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Thema: Meine Eltern sind unheimlich nervtötend - ausziehen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Meine Eltern sind unheimlich nervtötend - ausziehen?

    Schönen guten Abend miteinander

    Ich wende mich mal mit meinem momentanen Hauptproblem an euch. Hoffentlich habt ihr ein paar gute Ratschläge für mich parat.

    Meine Eltern, insbesondere meine Mutter, meckern mich wegen jeder Kleinigkeit an und machen Stress.
    Es geht jeden Tag so. Sie finden immer irgendetwas, warum sie mich anmeckern können (und zwar so, als hätte ich was wirklich schlimmes gemacht. absolut übertrieben).
    Sei es ein Glas, dass ich in der Küche stehen gelassen habe, sei es mein Schulranzen, den ich nicht sofort ins Zimmer gebracht habe, sei es ne Flasche leergut, die ich nicht direkt wegbringe.
    Wirklich jeder nochsokleine, gottverdammte ******* bietet denen Anlass um an mir rumzumeckern.
    Jeden Tag passiert sowas dann einige Male. Und dieses Spiel geht jetzt schon seit ein paar Jahren so.

    Wie ihr euch denken könnt schlägt mir das ziemlich auf die Nerven. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich mich nicht mehr wohl fühlen kann, wenn ich weiss, dass meine Eltern in der Nähe sind.
    Man hat die ganze Zeit dieses Gefühl unter Beobachtung zu stehen.
    So fühle ich mich auch in Gegenwart von anderen Leuten, die ich nicht mag.

    Ich mag es garnicht, Freunde zu mir einzuladen, eben wegen diesem Unbehagen und weil meine Eltern auch dann noch stören.



    Nun hatte ich kürzlich einige Tage lang die Bude ganz für mich, weil meine Eltern verreist waren. Und diese Zeit hat mir wie erwartet sehr gut gefallen.

    Meine Schulprobleme waren in dieser Zeit praktisch passé; ohne, dass ich mich hätte viel motivieren müssen hab ich jeden Tag ordentlich Aufgaben gemacht und gebüffelt.

    Und es bestätigte sich weiterhin das, was ich schon von Übernachtungen bei Freunden wusste: Mir geht es deutlich besser, mental und körperlich, wenn meine Eltern nicht in der Nähe sind. Ich habe mehr Energie, bin besser gelaunt, freundlicher, kann viel besser aus mir herauskommen, usw.

    Kaum waren meine Eltern dann vom Urlaub zurück - vielleicht 5 Minuten wieder vor Ort - hatten sie den ersten Grund zum zetern. Wie üblich eine stupide Kleinigkeit: Ich hatte doch tatsächlich den Topf, mit dem ich mir Mittagessen gekocht hatte gewaschen und feucht auf dem Ablaufgatter der Spüle stehen lassen, damit er dort trocken wird. Dann kam noch Gemecker, weil ich meinen Ventilator nicht in den Keller gestellt habe (wen stört es denn, ob ich den in meinem Zimmer habe oder nicht??)


    Den Wunsch, dieses Verhältnis wieder zu verbessern habe ich schon lange nicht mehr. Ich möchte hier weg und allen Kontakt abbrechen.


    Ich bin nun siebzehn Jahre alt und werde Mitte des nächsten Jahres volljährig. Ich habe mir schon lange vorgenommen, dann möglichst bald ausziehen.
    Nun schlägt es mir aber so arg auf die Nerven, dass ich überlege, ob ein Auszug nicht schon früher in Frage käme.
    Aus der Zeit, in der ich hier alleine war weiss ich erneut, dass ich keinerlei Probleme damit habe, eine Wohnung sauberzuhalten, mich selbst zu versorgen, etc.
    Die Probleme dabei sind:
    -Minderjährigkeit
    -Ich gehe noch zur Schule
    -Finanzielles

    >Finanzielles: Ich wüsste nicht, wie ich mir momentan ohne etwaige Unterstützung ein alleinstehendes Leben finanzieren sollte.
    Solange ich noch zur Schule gehe wäre womöglich Schüler-BaFög und Kindergeld ausreichend. Jedoch möchte ich nach der Schule nicht direkt in eine Ausbildung o.Ä. gehen sondern mich ersteinmal durch verschiedene Betriebe durchprobieren, um meinen Horizont zu erweitern. Wie dies finanziert werden soll ist mir leider ein Rätsel.
    Habe ich möglicherweise sogar Zahlungsanspruch an meine Eltern?

