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Thema: mein Bruder wird kriminell - wie geh ich damit um

  1. #1
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    Standard mein Bruder wird kriminell - wie geh ich damit um

    Hallihallo,

    hm, hoffe, das hier ist das richtige Forum.

    Mein Bruder war immer so ein bißchen "das schwarze Schaf" der Familie: das Nesthäkchen, war schlecht in der Schule, hat keine Ausbildung, hatte schon als Teenager Umgang mit Kriminellen und irgendwie immer Pech im Job.
    Er hatte eine etwas längere Beziehung, aus der auch 2 Kinder hervorgingen, heute 6 und 8, bei denen er sich seit 1/2 Jahr nicht mehr gemeldet hat und einen 3jährigen von seiner letzten Freundin.

    Wir sind so eher die Familie, die sich zu Familienfesten trifft, selten einfach so. Man könnte sagen, wir Geschwister leben alle unser Leben, so richtig interessiert sich keiner für den anderen, wir sind so unterschiedlich, wie Geschwister nur sein können. Lediglich durch unsere Mutter nimmt jeder irgendwie das Leben des anderen wahr.
    Und obwohl wir alle irgendwie nix miteinander zu tun haben, reagieren wir - zumindest meine Schwester und ich - doch sehr emotional, wenn "etwas passiert".

    Richtig angefangen hat es im Nov, als mein Bruder mit seinem Bistro so pleite war, dass er gekündigt wurde. Er hat den Laden aber noch nicht geräumt. Hilfe beim Räumen hatten wir angeboten, hat er nicht drauf reagiert. Ich muss dazu sagen, solange ich denken kann, versteht mein Bruder unter Hilfe Geld. Wenn man Geld gibt, hilft man und ist eine gute Familie, wenn nicht, ist man eine sch.... Familie. Vor Weihnachten wurde mir erzählt, er hätte bei ebay Ware verkauft, Geld kassiert aber die Ware nicht versandt und gegen ihn liefen 3 Anzeigen. Im Januar wurde mir erzählt, er wäre mit einem Kumpel im Puff gewesen, der hätte sich mit irgendwem angelegt und ne Flasche über den Kopf bekommen. Weil der Kumpel auf Hafturlaub war, hat mein Bruder wohl der Polizei dem Kumpel seinen Namen gegeben und sich selbst als mein Schwager ausgegeben. Das kam dadurch dann raus, dass mein Schwager zu einer Zeugenaussage zur Polizei sollte. Und heute erfuhr ich, dass einer alten Dame, für die mein Bruder im Sommer eingekauft hat, als sie krank war, der gesamte Schmuck gestohlen wurde und ein Plüschtier. Es wurde aber nicht eingebrochen ... also liegt der Verdacht nahe, da nur mein Bruder und ihr Nachbar einen Schlüssel haben, dass mein Bruder es war.

    Wisst ihr, ich versuch mir immer einzureden, dass es sein Leben ist und er Hilfe von anderen angenommen hat. Er hat immer gesagt, er will nicht so werden wie wir, den ganzen Tag arbeiten, abends mit Familie zuhause sitzen und fernsehen, das wäre so spießig. Aber ist es das, was er will?
    Ich habe einen extremen Gerechtigkeitssinn ... ich schäme mich dafür, einen evtl. straffälligen Bruder zu haben. Auf der anderen Seite, wenn ich daran denke, dass er vielleicht irgendwann im Knast sitzt, zieht sich mein Magen zusammen und es tut mir unendlich leid, dass er seine Chancen nie begriffen und genutzt hat und dass er so vielen Menschen wehtut, besonders meiner Mutter und seinen Kindern.

    Es tut mir einfach so weh zu sehen, wie er vor die Hunde geht.

    Liebe Grüße - Tina

  2. #2
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    Also, ich kann mich glaube ich ganz gut in ihn hineinversetzen.

    Ich werde auch als schwarzes Schaf der Familie betietelt, alleine das tut schon weh. Auch wenn Du ihm das nicht ins Gesicht sagst, merken tut er das. Ihr werdet es ihn sicherlich alle spüren lassen...

