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Thema: Mein Vater zerstört sich und seine Familie mit Depressionen

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    Standard Mein Vater zerstört sich und seine Familie mit Depressionen

    Hallo,

    kurz zur Hintergrund Geschichte.

    Mein Vater ist nun mitte vierzig.

    Seit 10 Jahren leben wir in Deutschland , wir kamen zusammen mit meiner Mutter und meinem Vater.
    Die Eltern meiner Mutter sind vorher schon nach Deutschland immigriert.


    Seit 3 Jahren lebe ich nicht mehr in der Wohnung meiner Eltern bekomme die Situation dennoch hautnah mit.

    Als wir nach Deutschland kamen bekam mein Vater schon relativ schnell eine Anstellung in seinem Beruf und sollte sehr zufrieden sein.

    Alle Gesund, ich machte mein Abitur, aus dem Ausländerwohnheim bis zu einer schönen Wohnung haben sich auch Ihre Lebensumstände verbessert.

    Nach 1,5 Jahren in Deutschland etwa 2002 begann seine erste Depression.
    Er fing allen Leuten um ihn herum an vorzuwerfen, dass wir ihn nur belügen und fing an jeden Monat heimlich Geld von seinem Konto zu nehmen und zu verstecken unter dem Kopfkissen.
    Sein einziges Ziel war das Geld seinen Eltern im ausland zukommen zu lassen. Die sind dort in Rente, leben in einem ordentlichen einfachen Bungalow. Jedoch übersteigt das was er dafür gespart hat alle logischen Gründe, da der EUR dort sehr stark ist 1zu7, reichte das Geld das er vorher rübergeschickt hat regelmäßig zum guten Leben völlig aus.
    Die Liebe zu seinen Eltern ist seltsam, es gibt noch seine Schwester die schon immer die Lieblingstochter war . Diese unterstützt die Eltern finanziell und emotional keineswegs in dem Umfang trotz größeren Wohlstands . Er wurde seit der Kindheit immer als "böser Sohn" dargestellt von seiner Mutter. Er hängt trotzdem sehr an seinen Eltern, jedoch hatten sie schon immer einen starken Einfluss auf ihn und konnte nicht damit umgehen wenn sie ihn kritisierten.

    Seit wir in Deutschland sind fährt er jedes Jahr im Herbst für 4 Wochen dahin um alles "für den Winter vorzubereiten" was völliger Quatsch ist, da er genug Geld rüberschickt, das Sachen wie genügend Kartoffeln kaufen auch von sehr preiswerten Arbeitskräften übernommen werden kann.
    Er ist unglaublich beeinflussbar, er hat Angst und unglaublich Schuldgefühle gegenüber seinen Eltern und hat nie erklärt wie schwer und wichtig sein Berif hier in Deutschland ist, man kann nicht einfach mal spontan für 3 Wochen weg fahren wenn man eingespannt ist.

    Urlaub mit meiner Mutter war bis 2008 auch nie möglich, da er immer sagte "Ich brauch das Geld für meine Eltern" und nahm dann wieder sehr viel Bargeld mit.

    Ich war das letzte mal selbst 2007 bei meinen Großeltern mit meinem Freund und dort konnte man sehen das sie garnicht dermaßen viel brauchen.


    Er sprach in seiner Depressionphase 2002 wochenlang weder mit mir und meiner Mutter, hat alles Geld bis aufs nötigste versteckt und wollte nicht das Leben genießen. Er war lustlos, wollte nichts unternehmen, lag in der Freizeit nur vor dem Fernseher und sah total schlimm aus. Man konnte sehen das seine Seele leidet. Augenringe, ab und zu mal Alkohol Abends,wo er gar nicht trinkt. Darunter hat damals schon meine Mutter sehr gelitten und ich auch.
    Er sagte immer "Ihr seid alle Gegen mich" (unter anderen auch andere Bekannte oder seine Schwiegereltern meinte er damit). Alle waren für ihn schlechte Menschen.

    2002-2007 war dann die Depressionen nur Phasenmäßig, doch er hatte immer schon Probleme Spass am Leben zu haben, sein einziges !!! Ziel war nur Endes des Jahres zu seinen Eltern zu fahren und ALLES wurde darauf abgestimmt.

    Freunde hatte er dadurch nicht gewonnen, alle Freunde meiner Eltern sind Freundinnen meiner Mutter , wobei mein Vater dann einfach mitgeht oder mitgehen muss und dann seine schlechte Laune zeigt und oft allen die Laune verderben kann. Die Leute haben oft auch keine Lust mehr dann meinen Vater einzuladen, obwohl er absolut hilfsbereit ist wenn er um etwas gebeten wird.

    Ende 2006-Anfang 2007 wurde es wieder stark, darauf hin habe ich und mein Freund beschlossen ihm einen Hund zu schenken , damals im Ausland hatten wir auch einen Hund den mein Vater über alles geliebt hat,in der Hoffnung,dass er vielleicht Lust am Leben bekommt. Meiner Mutter hat uns dabei unterstützt.
    Als er ihn geschenkt bekommen hat war es ein paar Wochen sehr schlimm, mal hat er ihn akzeptiert mal sagte er "das ist nicht mein Hund, kümmert ihr euch drum". Aber nach einigen Wochen wurde alles besser, er kam öfter raus durchs Gassigehen und Hunde sind einfach tolle Tiere. Es war mitunter das einzige was ihn glücklich gemacht hat. Seine ganzer Charakter wurde besser und seine Depressionen lösten sich bis VOR KURZEM.