    >Schule: Mitten im Jahr die Schule wechseln wäre unratsam. Insbesondere, da dies womöglich schon mein letztes Jahr Schule ist. Ich hätte doch gewisse Schwierigkeiten beim Eingewöhnen auf einer anderen Schule. Daher wäre momentan nur ein Auszug hier in die Gegend möglich, um die Schule beibehalten zu können.
    Wenn ich die Schule dann fertig habe möchte ich dann erstmal weiter weg ziehen - vor allem in eine Gegend, in der mehr Firmen angesiedelt sind und die Arbeitsplatzsituation besser ist (und wenn es geht näher zu Freunden. Leider wohnen wir mehr oder weniger verstreut über ein paar Gebiete in Deutschland).

    >Minderjährigkeit: Solange ich nicht volljährig bin kann ich einen Auszug rechtlich nicht selbst in die Hand nehmen. Da müsste dann wohl das Jugendamt den Ton angeben.



    Nun warum wende ich mich an euch?
    Ich suche Rat in der Frage, ob ich vielleicht schon vor Ende dieses Schuljahres ausziehen kann, ob es ratsam wäre und welche weiteren Folgen dies nach sich ziehen würde.
    Wie stehen meine Chancen, dass so etwas genemigt wird? Ist meine Situation denn ein Fall, der zu einer solchen Forderung berechtigt oder wird das Jugendamt mein Anliegen mit einem Handwink und dem Spruch "nun stellen's sich mal nicht so an" abtun? (Genau dies höre ich dauernd von Aussenstehenden, denen ich die Lage schildere. Ich habe schliesslich keine schlimmen Hämmer vorzuweisen, die meine Eltern zu schlechten Eltern deklarieren würden und dieses schleichende, allgegenwärtige Generve scheinen viele nicht so recht ernstzunehmen, auch wenn es mich ziemlich fertig macht.)

    An wen müsste ich mich denn dann wenden? Gibt es Hilfseinrichtungen, die mir unter die Arme greifen könnten? Habt ihr sowas vielleicht schon hinter euch und könnt aus Erfahrung sprechen?
    Wie würde das dann ausschauen? Betreutes Wohnen in einer WG? Oder gibt es da andere Einrichtungen? (Da hätte ich bedenken, dass ich mit irgendwelchen 'pardon' Vollassis oder Problemfällen in eine Bude gepfercht würde. Ich kann abhängig von den Personen sehr umgänglich oder garnicht umgänglich sein - Darum wäre es sehr gut, wenn ich nicht zwangsweise mit jedem/jeder eine Wohnung oder ein Zimmer teilen müsste. (Wenn ich ein Wochenende mit und bei Freunden verbringe läuft das in aller Regel ziemlich harmonisch ab. Das ist mit allen Leuten so, die ich akzeptieren kann sprich mag. Mit unliebsamen Leuten klarkommen ist für mich hingegen in dieser Form eher schwierig - siehe meine Familie.))


    Ich danke euch für euren Rat
    Grüße
    sarcasmo

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Cruel Malice
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    Unglücklich Andere Perspektiven...

