Tja, warum bin ich hier….hätte nie gedacht das ich mich in meinem Leben mal so leer fühlen werde.
Querschnitt:
1977 geboren
1981 haben sich meine Eltern scheiden lassen (mich Papa-Kind hatte das echt getroffen)
Meine Mutter schien auch Depressionen zu haben. Kümmerte sich kaum um mich, überfordert.
Das nahm mich alles so mit – Sprachprobleme (stottern)
1982 verschlechterte sich die Lage, meine Oma und ihr Mann (Opa) haben uns aufgenommen in ein kleines Haus welches Ihnen gehörte.
Ca im selben Zeitraum fingen sexuelle Belästigungen von meinem Opa an .
1983 eingeschult
Ich war ein totaler Versager in beiden Schulen. Kopf voll von Opa, riesige Sehnsucht nach meinem Vater, meine Mutter die einfach kein Bock hatte und das Versagen in der Schule. Ich hatte einfach keinerlei Konzentration.
Die sexuellen Belästigungen waren mal schlimmer und mal weniger (seine Zunge in meinem Hals, aufgegeilte Blicke, ich musste mit ihm Pornos anschauen, er griff mir in die Hose und an die Brüste, ich musste seinen auch anfassen).
Zu meinem Vater hatte ich immer wieder mal keinen Kontakt. Meine Mutter machte ihn immer schlecht.
Alle paar Jahre tauchte er mal auf um zu schauen wie es mir geht (auf einmal stand er vor der Schule).
1991 ist mein Vater wieder mal aufgetaucht. Ich erzählte ihm von Opa. Dann hatte er mich einfach mitgenommen. Das Leben mit ihm war aber nicht einfacher. Er hatte keine Wohnung, deshalb kamen wir mal hier und mal da unter. Wenn wir nirgendwo mitwohnen konnten, haben wir im Auto geschlafen.
Ich bin nicht zur Schule gegangen. Um das durchzubekommen habe ich mich sogar vor meinem Vater ausgezogen (weil das mein Opa immer so machte, wenn ich was wollte, sollte ich mal „lieb“ zu ihm sein). Mein Vater war bestimmt entsetzt.
Dann bin ich schlimm krank geworden und musste ins Krankenhaus. Vater war somit wieder weg und ich musste nach dem Krankenhaus wieder zu meiner Mutter.
1995 kam ich in ein Internat um eine Ausbildung zu machen.
1999 habe ich die Ausbildung abgebrochen (und habe bis heute keine), ich konnte einfach nicht mehr. Alles zu viel.
1999-2004 habe ich mein Leben immer irgendwie hinbekommen. Viele kleine Jobs, viel krank gewesen.
2004 meinen jetzigen Freund und „bald Ehemann“ kennengelernt.
2006/Jan ist er zu mir gezogen.
2006/Aug sind wir in den Hessischen Bereich gezogen, weil er eine Arbeit bekommen hat.
Nach 3 Monaten Kündigung weil der Laden sich nicht gehalten hat.
2007/April nach Bad Honnef gezogen weil hier die nächste Arbeit in Aussicht. Nach 5 Monaten gekündigt (mein Freund ist wegen Betrugs vorbestraft, das hat der Chef mitbekommen – wäre auch Ok gewesen aber er hat sich gerade da versichert gegen Mitarbeiterbetrug ).
Ja und seitdem gemeinsam HARTZ IV.
Die ARGE zahlt das Geld zwar aber zieht von diesem Betrag was ab wegen einer Abzahlung. Das Geld wird noch weniger….können kaum die Miete zahlen.
Ende Januar habe ich mir das Knie gebrochen. 3 Wochen Krankenhaus UND 9 Wochen Reha. Da hat er dann an zwei Monaten nicht die Miete gezahlt, weil er mich besuchen wollte/musste. Wir haben kein Auto. Also alles mit Bus und Bahn bzw Mietwagen.
Ich fühle mich wirklich leer. Zu allem übel kommt noch dazu, das ich Nierenkrank bin. Muss evtl irgendwann an die Dialyse.
Manchmal habe ich einfach keine Lust mehr. Möchte alles hinschmeissen. Beneide die Menschen die eine normale Kindheit hatten mit lieben Eltern, die heute ein normales Leben führen und tolles Geld verdienen.
Viel bin ich selber Schuld, ich weiß es. Kann nicht alles nur auf Opa und Vater schieben, aber dies sind für mich die Auslöser , die rote Linie meines Lebens.
Das war es erstmal für heute….reicht wohl auch.
Lg
steffi


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