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Thema: Mein Tagebuch: einfach nur frei!!

  1. #17
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    eigentlich bringt es sehr wenig, sich gedanken zu machen, wenn man nie zur tat schreitet, wiso also zeit noch damit verbringen? naja die antwort kann ich mir selbst geben: weil ich nichts anderes habe um am leben zu bleiben...
    Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
    Gabriel Laub


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  2. #18
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    Für mich ist die Konfrontation mit anderen Menschen immer noch eine Herausforderung.

    Der andere Punkt ist: Ich hatte Mathe studiert, trotzdem quält es mich immer noch, wenn ich merke, dass ich gewisse Dinge nicht mehr so beherrsche. Ein Prof hatte mal gesagt, dass man einfach viel vergisst, was für ihn bedeutet, man müsse auch den Lernstoff aus den unteren Klasse noch einmal wiederholen. Der Mann hat recht, trotzdem empfinde ich es geradezu als ein Zumutung für mich, mir eingestehen zu müssen, dass seine Erkenntnis stimmt.

    Wie geht es Dir damit? Fühlst Du Dich mitunter auch unter einer gewissen Spannung bei der Konfrontation mit Dir nicht sehr vertrauten Menschen? Dh. zeigst Du mitunter auch Vermeidungsverhalten?

    Kennst Du auch die Frustration, wenn es mit dem Verständnis gewisser komplizierte Sachverhalte nicht richtig vorangeht, sodass Dich Selbstzweifel über Deine Leistung quälen?

  3. #19
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    Ja das ist interessant.
    Ich habe die Erfahrung gemacht dass die meisten menschen gar nicht wissen wollen, was ´sie nicht (mehr) können.
    Nehmen wir mal meine Mutter. Bertrand, du schreibst du hast mathe studierst und dir einzugestehen, dass dein gehirn nicht alles behalten kann, ist für dich schwer und vllt kommt es dir ja so vor, als würdest du lieber so tun als wüsstest du noch alles, als dich damit zu beschäftgen, es aufzuarbeiten. zu meiner mutter: sie hat viel wert darauf gelebt in ihrer schulzeit im mathe leistungkurs gewesen zu sein, und kam sich deswegen wohl etwas, ich nenns mal mathe talentiert vor. als sie mir aber dann irgendwann in der schule nicht mehr in mathe helfen konnte ( was ja sehr verständlich ist das sie sich 30 jahre nicht mehr mit höherer mathe beschäftgt hatte) durfte ich sie nicht einmal mehr darauf eansprechen, ob sie mirevebtuell helfen könnte. sie wollte lieber ihre eigene vorstellung, sie sei ein mathe ass, bebehalten, als das sie sich mit ihrer fehlehaftigkeit zu konfrontieren.

    ob ich vermeidungsverhalten zeige.ganz klar ja. bei fremden menschen lasse ich meist lieber die nicht interessierte raushängen, als dass ich eventuell versagen könnte. die spannung die du ansprichst, ist auch vohanden, da ich ja permanent den druck verspüre mir delbs etwas beweisen zu müssen, es aber nie wirklich versuche: sondern lieber vermeide, und mr im stillen einrede: du hättest es geschafft hättest du es gewollt.

    du hättest mich gestern sehen müssen. ich musste ein referat in mathe vorbereiten über ein thema, das ich dachte zu überblicken. ich hab lange rausgeschoben, das referat vorzubereiten und als ich mich gestern dann dazu aufgerafft habe und an niemandem meine aggression auslassen konnte wäre ich echt fast ausgerasstet weil es bei thema eben doch ein paar unklarheiten gab. ich bin ein mensch, der wenn er bei der sache ist, es auch wirklich im vollen und ganzen und ich meine wirklich jedes detaill zu verstehen und alles nachvollziehen zu können, sonst kann ich nicht abschließen. oder ich lasse das zeug nicht an mich heran und verdränge, diese möglichkeit gibt es auch, wenn ich nähmlich keine chance sehe die sache wirklich überblicken zu können. dann setzt ich mich gar nicht erst der gefahr aus mich reinhägen zu können, weil ich sonst nicht mehr davon los komme...

