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Thema: liebe ich meinen freund?

  1. #1
    Neuling
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    Standard liebe ich meinen freund?

    wie stellen wir fest, ob wir uns lieben,
    wenn die fakten so sind,
    dass wir seit fast 5 jahren zusammen sind,
    (und darauf stolz sind),
    seit ca. 2 jahren in einer gemeinsamen wohnung leben,
    wir uns beteuern, dass wir uns lieb haben,
    (obwohl garantiert ist, dass ein streit aufkommt, wenn ich probleme anspreche, (leider mach ich das nur)).
    1x im jahr sex haben (entweder betrunken oder am katertag),
    uns trotzdem sehr gern haben angeblich,
    sich ein alltag eingeschlichen hat, und keiner von uns weiss, ob dieser alltag schön oder grauenvoll (in seiner sicheren regelmässigkeit) ist...

    wann liebt man sich?

  2. #2
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Aiver

    welche Liebe.....?

    Ich kenne Aldi seit 30 Jahren !
    (und ich bin stolz drauf)

    Seit zwanzig Jahren lager ich auch Aldi-Waren, das es andere sehen dürfen! Und ich sage - Ja zu Aldi!!

    Und 1 x im Jahr gehe ich betrunken einkaufen !


    Aber ein Beziehung habe ich nicht!

  3. #3
    Neuling Avatar von smile
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    Standard Five Love Languages

    Hey aiver,
    Spiel vielleicht mal im Kopf das Trennungsszenario durch - wie würdest Du Dich danach fühlen? Würdest Du Das wollen?

    So wie Du Deine Beziehung beschreibst, emfpindest Du sie irgendwie als "leer", oder? Ich finde eigentlich, "Leere" ist noch kein Trennungsgrund. Es ist vielmehr ein Grund, mal ein ordentliches Gespräch miteinander zu führen. Überlegt euch zusammen, wie es weitergehen soll. Frag ihn vielleicht mal, wie er sich mit der Beziehung denn im Moment überhaupt fühlt. Erst das, was aus dem Gespräch rauskommt, könnte ein Trennungsgrund sein, denke ich.

    Spontan fällt mir noch ein Buch von einem US-amerikanischen Schriftsteller ein, "The five love languages" von Gary Chapman. Er beschreibt, dass ein häufiges Problem ist, dass viele Paare sich beklagen, dass die Liebe einfach "verschwindet". Seine Theorie ist, dass jeder Mensch eine Art Liebes-Tank hat, und wenn der aufgefüllt ist mit Zuneigung usw., die wir empfangen haben, fällt es uns viel leichter, auch selbst Liebe zu geben. Und überhaupt sind wir dann gesünder und belastbarer. D.h. wenn in einer Beziehung die Partner es schaffen, sich gegenseitig den Tank aufzufüllen, können sie über Jahre hinweg in einer erfüllten Beziehung leben. Allerdings schaffen es viele Leute nur, dies in den ersten beiden Jahren zu tun - wenn die Verliebtheit noch anhält.

    Seiner Meinung nach ist das Problem dabei aber häufig, dass die Partner verschiedene "Sprachen" in Sachen Liebe sprechen: Quasi der eine "Deutsch" und der andere "Tschechisch". Der Deutsche versteht es nciht, wenn ihm der Tscheche seine Liebe mitteilt und umgekehrt - da können beide Liebe geben wie viel sie wollen, aber sie kommt beim anderen einfach nciht an und die Tanks bleiben leer. Folge: Die Beziehung erfüllt einen nicht, wie viel Mühe man sich auch geben mag.
    Also: Sprache des anderen lernen. Ihm quasi Liebe in seiner Muttersprache kommunizieren, weil er sie dann auch wirklich fühlt.

