Hallo an alle,

ich studiere BWL und habe meinen Schwerpunkt im Marketing gesetzt. Momentan möchte ich meine Diplomarbeit im Marketing schreiben und habe eine empirische Studie durchgeführt zum Thema Konsumentenanimositäten/-feindlichkeiten. Ich habe dabei einen Effekt gefunden und würde gerne wissen, ob es eine Theorie aus der Psychologie gibt, die mit diesem Effekt übereinstimmt.
Generell habe ich untersucht wie sich verschiedene Dimensionen von Animositäten (auf Grund von Kriegen, Wirtschaft, Politik, persönlicher Erfahrung) der Franzosen auf das Boykottverhalten auswirken. Dabei habe ich mit Literatur nachgewiesen, dass die generelle Animosität der Franzosen gegenüber den Deutschen sehr gering ist, wohingegen die generelle Animosität gegenüber US-Amerikanern und Russen eher als hoch anzusehen ist. In meinen Daten hat sich nun gezeigt, dass um deutsche Produkte zu boykottieren mehrere Dimensionen von Animositäten zusammen wirken müssen, wohingegen zum Boykott von US oder russischen Produkten es reicht, wenn eine Animositätsdimension hoch ist. Heißt soviel wie, wenn eine hohe negative Grundstimmung herrscht braucht es nur noch einen kleinen Auslöser, um "das Fass zum Überlaufen zu bringen" wohingegen bei einer geringen, negativen Grundstimmung" mehrere Auslöser zusammenspielen müssen, um das Verhalten auszulösen.
(Noch etwas statistischer: im Fall von deutschen Produkten habe ich einen Interaktionseffekte zwischen den einzelnen Dimensionen festgestellt. Im Fall von russischen und us-produkten nu Haupteffekte).
Ich hoffe, dass es soweit verständlich ist und ihr mir helfen könnt. Ich hatte bei meiner Recherche schon in die Richtung Aktivierungstheorie gesucht, aber bin noch so ganz überzeugt.

Viele Grüße!