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Thema: Lügen bei der diagnose?

  1. #1
    Prosto pot Villete
    Gast

    Standard Lügen bei der diagnose?

    Ahoi
    Ich habe eigentlich nur eine kleine frage wie ich mich verhalten soll.
    Mein Psychiater gab mir ungefähr 4 bis 5 Fragebögen und meinte ich solle sie möglichst ehrlich beantworten auch auf den Fragebögen stand jeweils das man nicht lügen sollte.
    Ich habe auch so gesehen nie wirklich gelogen nur habe ich meine Situation besser dargestellt als sie eigentlich ist, einfach nur weil ich noch minderjährig bin und meine meine Eltern Akteneinsicht haben und wenn mein Psychiater denkt das ich sehr krank bin darf er und muss er wohl auch das meinen Eltern sagen und ihnen erzählen (das tat meine ex Therapeutin) nun gehts mir aber wirklich schlecht und ich würde es ihm gerne erzählen damit er mir angemessen helfen kann und nicht denkt das es nicht so schlimm ist.
    Aber dann muss ich ihm ja auch sagen das ich die Formulare falsch ausgefüllt habe und er wird darauf voll böse reagieren weil ich eine sehr zynische und herablassende Art an den Tag lege (sagt er) mit der ich wiederum nicht umgehen kann die er aber mir gegenüber nach äfft - so um mir zu zeigen das er auch so sein kann das schüchtert mich ein wenig ein - und nu hab ich ein wenig angst davor das er böse auf mich ist wenn ich ihm das so erkläre
    Das klingt ziemlich kindlich und unbeholfen aber das ist einfach Fakt.
    Wie soll ich ihm das erklären...

  2. #2
    Sophia-Charlotte
    Gast

    Standard

    Hallo,

    als erstes ein Gedanke: Dir geht es schlecht - du willst Hilfe - ein Weg wäre Ehrlichkeit dem Therapeuten gegenüber. Was wäre die Konsequenz? Dass er deine Lage einschätzen und dir gezielt helfen kann, Lösungen für deine Probleme zu finden.
    Nun tauschen wir: Dir geht es schlecht - du willst Hilfe - verbiegst jedoch die Realität, aus welchen Gründen auch immer - welche Chance hat dein Therapeut?
    Es ist doch, als gingest du zum Arzt, weil du Schmerzen hast und behauptest dann während der Untersuchung, dass alles gut wäre.

    weil ich noch minderjährig bin und meine meine Eltern Akteneinsicht haben und wenn mein Psychiater denkt das ich sehr krank bin darf er und muss er wohl auch das meinen Eltern sagen und ihnen erzählen (das tat meine ex Therapeutin)
    Wäre es möglich, genau dieses anzusprechen. Kannst du deine Sorgen und Ängste dem Therapeuten gegenüber äußern und ihnen so Raum geben? Vielleicht nimmt es dir ein Teil der Last.

    Aber dann muss ich ihm ja auch sagen das ich die Formulare falsch ausgefüllt habe und er wird darauf voll böse reagieren weil ich eine sehr zynische und herablassende Art an den Tag lege (sagt er) mit der ich wiederum nicht umgehen kann die er aber mir gegenüber nach äfft
    Hm, meine persönliche (!) Meinung ist, dass das Eingeständnis, nicht ganz bei der Wahrheit geblieben zu sein, ein Erfolg ist. Ich fände es verwunderlich, wenn dieser Schritt, diese Aufrichtigkeit, Zorn als Folge hätte. Andererseits kenne ich weder dein Verhalten, noch deinen Therapeuten. Was ich mich jedoch frage, ist, wenn du mit der "nachgeäfften" Art des Therapeuten nicht umgehen kannst, hast du mal überlegt, dass es ein Weg wäre, DEIN Verhalten zu verändern? Vielleicht geht es anderen Personen mit dir, so, wie es dir mit deinem Therapeuten geht?