    Die Chancen stehen schlecht.
    Unter 24 ist Ausziehen nur noch in Extremfällen oder mit eigener Kohle möglich. Wenn du irgenwelche Gelder beantragen willst schicken sie dich rigoros zu deinen Eltern zurück wenn du nicht schon mindestens zwei Jahren alleine gelebt hast.
    Deinen Anspruch auf Schüler BAföG solltest du lieber vorher mit dem für dich zuständigen BAföG Amt klären.
    Was für einen Abschluss machst du eigentlich? Ich versteh noch nicht recht was du danach vor hast.
    Dass du deine Eltern zum finanzieren von Praktikumshopping oder was du da auch immer vor hast verdonnern kannst ist allerdings unwahrscheinlich.
    Wenn sie es rein finanziell dazu in der Lage sind, wäre es besser sich mit ihnen gut zu stellen und sie dazu zu überreden es freiwillig zu tun.

    Willst du nicht lieber mit deinen Eltern deine Probleme ausdiskutieren?
    Vielleicht hilft es...
    Versuch dir Freiräume zu verhandeln.
    Du könntest dein Zimmer als Freiraum beanspruchen, wo deine Eltern nicht wegen Ventilatoren und ähnlichem reinreden dürfen, oder auch nicht ungefragt rein dürfen. Im Gegenzug bist du in ihrem Reich penibler und tust auch so dämliche Dinge wie Gläser die du noch benutzen wolltest sofort in den Geschirrspüler räumen.
    Sag ihnen auch dass du in dem Umfeld deine Schulprobleme nicht in den Griff bekommen kannst und das sie dir entgegen kommen sollen.
    Dich paralel weiter weg zu bewerben kannst du ja trotzdem ins Augen fassen.


    Das man sich einen Knacks holen kann will ich gar nicht abstreiten. Ich kann dank der gewalttätigen Hausaufgabenhilfe meiner Mutter in der Grundschule heute noch keine Aufgaben machen wenn irgendjemand im selben Raum ist, oder nur in der selben Wohnung noch wach ist. An öffentlichen Orten geht es. Zumindest so lang ich mich in eine Ecke verdrücken kann. Sobald ich den Eindruck habe beobachtet zu werden ist es aus.


    Ich kenn sowas gut, ich war mit 17 fast nie zuhause.
    Morgens um 7.00 in die Schule, danach zu meiner Freundin wo wir rumhingen oder Hausaufgaben machten. Irgendwann nachts zwischen 23.00 und 2.00 Uhr bin ich zuhause aufgeschlagen, bin ins Bett, hab morgens geduscht und wieder von vorne.
    Am Wochenende musste ich dann Großeinkauf machen, essen kochen und ähnliches. Manchmal hat sie mir dafür auch unter der Woche hinterhertelefoniert. War nicht weiter nicht schlimm, ich wollte mich vor meinen Pflichten ja nicht drücken. Ich wollte nur nicht unbedingt zuhause sein wenn meine Mutter mal wieder richtig schlechte Laune hatte. Ich war ihr jahrelang bewährter Lieblingsblitzableiter.
    Ich hab mir ein Zimmer mit meiner kleinen Schwester geteilt. Damit meine Mutter keine freie Sicht auf meinen Bereich hatte hab ich Hohe Bücherregale Rücken an Rücken gestellt und neben der Tür zwei Meter tief in den Raum ragen lassen.
    Das Verhältnis zu meiner Mutter war grad kompliziert. Sie hat mich zwar mit 17 schon eine Zeit nicht mehr geschlagen, aber ein Jahr zuvor hatten wir uns noch oft wegen Kleinigkeiten derb in den Haaren gehabt. Da hatte ich auch darüber nachgedacht irgendwie auszuziehen, mich aber entschlossen erst die Schulausbildung durchzuziehen. Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt psychisch sehr angeschlagen und hat vieles, wie auch nicht erledigte Hausarbeiten als Angriff verstanden. Sie hat in ihren Schilderungen meiner Nachlässigkeiten maßlos übertrieben, was mich beleidigt hat. Deswegen hab ich angefangen wirklich das zu tun, was sie mir vorwarf.
    Im Nachhinein verstehe ich dass sie sich einfach überfordert gefühlt hat und mehr Hilfe wollte.
    Mein Bruder war dann wegen Ausbildung nur noch alle zwei Wochen am Wochenende zuhause.
    Wir haben uns ziemlich auseinandergelebt. Das hab ich da schon gemerkt. Diese Mutter-Kind-Bindung war einfach nicht mehr da.
    Besser ist es aber nicht mehr geworden. Sie ist dann 500 km weit weg gezogen, meine Schwester ist mitgezogen, die war ja erst 12.
    Ich würde schon sagen dass ich mich damals oft recht schräg verhalten hab.