    Du sagst, ihr bietet ihm Hilfe an und er nimmt sie nicht an oder denkt bei diesem Angebot an Geld.
    Dann nehmt ihn an die Hand und handelt. Anbieten hilft bei solchen Menschen mit wenig Antrieb nichts.

    Dein Bruder scheint zu leiden, alles geht schief und er ist alleine. Vielleicht braucht er einfach jemanden der für ihn da ist?
    Wie alt ist er?

  3. #3
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    Hi Jaay,

    wir - zumindest meine Mutter und ich - waren immer für ihn da. Wir haben ihn oft genug an die Hand nehmen wollen, aber er hat immer abgelehnt.

    Als er sein Ex-Bistro übernahm hab ich zigmal gesagt "Pass auf, ich backe dir jedes Wochenende Muffins und Kuchen für deinen Laden. Das kostet dich nichts und da fahren die Leute voll drauf ab." Einzige Voraussetzung war, dass er die Sachen bei mir abholt. Das sind 10 Min Autofahrt ... ich hab kein Auto, wie soll ich das transportieren? Ich habs zigmal gesagt, er sagte immer, braucht er nicht, seine TK-Waren laufen gut. Sein Schwager ist vorbeigefahren und wollte seine Buchhaltung machen ... wollte er nicht, weil er irgendeinen Kumpel hat, der das machen wollte. Ich hab ihm Flyer für den Laden gestaltet und gedruckt ... hat er nicht gewollt, weil er jemanden kennt, der das macht. Meine Mutter hat sogar bei ihm ausgeholfen, wenn er einen Termin hatte.
    Jetzt hält er uns vor, wir hätten alle gesagt, wir würden helfen, haben aber nichts getan.

    Zu mir ist er gekommen, wenn er Beziehungsprobleme hatte. Irgendwann sagte er zu meiner Mutter, zu mir könne er ja nicht mehr kommen, weil ich ja keinen Freund hab und ihn dann nicht verstehen kann. Den Zusammenhang haben wir alle nicht verstanden.

    Er ist jetzt 36! Er hat drei liebe Kinder und auch wenn er mit den Müttern nicht mehr zusammen ist, verstehen sie sich alle gut. Er könnte im Prinzip diesbzgl zwei "Familien" haben, aber er weist jeden zurück, der nicht so ist, wie er es gern hätte. Wenn man mit ihm redet ist es, als würde er es hören, aber nicht aufnehmen oder verstehen.
    Ich hab ihm Bewerbungen vorgeschrieben ... ich schicke ihm SMS wenn ich Stellengesuche in den Läden sehe. Er reagiert auf nichts, weil er bestimmte Sachen als "unter seinem Niveau" empfindet. Aber ohne Schulabschluss, Ausbildung, zig Arbeitsstellen ... er sieht sich als Filialleiter im Einzelhandel und kommt von dem "Trip" nicht runter.

    Es tut weh, wenn man nicht helfen kann. Ich weiß nicht wie, wenn er alles ablehnt und keiner weiß, wo er wohnt. Es gibt eine Handynr, aber er reagiert bei keinem. Vielleicht ist sie nicht mal mehr aktuell.
    Ich denke, er hätte schon andere Wege einschlagen können ... wir waren nie eine Bilderbuchfamilie, hatten wenig Bezug zum Vater, Gefühle wurden zuhause nicht gezeigt. Jeder hat sich irgendwo seinen Weg suchen müssen ... ich selbst hab einen Haufen Erfahrungen gemacht und hätte vieles "aufzuarbeiten", es hat sich so einiges angestaut ... ich würde es nervlich momentan nicht packen, für jemand anderen alles zu geben ....
    Deshalb belastet mich seine Lage auch ...

    Gruß, Tina

  4. #4
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    Idee Such nach einem Berater!

