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Thema: Mein erstes Erlebnis mit Gott

  1. #1
    Bestseller Autor Avatar von Bernhard
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    Standard Mein erstes Erlebnis mit Gott

    Mein erstes Erlebnis mit Gott

    Ich war 18 Jahre alt und hatte erst seit kurzem meinen Führerausweis. Selbstsicher steuerte ich meinen Wagen durch die Strassen und glaubte, mir könne nichts zustossen. Ich nahm meine Tante mit auf die Fahrt. Zu Beginn wollte sie mit mir im Auto für unsere Bewahrung beten. Ich stimmte ein, doch in Gedanken sagte ich zu mir: "Das Gebet nützt uns nichts; hier kommt es aufs Können an. Und ich kann autofahren." Während ich noch so dachte, geriet ich in einer Rechtskurve auf die linke Fahrbahn. Ein entgegenkommender Lastwagen schlug meinem Auto den Türgriff weg. Es war mir, als ob Gott zu mir sagte: "Jetzt siehst du, das kommt davon, wenn man mich verspottet."

    Auszug meinem Büchlein: http://www.homepage.swissonline.ch/f...gratisbuch.htm

    Was ist dein erstes Erlebnis mit Gott? Ich freue mich auf deine Erzählung!

  2. #2
    Neuling Avatar von Levia
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    Standard

    naja, solange es nur der türgriff war und nicht der seitenspiegel...hm....

    irgendwie ist es dieses typische ding. manche leute fangen erst an oder nehmen es erst richtig ernst an gott zu glauben, wenn sie großes glück oder unglück haben.

    aber wenn du deine in dem moment aufkommenden gedanken als verspöttung gottes siehst und das darauffolgende als "bestrafung" bzw "belehrung", man man, dann hätte ich aufgrund meiner vergangenheit ja schon nicht mehr am leben sein dürfen bzw im übertragenen sinne wäre bei mir auch noch min. der seitenspiegel weggewesen.

    sorry, aber das sind einfach meine gedanken wenn ich deinen text lese und wir sind ja hier um gedanken auszutauschen.
    falle
    aus der reihe
    aus dem rahmen
    aus den wolken
    ins gewicht
    jemandem zur last
    wenn du willst
    in den schoß mir
    aber niemals in den rücken

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    Ich habe das Göttliche erst so nach und nach kennengelernt, und zwar durchs tanzen. Weil tanzen ganzheitlich ist, d.h. Körper, Seele und Geist durchdringt, erfuhr ich, dass wir Abbilder vom Göttlichen - und komplett davon durchdrungen sind. Seitdem empfinde ich eine große Dankbarkeit und Erfurcht vor dem, was mich umgibt und in mir ist.

    Bis dahin hatte ich eine katholische Erziehung genossen und Gott wurde mir als ein patriarchischer Despot vermittelt. Darum brauche ich für mich eine geschlechtsneutrale Bezeichnung. Darum kann und will ich mich auch mit diesen Bibelzitaten nicht weiter auseinandersetzen. Die Sprache behagt mir nicht und auch nicht die Vorstellung, dass Gott bei Dir, Bernhard, mal wieder selbstgerecht gehandelt hat, indem er Dich als Verspotter richtete. Aber eigentlich ist es ja egal, wie jeder zu seiner Religiösität kommt, solange daraus echte Religiösität entsteht und nicht irgendein missionarischer Wahn oder ähnlich destruktives.

  4. #4
    Gast570
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    Hallo, Bernhard, hallo, Ihrs!