    Mein Freund wurde von seinem Vater oft wegen Kleinigkeiten geschlagen. Er hat einen ziemlichen Knacks davon.
    Er hat sich wegen der Prügelals Teeny viel rausgeschlichen und direkt nach Abi und Zivildienst eine Ausbildung angefangen anstatt zu studieren um ausziehen zu können.
    Er hasst den Job und hätte gern mehr aus sich gemacht.
    Das letzte Mal geschlagen hat ihn sein Vater als er schon 22 war, nicht mehr bei seinen Eltern wohnte und verheiratet war. Seine Frau stand daneben.
    Seit einem halben Jahr hat er kein Wort mehr mit seinen Eltern gewechselt, nachdem er ihnen über fünf Jahre lang heile Welt vorgespielt hat.
    Sie werden sich wohl noch aussprechen müssen. Seine Mutter lässt nicht locker.
    Geändert von Cruel Malice (13.12.2006 um 00:14 Uhr)
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  3. #3
    Neuling
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    Unter 24 ist Ausziehen nur noch in Extremfällen oder mit eigener Kohle möglich.
    was zählt denn als extremfall? wir haben täglich (teils lautstarken streit), das belastet sehr.

    angenommen ich finde eine ausbildungsstelle, einen arbeitsplatz o.Ä. sonstwo ist ausziehen mit sicherheit möglich.

    würde es etwas ändern, wenn ich mit einer partnerin zusammenziehe? (muss ja vom amt niemand wissen, dass dem garnicht wirklich so ist, solange man zusammen wohnt)

    Wenn du irgenwelche Gelder beantragen willst schicken sie dich rigoros zu deinen Eltern zurück wenn du nicht schon mindestens zwei Jahren alleine gelebt hast.
    dann sind aber im kehrshcluss meine eltern zahlungsverpflichtet. - logischerweise würde ich doch annehmen, dass sie zumindest jene summe entrichten müssten, die ich acuh beim zu hause wohnen an kosten verursachen würde.


    wie gesagt, ein nebenverdienst (irgendwo kellnern, tanke oder so) ist nicht auszuschliessen, falls man damit dann über die runden käme.

    Deinen Anspruch auf Schüler BAföG solltest du lieber vorher mit dem für dich zuständigen BAföG Amt klären.
    ich will ja grade nichts einfach spontan machen und dann hinterher als depp dastehen. darum frag ich doch.

    Was für einen Abschluss machst du eigentlich? Ich versteh noch nicht recht was du danach vor hast.
    dieses schuljahr mach ich den real endlich fertig - und vorerst wars das für mich, später könnte der zweite bildungsweg in frage kommen, aber jetzt will ich erstmal was praktischeres machen.
    da ich aber so rein garkeine ahnung habe, wo ausbildung o.Ä. mir zusagen würde dachte ich, dass es gut wäre, erstmal ein paar praktika o.Ä. bei verschiedenen firmen zu machen.

    Willst du nicht lieber mit deinen Eltern deine Probleme ausdiskutieren?
    das kann man vergessen. ich bin mittlerweile an einem punkt, an dem ich einfach keinen kontakt mehr will und mein leben leben will.

    Versuch dir Freiräume zu verhandeln.
    das gibts bei uns nicht - die ignorieren abmachungen früher oder später einfach wieder. das einzige, was hilft ist rigoros erzwungene freiräume. so hab ich sie vor vll 3 oder 4 jahren dazu gebracht, mich nicht mehr wie nen grundschüler zu behandeln und so kann ich sie auf distanz halten.