    Also, mein Tipp: Ehrlichkeit. Geh hin, sag es ihm. Sprich auch deine Ängste vor seiner Reaktion an und davor, dass er deine Eltern informieren könnte. Nur so, wird sich etwas für dich ändern. Das Spiel "Feigling, lass mich hinter den Baum", bringt einen nur selten weiter.

    Edit: Eine Frage, die mir immer hilft, ist jene, ob die Situation, wie ich sie gerade erlebe, wirklich weniger schlimm ist, als der Sprung über den eigenen Schatten. Oft muss ich merken, dass, auf längere Zeit gesehen, das Aushalten viel mehr Kraft kostet, als die einmalige Überwindung.

    Liebe Grüße,
    Sophia
    Geändert von Sophia-Charlotte (12.09.2011 um 16:30 Uhr)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sophia-Charlotte für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (12.09.2011)

  4. #3
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    Ein erfahrener Therapeut wird nicht wirklich damit rechnen, dass ein Patient ihm immer die volle Wahrheit sagt, kann aber sehr wohl aus seinen Beobachtungen die Wahrheit erraten. Wenn du lügst dauert der Therapieerfolg halt länger. Der Therapeut wird nach Stunden bezahlt, weshalb sollte er da böse sein?

  5. #4
    Prosto pot Villete
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Sophia-Charlotte Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Wäre es möglich, genau dieses anzusprechen. Kannst du deine Sorgen und Ängste dem Therapeuten gegenüber äußern und ihnen so Raum geben? Vielleicht nimmt es dir ein Teil der Last.

    Ich habe ihm ja erzählt, das meine Therapeutin n bisschen geredet hat und er sagte ich solle vorsichtig sein mit dem was ich ihm sage da er evtl. die Pflicht hat mit meinen Eltern darüber zu reden und ihn auch meine Akte zeigen würde wenn er es für richtig hält

  6. #5
    Moderator Avatar von phel
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    Standard

    Hallo Prosto pot Villete!

    Eine Frau fragt man gewöhnlich nicht nach ihrem Alter - mich interessiert es dennoch, und vielleicht verrätst du es mir? ,)

    Es besteht grundsätzlich eine Schweigepflicht, auch bei Kindern und Jugendlichen. Ohne deine Zustimmung, geht generell nichts.

    Diese (Schweigepflicht) schafft mitunter den Vertrauensrahmen, und ist eine unabdingbare Grundlage professionellen Handelns. Du bist es nicht, der vorsichtig sein sollte, wem er was erzählt, sondern dein Therapeut.

    Ich empfehle dir einen frühzeitigen Wechsel.

    Alles Gute!

  7. #6
    Prosto pot Villete
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von phel Beitrag anzeigen
    Hallo Prosto pot Villete!

    Eine Frau fragt man gewöhnlich nicht nach ihrem Alter - mich interessiert es dennoch, und vielleicht verrätst du es mir? ,)

    Es besteht grundsätzlich eine Schweigepflicht, auch bei Kindern und Jugendlichen. Ohne deine Zustimmung, geht generell nichts.


    Diese (Schweigepflicht) schafft mitunter den Vertrauensrahmen, und ist eine unabdingbare Grundlage professionellen Handelns. Du bist es nicht, der vorsichtig sein sollte, wem er was erzählt, sondern dein Therapeut.

    Ich empfehle dir einen frühzeitigen Wechsel.

    Alles Gute!
    Hallo, ich bin noch ein ziemlich junger Genosse mit 17 Jahren
    Ja die Schweigepflicht ist aber wohl sehr relativ wenn meine Eltern vom Gesetz her das recht haben meine Akte zu durch gucken.
    Ich habe auch darüber nachgedacht zu wechseln aber er ist 1. der einzige Kinder und Jugendpsychiater in der Stadt wen ich ein anderen haben möchte müsste ich in die Nachbar Stadt und dann gibts ja immer endlose Wartezeiten bei ihm habe ich für meinen letzten Termin knapp über n Monat gewartet den darauf folgenden Termin wieder drei Wochen und nu warte ich bis der nächste Termin in19 tagen wieder ist
    Ich kann nicht mehr so lange warten... ich brauch irgendetwas um nicht durchzudrehen aber meine ex Therapeutin und er haben mich ziemlich abgeschreckt...vor allem da er bis jetzt bei jedem Termin gesagt hat "hast du deine Eltern nicht dabei" genau das selbe sagte meinte die Sekretärin zu mir und auch eine andere Psychotherapeutin in der selben Praxis bei der ich mal eine Stunde hatte.
    Die sind anscheinend voll drauf aus alles mit Eltern zu bereden und meinen es sei ehr selten das nicht zu tun.

