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Thema: Meine Eltern

  1. #1
    Neuling
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    Standard Meine Eltern

    Hallo liebe Forenmitglieder!

    Ich bin neu hier, falls ich also Fehler mache, bitte ich um Nachsicht!
    Es geht um meine Mutter. Ich bin aufgewachsen, mit beiden Eltern im Haushalt, wobei meine Mutter, mein Bruder und ich eine Gemeinschaft gegen meinen Vater bildeten.
    Mein Vater arbeitete viel (Büro in unserem Haus) und kam eigentlich immer nur aus seinem Büro um Ärger zu machen. Er hat uns beschimpft, angeschrien und manchmal auch geschlagen. Er hat mich eine kleine Nutte genannt und ist mir hinterhergerannt um mich zu verprügeln. Mein Bruder und meine Mutter haben sich immer dazwischen gestellt, genauso habe ich es bei ihnen gemacht. So wurden wir ein Team gegen ihn.
    Heute sehe ich die Sachlage allerdings etwas anders:
    Meine Mutter hat immer getrunken, nicht bis zum Umfallen, aber jeden Abend so 8 Bier... Mein Vater hat niemals Alkohol getrunken und die Beiden hatten oft Streit wegen ihres Konsums. Meine Mutter war kontrollierend /ist uns hinterhergefahren, etc.) aber zugleich total laissez faire (Das musst Du selbst entscheiden...). Mein Vater hatte, glaube ich heute, gar keine Chance sich um uns zu kümmern. Sie hatte immer Verständnis für alles, damit war er automatisch der Böse. Er, der um unsere Noten besorgt war, nicht wollte das wir trinken, etc...

    Ich fange an meine Mutter zu hassen, wir können nicht mehr reden, ich fühle einfach gar nichts mehr für sie.
    Ich bin nicht sicher, was ich mir von meinem Beitrag erwarte. Einige Statements - welcher Art auch immer- wären vielleicht hilfreich um mir selbst klar zu machen, was ich hiermit erreichen will.
    Vielen Dank fürs Lesen!
    Ratta

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Herzlichen Glückwunsch für diese Erkenntnis. Die hat mancher nie.

    Ja, so ist es, so ist es oft. Die Mütter mißbrauchen ihre Kinder regelmäßig als Waffen im Ehekrieg. Vor mütterlichen Zorn hat man schlicht mehr Angst, das wirkt auf einer tieferen Ebene, und so bekommen die Männer oftmals die geballte Wut ab, zu einem Großteil eigentlich der Mutter gelten sollte.

    Sicher hat sich der wütende Vater durch sein Verhalten vieles verspielt. Manches war sicher auch falsch. Aber er hat das Geld rangeschafft, hat sich um eure Noten gekümmert, hat euch nicht einfach alles machen lassen sondern wollte euch Werte beibringen, ihr wart ihm nicht egal. Wenn der Druck zu groß wird, wird jeder laut. Er hat seinen Mann gestanden und seine Position gehalten, er hat nicht einfach gesagt, das ist mir zuviel, er ist nicht einfach weggegangen. Das verdient Bewunderung.

    Grundsätzlich ist die Mutter die gewährende, diejenige die dem Kind Schutz und Bestätigung, Liebe und Fürsorge geben sollte. Der Vater ist der Fordernde, der Anforderungen stellt, das Kind in die Welt hinausführt.

  3. #3
    Neuling
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    Ich sehe nicht, dass das Verhalten deines Vaters besser für dich war, als das deiner Mutter, sie haben wohl beide ziemlich viel verbockt.

  4. #4
    Neuling Avatar von JK_HiKO
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    I-wie kann ich dich ja schon verstehen aber wenn ich in deiner Haut stecken würde, würde der Großteil meines Hasses noch meinem Vater gelten. Er ist immerhin derjenige der andere beschimpft & ihnen hinterher rennt um sie zu verprügeln, nicht deine Mutter. Wobei sie ja sehr bestimmt sogar auch Fehler gemacht hat.

  5. #5
    Neuling
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    Danke für Eure Antworten!
    Ich denke auch dass beide vieles falsch gemacht haben, mit meinem Vater habe ich das aber geklärt. Wir haben so oft darüber gesprochen, dass ich es als Vergangenheit abhaken konnte. Nach der Scheidung hat er sich sehr verändert und ist seitdem ein guter Vater für mich, er hat seine Fehler erkannt und das auch ausgesprochen.

    Meine Mutter hingegen malt immernoch das Bild der Supermutter wenn es um sie geht. Fehler, klar die mache jeder, aber im Endeffekt sei mein Vater Schuld an allem. Sie reagiert sauer, wenn ich etwas mit meinem Vater unternehme, kommt mich viel seltener besuchen als er und ich habe oft das Gefühl wenn sie versucht etwas für mich zu tun geht es eigentlich nur um sie.

    Sie hat so ziemlich alle wichtigen Tage in meinem Leben verpasst, mein Vater war (zumindest dann) da. Ich habe auch schon versucht mit ihr über die Dinge zu reden, die falsch gelaufen sind, aber sie versteht es immer als Vorwurf und rechtfertigt sich. "Es tut mir leid" kommt nicht über ihre Lippen...

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