an meiner Parterin aus.

    Was kann man tun um sein Selbstwertgefühl aufzubessern. Ich merke dass ich immervon jedem gemocht werden will.Kritik macht mich fertig. Ich kenne die HIntergründe, sage mir: Mir muss einfach egal sein was andere von mir denken. Und wenn ich dann wieder in eine Situation komme ist es wieder das selbe. Hilfe Ich will das nicht weiter mein Leben bestimmen lassen.

  2. #2
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    quote:"Ich kämpfe dagegen an und möchte mir es nicht eingestehen, daher versuche ich nach aussen nicht schüchtern zu wirken.

    Das ist anstrengend und ich wirke steif und uninteressant."

    dann solltest du es lassen, dagegen anzukaempfen...


    ich wuesste des weiteren nicht, weshalb es lohnens- oder lobenswert ist, sich streiten zu koennen. ich finde, die menschliche kommunikation sollte zu hoeheren zwecken wie zum beispiel der "streit-vermeidung" eingesetzt werden.

    quote:"Selbst bei Konflikten in denen ich im Recht bin, versagt meine Stimme, sie wird zittrig und ich fühle mich heulerig."

    es gibt da ein buch, nennt sich kommunikationstraining von vera F. birkenbiehl. dazu gibts ne google-vorschau, wo du dich reinlesen kannst, wenn du willst (ist sogar fast das ganze buch)

    http://www.buecher.de/shop/buecher/k...d_id/25050623/

    quote:"Ich kenne die Hintergründe, sage mir: Mir muss einfach egal sein was andere von mir denken."

    muss es das? sollte es das? wenn es egal ist, wozu dann noch reden? wozu austauschen? ich finde, man sollte es schon wichtig nehmen, aber man sollte sich davon nicht abhaengig machen und es sollte nicht vergessen werden, dass jeder meinung ein gewicht zukommen sollte, das die beziehung zu der person beruecksichtigt.

    weiterhin denke ich, es ist ein unterschied, etwas nicht zu nah an sich heranzulassen und etwas zu ignorieren.


    bye nemi
    whatever you lose, you'll find it again, but what you throw away you never get back...

  3. #3
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    Was ich angeführt habe sind Beispiele, ich laufe nicht durchs Leben um Streit zu suchen, natürlich will ich Streit vermeiden. Und wer kann das besser als schüchterne Menschen die ja sowieso jedem Konflikt aus dem Weg gehen. ABer es gibt eben auch Streit. Ich wollte eigentlich nicht dass mein Geschreibsel auseinandergepflückt wird und auf die Goldwaage gelegt. Es ist nur schwierig das Problem zu beschreiben und daher ist es vieleicht etwas verallgemeinert dargestellt. Bist du ein schüchterner Mensch? Natürlich mein ich mit egal was andere denken nicht, dass man hergehen kann und andere menschen verbal verletzen. Denn Respekt und Anstand hatte ich vorausgesetzt. Ich meinte, dass ich nur damit beschäftigt bin, ob ich positiv rüberkomme, also dass es mir so sehr wichtig ist was andere denken, dass ich nicht mehr locker sein kann. Also dein Betrag hat mir weniger geholfen, denn du hast mein Problem nicht verstanden.

  4. #4
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    quote:"Natürlich mein ich mit "egal was andere denken" nicht, dass man hergehen kann und andere menschen verbal verletzen."

    meinte ich auch nicht, ich meinte, dass zwischen ignorieren und nicht zu nah an sich ranlassen ein unterschied besteht. das hat nichts damit zu tun, wie ich mit anderen menschen umgehe.

    quote:"Ich meinte, dass ich nur damit beschäftigt bin, ob ich positiv rüberkomme, also dass es mir so sehr wichtig ist was andere denken, dass ich nicht mehr locker sein kann."

    naja zunaechst einmal wirst du nicht verhindern koennen, dass andere ueberhaupt etwas von dir denken und sich ein bild von dir machen, aber ich denke, das weißt du und darum gehts dir auch nicht.
    dennoch bin ich mir nicht sicher, ob wir mit unseren handlungen immer das bild in den koepfen der anderen erzeugen, von dem wir glauben, es zu tun, das heißt, dass wir auch durchaus negativ rueberkommen koennen, wenn wir meinen, einen guten eindruck gemacht zu haben und das muss nichtmal an uns selbst liegen.
    die frage ist, in welchem kopf wir einen guten eindruck hinterlassen wollen: in unserem oder dem eines anderen.
    du schreibst zwar, dass du positiv rueberkommen moechtest und dir gedanken und sorgen darueber machst, doch was erhoffst du dir von positivem oder negativem rueberkommen oder was befuerchtest du? was soll da schon passieren?

