psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 11

Thema: meine esssucht

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    12.01.2007
    Beiträge
    6
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard meine esssucht

    hallo,
    ich bin anna,44jahre alt,verheiratet und leider kinderlos.
    dick war ich schon als kind,meine mutter hat mir immer kleider angezogen,die noch nicht einmal bis zum knie gingen,damit man ja meinefetten oberschenkel sieht(sie hat es aber nicht böse gemeint).
    mit 12jahren musste ich ins krankenhaus wegen einer nierenentzündung.natürlich haben die ärzte mich gleich auf diät gesetzt.da habe ich dann 25kilo abgenommen,die danach gleich wieder drauf waren.
    mit 17 musste ich zur kur,da wog ich so knappe 100 kilo.
    da nahm ich auch wieder 25kilo ab(weiß auch nicht,warum immer 25 kilo)die waren auch bald wieder drauf.
    und so ging es mein ganzes bisheriges leben.ein auf und ab.
    im sommer ´91 war ich dann soweit,dass ich 192 kilo auf die waage brachte.da machte ich eine radikalkur und nahm hundert kilo ab(ich könnte heulen,wenn ich daran denke).was war ich stolz und vorallem war ich richtig selbstbewußt.
    da lernte ich dann auch gleich meinen mann kennen(vorher lief nie was auf dieser ebene).
    wir hatten ziemliche anfangsschwierigkeiten,mein mann trank ganz gerne über den durst und da fing ich wieder an zu fressen.
    habe aber trotzdem immer wieder die kurve gekriegt und abgenommen,wenn es zuviel war.
    mein mann hat auch aufgehört alkohol zu trinken,das war bestimmt nicht der auslöser.
    und jetzt bin ich fast wieder soweit wie im sommer 91.ich denke,ich wiege so um die 170 kilo.
    ich kann es garnicht fassen.irgendwie kommt es mir vor,als hätte ich im winter eine andere figur gehabt.und plötzlich,wo es sommer ist und man sich luftig anziehen will,kommen die pfunde(kilos)zum vorschein.
    wahrscheinlich habe ich mir die ganzezeit etwas vorgelogen.
    jedenfall war ich schon bei zwei psychologen.
    beim ersten habe ich die therapie bis um ende durchgezogen.der psych.meinte mein mann und meine kindheit seien schuld an meinem dilemma.
    okay,mein mann war zu de zeit,ein bisschen heftig drauf und hat immer drauf gedrängt,dass ich abnehme.immer musste ich kalorienzählen,alles abwiegen u.s.w.und wenn ich es nicht gemacht habe,hing der haussegen schief.
    das macht mein mann aber mittlerweile nicht mehr.er läßt mich,was das betrifft,weistestgehenst in ruhe.
    die andere psychologin wollte immer,dass ich zur therapie in eine einrichtung gehe,was ich aber nicht wollte und auch jetzt nicht will.
    eigentlich habe ich ganz viele bücher übers abnehmen gelesen und brauche kein diät zu machen,weil es anders genauso gut geht,mindestens.
    ich weiß nicht,an was es letztendlich liegt,dass ich nicht endlich anfange und mich drum kümmere.
    denn so kann es definitiv nicht weitergehen.
    ich bin so depressiv und denke immer an selbstmord...
    es ist an der zeit,was zu ändern!
    lg
    anna

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Anna,

    warum willst Du nicht in eine Einrichtung gehen?

    Du und Dein Mann, ihr habt beide ne Suchtstruktur. Also das Problem ist bei euch schon tief im System verankert. Wenn ein Eßproblem schon lebenslang da ist und mit dermaßen großen Schwankungen, dann liegt es doch auf der Hand, dass es nicht nur am Kalorienzählen liegt. Dass Du das Problem daher auch psychotherapeutisch angehst, ist daher schon prima. Allerdings scheinen ambulante Therapiemethoden bei Dir nicht wirklich zu greifen, vll weil sie eben auch nur eine Seite der Medaille sind. Sucht - auch Eßstörungen, haben immer auch was mit ner Strukturschwäche zu tun. Die könntest Du in ner stationären Einrichtung lernen.

    In der psychotherapeutischen Klinik, in der ich kürzlich gearbeitet habe, waren (nicht nur,aber auch) Menschen mit Eßstörungen. Für die gab es eigens eine Gruppe für Eßstruktur, in regelmäßigen Abständen auch eine Lehrküche. Dazu das psychotherapeutische Konzept (Einzel, Klein- und Großgruppen), also individuelle Aufarbeitung sowie Erwerb von sozialen Kompetenzen. Weitere Bausteine waren sportliche und spirituelle Angebote. Wichtig: der Besuch von anonymen Selbsthilfegruppen( In Deinem Fall z.B. OA http://www.overeatersanonymous.de/), weil die nach dem stationären Aufenthalt am Wohnort Struktur und Unterstützung geben. Daneben gibts da in regelmäßigen Abständen Familienwochen, wo die Angehörigen in die Therapie mit einbezogen werden.
    Aber es gibt sicherlich auch noch andere ganzheitliche klinische Konzepte.

    Du hast das Problem aus lebenslangen Mustern aussteigen zu müssen, wenn Du dauerhaft was ändern willst. Das wird nicht gehen, so lange Du da und dort ein bißchen Flickwerk betreibst. Dann wirds wie bisher mal besser, mal schlechter laufen. Über das Risiko in Folge dessen ernsthaft zu erkranken (Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen usw.) muss ich Dir ja sicher nix sagen.