    Zitat Zitat von Levia
    irgendwie ist es dieses typische ding. manche leute fangen erst an oder nehmen es erst richtig ernst an gott zu glauben, wenn sie großes glück oder unglück haben.
    Du hast ganz recht, Levia: Als die Jünger dem "ungläubigen" Thomas von Jesus' Auferstehung berichteten, antwortete er:
    Zitat Zitat von Johannesevangelium 20,25
    Wenn ich nicht an seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hande in seine Seite lege, glaube ich nicht.
    Nach acht Tagen versammelten sich die Jünger wieder. Jesus trat in ihre Mitte und ließ Thomas seine Wundmale spüren, worauf Thomas zu ihm spach: "Mein Herr, mein Gott!" Und Jesus antwortet ihm:
    Zitat Zitat von Johannesevangelium 20,29
    Weil Du mich gesehen hast, glaubst du? Selig, die nicht sehen und doch glauben.
    Die Kraft des Glaubens ist stärker als die Macht der Gewissheit! Und daraus erwächst die Kraft der heiligen Schrift - für den, der bereit ist zu glauben.
    Zitat Zitat von Johannesevangelium 20,30-31
    Noch viele andere Zeichen, die nicht in diesem Buch aufgeschrieben sind, hat Jesus vor seinen Jüngern getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr als Glaubende Leben habt in seinem Namen.
    Vielleicht, liebe Levia, liegt im Zweifel manchmal mehr Glaube und Respekt - um nicht zu sagen Gottesfürchtigkeit - als der Zweifelnde vermuten würde.

    *Grüß Gott*
    Harlequin

  5. #5
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Hallo,

    ich weiss nicht ob man meine Erlebnisse als "Erlebnisse mit Gott" bezeichnen kann. Jedoch fiel mir dieses "Beispiel" spontan ein, als ich diesen Thread gelesen habe....

    Also, mir ist folgendes schon mehrfach passiert:

    Wenn ich zu einer Person etwas böses oder ungerechtes sagen wollte, bin ich genau in dem Moment, als ich schon den Mund geöffnet hatte um es rauszulassen entweder mit dem Fuss umgeknickt oder hab z.B. ein Glas umgeworfen.
    Naja, egal ob umknicken oder was anderes, ich wurde auf jeden Fall durch solche "Missgeschicke" "gehindert" etwas sehr gemeines und verletzendes auszusprechen.

    Natürlich wird jetzt jemand sagen: Zufall, oder in der Aufregung ist man unachtsam und knickt um bzw. wirft durch wildes Gestikulieren etwas um.

    Kann sein, aber trotzdem denke ich für mich, das dahinter etwas steckt, da ich nicht an Zufälle glaube

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  6. #6
    Bestseller Autor Avatar von Bernhard
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    Standard Meine Begegung mit Gott

    Es stimmt, ich hatte zu dieser Zeit eine falsche Vorstellung von Gott. Gott ist ganz anderst als wir oft denken.

    Im Juni 1982 lud mich Silvia, meine Freundin, überraschend zu einer Evangelisation nach Bern ein. Ich besuchte diese Veranstaltung mehr aus Neugierde als aus echtem Interesse. Doch dann hörte ich etwas, was ich vorher noch nie gehört hatte: Der Redner sagte, wir können wissen, ob wir in den Himmel kommen oder nicht. Was uns von Gott trenne, seien unsere Sünden. Deshalb hätte Gott seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt, damit er stellvertretend für die Sünden aller Menschen sterbe. Und weil der Sohn Gottes für uns am Kreuz gestorben sei, könne er alle unsere Sünden vergeben und uns den Himmel schenken.

    Er erklärte weiter, die Taufe allein, die Konfirmation, die Firmung oder die Kommunion mache noch keinen Christen aus uns. Notwendig sei eine bewusste Hinwendung zu Jesus Christus als unserem Erlöser und Herrn. Wer ein Christ sein wolle, der müsse seine Sünden im Gebet Jesus Christus bekennen, ihn als seinen Erlöser und Herrn in sein Herz aufnehmen und bereit sein, nach dem Willen Gottes zu leben. Wer nie eine solche Entscheidung für Jesus Christus getroffen hätte, der sei auch kein Christ und komme nach dem Tod nicht zu Gott in den Himmel.

