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Thema: Mein Vater - faul, verzogen, antriebslos

  1. #1
    Gast1596
    Gast

    Standard Mein Vater - faul, verzogen, antriebslos

    Hallo,
    ich bin neu hier und hab jetzt einfach mal ganz frech mein Theman hier rein gestellt, da ich gesehen hab, dass hier am meisten Beteiligung herrscht.
    Ich schildere mal kurz mein Problem bzw meinen Vater:
    Mein Vater ist nie von zuhause ausgezogen, ist Einzelkind (verhätschelt, meine Oma nannte ihn immer Bubi), er hat sehr unter seinem Vater "gelitten", denn der "Papa" also sein Vater war der Herr im Haus. Soll jetzt nicht heissen dass er ne schlimme Kindheit hatte, naja, er durfte nirgendswo hin zum spielen, musste halt immer Muttis kleiner Junge sein etc. Meine Mutter heiratete ihn vor 26 Jahren, dass mein Vater und meine Mutter sich ein eigenes Haus/Wohnung suchten war nie ein Thema, der Bubi kann doch nicht ausziehen, also wurde kurzerhand ans Haus drangebaut, vollkommen bescheuert wenn man dass so sagen darf, also einfach schnell 2 Räume rangeklatscht, meine Mutter bekam ihr Bad im Keller, musste durch die Küche meiner Oma um in ihr Schlafzimmer zu kommen etc... furchtbar. So wuchsen wir auf (mein jüngerer Bruder und ich). Nun nimmt mein Vater seit ca. 20 Jahren stetig zu und zu... also er ist ziemlich übergewichtig, Raucher und schaut gerne ins Glas. Er lässt sich total gehen. Im November 2007 ist mein Opa gestorben, vor 6 Jahren meine Oma. Das heisst, das Haus ist nun nur noch mit 3 Personen bewohnt (ich wohne da nicht mehr...) und verkommt zusehends. Mein Opa war sehr fleißig, hat ständig ausgebessert, repariert etc und auch meine Oma war nicht gerade faul. Anders mein Vater.... er will rein gar nichts machen, schiebt alles auf meinen Bruder, der soll nun das Haus streichen, dies und das reparieren (mein Bruder ist 18) und und und. Mein Vater findet er macht schon genug (ja arbeiten, so wie wir alle) und findet er hat jetzt eine lange Zeit für uns gesorgt, nun sind wir dran. Verständlich, allerdings nicht in diesem Ton.
    Meiner Mutter ist mittlerweile schon alles egal, sie wollte das Haus ja eh umändern lassen, dies und das abreissen und dies und das wieder neu aufbauen, so dass sie es auch mal schön hat, aber mein Vater blockt ab. Wozu? fragt er nur immer, er hat doch ein Dach über dem Kopf. Arrggghh, man kommt nicht gegen ihn an. Er sieht überall nur arbeit und will nichts tun.
    Kann jemand mal sein Statement zu meiner Geschichte abgeben? Es belastet mich doch sehr, weil ich zuschauen muss wie alles den Bach runter geht...
    Danke!

  2. #2
    Schreiberling
    Registriert seit
    23.02.2008
    Beiträge
    479
    Danke
    0
    4 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Erst mal hallo im forum
    glückwunsch zu deiner cleveren Idee, das Forum nach Anzahl der Beteiligung auszusuchen.
    Ich verstehe Deine Not, aber wollen eigentlich die anderen? Das scheint ja eine recht verquaste Familiensituation zu sein.
    Glückwunsch, das Du da raus bist. Emotional aber leider noch nicht.
    Ich würde Dir zu einem offenen Gespräch mit Eltern und/oder Geschwistern raten. Wirklich die Karten auf den Tisch legen, auch wenn es schmerzt. Ich würde versuchen, die Ziele und Erwartungen der einzelnen Leute zu klären. Wenn sich nichts klären läßt: Kontakt beenden. Dann, fürchte ich, ist da nichts mehr zu retten. Vielleicht gibt es ja einen neutralen, der so ein Gespräch moderieren könnten?
    LG
    Peter

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo laluna,

    naja in erster Linie muss Deine Mutter mit ihrem angetrauten Mamabubi leben. Aber ich verstehe Deine Sorgen schon. Euch Kinder betreffen nämlich solche Fragen wie:

    Was passiert mit dem im Alter?
    Also wenn der sich so gehen läßt, steigt das Risiko, dass er Pflegefall wird und sich im wörtlichen Sinn den Hintern putzen läßt (ist jetzt sarkastisch, aber ich denke, Du verstehst....) Und an wem bleibt das kleben? Ich hätte da auch meine Widerstände, wenn ich die ganzen Jahre mit verfolgen müsste, wie der sich gehen läßt

    Was passiert mit dem Erbe (Haus)?
    Das verkommt gerade und da wäre ne Familienabsprache sicherlich überfällig. Schließlich sollten alle ein Interesse daran haben, was für den Erhalt zu tun. Papa und Mama, weil sie drin wohnen, und ihr Kinder, weil ihr das Haus mal erbt.

    Das mal fürs erste

    LG Gaby

  4. #4
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo,

    um nicht um den heissen Brei rumzureden.....:

    Entweder führe einen Kampf für das Haus und als Zwangfamilienglücklichmacherin (den du nicht gewinnen kannst)

    oder

    schaue dir das ganze aus der Nähe an und leide mit

    ......... oder

    ziehe weit weg ( möglich so das du nicht für die Versorgung der Eltern auffindbar bist) und lebe dein Leben !

  5. #5
    Verleger Avatar von :knuddel:
    Registriert seit
    26.11.2006
    Beiträge
    2.585
    Danke
    5
    6 mal in 2 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Laluna,

    kannst dir eigentlich vorstellen, was da passiert ist in deinem Vater als seine Eltern gestorben sind?? Hast du ihn mal gefragt, wie er damit klarkommt??
    Hast dich mal in seine Lage reinversetzt, wie es ist vom Märchenprinz mit Vollservice auf einmal Familienvorstand zu sein mit Verantwortung und Ansage und Planung und und und...alles das was vorher andere für ihn übernommen hatten.



    Wenn du doch ausgezogen bist, kannst doch jeder Zeit gehen, wenn es dir zu sehr stinkt oder es dich nervt das sich dort nichts tut. Hast schon mal ehrlich rausgelassen, was dir gerade an deiner Familie so stinkt gerade oder besser gesagt welchen Eindruck du so hast? Denkschubbser bringen zwar viel Unruhe und auch böse Worte oft, aber können dadurch gerade viel bewegen.


    Wie kommst du eigentlich alleine in deiner Wohnung klar? Ist bei dir alles wunderbar sauber, perfekt renoviert und auch sonst läuft es bei dir super??

    Kann es sein, das dir irgendwas nicht mitgegeben wurde in der Kindheit, was du jetzt hart lernen musst?
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  6. #6
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    16.01.2007
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    5
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    Standard

    Hallo Laluna,

    ich sehe das so, und spreche auch aus eigener Erfahrung:

    Du bist nicht für das Leben Deiner Eltern verantwortlich...

    Natürlich kannst Du versuchen zu vermitteln, aber wenn es
    nicht machbar ist und es Dich sehr belastet, dann würde ich
    es wirklich lassen und versuchen Abstand zu gewinnen....

    Liebe Grüsse und alles Gute
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

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