    Chapman unterscheidet zwischen fünf Sprachen der Liebe (ich nenne mal die englischen Begriffe, weil ich die deutschen nciht kenne...):
    1. Quality Time - Wer diese Sprache spricht, möchte Zeit mit dem anderen verbringen, mit ihm reden, sich von ihm verstanden fühlen. Ihm ist eine Art Seelenverwandschaft sehr wichtig. Ich würde fast tippen, dass Du in diese Kategorie fällst...
    2. Words Of Affirmation - Man braucht Ermutigungen, Komplimente - einfach Wertschätzungen mit Worten. Man braucht es zu hören, dass man geliebt wird, dass der andere einen schön findet usw.
    3. Acts Of Service - Man fühlt sich geliebt, wenn man praktische Hilfe empfängt, z.B. im Haushalt. Wenn der andere sieht, was gemacht werden muss, und einem praktisch zur Seite steht, auch wenn es ihm vielleicht schwer fällt.
    4. Gifts - Wichtig sind sichtbare Symbole der Liebe - quasi der Ring, ein Strauß Blumen etc... ich versteh diese Sprache selbst nicht so richtig, weil sie überhaupt nicht mein Ding ist, also informier Dich da besser wo anders
    5. Touch - Tja - berührungen jeder Art. Nicht nur Sex.

    Hm, ja, versuchs mal damit, ich fand es unglaublich spannend und ziemlich hilfreich... verstehe jetzt z.B., dass mein Freund nicht nur Sex von mir will, sondern dass ihm meine Berührungen einfach unglaublich wichtig sind, weil sie für ihn bedeuten, dass ich ihn liebe. Und ich glaube, es ist auch eine gute Art, diese "Leere" zu bekämpfen...
    Weitere Infos:
    http://www.fivelovelanguages.com/learn.html
    Ein Test, welches wohl Deine Sprache sein könnte:
    http://www.afo.net/hftw-lovetest.asp

    Viel Erfolg und ganz liebe Grüße, smile

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Aiver,

    klingt so, als hätte euch die Gewohnheit und Bequemlichkeit eingeholt. Liebe ist aber etwas aktives. Die will gepflegt werden. Wenn man nichts dafür tut, bleibt sie auch nicht.

    Ich finde das mit dem Liebestank sehr schön, was Smile gepostet hat. Ja, normalerweise ist die Zeit der Verliebtheit dafür da, Erinnerungen zu schaffen, von denen man später zehren kann. Es ist auch gut, ihn immer wieder neu zu befüllen durch gemeinsame Rituale, durch gemeinsame Geheimnisse usw., also verbindende schöne Erlebnisse.

    Bei den anderen Sprachen, die smile vorgestellt hat, irritiert mich wieder mal eines: es ist eigentlich nur die Rede von der eigenen haben-wollen-Haltung. Oder ich lese es falsch. Man will verstanden werden, geliebt werden, man braucht dies und das usw.

    Das ist aber meiner Meinung nach genau diese Konsumhaltung unserer Zeit, die zum Erlöschen der Liebe führt. Weil wir brauchen uns mehr (ich liebe dich weil du mich liebst...), als dass wir uns wirklich wollen. Ich will aber meinen Partner, obwohl ich ihn nicht brauche. Weil ich in ihm eine einzigartige Schönheit als Mensch sehe, die ich schätze und liebe. Das klingt furchtbar schwülstig und bei uns funktioniert das auch nicht immer so, weil wir mit den Widrigkeiten des Alltags zu kämpfen haben. Aber wenn dieses Grundgefühl nicht da wäre, auf dem unsere Freundschaft und unser Vertrauen basiert, dann wüsste ich nicht, wozu ich mich sonst mit ihm zusammen tun sollte (ich hab allerdings die Familienphase schon hinter mir, das macht natürlich freier, weil man sich den Luxus erlauben kann einen Menschen einfach nur um seiner selbst willen zu lieben) Natürlich gibt es auch viele Beziehungen, die auf der Basis der eigenen Bedürftigkeit lange und gut funktionieren. Aber auch nur, wenn es ein Geben und Nehmen ist.

    Und Smile hat recht, euch auf das Reden zu verweisen. Wenn ihr das nicht könnt, dann habt ihr schlechte Karten. Denn wie wollt ihr ohne Kommunikation die Qualität verbessern und etwas gegen eure Unzufriedenheit tun? Keiner in einer Beziehung hat die Aufgabe, Gedanken zu lesen. Wir sind keine telepathische Spezies! Noch nicht..

    LG Gaby
    Geändert von Gast784 (20.02.2008 um 10:39 Uhr)

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