    es tut mir leid, wenn ich dir keine tipps geben kann, wie "mach dies", "probier jenes aus", usw. ich finde, das ist etwas, das aus deinem inneren herauskommen muss und nicht von außen an dich herangetragen werden kann, dennoch finde ich es gut, dass du dir gedanken ueber dich machst.

    wann immer ich in einen aehnlichen konflikt gekommen bin, wie du ihn beschreibst, war es mir wichtiger zu mir und zu dem zu stehen, was ich sage, denke und an das ich glaube, als irgendeinen positiven eindruck hinterlassen zu wollen. das ist jedoch meine einstellung und die hab ich auch nicht einfach so auf der straße gefunden.
    des weiteren sehe ich nichts dagegensprechen, im nachhinein nocheinmal auf die person zuzugehen und dinge und argumente erneut an- und auszusprechen, die einem noch eingefallen sind und sich nochmals darueber unterhaelt.


    bye nemi
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  5. #5
    Neuling
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    Standard

    So etwas hat mit Einstellung nichts zu tun. Die hab ich auch und kann sie nicht umsetzen. Sonst wäre ich ja selbstbewußt und würde hier nicht ins Forum schreiben. Aber danke für den Buchtipp so etwas in der Art habe ich gesucht. Dieses Buch trifft zwar jetzt nicht ganz auf mein Problem zu, aber vielleicht finde ich etwas anderes.

    Bye

  6. #6
    Neuling
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    Standard ...

    Hallo hanspeter, jetzt werde ich dir mal antworten ;-)

    Ich bin selbst oft viel zu unsicher etc., muss aber dazu sagen, dass ich sehr wohl (viel und laut) streiten kann, mit fremden Menschen auf Anhieb gut reden kann usw.
    Bei den Leuten, die ich für cooler empfinde und noch nicht bzw. kaum kenne, verschließe ich mich.. sozusagen: besser ich sage nichts, sodass er keine Meinung über mich haben kann, als dass eine so coole Person wie diese mich nicht mag.

    Diese tolle Seite habe ich gerade erst gestern entdeckt, ich finde sie klasse:

    http://www.e-text.org/text/Knigge%20...20Menschen.pdf


    Daraus habe ich mir gestern ein paar Stellen kopiert, hier die vielleicht auch für dich besonders hilfreichen:

    Die Pflichten gegen uns selbst sind die wichtigsten und ersten, und also der Umgang mit
    unsrer eigenen Person gewiß weder der unnützeste noch uninteressanteste. Es ist daher nicht
    zu verzeihn, wenn man sich immer unter andern Menschen umhertreibt, über den Umgang mit
    Menschen seine eigene Gesellschaft vernachlässigt, gleichsam vor sich selber zu fliehn
    scheint, sein eigenes Ich nicht kultiviert und sich doch stets um fremde Händel bekümmert.
    Wer täglich herumrennt, wird fremd in seinem eigenen Hause; wer immer in Zerstreuung lebt,
    wird fremd in seinem eignen Herzen, muß im Gedränge müßiger Leute seine innere
    Langeweile zu töten trachten, büßt das Zutrauen zu sich selber ein und ist verlegen, wenn er
    sich einmal vis à vis de soi-même befindet. Wer nur solche Zirkel sucht, in welchen er
    geschmeichelt wird, verliert so sehr den Geschmack an der Stimme der Wahrheit, daß er diese
    Stimme zuletzt nicht einmal mehr aus sich selber hören mag; er rennt dann lieber, wenn das
    Gewissen ihm dennoch unangenehme Dinge sagt, fort, in das Getümmel hinein, wo diese
    wohltätige Stimme überschrien wird.

    Hüte Dich vor eingebildeten Leiden des Leibes und der Seele. Laß Dich nicht gleich
    niederbeugen von jedem widrigen Vorfalle, von jeder körperlichen Unbehaglichkeit. Fasse
    Mut! Sei getrost! Alles in der Welt geht vorüber; alles läßt sich überwinden durch
    Standhaftigkeit; alles läßt sich vergessen, wenn man seine Aufmerksamkeit auf einen andern
    Gegenstand heftet.


    Respektiere Dich selbst, wenn Du willst, daß andre Dich respektieren sollen. Tue nichts im
    Verborgenen, dessen Du Dich schämen müßtest, wenn es ein Fremder sähe. Handle weniger
    andern zu gefallen, als um Deine eigene Achtung nicht zu verscherzen, gut und anständig!
    Selbst in Deinem Äußern, in Deiner Kleidung sieh Dir nicht nach, wenn Du allein bist. Gehe
    nicht schmutzig, nicht lumpig, nicht unrechtlich, nicht krumm, noch mit groben Manieren
    einher, wenn Dich niemand beobachtet. Mißkenne Deinen eigenen Wert nicht! Verliere nie
    die Zuversicht zu Dir selber, das Bewußtsein Deiner Menschenwürde, das Gefühl, wenn nicht
    ebenso weise und geschickt als manche andre zu sein, doch weder an Eifer, es zu werden,
    noch an Redlichkeit des Herzens, irgend jemand nachzustehn.

