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Trauer Über den Verlust eines geliebten Menschen sprechen.

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Alt 02.03.2010, 20:46   #1 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 02.03.2010
Beiträge: 1
Standard Mein Bruder!

Hey ihr lieben,
ich möchte hier über den verlust meines Bruders sprechen
Ich muss ehrlich zugeben das ich damit einfach nicht umgehen kann.
Ich bin 20 Jahre alt, mein Bruder war 26 als er starb.
Letztes Jahr im Juni kurz nach meinem 20. Geburtstag rief mich mein
leiblicher Vater an (meine eltern sind geschieden, ich lebe mit meiner
mutter und meinem stiefvater zusammen) und sagte mir das mein bruder
nicht mehr lebt. Nun stand ich da völlig machtlos völlig leer, meine mutter
stand an der tür und schaute mich an ich hielt ihr das telefon hin und sagte
heiko (mein bruder) ist tot. Diese Szene werde ich nie vergessen, sie lies
das telefon fallen und schrie einfach nur, sie lief aus meinem zimmer und schrie.
Um alles kümmerten wir uns zusammen, da meine eltern nicht mehr viel miteinander reden war/bin ich die einzige verbindung zwischen den beiden,
es war alles sehr krampfhaft, bis zu diesem tag hatte ich sehr wenig kontakt
mit meinem leiblichen vater und deshalb war es auch wohl so verkrampft.
Naja die Beerdigung und alles war einfach nur schrecklich, am schlimmsten war und sind für mich die angstzustände und die panikattacken die ich
einfach nicht loswerde. Das ist so schlimm, ich habe vor allem abends immer angstzustände die bis zu einer panikattacke führen, dass ist ungefähr das mir die linke seite etwas weh tut und ich mir dann einbilde das es ja auch was mit dem herz sein könnte und dann bekomm ich schwer luft (habe zumindestens das gefühl) mein herz rast und ich denke dann das ich sterben werde, ich weiß völlig übertrieben und unangemessen aber so steigere ich mich in meine angst
Ich weiß nicht was ich noch weiter dazu sagen soll... ich wollte in erster linie meine gerschichte einfach mal erzählen.
Danke!
Grüße Sabs
Sabs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2010, 22:05   #2 (permalink)
Wunderlampe
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Sabs

Wenn alte Menschen sterben, dann ist es für uns normal und nachvollziehbar. Der alte Mensch hat sein Leben gelebt und seine Uhr war abgelaufen. Wenn junge Menschen sterben, bzw. Menschen, die in einem ähnlichem Alter sind wie man selber, dann trifft es einem schon mehr, aber es ist doch noch weit weg von der Realität. Wenn der Todesfall in der eigenen Familie ist, dann trifft es einem sehr tief, denn schlagartig wird einem klar, dass man selber der Nächste sein könnte, der sterben könnte. Und mit dem Familienmitglied stirbt auch immer ein Teil der eigenen Welt mit. Vielleicht sogar ein Teil von einem selber.

Wenn du Probleme hast mit dem Tod deines Bruders fertig zu werden, dann such dir Menschen mit denen zu reden kannst, die dich in deiner Trauer ernst nehmen und dir die Angst nehmen können.
  Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2010, 21:19   #3 (permalink)
Neuling
 
Benutzerbild von tischbein
 
Registriert seit: 14.10.2009
Ort: oldenburg
Beiträge: 6
Standard

Hallo Sabs!
Du arme Maus, ich habe allergrößtes Verständnis für Dich! Genau wie Du, habe ich das gleiche im letzten Jahr durchgemacht. Nur das mein Bruder und ich schon einige Jahre älter waren / sind als Du und Dein Bruder.
Meine Eltern sind auch geschieden seit meiner Jjugendzeit. Mein jüngerer Bruder lebt und heißt auch Heiko.
Deswegen hat mich Deine Geschichte auch sehr berührt.
Es ist eine ganz schlimme Zeit, die man mitmacht. Der Druck in der Familie, denn plötzlich sollen / wollen beide Eltern "bedient" werden. Ein Gefühl, welches nicht mehr so sehr bekannt ist. Ein Gefühl, was man sich früher gewünscht hat, und dann ist es da, aber zu einem sch...Zeitpunkt.
Dann der mega Verlust des Bruders. Der, dem man vertraut hat, denn er war älter. Mit ihm hat man eine Bande zum Schutz aufgebaut. Denn er hatte das gleiche Gefühl gegenüber den Eltern wie man selber. ER FEHLT! Wer versteht mich jetzt so...?
Was Deine Panik und Ängste betrifft würde ich doch sehr zu einem Gang zu einem Therapeuten raten. Körper, Geist und Seele leiden manchmal so sehr unter dem Verlust eines geliebten Menschen, dass sie Dir böse Streiche spielen. Da ist dann die Hilfe eines Fachmanns -frau gefragt. Der Körper, Geist und Seele suchen ein Ventil. Bei Dir können es die Ängste sein. Auch wenn Heiko nicht mehr da ist, Du bist nicht allein! Laß Dir bitte helfen, dann wird es Dir bald etwas besser gehen.
Ich drück Dir ganz doll die Daumen! Kopf hoch!
P.S. Ich laß mir auch helfen, es tut mir gut.
Liebe Grüße von tischbein
tischbein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2010, 21:29   #4 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 01.04.2010
Ort: Nordhorn
Beiträge: 64
Beitrag

Hallo Sabs,
zuerst einmal möchte ich dir sagen, das ich dich sehr gut verstehen kann. Dein Bruder war gerade mal 6 Jahre älter als du und seine Uhr, war sicher noch lange nicht abgelaufen. Ich finde es sehr mutig das du deine Geschichte hier erzählst. Es ist einfach nur krass, wenn man daran denkt. Ich glaube meine Mutter hätte genau reagiert wie deine. Ich habe so eine ähnlich Geschichte erlebt, ich erzähle sie dir mal.

Bei uns im Ort, gibt es jedes Jahr ein Festival auf der Freilichtbühne. Vor einigen Jahren, es war im Jahr 2000, ist mein Bruder mit seiner ganzen Clique dort gewesen. Er war ziemlich betrunken. Eine Straße weiter runter bei uns wohnte seine damalige Freundin. Dort wollte er dann auf das Treppengeländer klettern um auf den Balkon zu gelangen und in ihr Zimmer. Er rutsche ab und fiel 8 m in den Kellerschacht runter. Er knallte mit voller Wucht auf den Kellerboden. Die Mutter hatte es sofort gemerkt und den Rettungsdienst alarmiert und dann meine Eltern. Ich war zu dem Zeitpunkt gerade 10 Jahre alr und mein Bruder war mein ein und alles. Sie hat ihn bei Bewsustsein gehalten bis meine Mutter dort war. Das war richtig so. Wenn er nicht soo viel getrunken hätte, wäre er heute Tod. :-(( Das war sein Schutzengel. Er war kurz vor einer Querschnittslähmung und durfte sogar 3 Wochen nicht sitzen, aber das hat ihm auf jeden Fall zu denken gegeben, aber seit dem trinkt er auch nicht mehr.

Das du nun Panikattacken hast ist sehr hart und ich kann dich verstehen. Hast du überlegt dir einen Therapieplatz zu suchen. Es kann sie sehr helfen das alles zu verarbeiten und du hast jemanden mit dem du über alles reden kannst...Wie geht es deinen Eltern mittlerweile? Was machst du?? Wie gehst du gerade damit um??

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und bin gerne und immer für dich da.

Lieben Gruß BrokenSoul
BrokenSoul ist offline   Mit Zitat antworten
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