    Im Gegenzug bist du in ihrem Reich penibler und tust auch so dämliche Dinge wie Gläser die du noch benutzen wolltest sofort in den Geschirrspüler räumen.
    ich mache meinen dreck sauber und mache nichts, was verwerflich wäre. die höhe ist ja, dass mein bruder öfters mal ne mordssauerei macht und da sagt sie nichtmal was, macht das sogar weg! da ist das wohl was anderes.

    wie du es wohl kennst - man ist einfach blitzableiter. wenn dieser drachen was zu meckern will findet sie auch was.

    Sag ihnen auch dass du in dem Umfeld deine Schulprobleme nicht in den Griff bekommen kannst und das sie dir entgegen kommen sollen.
    -das glauben sie mir eh nicht. dann kommt nur wieder "ach du bist doch einfach nur ne faule sau"
    -wie soll man mir da entgegenkommen? es ist die schiere anwesenheit in der nähe, die schon ihre wirkung hat.

    Seit einem halben Jahr hat er kein Wort mehr mit seinen Eltern gewechselt
    das ist auch mein ziel.

    nachdem er ihnen über fünf Jahre lang heile Welt vorgespielt hat.
    meine sollen acuh endlich kapieren, dass sie in meinem leben nichts zu suchen haben.

    Sie werden sich wohl noch aussprechen müssen. Seine Mutter lässt nicht locker.
    kann man zur not gerichtlich erzwingen.



    schönen dank für deine antwort
    sarcasmo

  4. #4
    Neuling Avatar von Kryptonite
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    Genauso ist das bei mir zu Hause auch....

    Ich bin auch 17, hab aber erst in 2 Jahren mein Abi (hoffentlich....) und möchte dann studieren. Ich hatte auch darüber nachgedacht, nicht in die Oberstufe zu gehen und mir nach der 10. Klasse eine Ausbildung zu suchen um so schnell wie möglich von zu Hause raus zu kommen. Aber später würde ich das bestimmt bereuen, deshalb hab ich es gelassen...

    Seit wann man denn deine Mutter so extremen Stress? Vielleicht ist das nur so eine Phase, die bald wieder vorbeigeht und sie wird sich wieder beruhigen.
    Das Leben ist hart, aber wenigstens ungerecht....

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Cruel Malice
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    Zu sicher wäre ich mir nicht. Es könnte gut sein dass das Jugendamt nur sowas wie Erziehungsberatung verschreibt.
    Muss aber nicht das schlechteste sein.
    In Gegenwart des Pädagogen/Psychologen oder was sie auch immer für euch abstellen kannst du mal deine Kritik rausbringen ohne dass dir der Mund verboten werden kann oder ähnliches. Und vielleicht hören sie auf einen Fachmann. Der ist ja schließlich nicht ihr Kind.

    Verdienen deine Eltern denn so gut das Unterhalt zu holen wäre?
    Man hat mir von allen Seiten gesagt als meine Mutter weggezogen ist, ich solle meinen Vater auf Unterhalt verklagen da er dazu verpflichtet ist solange ich in unbezahlter Ausbildung bin, aber bei ihm ist nichts zu holen.
    Die Praktika solltest du lieber während der Schulferien machen solang du noch bei deinen Eltern wohnst. Es könnte später unbezahlbarer Luxus werden.
    Bei mir in der 10. war einer der in einer Jugendamt WG gelebt hat. Viel Kohle hatte er nicht. Aus seinen Hosen war er schon lang rausgewachsen, aber neue waren nicht drin und mal ein Jahr Praktika wär für ihn nicht drin gewesen.


    Zitat Zitat von sarcasmo
    was zählt denn als extremfall? wir haben täglich (teils lautstarken streit), das belastet sehr.
    Körperliche Schäden wärem mal ein Anfang. Ich kenne eine die von ihrem Stiefvater seit sie sieben war sexuell misbraucht wurde und deswegen ES und SVV hat.... die wohnt jetzt allein und lebt von Schmerzensgeld und was ihr so zusteht.