    Verzweifle nicht, werde nicht mißmutig, wenn Du nicht die moralische oder intellektuelle
    Höhe erreichen kannst, auf welcher ein andrer steht, und sei nicht so unbillig, andre gute
    Seiten an Dir zu übersehn, die Du vielleicht vor jenem voraus haben magst - und wäre das
    auch nicht der Fall! Müssen wir denn alle groß sein?
    Stimme Dich auch herab von der Begierde zu herrschen, eine glänzende Hauptrolle zu
    spielen. Ach, wüßtest Du, wie teuer man das oft erkaufen muß! Ich begreife es wohl, diese
    Sucht, ein großer Mann zu sein, ist bei dem innern Gefühle von Kraft und wahrem Werte
    schwer abzulegen. Wenn man so unter mittelmäßigen Geschöpfen lebt und sieht, wie wenig
    diese erkennen und schätzen, was in uns ist, wie wenig man über sie vermag, wie die
    elendesten Pinsel, die alles im Schlafe erlangen, aus ihrer Herrlichkeit herunterblicken - Ja! es
    ist wohl freilich hart! - Du versuchst es in allen Fächern; im Staate geht es nicht; Du willst in
    Deinem Hause groß sein, aber es fehlt Dir an Geld, an dem Beistande Deines Weibes; Deine
    Laune wird von häuslichen Sorgen niedergedrückt, und so geht denn alles den
    Werkeltagsgang; Du empfindest tief, wie so alles in Dir zugrunde geht; Du kannst Dich
    durchaus nicht entschließen, ein gemeiner Kerl zu werden, in dem Fuhrmannsgleise
    fortzuziehn - das alles fühle ich mit Dir; allein verliere doch darum nicht den Mut, den
    Glauben an Dich selber und an die Vorsehung! Gott bewahre Dich vor diesem vernichtenden
    Unglücke! Es gibt eine Größe - und wer die erreichen kann, der steht hoch über allen -, diese
    Größe ist unabhängig von Menschen, Schicksalen und äußerer Schätzung. Sie beruht auf
    innerem Bewußtsein, und ihr Gefühl verstärkt sich, je weniger sie erkannt wird.

    Sei Dir selber ein angenehmer Gesellschafter. Mache Dir keine Langeweile, das heißt: Sei nie
    ganz müßig! Lerne Dich selbst nicht zu sehr auswendig, sondern sammle aus Büchern und
    Menschen neue Ideen. Man glaubt es gar nicht, welch ein eintöniges Wesen man wird, wenn
    man sich immer in dem Zirkel seiner eigenen Lieblingsbegriffe herumdreht, und wie man
    dann alles wegwirft, was nicht unser Siegel an der Stirne trägt.
    Der langweiligste Gesellschafter für sich selber ist man ohne Zweifel dann, wenn man mit
    seinem Herzen, mit seinem Gewissen in nachteiliger Abrechnung steht. Wer sich davon
    überzeugen will, der gebe acht auf die Verschiedenheit seiner Launen! Wie verdrießlich, wie
    zerstreuet, wie sehr sich selbst zur Last, ist man nach einer Reihe zwecklos, vielleicht gar
    schädlich hingebrachter Stunden, und wie heiter, sich selbst mit seinen Gedanken
    unterhaltend dagegen am Abend eines nützlich verlebten Tags.

    Es ist aber nicht genug, daß Du Dir ein lieber, angenehmer und unterhaltender Gesellschafter
    seiest, Du sollst Dich auch, fern von Schmeichelei, als Dein eigener treuester und
    aufrichtigster Freund zeigen, und wenn Du ebensoviel Gefälligkeit gegen Deine Person als
    gegen Fremde haben willst, so ist es auch Pflicht, ebenso strenge gegen Dich als gegen andre
    zu sein. Gewöhnlich erlaubt man sich alles, verzeiht sich alles und andern nichts; gibt bei
    eigenen Fehltritten, wenn man sich auch dafür anerkennt, dem Schicksale oder
    unwiderstehlichen Trieben die Schuld, ist aber weniger tolerant gegen die Verirrungen seiner
    Brüder - das ist nicht gut getan.
    9

    Miß auch nicht Dein Verdienst darnach ab, daß Du sagest: »Ich bin besser als dieser und jener
    von gleichem Alter, Stande«, und so ferner; sondern nach den Graden Deiner Fähigkeiten,
    Anlagen, Erziehung und der Gelegenheit, die Du gehabt hast, weiser und besser zu werden als
    viele. Halte hierüber oft in einsamen Stunden Abrechnung mit Dir selber und frage Dich als
    ein strenger Richter, wie Du alle diese Winke zu höherer Vervollkommnung genutzt habest.

