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Thema: Mein großer Makel – Hauptschulabschluss!

  1. #25
    Verleger Avatar von Physalis
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    Zitat Zitat von Quo Vadis? Beitrag anzeigen
    Wichtig sind die persönlichen Netzwerke...

    LG,
    Q.V.
    Genau, auch das!
    Das ist aber etwas, was wachsen muss. Kommt man gerade von der Schule, kann man das alles noch gar nicht haben. Die Möglichkeiten entwickeln sich mit der Zeit für den, der mit offenen Augen und Ohren unterwegs ist und aktiv bleibt.

    Es ist erstaunlich, wie viele Menschen ich schon kennen gelernt habe, die alle sagen, sie waren genaus so ahnungslos wie ich. Menschen, die heute schon im dritten oder vierten Beruf arbeiten - und letztlich ihren Platz gefunden haben.

    Diese Vorstellung, jeder bräuchte den kerzengeraden Lebenslauf, gilt meiner Meinung nach nicht mehr. Ich komme zu dem Schluss, da andernfalls die vielen Leute, bei denen es nicht so glatt lief, auf der Straße stehen müssten.

    Ich kenne z.B. einen ehemaligen Installateur, der ist heute ein sehr erfolgreicher, selbständiger Unternehmensberater.

  2. #26
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    Zitat Zitat von Physalis Beitrag anzeigen
    Das ist aber etwas, was wachsen muss. Kommt man gerade von der Schule, kann man das alles noch gar nicht haben. Die Möglichkeiten entwickeln sich mit der Zeit für den, der mit offenen Augen und Ohren unterwegs ist und aktiv bleibt.
    Hallo Physalis,

    korrekt. Aber auch Schüler haben Netzwerke, nur man denkt einfach viel zu wenig in diese Richtung. Da gibt es die eigenen Eltern, die bei ihrem eigenen Arbeitgeber nachfragen können. Oder Freunde der Familie, die irgendwo in der Nähe arbeiten. Vielleicht sind auch die Großeltern noch berufstätig, oder haben noch Netzwerke zu ehemaligen Kollegen. Daneben gibt es die Eltern von Mitschülern, die berufstätig sind und z.B. Betreuer in Sportvereinen, die sich im Sportverein nur nebenberuflich engagieren und hauptberuflich eine ganz andere Position inne haben... Ich denke, da gibt es ganz hervorragende Chancen auch an einen Praktikums- oder einen Ausbildungsplatz zu kommen.... Fragen kostet ja nichts und die Bereitschaft ist oft da, weil man den jungen Menschen ja bereits kennt und ihm gerne eine Chance geben möchte.

    Es gab eine Zeit, da hat man das gerne als "Vitamin B" belächelt, aber wenn man bedenkt, dass die meisten guten Jobs über Empfehlungen vergeben werden und eben nicht über das standardmässige Bewerbungsverfahren (300 Bewerbungen für eine Position!), dann ist das eben vielleicht ein "Joker" der entscheidend weiterhelfen kann... - vorallem, wenn die Ausgangssituation eben nicht perfekt ist...

    LG,
    Q.V.

  3. #27
    Verleger Avatar von Physalis
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    Ja, sinnvoll wäre es sicher, möglichst früh in diese Richtung zu denken.

    Ich bin davon überzeugt, dass die wenigen Akademikerkinder, die damals meine Schulkameraden waren - die allermeisten Eltern waren in der Region damals ohne Abitur und ohne Studium -, dies bereits so betrieben. Dagegen aber Kinder "einfacher Leute" diese Möglichkeiten gar nicht oder kaum hatten.

    Es war z.B. so, dass ausschließlich Akademikerkinder die Möglichkeit eines High School Jahres in den USA nutzten, nicht ein einziges Kind von "einfachen Leuten". Das kostete eben auch viel Geld.

    Kein einziges Akademikerkind machte eine Ausbildung, ausnahmslos alle studierten.

    Die Möglichkeiten insgesamt wurden einfach besser genutzt. Dinge wurden als selbstverständlich angesehen, worüber Arbeiterkinder vielleicht nachdachten.

    Viele dieser Kinder von studierten Eltern, waren Lehrerkinder. Häufig waren die Eltern an der selben Schule. Ich kann mir auch vorstellen, dass es von Anfang an Vorteile für Kinder gab, deren Eltern sich privat kennen und gemeinsam in Urlaub fahren .

