Hallo, meine Name ist Markus. Ich bin 27 Jahre alt. Vor nicht ganz 3 Monaten ist mein Vater verstorben. Er hatte 2 Jahre lang Krebs und hat dagegen angekämpft. Zum Schluss war er nur noch schwach und ist irgendwann ins Krankenhaus gekommen. An einem Samstag fuhr ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus. Als wir auf dem Parklplatz waren rief die Ärztin an wir sollen schnell vorbei kommen. Als wir reinkamen schnappte mein Vater nur noch nach Luft und kämpfte ein wenig. Wir nahmen seine Hand und sein Atem wurde immer langsamer und langsamer bis er aufgehört hat zu atmen. Dieses Bild bekomme ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf. Und obwohl es zunehmend absehbar war, hatte ich bis zum letzten Tag die Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Ich habe es so gut es gibt verdrängt und so trag es mich wie ein heftiger Schlag als er dann gestorben ist.
Seit dem halte ich mich irgendwie auf den Beinen. Nach aussen wirke ich wie immer und doch zerreisst es mich innerlich, weil keiner sieht wie traurig ich bin. Ich kann nicht einfach über meine Gefühle sprechen aber es tut mir weh, dass er nicht da ist. Ich leide Tag für Tag und keiner sieht es. Niemand nimmt mich in den Arm und sagt alles wird gut. Manchmal ertappe ich mich wie ich das Handy aus der Tasche hole und ihn anrufen will. Und dann wird mir wieder bewusst, dass ich ihn nie wieder anrufen kann. Er fehlt mir und in Gedanken hoffe ich dass er von irgendwo herabschaut und sieht wie schlecht es mir geht und wie sehr ich ihn geliebt habe. Ich habe es ihm nie wirklich gesagt aber er war für mich der tollste Vater der Welt. Ich vermisse ihn so sehr dass jeder Tag eine Qual ist. Ich hoffe irgendwie, dass er diese Zeilen lesen kann auch wenn er nicht hier ist und sieht dass ich ihn liebe und wahnsinnig vermisse. Ich wünschte irgendjemand würde das sehen. Sehen, dass meine Welt nicht in Ordnung ist und mir was genommen wurde, und es mir schwer fällt ohne das zu leben.


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