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Thema: mache im Träumen oft asoziale Sachen

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von nasenmann
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    Standard mache im Träumen oft asoziale Sachen

    ich habe seit kürzerem Träume, in denen ich mich ungesetzlich/asozial verhalte und dann grosse Probleme mit meinem Umfeld bekomme. Das krasseste war, dass ich ne Aluleiter auf Bahngleise geworfen hab und dadurch nen ICE entgleist habe, der sich dann auch ordentlich zerlegt hat und dann überrall nach dem Täter gesucht wurde, wie beim Holzklotzwerfer. An diesen Traum habe ich oft angeknüpft, und man kam mir immer näher auf die Spur. Ausserdem begehe ich manchmal Diebstahl, Trickbetrügereien oder verursache durch Verleumdungen Schlägereien und so dinge. Jedenfalls enden sie immer damit, dass ich lange verfolgt werde, mich verstecken muss und am ende meist gestellt werde. Das bedenklilche daran ist für mich, dass mir in diesen Träumen dann das gesellschaftliche Leben der Mitmenschen egal ist, dass ich also kaum Schuldbewusstsein empfinde und mich quasi als Aussenseiter durchs Leben schlage. Das steht in krassem Verhältnis zu meinem realen Leben, wo ich mich sehr empathisch verhalte. Ich selbst deute die Träume so, dass sie mir eine Begründung für meine unbestimmten Angstgefühle geben wollen, die ich seit geraumer Zeit habe und für die ich bis jetzt noch keine bestimmte Ursache finden konnte. Ich würde mal gerne eure Meinung dazu hören. liebe Grüsse, nasenmann Nachtrag: irgendwie funktioniert die Textformatierung nicht mehr :-( Sorry fúr die Mühe beim lesen
    Geändert von nasenmann (08.06.2008 um 13:43 Uhr)
    "Da hat mir doch einer in den Stiefel geschissen!?"

  2. #2
    Gast784
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    hi Nasenmann,

    kanns nicht sein, dass diese Träume einfach ein Ventil darstellen? Gerade weil Du ein empathischer Mensch bist, könnte ich es gut verstehen. Denn was man als solcher im Alltag alles mitkriegt, da kann schon mal der Wunsch hochkommen, den ganzen Laden einfach in die Luft zu sprengen - und Ruhe ist im Karton.

    Ist es nicht so, dass Du in der Vergangenheit auch ziemlich viel Dreck fressen musstest? Manchmal klingt so was durch Deine Posts durch. (Mobbing usw?) Wäre da nicht eine ziemliche Portion Wut nur allzu verständlich und angebracht? Vll gestehst Du die Dir als vernünftig denkender Mensch nicht zu?! Ist die unbestimmte Angst vll die Angst vor Deiner Wut?

    Inwieweit trickst und stiehlst Du Dich in Deinem Alltag durchs Leben? Ich mein das nicht materiell, sondern von Deinem Gefühl her auf Deine eigene Existenzberechtigung bezogen. (Hoffe, man kann verstehen, was ich meine)Inwiefern fühlst Du Dich als Außenseiter im RL?

    lg Gaby

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von nasenmann
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    naja, ich habe im realen Leben kaum die Möglichkeit, eine Lebensweise zu führen, die die breite Masse der Bevölkerung als angemessen bzw. "normal" bezeichnen könnte, da es mir nicht gelungen ist auf dem Arbeitsmarkt
    Fuß zu fassen und damit ein Leben zu führen, womit sich andere bzw ich mich mit den anderen identifizieren
    könnte. Da gibt es dann keine gemeinsame Kommunikationsbasis, weil unsere Gesprächsthemen, Ängste und Sorgen,
    Freizeit und Ansprüche zu akzeptablem Lebensstandard zu weit auseinanderklaffen und man gegenseitig auf Unverständnis stösst. Hab mich quasi vom Status quo entfremdet.
    Nun sind aber viele Umgangsformen und Verhaltensregeln hier in D so zugeschnitten, dass sie vor allem der arbeitenden Bevölkerung nützen. Wer relativ viel hat (durch mehr oder weniger harte Arbeit verdient), wird zB bestimmt andere Gedanken und Emotionen haben wenn er zB. in der Innenstadt einen bettelnden Zigeuner aus dem Ostblock sieht als ein im Leben "gescheiterter", ist von dem Anblick angewiedert und geht achtlos vorbei. Bedauert sich vielleicht im Nächsten moment, dass er nicht so viel verdient wie sein Chef und sich deshalb nur den Urlaub auf Mallorca leisten kann statt einer Rundreise durch die vereinigten Staaten. Ich hoffe, du verstehst was ich meine.

