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Thema: Lügen!!...Pseudomanie

  1. #1
    Neuling
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    Frage Lügen!!...Pseudomanie

    Hallo alle miteinander,

    ich hoffe sehr hier jemanden zu finden, der mir weiterhelfen kann!!!!
    Pseudomanie- egal ob Betroffener oder Angehöriger!
    (von 9/ 2008 ist hier ein Bericht drin, der mir aber nicht groß weiterhilft)
    Ich habe seit 11 Jahren eine gute Freundin. Damals lernte ich sie in der Ausbildung kennen. Kurz vorher lebte sie in Australien und zog dann hierher.
    Vor einigen Tagen habe ich herausgefunden, dass so ziemlich ALLES, also ihr ganzes Leben auf Lügen basiert.
    Sie kommt weder aus Australien, noch stimmt irgendetwas von ihrer Familiengeschichte.
    Ich habe sie in den ganzen Jahren nie mit einem Mann gesehen- laut ihr hatte sie aber Beziehungen. Die letzte Beziehung ging über ein Jahr, doch ich bekam ihn nie zu Gesicht. Sie erzählte, dass sie zusammen ziehen und heiraten wollen. Sie kündigte ihre Wohnung und hatten auch schon eine Neue. Dann ging er fremd und sie machte Schluss. sie erzählte mir von ihrer Trauer, von den finanziellen Problemen und davon dass sie ja jetzt ihre Wohnung gekündigt habe und gar nicht wisse wohin. Ihr Vermieter sei dann aber so nett gewesen, dass er die Kündigung zurück genommen hätte. Kurzum: es war alles erfunden.
    Es gehören noch viel mehr Lügen dazu, doch das würde den Rahmen sprengen.
    meine Frage/ mein Problem ist eigentlich:
    wie kann ich ihr helfen?? Ich mache mir große Sorgen!! Da ich vermute, dass jemand so etwas nur tut um sich selbst zu schützen evtl. nach irgendeinem schlimmen Trauma. Liege ich da richtig?
    Ich weiß nicht, wie ich an sie rangehen soll. Was passiert? Bricht ihre ganze Welt zusammen und sie könnte sogar Selbstmordgefährdet werden?? Wird sie es leugnen, weil sie ihre Lügen tatsächlich glaubt???
    Momantan ist sie in einer großen Stressituation- Prüfung. Wie kann ich ihr helfen????
    Ich bitte um eure Hilfe!!!
    LG Schneeeule

  2. #2
    Neuling
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    Zitat Zitat von Schneeeule Beitrag anzeigen
    Wie kann ich ihr helfen????
    Ich bitte um eure Hilfe!!!
    LG Schneeeule
    Hi Schneeteufel. Hast du sie denn schonmal darauf angesprochen ? Wie reagiert sie ?

    Ich würde zuerst versuchen, darüber zu reden mit ihr.

  3. #3
    Neuling
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    hi Rebi,

    nein angesprochen habe ich sie noch nicht. Denn ich bin mir eben nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. In dem Momant zersprenge ich ja ihre ganze Scheinwelt und stelle sie quasi bloß.
    Ich überlege sie nach dem ganzen Prüfungsstress anzusprechen. Oder es eben gar nicht zu tun... ich weiß einfach nicht weiter :-(

  4. #4
    Neuling
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    Zitat Zitat von Schneeeule Beitrag anzeigen
    hi Rebi,

    nein angesprochen habe ich sie noch nicht. Denn ich bin mir eben nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. In dem Momant zersprenge ich ja ihre ganze Scheinwelt und stelle sie quasi bloß.
    Ich überlege sie nach dem ganzen Prüfungsstress anzusprechen. Oder es eben gar nicht zu tun... ich weiß einfach nicht weiter :-(
    so wie sich dein post liest, scheint sie das einfach zu verdrängen und falls sie sich da mal öffnen sollte, könnte schon einiges hervorkommen. Auch im Katastrophen-Bereich

    Du kannst auch irgendwie en Hinweis geben so à la "schau, wenn du über irgendwas reden möchtest, dann hör ich dir gerne zu" oder so. Ist schwierig, wenn sie dann nicht reagiert.

    Dem wirst du dich aber wohl oder übel stellen müssen. ???

    Lässt sich ev. nicht helfen.

  5. #5
    Wunderlampe
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    Hallo Schneeeule

    Da ich vermute, dass jemand so etwas nur tut um sich selbst zu schützen
    Ich denke man hilft einem Menschen nicht, wenn man ihn nackig vor den Spiegel stellt und ihn zwingt sein wahres Ich sich und anderen zu zeigen. ( ihn mit seinen Lügen konfrontieren )
    Denn es hat ja einen Grund warum sich dieser Mensch gerade diesen Schutz aufgebaut hat. Solange sich der Grund nicht erledigt hat, braucht dieser Mensch diesen Schutz.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Wunderlampe für den sinnvollen Beitrag:

    Holzfaeller (21.11.2010)

  7. #6
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    Hallo WuLa,

    Ich denke man hilft einem Menschen nicht, wenn man ihn nackig vor den Spiegel stellt und ihn zwingt sein wahres Ich sich und anderen zu zeigen.
    Stimmt, dies dürfte mit Sicherheit der, mit Verlaub, falscheste Weg sein, da beim Betroffenen dann die Mauern nur noch dicker werden - mit Recht.
    Es ist ein Schutz - ein Schutz vor der Öffentlichkeit, zu der kein wirkliches Vertrauen besteht.

