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Thema: Mein Freund hat Depressionen

  1. #1
    Neuling
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    Standard Mein Freund hat Depressionen

    Hallo an alle die das lesen

    Ich selber leide nicht an Depressionen, aber mein Freund. Ich bin 18 und er ist 20 Jahre alt.

    Seit 10 Monaten ist er beim Bund und vor einer Woche ist er zum Psychologen gegangen weil er sich immer unwohler in der Kaseren gefühlt hat und weil er nicht damit zurecht kam immer nur am Wochende zu Hause zu sein, bei seiner Freundin und seinen Freunden.

    Der Psychologe hat unter Hypnose herausgefunden, dass er unter Depressionen und leidet, auch ausgelöst durch eine schwere Kindheit.

    Jetzt ist er krank geschrieben und ich sehe in fast jeden Tag. Nur weiß ich nicht so genau wie ich damit umgehen soll. Er benimmt sich zwar wie immer und scheint glücklich, aber vor ein paar Tagen hat er mir gesagt er könnte manchmal anfangen zu weinen weil es ihm so schlecht geht und er tut es nicht weil das ein zeichen der Schwäche ist. Am selben Abend hab ich eine Bemerkung darüber gemacht und ihn gefragt was damals mit ihm passiert ist, dass es ihm schlecht ging/geht, da hat er auf einmal angefangen in meinen Armen zu weinen.

    Ich wusste im ersten Moment echt nicht was ich machen sollte, außer ihn zu trösten. Seit dem haben wir das Thema ruhen lassen.

    Aber ich möchte doch gerne wissen, warum er Depressionen hat und ob ich ihm helfen kann.

    Deshalb meine Frage...Was macht man in solchen Situationen und wie spreche ich ihn am besten drauf an ohne ihn noch mehr zu verletzen, außerdem könnte es sein das durch die Hypnose alte Wunden aufgerissen wurden?

    Danke schon mal für die Antworten

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo kleinePflaume,

    dass alte Wunden dadurch aufgerissen wurden, glaube ich nicht. Denn wenn die Wunden schon geheilt gewesen wären, dann hätte er jetzt ja nicht das Problem. Es ist eher so, dass wieder was dadurch ins Fließen kam. Und das ist gut, denn nur so kann Heilung passieren. Jetzt zeigt sich der Schmerz, der hinter dieser Depression stand. Und den sollte er jetzt therapeutisch bearbeiten.

    Du bist für ihn da und fängst ihn auf. Das ist sehr viel und sehr wichtig, was Du tust. Aber bohr lieber nicht weiter. Irgendwann wird er darüber schon sprechen, doch jetzt ist es wahrscheinlich einfach zu frisch und er spürt das ganze zwar massiv auf Körperebene, kanns aber gedanklich vll noch nicht in Worte fassen. Frag Dich auch mal, warum Du es unbedingt jetzt wissen willst? Neugier? Das ist Dein Problem. Hilflosigkeit? Die wird auch nicht weniger, wenn Du es weisst. Denn Du wirst damit leben müssen, dass Du es ihm nicht abnehmen kannst. Dein Part liegt jetzt darin, für ihn da zu sein, und es auszuhalten, dass er durch seine Prozesse muss.

    Genieß mit ihm das schöne, das ihr habt. Das gibt ihm Kraft. Und lass ihn wissen, dass Du jederzeit für ihn da bist. Das reicht.
    lg Gaby

  3. #3
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    Hm...schwierige Situation...aber im Gesamten würd ich mich mal der Meinung von Gabiannarele anschließen...

    Ich kann dir das vielleicht etwas aus Perspektive deines Freundes näher bringen.
    Ich hatte selbst über Jahre immer wieder leichte depressive Episoden....ist erst gar nicht aufgefallen, war einfach mies drauf, alles schien irgendwie negativ. Irgendwann ist das dann festgestellt worden...
    Das Problem war bei mir, dass ich nicht darüber reden konnte, warum, weil ich es schlicht und ergreifend selbst nicht wusste, was das ausgelöst hatte....
    Bedräng ihn nicht, aber wenn er redet, hör ihm zu....es ist oft schwer rauszufinden, woran es liegt, was der Auslöser war/ist.
    Ich habe Jahre gebracht, um rauszufinden woran es lag...ich dachte auch es lag an einer nicht allzu leichten Kindheit, aber es war eher ein konkretes Ereignis, das zu eben dieser schweren Kindheit geführt hat.
    Und an dieses EReignis konnte ich mich gar nicht mehr bewusst erinnern, weil ich es komplett verdrängt hatte.

    Wenn diese Sitzung was aufgewühlt hat in deinem Freund, ist das sehr sehr gut, aber ich denke (und ich kann da nur von mir aus gehen) dass er sich damit erst mal selbst auseinander setzen muss.
    Wenn er weint, ist das auch gut, das zeigt, dass er was empfindet und die Erinnerung arbeitet....und dass er dir vertraut...lass ihn seine Gefühle rauslassen. Du musst nichts sagen oder besonderes tun.
    Aber du solltest ihn nicht überfordern, indem du ihn drängst....versuche - auch wenn es schwierig ist - so zu sein wie immer...

    Wie gesagt, ich kann da nur von mir ausgehen...und wenn mich jemand drängen würde darüber zu reden, würde ich erstmal komplett dicht machen.

  4. #4
    Painter
    Gast

    Standard

    Hi,
    Ich schließe mich den vorigen Meinungen an, du kannst nur für ihn da sein und wenn dein Freund sich öffnet und dir etwas berichtet kannst du auch nur da sein und zuhören, mehr braucht es wahrscheinlich auch nicht!

  5. #5
    Neuling
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    Danke an Gabiannarele, *cat* und Painter!

    Ich werde eure Ratschläge befolgen und ihn zu nichts drängen und einfach für ihn da sein. So ist es auch für mich glaube ich am besten!

    Es hat auch gut getan das ich das hier reingeschrieben habe, jetzt fühl ich mich nicht mehr so ratlos! Das Forum hier ist echt gut und interressant!

    P.S. mein Freund hat jetzt die zweite Sitzung gehabt und meint das es ihm aufjedenfall hilft.

  6. #6
    Neuling
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    Standard

    Ich denk das ist das beste, was du tun kannst....
    Und es ist ja auf jeden Fall ein gutes Zeichen, dass er was machen will, also dass er sich mittels Therapie helfen lassen will...und es ihm hilft...

    Die Therapie wird zwar sicher noch einiges aufwühlen und dann wird es ihm eventuell kurzzeitig schlechter gehen als vorher, aber das ist ein Zeichen dafür, dass es aufwärts geht, dass er beginnt zu verarbeiten...

    Viel Glück euch beiden

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