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Thema: mein peinliches leben in depressionen

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    Standard mein peinliches leben in depressionen

    Hallo zusammen

    Jetzt da ich etwas länger in diesem Forum bin, habe ich den Mut gefasst mein Problem, oder besser gesagt den Grund für meine Depressionen genauer zu schildern.

    ich will es mal versuchen.
    in meiner kindheit und frühen jugend, würde ich mich heute als etwas schüchternes ober offenes und frühliches wesen bezeichnen, dass ordentlich war und immer das beste wollte und immer zu viel von sich erwartet hat.
    ich wollte nichts verpassen und viel kontakt zu anderen menschen.

    als ich dann nicht aufs gymnasium kam, war ich schonmal sehr unzufrieden und hab mich sehr angestrengt sodass ich wechseln konnte. damals hatte ich ein großes selbstwert gefühl und wollte immer zu den besten gehören.

    kurz darauf trennten sich meine eltern, was seit kindesbeinen an meine aller größte angst gewesen ist und für mich ist eine welt zusammen gebrochen!
    außerdem kam meine mutter in die psychatrie wgwn sehr schlimmen depressionen, ich konnte es dasmals nicht begreifen. in dieser zeit habe ich jeden tag geheult, nie gelacht, mir nichts mehr zugetraut und wir sind umgezogen. wir sind dann nochmal umgezogen, immer nicht weit weg, aber die abstände waren recht kurz. damals hat es schon angefangen, dass ich permanent unter druck stand mich nie wohlfühlte und mich überall zurücknahm. ich konnte nicht mehr lernen, schrieb schlechte noten und was dass schlimmste war hörte fast auf zu reden. wenn nicht unter leueten war denen ich bedingungslos vertraute konnte ich nicht reden.
    ich kam mir uncool vor und alls spitzte sich immer mehr zu, soadss ich mich in die rolle der unscheinbaren einfügte. ich hatte trotzdem recht viele freunde, dass waren aber alles gute freunde.

    als wir dann nochmal umzogen weiter weg wollte ich alles besser machen und mich nicht mehr einschränken, schaffte es nicht, da ich mit minderwertig vorkam mich nicht eingliedern konnte in die neue umgebung. ich hatte in der zeit sehr wenig freunde und fing an mich zu hassen. ich solierte mich, da ich mich schämte und redete mit niemand wie schlecht es mir geht. ich muss dazuagen, dass ich nie den kontakt wollte, keine ahnung wiso, ich bin so gestrickt, dass ich nicht gern schwäche zeige, ich konnte mich also nicht öffnen um kontakt zu bekommen, weil dann jeder sehen würde wie elend mein leben war,

    ich schreib schon wieder zu viel, jetzt mach ichs kurz:
    ich bin jetzt ausgezogen, nochmal neustart( seit ich 12 bin bin ich immer die neue) schaffe es aber nicht anderen zu vertrauen, fühle mich minderwertig, bin konstant depressiv, habe keine lust mich zu öffnen und stehe konstant unter anspannung, weil ich mein leben so nicht akzeptieren kann. ich schäme mich, wenn man mich äußerlich betrachtet würde niemnand darauf kommen, ich hätte kein sozialleben. ich schaffe es nicht und will es leider auch nicht beziehungen zu anderen menschen aufzubauen. ich fühle mich in meiner geschützten welt in der ich nichts preisgeben muss auf der einen seite wohl.
    das komisc he ist auch dass ich eigentlich selbstbewusstsein habe, ich nur ncht weiß wer ich in der gesellschaft bin. jetzt weiß ich nur dass ich konstant schlecht drauf bin, nichts aif die reihe bringe und mir eigentlich kein leben mehr zutraue.

    ich weiß es hört sich alles nicht dramatisch an und ich habe jetzt nicht alles geschrieben, tut mir auch leid dass der text zu lang ist.
    es ist nur so dass ich nicht mehr leben will. auf der anderen seite will ich wieder lachen können und nicht unter daueranspannung stehn. ich kann einfach nicht mehr, mein wahres ich zu verstecken.

    ich will nicht dass dieses eingeschlafene langweilige ich Ich bin.weiß jeman wie ich es schffen könnte aus dem nebel rauszukommen, ich will auch eine therapie anfangen! es musste jetzt einfach mal raus und es viel mich nicht leicht. die gesellschaft versteht mich nicht.

  2. #2
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    Hi,

    da bist Du aber in eine schwierige Situation gelangt.

    Du möchtest ja offenbar keinen Kontakt zu Anderen, damit sie Dein Elend nicht sehen und ohne Kontakt wird Dein Elend noch größer. Das ist ja ein Teufelskreis.