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (30.05.2008 um 06:05 Uhr)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Anna55 (23.01.2011)

  4. #3
    Neuling
    Registriert seit
    22.03.2008
    Beiträge
    9
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,

    ich habe auch eine Essstörung und war zunächst in diesem Forum. Von einer anderen Nutzerin habe ich den Hinweis auf das Forum www.austauschplattform.de bekommen. Dort geht es ausschließlich um Essstörungen mit allen ihren Ursachen, Problemen etc.

    Mir gefällt es dort gut und ich habe dort Hilfe und Verständnis gefunden.

    Liebe Grüße
    Steffi

  5. #4
    Neuling
    Registriert seit
    07.05.2007
    Beiträge
    42
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo!
    Ich habe auch Anfang 2007 eine Esssucht bekommen und dadurch ca. 15kg zugenommen. Leider sind bei mir aber zwei Psychiater ratlos und wissen nicht woher das kommt und behandeln mich deswegen auch leider nicht. Vor 6 Wochen habe ich das Ganze dann selbst in die Hand genommen. Vorher habe ich schon mehrere Versuche gestartet, dass Ganze zu stoppen, aber ergebnislos. Jetzt klappt es ganz gut, ich ernähre mich deutlich gesünder, habe allerdings auch wieder ab und zu Essanfälle, welche weiter zunehmen. Naja in den 6 Wochen habe ich aber wenigstens 2,5kg abgenommen und in 6 Wochen gehe ich zu Psychiater Nr. 3.
    Grüsse Sandra

  6. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    hi Sandra,

    bei Ess-Störungen gehst aber besser zum Psychotherapeuten als zum Psychiater.

    lg Gaby

  7. #6
    Neuling
    Registriert seit
    07.05.2007
    Beiträge
    42
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Naja mein Psychiater ist ja Psychotherapeut, mein Neurologe auch und der Psychiater wo ich vorher war auch. Ratlos sind aber alle 3.

  8. #7
    Neuling
    Registriert seit
    12.01.2007
    Beiträge
    6
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    hallo,
    ich war schon ganz lange nicht mehr hier im forum aber zur zeit muß ich immer öfter daran denken,weil ich wieder hilfe brauche.
    zum thema:
    ich hatte in der zeitung gelesen,dass es ein arzt hier in der nähe gibt,der adipositas-chirurgie durchführt.also entweder magenband,bypass oder schlauchmagen.
    da ich fix und fertig war und echt nicht mehr weiter wußte,nahm ich mir vor,mich bei ihm vorzustellen.das habe ich dann auch gemacht,mit dem ergebnis,dass ich schon über 170 kilo drauf hatte.
    nach der untersuchung war der arzt der meinung,bei mir ein schlauchmagen das richtige.
    kurzum,nach einem halbem jahr bekam ich den schlauchmagen (die krankenkasse hat sofort zugstimmt).
    nun ist die op ein jahr her und ich habe zwischen 90 und 100 kilo abgenommen.
    aber glaubt ihr,ich bin jetzt glücklicher?
    mitnichten!
    ich merke immer mehr,das ich depressiv werde.habe mich sogar begleitend um einen psychologen bemüht.der meint aber,ich hätte einfach zuviel zeit und soll mir entweder arbeit oder einen ausbildungsplatz suchen.
    ich merke also,er nimmt mich irgendwo garnicht ernst.
    ich habe schon wieder so massive minderwertigkeitskomplexe wie vorher,obwohl alle sagen,ich sei nun schlank...
    aber in mir hat sich das bild einfach verfestigt,dass ich dick bin.
    ich meide spiegel wie die pest,sehe ich in einen,ist der tag für mich gelaufen...
    das hätte ich nie und nimmer gedacht,dass es so kommt.
    ich dachte,ich lasse mich operieren(und hey,es ist bei weitem nicht so wie viele vielleicht denken,dass man sich operieren läßt und die kilos purzeln von alleine!)und dann wird alles gut.
    wie soll es nur weiter gehen?manchmal schaffe ich es nicht zur tür raus.

  9. #8
    Verleger Avatar von Natz
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    im Süden
    Beiträge
    5.293
    Danke
    249
    296 mal in 215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Anemone,
    gerade hatte ich eine "Diskussion" mit einer Userin, die auch denkt, mit äüßerlicher Veränderung kommt das Glück und wie man sieht, ist es nicht so-das kann auch jeder Therapeut, der sich auf diesem Gebiet auskennt, bestätigen.
    Allerdings ist es wirklich schwierig, das Selbstbewusstsein aufzubauen, wenn Du so passiv bist. An was hängt es denn, dass Du keine Ausbildung machst oder Ehrenamt oder Dir Hobbies suchst? Sport wäre z.B. gerade für Deine depressiven Verstimmungen das Beste und Du würdest Deinen "neuen Körper" auch besser kennenlernen. Sucht ist Sucht und da gehören auch-wie Gabi schon sagte-die inneren Strukturen dazu. Jemand, dem man die Zigerette wegnimmt, muss man auch was anderes geben-da essen dann viele-nennt man Suchtverlagerung. Da Deine Sucht jetzt sozusagen unterbunden ist, kommt eben die Leere und da musst Du ansetzen.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!