    Die selbstzweifel sind bei sehr ausgeprägt und zeigen sich sowiso schnell, wenn auch nicht tief. ich weiß nicht wiso aber ganz ganz tief in mir habe ich doch immer das vertrauen dass ich es KÖNNTE.

    lg
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  4. #20
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    Es gibt mE 2 Extreme: Der eine stellt ständig Verständnisfragen in der Ü-Gruppe. Der andere sagt gar nichts, weil er angst hat. Dazwischen liegt irgendwo der Clevere, der sich so durchschlängelt. Meine Frau machte in der Schule, wie sie sagt, nur das Notwendigste in Mathe, wollte Durchschnitt sein. Das glaube ich ihr sogar. Sie rät mir, Mut zur Lücke zu habe, nicht zu überehrgeizig zu sein, weil es dazu führt, denn das wäre so in meinem Fall, dass man letztendlich gar nicht mehr lernt, weil man zurecht annimmt, dass man nicht alles kann.
    Mein D-Schwager ist mir aber ein gutes Bsp. dafür, dass man sich strapazieren muss. Er ist tätig an der N.Y. Clumbia-UNI, muss da sehr fleißig sein. Er war in der Schule in HH immer eine Vorzeigeschüler, muss aber auch ackern. Dh., jeder muss in seiner Kategorie ackern.
    Das Studium war mE so angelegt, dass man, bei normaler Intelligenz, gar nicht unbedingt up-to-date sein könnte.
    Freund vom Abendgymnasium hatte Informatik studiert. Obwohl er sehr gute Zeugnisse hatte, musste er ("Ich bin sehr fleißig gewesen") kämpfen. Ich selbst hatte es auch mal mit Fleiß versucht. Ob ich wollte oder nicht, es blieb etwas hängen. Eine gute Ausgangsposition, um mit dem Fachpersonal auch Stoff-Schwierigkeiten klären zu können.

    Irgendwo setzt auch der beste Psychotherapeut einen Punkt. Dh., den letzten Schritt kann Dir/mir keiner ersparen. Man muss allen Mut zusammennehmen und sich der kitzligen Situation aussetzen. Dh., trotz der Tendenz zum Vermeidungsverhalten den Sprung ins Kalte Wasser wagen. Ich habe jetzt mehrfach den Sprung gewagt, bislang bin ich nicht untergegangen.
    Geändert von Bertrand (08.01.2012 um 20:13 Uhr)

  5. #21
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    jaja so ist das dilemma meist. riskiere ich was und hänge mich rein mit der gefahr zu versagen oder werde ich verdrängungskünstler.
    naja bei mir erübrigt sich die frage zur zeit...ich kann mich nicht mal für eine minute konzentrieren oder mich mit schule befassen.....es geht NICHT....nein. das macht mich unterbewusst schon fertig, da ich die meisten gedanken daran sowiso verdränge....

    ich bin heute mal wieder ganz unten angelangt...erster schultag nach ferien und ich fühle mich wie *******...nein weniger.
    ich fühle mich unsozial zurückgeblieben und nervig.

    gestern hatte ich nachts ernstzunehmendere selbstmordgedanken als sonst...ich hab es in erwägung gezogen und es hat in mir ein gefühl der freiheit und sicherheit ausgelöst. ich wusste ich kann dem allen schnell entfliehen und es wäre alles NICHTS mehr wert....toller gedanke.

    ich weiß nicht wie lange ich durchalten werde
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  6. #22
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    oh warum die sternchen bei meinem schönen begriff??
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  7. #23
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    nein...heute bin ich wirklich fertig!!!! und ich kanns niemandem erzählen.....
    hatte sogar einen rückfall mit dem ritzen...ich bin am ende...
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  8. #24
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    ich höre meine mitbewohner lachen und scherzen. und ich weiß dabei, dass ich das nie tun werde können...ich bin unfähig und es nicht wert geliebt zu werden. und ich dulde keine widersprüche, ich weiß es ist die wahrheit. ich weiß es wirklich.
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