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Thema: Meine Eltern machen mich krank - Ich kann nicht mehr !

  1. #9
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Morgen Adler,

    einwandfrei eine furchtbare Situation an deren Entstehung Du keine Schuld trägst.

    Egal was Du mit guter Absicht für ein entspanntes Verhältnis tust- es wird
    ignoriert und nicht geachtet. Warum machst Du Dich so von den Launen Deiner
    Eltern abhängig? Sie suchen für ihr Schicksal, was sie voll und ganz selbst zu
    verantworten haben, einen Schuldigen und sind nicht mehr in der Lage sich selbst als Verursacher zu sehen. Am liebsten wäre es ihnen sicher wenn Du Dich
    mit entsprechendem Verhalten in dieses Chaos einordnest und sie noch mehr verbal auf Dich einprügeln könnten.

    Lass es niemals so weit kommen, welche Möglichkeiten hast Du, von ihrem negativen Einfluss abgeschirmt, ein neues, eigenständiges Leben zu beginnen ?



    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  2. #10
    Gast784
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    Standard

    hallo Adler,

    das tut mir wirklich leid, was Du da grad durchmachen musst

    Gleich mal vorab - ich hab Deinen Eingangspost nicht gelesen, weil ich solche Blocktexte nicht lesen kann. Daher beziehe ich mich nur auf die aktuelle Situation, ok?

    Ich glaube nicht, dass Deine Mutter bald sterben muss (wissen kann mans natürlich nicht ). Weil mit diesem "Supergau" der Trennung auch ein großer krankmachender Faktor sich endlich mal verändert. So konnte es ja nicht weiter gehen. Und die sind als Paar wahscheinlich schon viel zu sehr in der Schei... drin gewesen, um sich nochmal finden zu können. Jedenfalls nicht ohne einen Knall, der Distanz rein bringt.

    Für Dich ist dabei leider das tragische, dass Du völlig unten durch fällst. Hatten die vorher schon keinen Kopp mehr für Dich, so werden sie jetzt wahrscheinlich auch noch lange mit sich selbst beschäftigt sein. Ich glaube auch nicht, dass Deine Eltern Dich nicht lieben, sondern dass sie einfach maßlos überfordert sind - und das schon lange.

    Warum macht Deine Mutter eigentlich keine Kur oder gar stationäre Therapie? Wenn ihr Arzt ihren Gesundheitszustand als so besorgniserregend einstuft, wäre das doch naheliegend? :Confused:

    Warst Du jetzt eigentlich mal bei ner Jugendberatungsstelle wegen betreutem Wohnen etc? Das ist jetzt vll nicht mehr nötig und ich schätze, Du wirst Deine Mutter nicht "allein" lassen wollen. Aber Unterstützung brauchst Du. Du stehst ja nicht erst jetzt allein da und Deine Eltern sind anscheinend nicht mal in der Lage, sich selbst zu helfen. Immerhin haben sie jetzt mal eine Entscheidung getroffen, aber sie brauchen u.U. noch lange, bis sie ihr eigenes Leben wieder im Griff haben.

    Es gäbe bestimmt Hilfsangebote für euch, wie Familienhelfer etc. Auf einer Beratungsstelle müssten sie Dir das eigentlich sagen könnten. Du kannst auch direkt zum Jugendamt gehen, und Dich beraten lassen.

    Hast Du vll Tanten, Onkel etc, wo Du für ein paar Tage oder gar Wochen wohnen könntest, damit Du mal wieder ein bißchen Ruhe und Frieden findest?

  3. #11
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    Standard

    Erstmal Danke !

    Ich weiß auch nicht, was ich machen soll. Ich habe mich schon nach Möglichkeiten umgeschaut. Da gibt's auch hier in der Nähe so'n SOS-Jugendhilfezentrum.
    Aber zur Zeit wird mir einfach alles zu viel. Ich weiß nicht, ob ich zu Hause bleiben soll oder nicht. Eigentlich will ich schon ausziehen, aber was ist dann mit meiner Mama ? Auch wenn sie mich in den letzten Jahren oft seelisch verletzt hat, bin ich ja auch kein Unmensch und sie ist halt eben immernoch meine Mama. Wenn ich das mit dem Herzinfarkt nicht mitbekommen hätte, hätte ich keinen Zweifel daran ob ich ausziehen will oder nicht. Aber dann kommt ja auch noch die Trennung dazu. Es hat sich in den letzten Tagen soviel geändert, dass ich einfach nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht. :'-(

    Und wenn ich auch noch an die Schule denke und die vielen Schulaufgaben in den nächsten Wochen und den ganzen Stress, dann würde ich am liebsten die Schule abbrechen und einfach nur noch weg von allem und jedem.