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Physalis für den sinnvollen Beitrag:


  5. #28
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    Hallo Physalis,

    es ist schon korrekt, das Geld so manches leichter macht. Aber wenn man will, bekommt man es auch in anderen Kreisen hin. Da ist es nur nicht so weit verbreitet, da gebe ich Dir Recht.

    Aber letzlich kann man immer mal irgendwo das Gespräch suchen und meine Erfahrung zeigt einfach, dass man bei freundlicher Frage auch immer positive Antworten erhält. Und sich manchmal Möglichkeiten ergeben, von denen man garnicht zu träumen gewagt hat...

    Ich will nur Mut machen, es einfach zu versuchen und an diese Option einfach zu denken. Ich finde den Gedanken furchtbar, dass es "da draußen" einige Jugendliche gibt, die jetzt keinen Ausbildungsplatz 2011 gefunden haben, OBWOHL es in den Unternehmen noch genügend freie Plätze gibt. Vielleicht nicht genau den Platz, den man sucht, aber vielleicht eine ähnliche Ausbildung... später kann man weiter aufbauen, wie schon oben gesagt.

    Überhaupt etwas zu tun ist wichtig...

    LG,
    Q.V.

  6. #29
    Verleger Avatar von Physalis
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    Zitat Zitat von Quo Vadis? Beitrag anzeigen
    Aber letzlich kann man immer mal irgendwo das Gespräch suchen und meine Erfahrung zeigt einfach, dass man bei freundlicher Frage auch immer positive Antworten erhält. Und sich manchmal Möglichkeiten ergeben, von denen man garnicht zu träumen gewagt hat...
    Genau das zu können sollte auch geübt werden. Nicht schüchtern in der Ecke stehen, sondern sein offenes, freundliches, interessiertes Wesen zeigen.

    Ein lächelndes Gesicht und ein gesunder Händedruck können oft schon die halbe Miete sein.
    Wer es nicht glaubt, soll man durch eine Fußgängerzone gehen und jeden offen anlächeln, der an ihm vorbei geht. Es geschehen wahre Wunder.

  7. #30
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    Hallo,

    Jetzt habe ich hier ja mehr als Genug Antworten bekommen und ich habe mir noch Gedanken über das ganze gemacht und da sind auch noch ein paar Sachen die ich hier erwähnen sollte.

    Es gibt in meinem Leben auch Sachen auf die ich Stolz bin, besonders weil ich nie gedacht habe dass ich sie jemals erreichen werde und weil es eine Person gibt die sich wünscht dass ich untergehe, mein (Vater)

    -ich habe den Führerschein gemacht und bestanden!
    -ich habe meine Lehre fertig gemacht
    -ich verletze mich seit 3 Jahren nicht mehr selbst
    -ich habe mehr Kontakt zu anderen Menschen, was vorher nicht so der Fall war!

    So gesehen ist das in unserer Gesellschaft nicht viel, aber für mich ist es sehr viel, da wo ich her komme hieß es immer: du bringst es zu nichts, du wirst den Führerschein nie machen usw...
    Heute habe ich eine Ausbildung und den Führerschein und das hat mein Vater nicht, würde ihm das gerne mal so richtig vor die Nase halten^^

    Ich habe jetzt mehrere Therapien in einer Klinik hinter mir und ich habe über 3 Jahre Traumatherapie hinter mir, und ich habe da auch einiges erreicht, ich bekomme immer wieder von meinen Mitmenschen zu hören dass ich mich sehr verändert habe, besonders auf das Äußerliche bezogen, da es mir bis zu meinem 20ten Lebensjahr einfach egal wahr was ich an Kleidung an hatte, Heute würde ich mich so nicht mehr vor die Tür trauen.

    Dieser Beitrag könnte sehr lang werden ;-)

    Ich bin jetzt seit etwa 30 Monaten Arbeitslos und ich merke schon deutlich wie es mich Zurückentwickelt, ich meine damit dass ich ehrlich gesagt nicht mal mehr so genau weiß wie ich eine Bewerbung aufsetzen soll, wie ich mich bei einem Bewerbungsgespräch zu verhalten habe, da ich anfange zu zittern und unsicher werde, solche Sachen...