    Solange sich der Grund nicht erledigt hat, braucht dieser Mensch diesen Schutz.
    Jain Der Grund wird sich ja nicht von selbst erledigen ... Und ihn selbst anpacken, wird der Betroffene auch wohl eher nur in Ausnahmefällen können - ein Schutz, der aus einem Lügengebäude besteht, führt ja auch dazu, dass der Betroffene sich ein großes Stück weit selbst belügt.
    Sonst funktioniert er nämlich nicht ...
    "Lüge" nach außen - "Lüge" nach innen - Selbsttäuschung ... ?
    [Ob der Begriff "Lüge" da noch passt? IMHO nicht im "klassischen" Sinne ...]

    Wie raus aus diesem Dilemma ...


    @Schneeeule

    Auch wenn es jetzt vielleicht nicht wirklich 1:1 vergleichbar ist: mir fallen da gerade die Bilder wieder dazu ein, was bei mir dazu geführt hat, dass ich meine Maske vor meinen Mitmenschen nach und nach fallen lassen konnte. Wäre vielleicht ein Ansatz ...?

    Die beiden Begriffe oben in Fett ...
    Vertrauen aufbauen. Ich habe das Glück gehabt, Menschen zu finden, die mir gezeigt haben, dass ich, langsam, Vertrauen zulassen darf, ohne dadurch in die Gefahr zu geraten, zu vieles preiszugeben, mit dem sie mich hätten verletzen können. Meine Maske war zwar dadurch nicht weg, aber ich fühlkte mich nicht mehr dazu gezwungen, sie mit Gewalt aufbehalten zu müssen. Das, was hinter ihr zu sehen war, war nichts, weswegen ich hätte Angst haben müssen, deswegen ihre Wertschätzung zu verlieren.

    Keine Öffentlichkeit. Vertrauen und mich öffnen ging auch nur deswegen, weil es eben nicht in der Öffentlichkeit stattfand. Es spielte sich zwischen meinem/meinen Gegenüber und mir im kleinen privaten Umfeld ab - quasi in einem geschützten Raum, aus dem nichts hinausdringen konnte, was ich nicht zulassen konnte oder wollte.

    Um bei WuLas Bild vom "nackt vor den Spiegel gestellt werden" zu bleiben:
    Ich durfte mich selbst dem Spiegel nähern, in meinem Tempo, ihm so nahe kommen und so lange in ihn hineinschauen, wie ich es für mich als ertragbar empfand - und selbst bestimmen, wann ich wieviele und welche Kleidungsstücke ablege
    So war da einfach kein Platz mehr für die Angst - und die Maske überflüssig.

    Mit dieser gewonnenen Sicherheit (und auch Selbstwertschätzung) konnte ich es dann auch raus in die Öffentlichkeit tragen - langsam zwar, aber auch "erfolgreich"

    Es ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen hinzubekommen ist. Es braucht Geduld - von beiden Seiten und u.U. sehr viel davon.
    Ob es Erfolg haben wird? Schwer zu sagen - bei mir war der Leidensdruck am Ende so groß, dass ich es nicht mehr länger rundweg abgelehnt habe. Solange die Täuschungen noch zu funktionieren scheinen, ist auch die Bereitschaft, vor sich selbst die Augen aufzumachen, vielleicht nicht sehr ausgeprägt.

    Das, was WuLa als Schutz bezeichnet hat: ist es nicht vielleicht sogar eine Überlebensstrategie? Wenn ja: klammert man sich nicht auch an sie, solange es noch irgend geht? Wenn ich hiervon gefühlt mein Überleben abhängig mache, dann werde ich sie auch wohl kaum "einfach mal so" aufgeben wollen - wenn, dann muss schon etwas viel besseres und sichereres als Ersatz da sein. Don't risk anything at all ...

    Wie nahe steht ihr Euch eigentlich (wie gut/eng ist Eure Freundschaft)?


    lg

  8. #7
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo

    Jain Der Grund wird sich ja nicht von selbst erledigen
    Das hab ich auch nicht behauptet. Ich denke nur die "Lügnerin" selbst wird den Grund kennen, wenn überhaupt. Es liegt an ihr etwas daran zu ändern.
    Jeder Außenstehende kann sich nur als Hafen anbieten, andocken muß sie selber.

    Deshalb sollte die Frage eher lauten: wie gehe ich damit um, dass meine Freundin, Bekannte lügt. Was macht es mit mir und was könnte ich tun, damit es mir besser geht. Vielleicht würde es der Freundin eher helfen, wenn man sie einfach so annimmt wie sie ist, und ihr das Vertrauen schenkt, dass sie an ihrem Verhalten etwas ändert, sobald sie es kann.

    Sie mit ihren Lügen zu konfrontieren bedeutet ihr vorzuhalten, dass man findet, dass etwas mit ihr nicht in Ordnung ist.
    Aber der Meinung ist sie doch selber, sonst würde sie doch nicht so heftig lügen um etwas anderes zu sein, als sie wirklich ist. Es bestätigt sie doch nur und läßt sie vermutlich noch weiter und noch heftiger lügen.

  9. #8
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo

    Sie mit ihren Lügen zu konfrontieren bedeutet ihr vorzuhalten, dass man findet, dass etwas mit ihr nicht in Ordnung ist.
    Das hab ich auch nicht behauptet.

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