    Ich habe einfach Angst, dass wenn ich gehe, alles vorbei ist. Das Problem ist ja auch, dass ich garnicht weiß, ob meine Mama überhaupt wirklich weiß, dass ich weiß, dass sie so krank ist. Versteht ihr ? Ich war mir in der Wut einfach sicher, aber ich weiß es halt trotzdem nicht. Es spricht ja niemand mehr mit irgendwem. Das war ja schon die letzten Jahre so. Es wird alles irgendwie verheimlicht bis man wenn's nicht mehr geht über nen Umweg den anderen indirekt anspricht und der das dann mitbekommt.

    Was ich auch noch sagen wollte: Meine Eltern haben sich nicht einmal mit irgendeinem Namen angeredet. In den ganzen letzten Jahren nicht. Wenn dann doch der eine mal was zu sagen hatte, wurde gewartet bis der andere herschaut oder die Ansprache war 'Hey!'

    Durch den Zwist meiner Eltern ist alles kaputt gegangen und das Vertrauen ist endgültig total weg. Jetzt bleibt hier nur noch ein Scherbenmeer zurück und niemand weiß was er machen soll. Ich weiß mitterweile garnichts mehr und meine Mama versucht wieder irgendwie alles zu verheimlichen und nix zu sagen und das verstehe ich einfach nicht. Ich traue mich aber auch nicht sie auf alles anzusprechen. Ich bin einfach nur am Ende und könnte nur noch heulen !

    Das Einzige was mir jetzt noch bleibt sind meine Freunde. Ob ich meinem besten Freund von dem allem erzählen soll oder nicht weiß ich auch nicht. Ich möchte unsere so tolle Freundschaft nicht auch noch kaputt machen. Er ist der einzige Mensch, dem ich komplett zu hundert Prozent vertraue und das will ich einfach nicht verlieren.

    Es ist alles einfach nur noch sch.... !!

  4. #12
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hallo Adler,

    für mich wäre das überhaupt keine Frage wie ich handeln sollte- Natürlich mein
    Glück woanders suchen.Dort wo Du jetzt bist wirst Du früher oder später in die
    gleichen Verhaltensmuster fallen die Du jetzt verachtest und anprangerst.

    Oft bewirkt zudem eine räumliche Trennung dass es weniger Zoff untereinander
    gibt und man alles mit einem gewissen Abstand betrachtet. Deshalb brauchst Du
    auf keinen Fall auf Distanz zu Deiner Mutter gehen- das Verhältnis k a n n
    nur noch besser werden, schlimm ist es schon genug !

    Gruss
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  5. #13
    Gast784
    Gast

    Standard

    Da gibt's auch hier in der Nähe so'n SOS-Jugendhilfezentrum.
    Hallo Adler,

    was spricht dagegen, da mal hin zu gehen, einfach nur, um Dich auszusprechen und um zu hören, welche Möglichkeiten Du - oder ihr als Familie habt? Da ist ja dann noch keine Entscheidung gefallen, nichts passiert.

    Es wäre einfach effektiver, Du würdest mal ins Reden kommen, weil Du genau darauf ja schon lange verzichten musst, als sich NUR hier alles von der Seele zu tippen. Ich glaube, wenn Du mal erlebst, dass Dir jemand aktiv zuhört, dann wird das Dir schon viel Kraft geben. Das können wir hier in diesem Medium in dieser Form einfach nicht leisten.

    Du riskierst nix, wenn Du da mal hingehst und Dich beraten lässt. Vll gibts ja in irgend ner Form Beistand für die Schule, oder so. Du kannst da eigentlich nur gewinnen.

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