    Jetzt hat er den stärksten Rückfall aller Zeiten.
    Durch die Wirtschaftskrise hat er seit einigen Monaten öfter Kurzarbeit , ist also mehr zu Hause als sonst.
    Er hat wieder angefangen anstatt für sich und seine Familie zu Leben (war aber noch nie richtig der Fall), Geld unter das Kopfkissen zu legen für die Eltern.
    Natürlich ist durch die Kurzarbeit seine finanzielle Lage etwas angespannter als die Jahre zuvor, doch er möchte genausoviel Geld wie immer mitnehmen, meine Mutter oder ich sind ihm dabei egal.
    Es könnte sein das seine Firma im September einen Auftrag bekommt doch er bleibt stur und möchte von seinem Chef im Oktober Urlaub bekommen, obwohl er ja die letzten Wochen oft zu Hause war. Er sagte "Ich will in die Ukraine alles andere ist mir egal, auch mein Job" . Das macht mir und meiner Mutter unglaubliche Angst, da er seine Existenz aufs Spiel setzt.
    Er ruft JEDEN Tag seine Eltern an, liegt nur vor dem Fernseher und geht zwischendurch Gassi mit dem Hund aber empfindet das nicht mehr als Freude wie sonst. Er sieht richtig krank aus, abgemagert mit Bierbauch.
    Man sieht das etwas ihn von innen zerfrisst. Ich bin in meinem Studium sehr schnell, nach 3 Semestern erstes Examen und heute sagte er ernsthaft zu mir "Wie lange willst du noch studieren? Ich brauch das Geld ".
    Er unterstützt mich mit meiner Mutter finanziell ist dazu zu sagen, da ich nicht mehr zu Hause wohne.

    Man sieht wie einsam er mit seinen Problemen ist, aber er ist allen sehr verschlossen gegenüber und frisst alles in sich hinein, man kommt garnicht an ihn heran.Er ist sehr schnell gereizt.Vielleicht fühlt er sich nicht verstanden?Wobei man sagen muss dass die Eltern von meiner Mutter die beste Beziehung zu meinem Vater haben die man sich nur wünschen kann,aber auf die hört er auch nicht.Ich habe das Gefühl dass er sich beweisen will, bei seinen Eltern.Vielleicht ist er einsam ohne seine Eltern.
    Es ist auf jeden Fall unmöglich in dazu zu überreden zu einem Therapeuten zu gehen oder Arzt.

    Ansich ist er ein sehr guter Mensch, sehr Hilfsbereit , fleißig, vertrauenswürdig, zuverlässig.

    Aber er hat noch nicht mal Lust mit seinen Kollegen was zu unternehmen,wenn etwas gemeinsames ansteht. (Chef bezahlt). Er will lieber zu Hause bleiben.


    Ich benötige Tipps oder Hilfestellungen wie damit umzugehen ist, wie kann man ihm Helfen ? Wie könnte man ihn dazuzubewegen zu seinen Problemen zu stehen und sich professionell helfen zu lassen ? Gibt es evtl. einen russisch sprechenden Psychologen im Raum Rheinland-Pfalz / Main ?

    Aber sein Stolz wird auf jeden Fall verhindern das er von selbst zum Arzt geht. Gibt es eine Möglichkeit ihm ohne sein Wissen Antidepressiva zu besorgen (ich weiss das hört sich naiv an) . Doch wir sind verzweifelt .


    Entschuldigen Sie für den langen Text, ich kann noch mehr Details auf Anfrage nennen , falls mir jemand helfen möchte.

    Liebe Grüße
    Geändert von maria85 (02.09.2009 um 08:51 Uhr)

  2. #2
    Verleger Avatar von Waris
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    Standard

    So traurig das auch ist, ich sehe da kaum eine Möglichkeit ihm zu helfen. Manm kann leider niemanden zu seinem Glück zwingen. Antidepressiva zu besorgen ohne sein Wissen ist unmöglich. Ich hoffe mal, dass die Frage nicht ernst gemeint war. Der Ansatz mit dem russisch-sprechenden Psychologen ist ja schonmal nicht schlecht. Aber selbst da würde er ja nicht hingehen. Ich schätze mal, ihr habt sicher auch viele russische Bekannte, aber von denen will er ja auch nichts wissen. Ich bin auch der Meinung, dass das Problem irgendwas mit seinen Eltern zu hat. Aber ohne sein Zutun wird man es nicht rausbekommen und auch nicht lösen können. Da heißt es für dich nun Abgrenzung. Du darfst dich davon nicht ach noch kapputt machen lassen. Stehe deinen Eltern bei solange es geht. Aber sie sind erwachsene Menschen und du bist nicht für sie verantwortlich.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

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