    Bisher war ich der Meinung, den Himmel müsse man mit guten Werken verdienen. Ich erkannte, dass Gott mich persönlich liebt und mir den Himmel schenken möchte. Die Worte der Bibel erreichten mein Herz. Ich glaubte, ich wäre ein guter Christ. Aber ich hatte Jesus Christus noch nie bewusst als meinen Erlöser und Herrn in mein Herz aufgenommen. Ich hatte mich ihm nie anvertraut und ihn eingeladen, mein Leben zu führen. Ich hatte keine persönliche Beziehung zu Jesus. Deshalb konnte ich mich auch nicht in Wirklichkeit Christ nennen. Der Evangelist lud alle ein, die sich für Jesus entscheiden wollten, nach der Predigt zu ihm zu kommen. Für mich war klar: Was nützt es mir, wenn ich die ganze Welt gewinne, aber dabei das ewige Leben mit Gott verliere? Ich konnte das Ende der Predigt kaum erwarten und sagte zu Silvya: «Komm wir entscheiden uns für Jesus!» Mit strahlendem Gesicht sagte sie: «Aus diesem Grund habe ich dich zur Evangelisation eingeladen.»

    Gemeinsam gingen wir nach dem Vortrag zum Evangelisten. Er erklärte uns, dass man im persönlichen Gebet dem Herrn Jesus alle Sünden bekennen darf und dann die Vergebung im Glauben annehmen kann. Wir bekannten Jesus alle unsere Sünden und nahmen ihn als unseren Retter und Herrn in unser Herz auf. Nun wussten wir, dass wir nach dem Tod in den Himmel kommen. Gottes Wort bezeugte es uns in 1. Johannes 5, 11-13: Gott hat ganz eindeutig erklärt, dass er uns das ewige Leben schenkt, und zwar nur durch seinen Sohn Jesus Christus. Wer also an den Sohn glaubt, der hat das Leben; wer aber nicht an Jesus Christus glaubt, der hat auch das Leben nicht. Ich weiss, dass ihr an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glaubt. Mein Brief sollte euch noch einmal versichern, dass ihr das ewige Leben habt.

    Überaus glücklich kehrten wir von der Evangelisationsveranstaltung nach Hause zurück. Silvya und ich verstanden uns immer besser. Wir wollten den Rest unseres Lebens gemeinsam gehen. Im September 1982 gaben wir uns das Jawort. Gott schenkte uns drei liebe Kinder.

    Wir sind ein glückliches Ehepaar und haben ein erfülltes Familienleben. Dies nicht weil wir besonders gute Menschen wären, sondern weil Jesus Christus Mittelpunkt unseres Lebens geworden ist. Keine Ehe und Familie ist ohne Schwierigkeiten. Aber mit allen unseren Fehlern und Problemen können wir im Gebet zu Jesus gehen. Er vergibt uns und gibt uns Weisheit und Gelingen zur Lösung der Probleme oder die Kraft, die Schwierigkeiten zu tragen. In der Abhängigkeit Gottes versuchen wir täglich, unseren Kindern und Mitmenschen ein gutes Vorbild im Glauben an Gott zu sein. Meine grösste Freude ist nun, mit Jesus zu leben und zu wissen, dass ich mit ihm das ewige Leben habe. Diese Freude tröstet mich auch in schweren Stunden.

    Wenn auch du den Wunsch hast, Jesus Christus als deinen Erlöser und Herrn anzunehmen, dann kannst du gerade jetzt zu ihm beten:

    «Herr Jesus Christus, ich habe das ewige Verderben verdient. Ich glaube, dass du auch für mich gestorben und auferstanden bist. Es tut mir leid, dass ich gesündigt habe. Vergib mir alle meine Ungerechtigkeiten. (Zählen Sie auf, was Ihnen bewusst wird.) Befreie und löse mich von allem Bösen. Ich will begangenen Schaden, wo es möglich ist, wieder gutmachen, und jede bewusste Sünde meiden. Komm in mein Leben, und führe mich nach deinem Willen. Danke, Herr Jesus, dass du mir alle Schuld vergeben hast, und nun in mir lebst. Danke, Vater im Himmel, bin ich jetzt dein Kind, und darf den Heiligen Geist haben, der mich in alle Wahrheit führt. Amen.»

