Hallo,
ich würde hier gerne mal um Rat fragen, weil mich etwas langsam wirklich belastet.
Ich habe nämlich seit ca. 3 Jahren eine ambulante Betreuerin.
In den ersten zwei Jahren lief auch alles reibungslos, einmal die Woche kam sie zu mir, sie half mir mit Ämtern und Anträgen und hat mich an wichtige Termine erinnert, mich motiviert, mit Sorgen geholfen und nie etwas vergessen. Seit einem Jahr hat sich da Vieles verändert und ich fühle mich oft alleingelassen und verunsichert.
Am Telefon ist sie kurz angebunden, abweisend, genervt. Ich hab sie gefragt, ob das an mir liegt und sie meinte, dass es nervt, wenn ich einen Termin vergesse (kann man verstehen). Aber sie ist auch so, wenn ich nichts falsch mache. Beim zweiten Nachfragen sagte sie nach langem Bohren, dass es schwer für sie sei, meine (Rück-) Entwicklung mitanzusehen.
(Ich bin ziemlich am Ende gewesen, nachdem mein (geliebter) Freund letztes Jahr mit mir aus sehr oberflächlichen Gründen (unter Anderem meine finanzielle Situation, mit der er mich aber kennenlernte) Schluss gemacht hat. Ich bekam mein Geld noch von der ARGE.)
Im Oktober 2011 ging es dann los:
Ich bin mitten dabei, Anträge auf Grundsicherung und Rente zu stellen, weil die ARGE mich wegen Arbeitsunfähigkeit dazu aufgefordert hat.
Es fällt mir schwer und dauert lange, bis ich bei Rente, Grundsicherung und ARGE alle geforderten Dokumente vorlegen kann.
(z.B. das letzte Zeugnis meiner alten Schule in einer anderen Stadt (wo ich verschiedene Traumata hatte) muss ich neu anfordern, wobei die Schule mit Unverständnis reagiert und Gründe wissen will,
und mit noch mehr Unverständnis und Unmut, dass ich in meinem Alter Rente beantrage...es dauerte lange, bis ich mein Zeugnis bekam)
Weil meiner Sachbearbeiterin von der ARGE noch ein Zettel fehlt, bewilligt sie mir Geld zum Leben nur für diesen einen Monat Oktober und dass sie ohne diesen Zettel meine Leistungen nicht weiter bewilligen könnte.
Ich schicke ihr zeitnah das gewünschte Formular und denke, dass damit alles in Ordnung ist.
Einen Antrag auf Befreiung von der Rundgebührenpflicht stelle ich auch,
(ohne Erinnerung meiner Betreuerin)
kann aber eben nur die ALG II Bewilligung für einen Monat beilegen.
Dass ich jetzt schon für die Monate darauf einen neuen Antrag auf Befreiung stellen muss, weil man das spätestens einen Monat vorher tun muss,
weiß ich noch nicht und Friederike sagt mir bei unseren Terminen auch nichts davon.
November 2011:
Im November bekomme ich von der ARGE kein Geld. Kosten für Miete und Strom kann ich nicht bezahlen
und Lebensmittel kann ich nur kaufen, weil ich etwas gespart hatte.
Begründung der ARGE: Ich hätte nach dem Brief neben dem geforderten Formular auch einen neuen Antrag auf ALG II stellen müssen.
Davon hatte meine Sachbearbeiterin aber im Brief nichts geschrieben wie sie es sonst immer machte und ein neues Antragsformular war ihrem Schreiben auch nicht beigefügt.
Ich bringe also alle erforderlichen Anträge und Kontoauszüge zur ARGE und bekomme erst am letzten Tag des Monats mein Geld.
Jetzt zeige ich meiner Betreuerin auch den Brief (hatte ich vorher nicht gemacht) und sie findet auch, dass ich alles richtig gemacht habe.
Ich stehe da und weiß nicht wer jetzt Recht hat. Lügt die ARGE oder haben sich die Gesetze der ARGE geändert und die ambulante Betreuung weiß nichts davon? Oder weiß nur meine Betreuerin nichts davon?
Nach all dem Frust habe ich die GEZ vergessen und meine Betreuerin erwähnt sie bei unseren Terminen auch nicht.
Für Dezember bekomme ich eine GEZ-Rechnung. Ich fühle mich ziemlich alleingelassen.
23.01.`12
Seit 3 Monaten ist meine Betreuerin immer öfter krank. Inzwischen jede zweite Woche.
Jetzt wieder die ganze letzte Woche. Ihre Kollegen sagten mir letzten Montag, sie würde sich bei mir telefonisch melden,wenn sie wieder da sei.
Heute um 12:30 ruft sie bei mir an, weil sie vor meiner Tür steht,
weil wir diesen Termin normalerweise immer haben.
Da sie mich vorher nicht angerufen hat, dachte ich sie kommt nicht, ich bin nicht vorbereitet und der Termin kann nicht stattfinden.
Mit anderen Terminen sieht es die Woche schlecht aus, sagt sie.
Dann kann sie mir doch noch einen am Donnerstag anbieten.
Meine Enttäuschung kann man wohl am Telefon merken, ihr Tonfall ändert sich ebenfalls. Aber noch nicht ganz so abweisend und kurzangebunden, wie sie die letzten Monate am Telefon war.
Da ich ziemlich verunsichert bin, weil ich aus ihr auch nicht herausbekomme was los ist, wäre ich froh, mal Eure Meinungen dazu zu hören.
Liebe Grüße, Madsnaildisease


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