    Diese ganzen heucheleien, und auch weil ich mich mit der Lebensweise und dem Denken der "normalos" nicht zurechtkomme und auch nicht mehr das Bedürfnis habe, so etwas anzustreben, haben mich zu Uberlegungen geführt, die den "Sinn" des ganzen in Frage stellen und so habe ich schon den versteckten wunsch, mir eine Lebensweise abseits der Norm anzueignen, die mehr auf meine Bedürfnisse passt, mich quasi zwischen den allgemeinen Regeln zu bewegen. Wieviel Unrecht tut zB ein Dieb aus Not, der jemandem etwas von seinem Überfluss nimmt?
    Jedenfalls fühle ich mich angewiedert von der Kaltherzigkeit, mit der die meisten Leute vor sich hin leben.
    Aber ob das destruktive Verhaltensweisen wie das Entgleisenlassen eines ICE rechtfertigt? :-)

    liebe Grüße, nasenmann
    "Da hat mir doch einer in den Stiefel geschissen!?"

  4. #4
    Gast784
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    Zitat Zitat von nasenmann Beitrag anzeigen
    Aber ob das destruktive Verhaltensweisen wie das Entgleisenlassen eines ICE rechtfertigt? :-)

    liebe Grüße, nasenmann

    Im Traum ist alles gerechtfertigt und mir gehts so, wenn ich Deine Beschreibung aus dem RL lese, dass ich dann die Traumbilder ganz gut nachvollziehen kann.

    Wenn das Verhalten im Traum destruktiv ist, dann heisst das für mich, dass Du keine Erleichterung durch den Traum erfahren hast. Stimmt das? Also nix Ventil
    Hast Du ein schlechtes Gewissen für Deine Empfindungen?

    Ich verstehe sehr gut, was Du mit der Entfremdung meinst, wir haben eine Parallelgesellschaft, und damit meine ich jetzt nicht die Migranten. Ob die Schicht dieser Bevölkerung, die dieses akzeptierte Leben noch führt, wirklich so groß ist, oder ob von denen auch nur viele so tun als ob, das kann man nur mutmaßen.

    Leider sind gerade die interessanten und empathischen Menschen diejenigen, die sich wieder auf der anderen Seite dieser Gesellschaft wiederfinden, und die diese Diskrepanz auch noch im vollen Umfang begreifen

    Da diese Bevölkerunsschicht keinerlei Gemeinschaftsgefühl hat, da jeder für sich isoliert ist und kämpft und versucht, die Fassade hochzuhalten, fehlt die Basis für eine echte Parallelgesellschaft und jeder mogelt und trickst sich eben durch den Alltag und versucht Konfrontationen aus dem Weg zu gehen und sich anzupassen.

    ICE ist ein Hochgeschwindigkeitszug, der anonym vor sich hinrast und alles platt macht. Zum Aufspringen ist er zu schnell. Das passt doch zu dem Lebensstil, den Du oben beschreibst, und der alles zurück auf der Strecke lässt, das da nicht mithalten kann. Dein Versuch ihn zu sabotieren, als nicht-ICE, kann ich zu gut verstehen. Denn welch andere Existenzmöglichkeit hast Du in dem Traum, wenn nicht als Sabboteur? Du bist nicht Passagier, nicht Lenker. Das Problem ist nur, es gibt Dir keine Befriedigung, und Du wirst verfolgt. Du bist eine Bedrohung. Wie würdest Du denn im Tagtraum den Traum gern weiterträumen?
    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (08.06.2008 um 18:04 Uhr)