    Wenn du dieses Gebet aufrichtig gebetet hast, dann hat Jesus dir alle Sünden vergeben 1. Johannes 1, 9 und Ihnen das ewige Leben geschenkt Johannes 10, 28.

    Dein Glaube wächst, wenn du täglich die Bibel liest, mit Gott redest und Kontakt zu anderen Christen pflegst.

    Wie die Geschichte weiter ging, habe ich in meinem Büchlein «Wir suchten die Wahrheit» geschrieben, das du unter http://www.homepage.swissonline.ch/f...gratisbuch.htm lesen kannst.

    Gott segne dich!

  7. #7
    Gast570
    Gast

    Standard

    ...seit einiger Zeit beschäftigt mich alles, was mit christlicher Religion zu tun hat sehr. Der Auslöser dafür war die Person Joseph Ratzinger, auf den ich durch seine Wahl zum Pabst aufmerksam wurde. Für mich vereint er in sich die Souveränität eines intellektuellen Freigeistes mit der tiefen Spiritualität des gläubigen Kirchenmannes.

    Niemals zuvor hatte ich mich mit dem Christentum oder der Bibel tiefergehend auseinandergesetzt. Wohl aber hatte ich meine Urteile darüber, die ich, wenn ich ehrlich zu mir wahr, nicht halten konnte, weil ich mir eingestehen musste, nicht wirklich viel über das Christentum, den praktischen Glauben und die heilige Schrift zu wissen. Das änderte sich mit Pabst Benedikt XVI. Ich begann, mich zu interessieren. Ich las sein Buch "Jesus von Nazareth" und musste feststellen, dass sich meine Ansichten über "Gott und die Welt" mit dem deckten, was Joseph Ratzinger ausführte. Faszinierend die rationale Klarheit seiner Argumentationen, die sich mühelos mit seiner persönlichen emotionalen Urteilskraft vereint. Ich begann die Bibel zu lesen, und ich finde mich wieder. Mein geistiges Weltengebäude findet seine Entsprechung in der heiligen Schrift - es steht alles dort geschrieben.

    Immer mehr fesselt mich das Thema Gott, Glaube, Christentum. Aber ich stelle fest, dass ich bisher vornehmlich intellektuell berührt bin. Ein Gefühl zu Gott kann ich noch nicht so recht empfinden. Aber ich bin brennend interessiert an allem, was mit dem Gebet, praktiziertem Glauben und christlich-religiösen Ritualen zu tun hat. Ich begann, den Rosenkranz zu beten, es zieht mich in die Kirche, ich suche den Austausch mit anderen gläubigen Christen usw...

    Ich frage mich: Woher kommt dieses Interesse auf einmal? Ist das mein erstes Erlebnis mit Gott? Spricht er meinen Verstand an, damit ich ihm mein Herz öffne?

    *Liebe Grüße*
    Harlequin

  8. #8
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Harlequin

    Ich frage mich: Woher kommt dieses Interesse auf einmal? Ist das mein erstes Erlebnis mit Gott? Spricht er meinen Verstand an, damit ich ihm mein Herz öffne?
    Oder war er schon immer in deinem Herz, du hast ihn nur nicht gehört, weil deine "Ohren" nicht offen waren.

    Jeder hat dieses natürliche Bedürfniss den Sinn seines Lebens zu erfahren. Wer bin ich? Woher komme ich, warum bin ich, wohin gehe ich. Mancher früher und mancher später. Vielleicht hilft dir das studieren des Glaubens dabei.

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