Momentan bin ich gerade in Tränen aufgelöst, unendlich traurig und ich habe Angst. Es geht darum: Seit letztem Jahr Dezember kämpfe ich um einen Klinikplatz, schon mehrere Termine hatte ich, doch im letzten Augenblick wurde mir immer wieder abgesagt, weil dort irgendwas am Belegungsplan geändert wurde. Momentan sieht es so aus, als würde nun der Termin August eventuell endlich mal zum Tragen kommen, ganz sicher ist es noch nicht, wie mir gestern gesagt wurde.
Nun ist es aber so, dass dies nun meine letzten Tage mit meiner Tochter sind. Wenn ich nach 8 Wochen zurück komme, dann ist sie weggezogen, in ihr eigenes Leben. Sie hat diesen Monat noch ihre Prüfungen und ich werde nicht dabei sein. Ich werde nicht dabei sein, wenn sie loszieht und immerzu habe ich jetzt den Gedanken, das ist nun das letzte Mal. Ich habe Angst, ich könnte noch etwas für sie tun und verpasse das dann, weil ich ja nicht da bin.
Andererseits, wenn ich, falls es nun tatsächlich klappt, den Termin absage, ich denke, dann wird es wohl nichts mehr werden mit der Klinik. Ich weiß es nicht, aber da es schon so lange hin und her geht, ich will auch nicht mehr in der Warteschleife hängen. Ich war ein Leben lang für das Mädchen da, fast 20 Jahre. Ist es nun okay, wenn ich meine Interessen vor ihre stelle oder sollte ich lieber doch noch abwarten, bis sie gestartet ist und es dann ohnehin egal ist, ob oder wann ich gehe, weil ich dann ja allein bin? Oder soll ich sagen, sie ist erwachsen, war immer für sie da, nun muss sie ein paar Schritte allein gehen? Ich habe ein schlechtes Gewissen und Angst, ich verpasse etwas, das ich hätte noch tun sollen. Was mache ich nur?
Traurige Grüße, waiting


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Ich hatte aber keine Wahl, die anstehende OP zu verschleppen hätte nichts besser gemacht. 
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