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Thema: Mein Vater

  1. #1
    Neuling
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    Standard Mein Vater

    Hallo, meine Name ist Markus. Ich bin 27 Jahre alt. Vor nicht ganz 3 Monaten ist mein Vater verstorben. Er hatte 2 Jahre lang Krebs und hat dagegen angekämpft. Zum Schluss war er nur noch schwach und ist irgendwann ins Krankenhaus gekommen. An einem Samstag fuhr ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus. Als wir auf dem Parklplatz waren rief die Ärztin an wir sollen schnell vorbei kommen. Als wir reinkamen schnappte mein Vater nur noch nach Luft und kämpfte ein wenig. Wir nahmen seine Hand und sein Atem wurde immer langsamer und langsamer bis er aufgehört hat zu atmen. Dieses Bild bekomme ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf. Und obwohl es zunehmend absehbar war, hatte ich bis zum letzten Tag die Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Ich habe es so gut es gibt verdrängt und so trag es mich wie ein heftiger Schlag als er dann gestorben ist.
    Seit dem halte ich mich irgendwie auf den Beinen. Nach aussen wirke ich wie immer und doch zerreisst es mich innerlich, weil keiner sieht wie traurig ich bin. Ich kann nicht einfach über meine Gefühle sprechen aber es tut mir weh, dass er nicht da ist. Ich leide Tag für Tag und keiner sieht es. Niemand nimmt mich in den Arm und sagt alles wird gut. Manchmal ertappe ich mich wie ich das Handy aus der Tasche hole und ihn anrufen will. Und dann wird mir wieder bewusst, dass ich ihn nie wieder anrufen kann. Er fehlt mir und in Gedanken hoffe ich dass er von irgendwo herabschaut und sieht wie schlecht es mir geht und wie sehr ich ihn geliebt habe. Ich habe es ihm nie wirklich gesagt aber er war für mich der tollste Vater der Welt. Ich vermisse ihn so sehr dass jeder Tag eine Qual ist. Ich hoffe irgendwie, dass er diese Zeilen lesen kann auch wenn er nicht hier ist und sieht dass ich ihn liebe und wahnsinnig vermisse. Ich wünschte irgendjemand würde das sehen. Sehen, dass meine Welt nicht in Ordnung ist und mir was genommen wurde, und es mir schwer fällt ohne das zu leben.

  2. #2
    Gast5147
    Gast

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    Hallo Kubi,

    erst einmal: WIR lesen ja jetzt, dass Deine Welt nicht in Ordnung ist und ich sehe das als ersten Schritt für Dich
    Nun, einerseits möchtest Du gerne, dass jemand Dich in den Arm nimmt, Dich tröstet; andererseits sorgst Du aber selbst dafür, dass niemand dies für nötig hält. Und wahrscheinlich hältst Du diese Maskerade aufrecht, weil dahinter zu viel an Schmerz steht ...

    Ich glaube nicht, dass Du ohne professionelle Hilfe damit zurecht kommen wirst - irgendwann wird Dein Gerüst, welches Du Dir aufgebaut hast, in sich zusammen fallen und je länger Du wartest, desto schlimmer wird der Zusammenbruch später.
    Am besten ist es, wenn Du Dir in Deiner Stadt einen Therapeuten suchst, denn der ist nicht involviert in Deine Trauer, nicht so wie die Menschen um Dich herum, die ja selbst damit zu kämpfen haben.

    Ich hoffe, Du schaffst das

  3. #3
    Gast784
    Gast

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    Hallo Kubi,

    Du kannst Dich mal ans nächste Hospiz wenden, da gibt es Trauerbegleiter und/oder Trauergruppen. Die sind erfahren und gut ausgebildet und haben keine Wartezeiten. Wäre mindestens mal ein Anfang.

  4. #4
    Neuling
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    Ich danke euch. Habe tatsächlich schon nach Therapiemöglichkeiten geschaut. Das Angebot ist aber so riesig und undurchschaubar, dass man wieder die Lust verliert.
    An ein Hospitz habe ich noch nicht gedacht.
    Danke für den Tipp

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