    Irgendwie musst Du ihn durchbrechen. Änder Dein Äußeres, erfinde Dich neu und dann versuch in diesen Kreis eine Lücke zu schlagen. Triff Dich einfach mal mit einer Person die Du nett findest. Lade sie ins Kino ein. Egal wenn Du DIch depressiv fühlst, dann wähle wenigstens einen lustigen Film.

    Ich weiss, der erste Schritt ist der Schwerste, aber wenn Du Dein Aussehen änderst wird Dir das vielleicht helfen. Geh mal zum Friseur und leiste Dir ein paar neue Klamotten.

    Vielleicht hilft es ja.

    Mfg. Irina

  3. #3
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    Ich kann absolut nachvollziehen, was du da schilderst und kenne das selbst leider auch. Mag sein, dass dich "die Gesellschaft" nicht versteht, aber es gibt Menschen die's tun.

    Ausziehen war kein falscher Schritt, auch wenns schwer ist. Wo lebst du denn jetzt? In einer größeren Stadt, oder auf dem Land? Bist du über Ausbildung, Job oder Studium täglich mit anderen Menschen in Kontakt?

  4. #4
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    Hey!

    Ich konnte jahrelang auch niemandem vertrauen und habe mich selbst gehasst.
    Schwäche war für mich etwas absolut schlechtes und das durfte niemand sehen.
    Ich denke, ich kann das ziemlich gut nachvollziehen.

    Heute kann ich mich allerdings gar nicht mehr selbst hassen. Das habe ich sozusagen verlernt und heute kann ich mit Menschen auswählen denen ich vertrauen kann. Und schwach ist jeder Mensch, das ist einfach eine sehr menschliche Eigenschaft.

    Heute kann ich mich im Grunde zu 100% genauso wie ich bin akzeptieren. Und ich denke darin liegt irgendwie der Schlüssel.
    Wenn man Anteile von sich nicht akzeptiert, sie abwertetet (wie z. B. "Schwächen") hat man immer das Gefühl, man müsste das vor anderen verstecken. Niemand darf die wahre Persönlichkeite sehen. Ständig muss man aufpassen nicht zuviel von sich preiszugeben. Klar, das macht einen ängstlich und unsicher.
    Heute denke ich oder fühle ich vielmehr, dass mich andere Menschen so nehmen müssen, wie ich bin. Und wenn sie das nicht tun, haben sie keinen Platz in meinem Leben.
    Ich habe mich ziemlich verändert. Wie das passiert ist, kann ich dir nicht genau sagen. Aber mein komplette Sicht auf die Welt hat sich geändert.
    Ich denke zum einem bin ich älter geworden. Und zum anderen habe ich eine Therapie gemacht. Das war so eine Art Katalysator für meine Weiterentwicklung. Und es hat mir auch geholfen, weil es meine Entwicklung in die richtige Richtung vorangeschoben hat.

    Auch wenn bei mir denke ich immer noch nicht alles so ganz ok ist.
    Aber so extrem schlecht wie vor der Therapie ging es mir danach zumindest nie wieder.

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    Danke erstmal für eure Antworten

    also scorpio, du hast das mit dem Teufelskreis richtig erkannt, genau so fühlt es sich an. ausweglos, na ja aber das mit dem aussehen, hab ich sogar teilweise schon getan als ich ausgezogen bin, hat anfangs auch gewirkt, nur bin ich irgendwann wieder ins alte denkmuster gerutscht.
    Außerdem, seh ich nicht schlecht an zieh mich gut an, und achte eig auch ziemlich darauf. es ist nicht so dass ich mit meinem äußeren total rebellieren würde und mich jetzt anpassen müsst ( nur dinge die viele haben kann ich mir einfach nicht kaufen)

    wenn jemand merkt wie es mir geht, wundert sich auch immer jeder und versucht mir zu helfen ich kann s nur nie zulassen, weil ich mich schäme. hört sich nach luxusproblem an, aber ich schade mir damit am meisten und bin sozusagen geisel meiner depressionen.

    an mayem, also ich mach jetzt abi, hab also tägich kontakt und bin auch in einer größeren stadt, gute vorraussetzungen, deswegen aber auch viel druck danke für deine lieben worte

    liljan, ich bewundere es dass du weißt was du willst und ohne ängste und dafür mit selbstbewusstsein leben kannst. Du hast mir mit deiner geschicht wirklich hoffnung gegeben und ich weiß wie wichtig das ist!!

    also DANKR und ich würde mich natürlich über weitere kommentare rießig freuen, andere können mein problem oft realistischer betrachten

    werd heut mal ganz profimäßig mit nem tollen zitat von kafka mein beitrag beenden

    Alles Reden ist sinnlos, wenn das vertrauen fehlt.

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