    Nach meiner Lehre habe ich Arbeitslosengeld 1 Bekommen und nach etwa 8 Monaten hatte ich es einfach satt nichts zu machen und da habe ich mir eine Stelle in einer Schlosserei gesucht, das war eine Werkstatt wo Menschen mit Psychischen Problemen arbeiten können und wenn sie gut sind dann werden sie auch fest eingestellt! Ich habe da etwa 14 Monate lang 20 Stunden die Woche gearbeitet (Schlosserei) dann habe ich in Deutschland meine erste (große liebe) kennengelernt und damit ich zu ihr konnte, habe ich die Stelle geschmissen. Das war eine Unbezahlte Arbeit die ich gemacht habe während dem ich Arbeitslosengeld bekam, da ich da aber nicht wirklich mehr gemacht habe wie zu Hause und mich zwei Arbeitskollegen immer geärgert haben die beim Chef gut angesehen waren, bin ich dann gegangen bzw das war auch ein Grund für die Kündigung.

    Heute Wohne ich mit ihr in Deutschland in Adenau, was soll ich sagen ich hätte mir in der Schlosserei mehr mühe geben sollen und mit ein wenig Glück hätten die mich genommen.

    Mein Wunsch ist es eine Arbeit zu finden die mir auch Spaß macht und von der ich normal Leben kann und ich sollte mal nicht so viel davon Träumen!

    Damals habe ich die Lehrstelle auch nur bekommen weil ich vorher in der Werkstatt von dem Laden ein Praktikum gemacht hatte (von der Schule aus) und weil ich nicht auf der Straße sitzen wollt, da habe ich eben die Lehre als Verkäufer gemacht. Habe mir gedacht: Besser als gar nichts!

    Ich sollte mal Herausfinden was machen kann und was ich gerne machen würde.

    Kann ich denn Überhaupt ein Praktikum machen wenn ich beim Arbeitsamt Krankgeschrieben bin? Nicht dass das ärger gibt, ich habe am Samstag da einen Termin und dann werde ich den mal Fragen was ich hier für Weiterbildungen machen kann!

    Etwas möchte ich hier Klarstellen, ich fühle mich richtig sch**** dass ich Arbeitslos bin, auch wenn das hier nicht so rüber kommt, es ist aber das erste mal dass ich mich so mit dem Thema auseinandersetze da es Zeit ist dass ich etwas ändere! Ich habe das Thema immer verdrängt aber das geht am Ende nicht auf, das Ende ist JETZT

    Da gibt es noch etwas:
    Vor etwa zwei Monaten habe ich von meinem Schwiegervater der hier sehr sehr viele Menschen(Thema VitaminB) kennt, das Angebot bekommen Unter der Hand bei Rock am Ring einen Tag als Ordner zu arbeiten, die haben noch Leute gebraucht. Ich habe ja gesagt obwohl ich richtig angst davor hatte wegen dem Kontakt mit Menschen was auf mich zukommt usw...
    Das waren 12 Stunden am Stück stehen und laufen, es war mich Körperlich schon sehr Anstrengend, aber die Menschen waren nett und lustig ;-) Ich bin Stolz darauf dass ich meine Angst überwunden habe und dass ich es versucht habe... Ich hatte keine Angst weil es Steuer neutrale Arbeit war, sondern weil ich einfach ängstlich bin wenn etwas neues auf mich zu kommt!

    Ich bin nicht stolz darauf dass ich etwas Illegales getan habe, ich habe aber auch kein schlechtes gewissen. Bin einfach Stolz auf mich dass ich den Mut hatte es zu machen und als ich nach 12 Stunden nach Hause kam da habe ich mir gesagt: heute hast du etwas geschafft weil mir hat alles wehgetan;-)

    Ein anderes Problem ist dass ich von kleinem an Stark zittere und das wird stärker wenn ich mich unwohl fühle, wenn ich Angst habe usw...
    Bin dann nicht in der Lage zu schreiben, den Computer zu Bedienen aus einem Glas mit einer Hand etwas zu Trinken ohne etwas zu verschütten, und mir wurde vom Amt ein Job zum Kellner angeboten...

    Nebenbei wollte ich noch auf Folgendes hinweisen:
    http://www.psychologieforum.de/warum...laue-9762.html

    Das ist auch noch eine andere Baustelle...
    Ich brauche jetzt erst mal eine Pause

    Gruß, Tom

  8. #31
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hi Tom,

    was Du als Leistung deklariert hast ist vollkommen ok, dafür auch mein Lob und
    Anerkennung. Trotzdem haben andere User während meiner Abwesenheit
    Kriterien herrausgearbeitet die auch meine volle Zustimmung finden.

    Mein Lob was ich im ersten Satz rüberbrachte macht aber doch nicht Deine
    Einschätzungen vom ersten Thread null und nichtig ! Vieles ist weit hergeholt
    und sollte noch mal gründlich überlegt und gegebenenfalls revidiert werden.

    Gruss
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

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