    Hallo,

    habe ich das richtig verstanden, er ist quasi der einzige Mann bei euch in der Familie? Vielleicht hat er deswegen zu hohe Erwartungen an sich gestellt, von wegen Mann --> Ernährer.
    Es hilft vielleicht, ihm klar zu machen, dass er niemals an Wert verlieren wird, wenn er "nur" Angestellter ist oder eine längere Zeit brauchen wird, um selbstständig zu werden. Da scheint es wohl irgendein Ideal zu geben, dass er verfolgen will.

    Zitat Zitat von Jaay
    Ich werde auch als schwarzes Schaf der Familie betietelt, alleine das tut schon weh. Auch wenn Du ihm das nicht ins Gesicht sagst, merken tut er das. Ihr werdet es ihn sicherlich alle spüren lassen...
    Das darf man nie vergessen! Die Leute kriegen oft gut genug mit, wie andere über sie denken. Schön fühlt sich das nicht an.

    Tinissimo,
    kannst du in eurer Nähe einen Berater suchen. Zum Beispiel für Bewerbungen oder Schulden, falls er davon betroffen ist. Eine Therapie würde ja erst Sinn machen, wenn er sich Fehler eingesteht und aktiv Hilfe sucht. Aber eine Beratung sollte doch machbar sein...?
    An die Hand nehmen kannst du ihn vielleicht nur für diese Sache. Was seine Kontakte angeht ("Kumpel"), muss du es ihm überlassen, wie er zum Erfolg kommen möchte. Er scheint ja Vertrauen aufbauen zu wollen, eben nur leider bei den "falschen" Leuten. Solange, bis er von ihnen ausgenutzt wird und auf die Nase fällt. Dann wird die Familie wieder wichtiger sein.
    Gibt es denn noch andere Familienangehörige in der Nähe, zu denen er guten Kontakt hat? Manchmal ist einem ja alles extrem peinlich und man lehnt die Hilfe dann ab, aber vielleicht braucht er ja das Gefühl, dass er zumindest ohne seine Mutter und Geschwister klarkommt.

  5. #5
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    Hallo lieber Fernsehturm :-)

    stimmt, er war der einzige Mann. Er hat auch einen anderen Vater als wir. Meine Eltern ließen sich scheiden, da war ich 4. Danach war sie mit seinem Vater liiert. Die Trennung kam direkt nach seiner Geburt und als er. Sein Vater wollte dann keinen Kontakt mehr, als er noch ein Kind war. Ich weiß nicht mehr, wann. Er hat auch als Teenager noch versucht, Kontakt zu seinem Vater zu finden, aber der hatte kein Interesse, auch weil seine neue Frau es nicht wollte. Dann hat er versucht, sich an unseren Vater zu hängen, der immerhin sein Besuchsrecht wahrnahm, bis wir 16 waren, aber mein Vater hat ihn abgelehnt, wollte sogar dagegen vorgehen, dass er seinen Nachnamen trug.

    Meine Oma hat meinen Bruder immer abgelehnt, trotzdem hing er total an ihr. Na ja, was soll ich sagen. Meine Schwester war Omas Liebling, selbst ich wurde sofort beiseite geschoben, wenn meine Schwester was wollte. Nur ist die Sensibilität meines Bruders noch einen Ticken stärker als meine. Ich habe als Teenie begriffen, dass ich keine Chance gegen meine Schwester hab und bin meinen eigenen Weg gegangen. Ich glaub, er kämpft irgendwie immer noch, eben auch, weil er sich als Mann beweisen will.

    Wir hatten mal einen Berater zuhause, als mein Bruder so Anfang 20 war. Es sollte ungezwungen sein und einfach nur, um mal mit einer neutralen Person zu reden, die uns alle nicht kennt. Am Tag des Termins kam er nicht mit der Begründung, wäre doch Blödsinn, er ist doch nicht krank im Kopf. Uns wurde einst auch mal ne Familientherapie empfohlen, fand aber nicht statt, weil Oma, Schwester und Bruder meinten, so Psychokram bräuchten wir nicht und mit Fremden über unser Familienleben reden, macht man auch nicht.