  8. #7
    Prosto pot Villete
    Gast

    Standard

    Ich frage mich eigentlich nur wie ich ihm was erklären soll. Ich bin theoretisch ziemlich unbegabt und weiß nihct genau, ich meine wenn ich sage das ich teilweise da wo ich hätte das schlimmste ankreuzen müssen eig das mittlere angekreuzt habe oder bei mittleren halt garnicht dann wird der sagen das ich ein Idiot bin damit nur zeit verschwende und eventuell das was ich gesagt habe nicht mal auswerten und so

    Der typ ist ziemlich gemein, das merke ich schon allein an seiner Praxis wenn ich zum Beispiel mal absage ohne vorher Bescheid zu sagen muss ich die Therapie Stunde privat bezahlen (60 euro) obwohl das auch die Kasse übernehmen würde das ist aber seine persönliche Praxis Regel. Der ist so streng

  9. #8
    Neuling
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    Standard

    Hallo Prosto pot Villete,

    magst Du ersteinmal etwas durchatmen? Um so die Chance zu haben, der Panikstimmung zu entkommen. Das wird wichtig sein, damit gehbare Wege gefunden werden können. Wenn Du nämlich Dich nicht beruhigst, wirst Du alles ablehnen, was 'schwierig' erscheint. Das wäre schade... weil alle Wege schwierig werden, aber im Endeffekt sich lohnen. Damit Du Dich besser fühlen kannst. Und somit die Chance erfährst, an Dir zu wachsen. Mental gesehen... aber auch psychisch.

    Ersteinmal Deine These, dass der Therapeut "gemein" ist, wegen der Stundenberechnung, bei vorheriger nicht-Absage: so ist es (leider) die Regel. Auch ich kenne es nicht anders und probierte schon mehrfach Therapeuten aus. Auch andere berichten davon. Weil die Krankenkasse übernimmt nicht die Kosten. Schließlich wurde keine Leistung erbracht. Und prinzipiell sollte schon Verlässlichkeit zwischen dem Therapeuten und dem Klienten sein. Dazu zählt auch Termineinhaltung.

    Verlässlichkeit auch in Bezug auf Ehrlichkeit.
    Du scheinst eine sehr große Angst zu haben, vor dem Therapeuten. Meinst Du denn, dass Du generell von den Stunden profitieren kannst? Dass er für Dich hilfreich sein kann? Weil... es kostet schon Überwindung, über so private Dinge zu erzählen... sodass Vertrauen da ist. Hast Du Vertrauen zu Deinem Therapeuten?

    Wie stellst Du Dir die für Dich geeignete Therapie vor?


    //als Quergedanke
    Vielleicht kannst Du die Wartezeit bis zum 18. Lebensjahr mit der Wartezeit der Therapeuten für "Erwachsene Personen" verbinden. Sodass Du
    zum Einen "neu" beginnen kannst - Vertrauen aufzubauen
    zum Anderen auch keine Angst mehr haben brauchst, dass die Eltern "Akteneinsicht" erfahren. Schließlich bist Du dann volljährig.

    Mit dem Ziel, dass Du der Panik entkommen kannst, dass Deine Eltern etwas erfahren.
    Wobei die Frage vielleicht auch interessant wäre, was so schlimm daran ist, wenn sie davon erfahren, um Dich so ggf. auch unterstützen zu können?

    Was ist Dein Ziel innerhalb der Therapie?
    Geändert von tamaya (13.09.2011 um 08:23 Uhr)

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