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von nasenmann
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Wenn das Verhalten im Traum destruktiv ist, dann heisst das für mich, dass Du keine Erleichterung durch den Traum erfahren hast. Stimmt das? Also nix Ventil
    Hast Du ein schlechtes Gewissen für Deine Empfindungen?
    Ja, auf die allgemeinheit der Leute in der Traumwelt bezogen sind die Träume destruktiv. Aus meiner sichtweise (im Traum) überhaupt nicht!
    Da mir im Traum die ganze Traumgesellschaft egal war, weil ich nicht daran teil hatte, störte es dann auch nicht, wenn ich mir da aus der Not heraus lebensnotwendige Dinge entzoge bzW als ich sie schädigte. Etwa so, wie es nicht schadet, wenn man an einem abbruchreifen Haus Scheiben einschlägt oder Graffitty sprayt. Im traum kann ich leider nicht über das große Ganze und die Folgen meines Handelns auf die Gesellschaft nachdenken, sondern ich träume Ich-bezogen und sehe nur, was mein Handeln für mich bewirkt. Und ich sah dann die Gesellschaft mit ihren "Werten" als eine Kuh, die man melken kann. Im Traum habe ich keine tiefgehenden Gedanken, handle aus dem Gefühl heraus. Ich bediente mich in der Traumwelt so, wie etwa ein Wildschwein auf dem bestellten Kartoffelacker.

    Und wegen dem Gewissen: Die Diebstäle und Betrügereien beging ich aus Not heraus, die Verläumdung die eine
    Schlägereibeeinflusste beging ich, um einem Schwächeren, Unschuldigen zu helfen und das mit dem ICE war eine
    Entscheidung aus dem Affekt, wo ich schon auch im Traum ein schlechtes Gewissen hatte (aber auch Befriedigung empfand)
    Ein schlechtes Gewissen habe ich im nachhinein für die Handlungen im Traum eigentlich nicht, da ich in der Traumwelt nunmal nicht nachdenken kann und mir deshalb auch keine Konseqenzen überdenken kann. (Für den Inhalt meiner Träume sind keine Menschen oder Tiere aus der Realwelt zu schaden gekommen :-)

    Du fragst, wie ich den Traum mit dem ICE als Tagtraum weiterträumen würde? Also gut: Ich wache auf und stelle erleichtert fest, dass es nur ein traum war! zufrieden? ;-)
    (alternativ: ich werde mit meinem schlechten Gewissen nicht mehr fertig und beende mein Dasein)

    liebe Grüsse, nasenmann
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  6. #6
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Die Tätersuche nach dem ICEentgleiser deute ich als ein Bedürfnis nach Ansprache, präsent sein, nicht übersehen werden, endlich sucht jemand nach mir.

    Ausserdem ist es ein Medienrummel.....jeder weiss was man gemacht hat und ist berühmt...mal total im Mittelpunkt stehen des Interesses...das Negative sehe ich darin garnicht...es ist mit dem ICE und dem Holzklotztäter halt so ein Mischmasch an Infos aus den Medien, die du mitverpackt hast.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  7. #7
    Schreibkraft Avatar von nasenmann
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    Zitat Zitat von :knuddel: Beitrag anzeigen
    Die Tätersuche nach dem ICEentgleiser deute ich als ein Bedürfnis nach Ansprache, präsent sein, nicht übersehen werden, endlich sucht jemand nach mir.

    Ausserdem ist es ein Medienrummel.....jeder weiss was man gemacht hat und ist berühmt...mal total im Mittelpunkt stehen des Interesses...das Negative sehe ich darin garnicht...es ist mit dem ICE und dem Holzklotztäter halt so ein Mischmasch an Infos aus den Medien, die du mitverpackt hast.

    Da könnte was dran sein, mit dem unbewussten Bedürfnis nach Aufmerksamkeit...
    Und dass ich das ein bisschen mit dem Holzklotzwerfer verglichen habe, naja,
    ich weiss ja nicht, was ihn zu seiner Tat bewogen hat, kann mir aber vorstellen,
    dass er eventuell mal etwas Verbotenes in seinem Leben machen
    wollte, quasi der Schmetterling als Ursache für den Wirbelsturm. Einfach nen
    "Hebel" umlegen und sehen, was dann passiert. Vielleicht eine Mischung aus
    Frustration, Wut, Neugier und Affekt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er
    mit seinem Handeln bewusst Jemanden töten wollte. Für mich kommt eher in
    Frage, dass er zu "dumm" war, sich die möglichen auswirkungen bewusst ins
    Gedächtnis zu rufen bzw er hat es verdrängt, die Verlockung am Verbotenen
    war stärker. Ist nur meine Meinung, ich verabscheue die Tat und will sie keinesfalls rechtfertigen!

    Bin erstaunt dass es noch andere leute als mich gibt, denen der Fussballrummel am
    ***** vorbei geht. Etwas mehr Nationalstolz bitte!
    ;-)

    liebe Grüsse, nasenmann
    "Da hat mir doch einer in den Stiefel geschissen!?"

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