    Was die Bewerbungen angeht, so hab ich das die ganzen Jahre immer als Vorlagen für ihn gemacht, da ich diesbezüglich einige Personalerfahrungen hab und was Schulden betrifft .... bräuchte er dringend eine Schuldenberatung wenn er nicht sogar schon privatinsolvent ist, aber da geht er nicht hin, haben wir auch schon versucht, es würde ja auch einer mitgehen. Wir hatten ja schon Termine, aber er erscheint dann nie.

    Nein, außer uns gibt es keine Familienangehörigen. Mit den Verwandten väterlicherseits will er nichts zu tun haben.

  6. #6
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    Hat er eigentlich jemals Ärger vom Amt bekommen? Wenn er dazu gezwungen würde, mit einem Berater zu arbeiten, könnte er zumindest nicht ganz so schnell abhauen. Ob es hilft, ist eine andere Frage. Er scheint ja entweder bereits beratungsresistent zu sein - obwohl er ja immer noch aktiv Kontakte sucht - oder ist so sehr versessen darauf, in dieser Branche zu arbeiten. Ein anderer Beruf darf es unbedingt nicht sein, ja? Was hält er denn von einem Neuanfang?

    Dass du die Bewerbungen schreibst, ist etwas ungünstig. Er sollte vielleicht lieber selbst sehen, wo seine Schwächen und Stärken liegen. Zumal er doch eigentlich, nicht so "spießig" sein möchte, oder?

    Zitat Zitat von Tinissimo
    Wir hatten mal einen Berater zuhause, als mein Bruder so Anfang 20 war. Es sollte ungezwungen sein und einfach nur, um mal mit einer neutralen Person zu reden, die uns alle nicht kennt. Am Tag des Termins kam er nicht mit der Begründung, wäre doch Blödsinn, er ist doch nicht krank im Kopf. Uns wurde einst auch mal ne Familientherapie empfohlen, fand aber nicht statt, weil Oma, Schwester und Bruder meinten, so Psychokram bräuchten wir nicht und mit Fremden über unser Familienleben reden, macht man auch nicht.
    An sich kann ich verstehen, warum er keine Lust hat. Wenn der Rest der Familie auch nicht viel von Hilfe von außen hält, warum soll er das dann machen?! Wie ist denn das Kommunikationsklima bei euch, wenn ihr euch gegenseitig vergleicht?
    Startet er die Gespräche über die Arbeit von sich aus oder fragt ihr ihn? Irgendwo sucht er ja wohl die Aufmerksamkeit. Leider eben nicht als Familienmitglied, da er so nicht überall akzeptiert wurde, sondern als Person, die sich über die Leistung identifizieren möchte. An sich würde ich das Thema Arbeit umgehen, sobald ich ihn sehe. Persönlichkeit und familiäre Werte sollten wichtiger sein als das, was er schafft. Nur wird sich das immer fortsetzen, solange er Geld braucht. An einer Beratung wird er wohl nicht vorbeikommen...
    Fragt sich nur, ob offizieller berater oder vielleicht eine Person, die er als Bekannten akzeptieren würde. Ich meine so jemanden, den man mal auf eine Feier einlädt, neben ihn setzt und wartet, bis sie ins Gespräch kommen. So eine Art "Beratungsverkupplung". Eine Person, ungefähr in seinem Alter, die viel Erfahrung da gemacht und dort und das gesehen hat usw. Häufig sind es Idole, denen man eher folgt als den Tipps der Eltern/Familie. Kennst du so jemanden? Zu einer Selbsthilfegruppe wird er ja wohl auch nicht gehen.

  7. #7
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    Nein, mit dem Amt hatte er noch keinen Ärger oder wir wissen nix davon.
    Jobmäßig hat er als ungelernter Maler in zig kleinen Betrieben gearbeitet, die dann alle pleite gingen, anschließend als ungelernter Verkäufer in kleinen Betrieben, die auch mehr oder weniger dicht machten. Er hat da schon richtig Pech gehabt. Seinen Neuanfang sahen wir und er in diesem Bistro. Nur deshalb hat unsere Mutter für die Miete gebürgt und nur deshalb hat meine Schwester das Geld für die vorhandenen Möbel geliehen. Selbst mir war es wurscht, dass er von meinen gebastelten Karten, die er sehr erfolgreich im Bistro verkaufte, 50 % Einnahmen für sich einbehielt. (Ich selbst würde niemals von einem Familienmitglied Geld für irgendwas nehmen).