    Zitat Zitat von sarcasmo
    würde es etwas ändern, wenn ich mit einer partnerin zusammenziehe? (muss ja vom amt niemand wissen, dass dem garnicht wirklich so ist, solange man zusammen wohnt)
    Bringt keine Vorteile. Wenn du auf Gelder angewiesen bist sogar Nachteile.

    Zitat Zitat von sarcasmo
    dann sind aber im kehrshcluss meine eltern zahlungsverpflichtet. - logischerweise würde ich doch annehmen, dass sie zumindest jene summe entrichten müssten, die ich acuh beim zu hause wohnen an kosten verursachen würde.
    Nur wenn deine Eltern genug Kohle haben dich durchzubringen und verweigern dich aufzunehmen. Sie, nicht du!



    Zitat Zitat von sarcasmo
    dieses schuljahr mach ich den real endlich fertig - und vorerst wars das für mich, später könnte der zweite bildungsweg in frage kommen, aber jetzt will ich erstmal was praktischeres machen.
    da ich aber so rein garkeine ahnung habe, wo ausbildung o.Ä. mir zusagen würde dachte ich, dass es gut wäre, erstmal ein paar praktika o.Ä. bei verschiedenen firmen zu machen.
    Siehe oben.
    + Geh man zum Arbeitsamt oder zum BIZ/Berufsberater und red mit denen darüber dass du keine Ahnung hast was du machen willst und ob sie nicht eine Idee für dich hätten damit du möglichst direkt nach deinem Abschluss ein arbeitendes Mitglied der Gesellschaft werden kannst.

    Meine kleine Schwester hat grad ähnliche Probleme.

    Zitat Zitat von sarcasmo
    Seit einem halben Jahr hat er kein Wort mehr mit seinen Eltern gewechselt
    das ist auch mein ziel.
    Das ist kein Ziel. Nur ein Zwischenspiel. So arg ihn sein Vater verprügelt hat, so nervig seine Mutter ausfragt, er liebt sie trotzdem und ist sogar irgendwie von ihrer Wertschätzum besessen. Der Zwiespalt zwischen nicht verzeihen können und trotzdem lieben ist das was viele so zerreißt und kaputt macht.
    Seine Brüder haben ihm zum Beispiel überhaupt nichts getan. Er geht ihnen auch nur aus dem Weg weil sie ihn fragen könnten warum er nicht mit zu den Eltern kommt oder was der akute Auslöser war.
    Aber in erster Linie weil er ohne die Ausprache über kurz oder lang dran kaputt gehen wird.

    Zitat Zitat von sarcasmo
    nachdem er ihnen über fünf Jahre lang heile Welt vorgespielt hat.
    meine sollen acuh endlich kapieren, dass sie in meinem leben nichts zu suchen haben.
    Zitat Zitat von sarcasmo
    Sie werden sich wohl noch aussprechen müssen. Seine Mutter lässt nicht locker.
    kann man zur not gerichtlich erzwingen.
    Du meinst eine Unterlassungsklage, oder?
    Ne, er hat es nicht mal geschafft seinen seit 1,5 Jahren abgelaufenen Perso auf gerichtliche Anweisung für den bereits 2. Scheidungstermin zu erneuern, der in einer Woche ist. Oder eine Schulbesuchsbestätigung zu verschicken.
    Er hat bis jetzt deswegen schon 1500€ Strafe (3x500, jedes mal wegen dem selben Mist) zahlen müssen und es wird nicht besser.
    Das er selbst zu einer offiziellen Instanz ist extrem unwahrscheinlich.

    Aber wie gesagt, in erster Linie wird er es selbst nicht vertragen.
    Er ist nach seinem ersten Schritt nur in Panik und ist noch nicht für den 2. bereit.
    Geändert von Cruel Malice (14.12.2006 um 02:16 Uhr)
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  6. #6
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    Aber später würde ich das bestimmt bereuen, deshalb hab ich es gelassen...
    abhängig von meinen momentanen schulleistungen würde ich wohl eh kein abi schaffen.
    mein nächstes ziel in dieser hinsicht ist, eben diesen umstand zu ändern. dann würde fernschule o.Ä. fürs Abi in Frage kommen.