    Einen Punkt, den ich viel zu lang nicht beachtet habe:
    Mache die Dinge nicht um den anderen zu gefallen, sondern um dir zu gefallen.

    Ich kenne es, wenn man steif und uninteressant auf die anderen wirkt..allerdings tritt das bei mir immer seltener auf.
    Früher ging ich mit Angst zum Training, weil ich wusste, dass die leute mich vielleicht wieder ausgrenzen würde.
    Später wurde ich dann entspannter und wurde nicht so abhängig von den Meinungen anderer, weil ich selbst besser wusste, wer ich bin..berufe dich auf deine eigenen Ideale..steh doch zu ihnen, oder stehst du nicht zu deinem Wort?
    Jetzt denke ich mir beim Training- nungut, wenn die anderen mich nicht mögen- dann eben nicht. Nicht jeder kann einen sympathisch finden, aber mal nett miteinander plaudern geht immer.
    Ich hoffe diese Antwort hat dir wenigstens ein paar Denkanregungen beschaffen.

    Zuletzt werfe ich noch ein Gedichtchen für dich ein:


    Wilhelm Busch
    "Früher, da ich unerfahren"

    Früher, da ich unerfahren und bescheidner war als heute,
    Hatten meine höchste Achtung andre Leute.
    Später traf ich auf der Weide außer mir noch mehr Kälber,
    Und nun schätz ich, sozusagen, Erst mich selber.

  7. #7
    Neuling
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    Hallo Todesfuge
    ch bin selbst oft viel zu unsicher etc., muss aber dazu sagen, dass ich sehr wohl (viel und laut) streiten kann, mit fremden Menschen auf Anhieb gut reden kann usw.
    Das ist ja mal eine interessante Kombination ;-) Würde ich auch gerne können, aber leider ist gerade meine Unsicherheit das was mich blockiert an mich selbst zu glauben und das in Diskussionen oder Streitgesprächen auch zu untermauern. Ich fang plötzlich an zu zweifeln :"Bin ich vielleicht doch im unrecht" und schon bin ich auch nicht mehr schlagfertig.

    Ansonsten danke für den Lesetipp, das tut schon mal gut zu lesen. Da sind etliche Punkte wirklich sehr zurtreffend. Und Wilhelm Busch war wirklich ein weiser Mann.
    LG
    Hans-Peter

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von hanspeter Beitrag anzeigen

    Ich fang plötzlich an zu zweifeln :"Bin ich vielleicht doch im unrecht" und schon bin ich auch nicht mehr schlagfertig.
    Du solltest zu deinen Ansichten stehen. Es gibt in Diskussionen viele Standpunkte; nur weil jemand einer anderen Meinung ist, solltest du deine Ansicht nicht als schlechter befinden. Natürlich kannst du dich von den anderen überzeugen lassen - man wechselt in seinem Leben doch oft seine Standpunkte; und das ist auch gut so.
    Könntest du mir Beispiele geben, in welchen Diskussionen (Themen)du dich so unwohl gefühlt hast?
    Diese Stelle aus dem tollen Knigge passen dazu:


    Von Deinen Grundsätzen gehe nie ab, solange Du sie als richtig anerkennst! Ausnahmen zu machen, das ist sehr gefährlich und führt immer weiter, vom Kleinen zum Großen. Hast Du Dir also einmal aus guten Gründen vorgenommen, keine Bücher zu verleihn, keinen Wein zu trinken u. dgl., so müsse Dich Dein eigener Vater nicht bewegen können, davon abzugehn.
    Sei fest; aber hüte Dich, nicht so leicht etwas zum Grundsatze zu machen, bevor Du alle möglichen Fälle überlegt hast, oder eigensinnig auf Kleinigkeiten zu bestehn.

    Die anderen sind wie Spiegel für uns.
    Wenn du dich sehr unsicher etc. verhälst, können die anderen dir kaum was abgewinnen, weil du dich ja kaum öffnest.
    Daher nimmst du ihre Meinung über dich, die ja verfälscht aufgrund der Unsicherheit ist, für wahr und richtig an.
    Lass das Bild der anderen über dich nicht zu sehr deine eigene Wertschätzung beeinflussen.
    ...damit habe ich nämlich auch Probleme..

    Welche Themen interessieren dich denn? Hast du irgendwelche speziellen Interessen? Wenn die Leute über die Themen sprechen, die dich auch interessieren, wirst du wahrscheinlich eher aufblühen.

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