    Es war bei meinem Bruder immer so, wenn er etwas neu anfing, hängte er sich voll rein, aber irgendwann wurde es ihm langweilig. So war es auch bei dem Bistro. Wir haben ihm wirklich gewünscht, dass diese Selbständigkeit für ihn genau richtig ist.

    Hm ... die Bewerbungen sind - ehrlich gesagt - sehr allgemein gehalten, da ich keine Stärken von ihm kenne. Ich weiß halt, wie man sowas schreibt, dass es sich trotzdem gut anhört. Er hat sich ja schon aufgeregt, dass er mir einen Lebenslauf geben musste, der auch sehr zusammengedichtet ist. Zeugnisse von Arbeitgebern hat er gar keine und ich denke auch nicht, dass er je eine Bewerbung abgeschickt hat.

    Kommunikation in der Familie. Tja, was soll ich sagen. Wir Geschwister sehen uns ja nur zu Familienfesten, zu denen er nur kommt, wenn er Lust hat. Ich hab ihn im letzten Jahr genau einmal gesehen und ich bin überhaupt kein Mensch, der andere Leute ausfragt, im Gegenteil. Ich höre lieber zu und die meisten Leute reden recht schnell von sich aus. Meine Schwester dagegen ist jemand, der eher bohrt, aber nicht merkt, wenn es genug ist.

    Auf die Idee mit der Beratungsverkupplung bin ich auch schon gekommen, aber leider kenne ich tatsächlich niemanden, der dafür infrage käme und wie gesagt, es ist ja auch nie sicher, ob er kommt. Ich kenne keinen Menschen, der so unzuverlässig ist, wie er.
    Und was die Kommunikation unter uns Geschwistern angeht, so ist sie nicht anders als unter Bekannten ... tendenziell Small Talk, eher unpersönlich.
    Selbthilfegruppe denke ich nicht, dass das für ihn in Frage kommt. Zum einen nicht, weil er das für Schwachsinn hält zum anderen müßte er ja erstmal erkennen, dass er Probleme hat.

  8. #8
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    Unglücklich

    Zitat Zitat von Tinissimo
    Ich höre lieber zu und die meisten Leute reden recht schnell von sich aus. Meine Schwester dagegen ist jemand, der eher bohrt, aber nicht merkt, wenn es genug ist.
    Ich schätze, du bist seine Lieblingsschwester. ^^ Ehrliche und offene Worte sind manchmal aber trotzdem hilfreich, gerade bei so dringenden Dingen wie Schulden. Ihr müsstet euch mal irgendwie öfter treffen, sonst baut er die Beziehung total ab.

    Dass mit den Betrieben hat dann also für den Rest gesorgt... Schade. Er hat wahrscheinlich gar kein Vertrauen ins System, so oft wie er für nichts bestraft wurde. Wenigstens ein Erfolgserlebnis, aber nix! Dass dann auch nichts tolles im Lebenslauf steht, hindert ihn vielleicht an den Bewerbungen. Versuch mal mit Lücken oder unangenehmen Infos eine Bewerbung zu schreiben! Da hilft echt nur viel Glück oder ein Berater. Mit Gelegenheitsarbeiten kann man schon über die Runden kommen, aber nur so lala. Die Bewerbungen müsste er auch allein hinkriegen, da mache dir mal keine Sorgen. Ein oder zwei Male schreibt er Humbug und dann fliegt er auf die Nase und versucht es dann richtig. Irgendwann wird er ja aufwachen, weil das Geld knapp wird oder das Amt klopft. Ich schätze, er ist momentan sehr beratungsresistent. Die Familie könnte es nochmal geschlossen versuchen, aber vielleicht hört er nur noch das, was er will.

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