    Seit wann man denn deine Mutter so extremen Stress? Vielleicht ist das nur so eine Phase, die bald wieder vorbeigeht und sie wird sich wieder beruhigen.
    Der Zustand hält so seit ca. 2 Jahren in dieser Form am, richtig los ging es schon vor vielleicht 4 Jahren.

    Verdienen deine Eltern denn so gut das Unterhalt zu holen wäre?
    Wenn ich mir unsren Lebensstandart und die Ausstattung ansehe und meine Eltern sozusagen "einfach mal so" nen paar hundert Euro locker machen können (z.B. wenn sie nen neuen Fernseher brauchen) und dass sie auch nicht dauernd auf den Preis achten müssen - und weiterhin ein eigenes Haus und ne Eigentumswohnung besitzen - da würde ich schon sagen, dass ich das nicht als vollkommen unmöglich einschätzen würde.

    Der Zwiespalt zwischen nicht verzeihen können und trotzdem lieben ist das was viele so zerreißt und kaputt macht.
    Um das Problem bin ich endlich einigermaßen drüber. Ich hab so nen Hals wegen denen, ich bin verdammt froh, wenn ich hier weg kann.



    Was würde denn passieren, wenn ich anstatt mir den ******* sozusagen gefallen zu lassen, solange ich es noch muss, meinen Eltern meine Anwesenheit zur Hölle machen würde? Und eben wirklich das totale Problemgör geben würde?
    Hätte ich anrecht auf irgendwas, wenn sie mich deswegen rauswerfen wollen?

  7. #7
    Schreibkraft Avatar von Cruel Malice
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    Ähm.. Erziehunganstalt.
    Rausgeworfene Kinder haben sich in Jojos verwandelt.

    Das bringt nix.
    Geh lieber gleich zum Jugendamt und frag wie deine Chancen stehen.
    Betone das schlechte Lernklima und dem emotionalen Stress.

    Oder sag deinen Eltern worüber du wegen der Schikane nachdenkst.
    Kann Wunder wirken.
    Denn unabhängig davon wie du die Situation siehst oder sie dich behandeln mögen werden sie dich wohl immer noch lieb haben und an dir hängen.
    Außerdem käme sie dein Zimmer zu respektieren und dir langsam mehr Mündigkeit zuzutrauen billiger als Unterhalt.

    Ich würd wirklich probieren mit deinen Eltern zu reden und dir Freiräume zu sichern. Wenn sie sie dir nicht freiwillig geben wollen, dann eben auf der rebellischen Schiene. Du wärst nicht der erste Teeny der sich ein "Keep Out" Schild an die Tür hängt.


    Auf der offiziellen Schiene sehe ich für dich kaum Chancen.
    Wenn es so einfach wäre gäbe es in Deutschland so viele Haushalte zusätzlich wie Teenager zwischen 14 und 18.
    Ich bin 23 und die würden mich, wenn ich nur seit zwei Jahren und nicht seit gut vier Jahren alleine leben würde, ohne nur mit der Wimper zu zucken zu meiner Mutter und meiner Schwester in die Zweizimmerwohnung ins 500km entfernte NRW schicken. (da gibt's sogar Stichtage...)
    Für meinen 21 Jahre alten Bruder gilt das selbe wenn er im Januar mit der Ausbildung fertig ist, weswegen er erst mal zu mir muss.

    Das was du bis jetzt geschildert hast, hört sich nämlich wirklich nur nach einem Pubertätskonflikt an wie es sie zu Hauf zwischen Eltern und Kindern, die unabhängig werden, gibt.
    Die offiziellen Stellen werden dass nicht viel anders sehen.
    Und vielleicht ist es ja wirklich so dass dein Verhältnis zu den Eltern in einem halben Jahr, scheinbar grundlos besser wird.
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