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Thema: Meine Frau und die Depressionen

  1. #1
    Neuling
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    Standard Meine Frau und die Depressionen

    Hallo, ich weiss nicht wie und wo ich anfangen soll. Bin zur Zeit ziemlich am Ende, weiss wirklich nicht mehr weiter. Ich fang mal so an
    Meine Frau( 34 ) und ich ( 36) sind seit 2001 verheiratet und seit 1996 zusammen. Haben einen gemeinsamen Sohn der jetzt 5 ist. Ich liebe meine Frau sehr, und unsere Beziehung war eine ganz normale glückliche Beziehung. Bis zum Fteitag den 13.02.2009, denn an diesem Tag ist die Mutter meiner Frau unerwartet mit 58 jahren verstorben. Meine Frsu ist einzelkind und hatte ein sehr gutes Verhältnis mit Ihrer Mutter und deden Verlust konnte meine Frau nicht verarbeiten haben es versäumt schon damals eine Therapie anzufangen. Seitdem fing alles an, , ihr gings nicht gut sie weinte immer nur und ich hab es leider nicht verstanden sie richtig zu trösten und bei ihr zu sein. Ich war zwar da und versuchte sie zu trösten, doch was ich jetzt weiss, hat es ihr nicht gereicht. Sie fing an von Tag zu Tag sich mehr von mit zu entfernen ( seelisch ) obwohl es ihr schlecht ging, hat sie es immer versucht dieses zu unterdrücken, damit hat sie versucht uns nicht weh zu tun und das seit 3 Jahren. Immer wieder immer wieder alles in sich reingefressen, bis sie dann von ca. Einem monat einen zusammenbruch hatte. sie ass nichts, hatte keine Lust mehr auf nichts und nahm in kurzer zeit 8 kilo ab.
    Bis dahin ahnte ich noch nichts von einer Depression. Und als sie dann beim Arzt war ( ohne mich, sie hats dann mir erzählt ) kam alles raus, sie sprach alles aus ihrer seele, und weinte vor dem Arzt. Dieser machte dann einen Depresdion schnelltest, dieser war alarmierend sie war selbstmordgefährdet!! Als ich das hörte war die Erde unter meinen Füssen verschwunden. Sie hat sich nicht mehr verstellt, sie beschuldigt mich, nicht bei ihr gewesen zu sein als sie mich brauchte, sie sagte mir dass sie im moment keine gefühle mehr für mich hat. Und nicht weiss wie es mit uns laufen wird, sie hätte keine Lust mehr aufs Leben auf irgendwas zu unternehmen u.s.w.
    Ich gebe es zu, das war nicht einfach sowas von meiner Frau zu hören, die ich über alles liebe. Aber ich habe ihr klar gemacht, dass ich mich ändern werde doch die sagt es ist alles zu spät. Ich habe mich dennoch versucht mich zu ändern. Der Arzt meinte auch, das sie es nicht so meint wie sie es sagt, das liegt an der Krankheit, mit einer Therapie und Medikamenten würde es besser werden, aber es kann lange dauern und ich Verständnis zeigen soll. Er hat ihr am Anfang Mirtazapin 15 mg verschrieben. Einmal in der Woche sollte sie sich dann beim Arzt melden, bis wir einen Psychiater gefunden haben. ( Termin erst im Januar )
    Doch unsere Situation wurde immer schlimmer, jetzt wo ich wusste dass sie nichts mehr für mich spürt, hatte ich die Angst sie zu verlieren, jede Situation hab ich falsch verstanden, wie z.b. Dass meine Frau jetzt zu hause immer mit Ihrem Handy rumlaufte, sich auf die Toilette setzte und mehrere 10 Minuten mit dem Handy spielte. Mir kam es aber vor, als ob sie was von mir verheimlichen würde, auch Nachts nahm sie Ihr Handy immer mit ins Bett unter dem Kissen. Sie sagt mir zwar das macht sie wegen dem Wecker, weil sie ansonsten den Wecker nicht hören würde, da sie mit dem Medikament sehr tief schläft. Doch ich habe es immer wieder falsch verstanden und wir stritten uns mehr und mehr und sie meinte, damit machst du alles kaputt, damit entfärnst du mich mehr von dir. Ich wusste auch nicht mehr was ich machen sollte. Die Situation wurde in den nächsten Tagen nicht besser sondern viel schlimmer. Der Arzt schrieb ihr dann Mirtazapin 30 mg, doch auch damit wurde es nicht besser, bis sie dann wieder einen Zusammenbruch hatte und ins Krankenhaus musste. Dort war sie dann 1 Woche, und im Krankenhaus wurde die Sache noch viel schlimmer, denn auf der Selben Station lag auch ihr Ex Freund, den sie wegen mir vir 15 Jahren verlassen hatte. Dieser Ex Fteund bestand darauf mit meiner Frau über dir alten Zeiten zu sprechen, da er immer noch nicht die Trennung verkaften konnte. Er beschuldigt sie alled, was er in den lezten 15 Jahren verkraften musste. Und wie ich schon sagte, die Situation wurde immer schlimmer, es ist so weit gegangen, dass ich immer schlimme Gedanken hatte, meine Frau könnte mich wieder verlassen wegen ihm. Obwohl Er auch verheiratet ist, doch das ging mir nicht mehr aus dem Kopf, zumal ja meine Frau zur Zeit keine Gefühle mehr für mich hat. Und mit ihm verstand sie sich gut. Auch wenn sie immer gesagt hat, dass sie ihn nur als einen guten Freund einen guten Mensch ansieht mehr nicht. Doch für mich war es nicht einfach und es ist immer noch nicht einfach das zu akzeptieren. Wir haben uns die ganze Woche gestritten im Krankenhaus. Und nach dem Krankenhausaufenthalt sind es jezt 2 Wochen her, und wir sind immer noch am Anfang ich weiss nicht mehr was ich machen soll. 2 stunden ist sie gut drauf und von einer minute auf die andere ist sie ausgetauscht. Wir leben wie 2 Freunde in einer Wohngemeinschaft, sie will immer alleine Bleiben, will immer alleine Raus, wenn sie Draussen wird sie normal sagt sie, sobald sie nach hause kommt ist sie wieder die alte und so kalt zu mir. Ich hoffe jetzt nur noch auf den Pyschiater, denn ich weiss echt nicht mehr weiter.

  2. #2
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    Hi,

    als erstes Mal, versuch ruhig zu bleiben. Das klingt viel leichter als es ist, aber Streitereien bringen euch beide nicht weiter.

    Hast du mal im Internet oder bei einem Arzt gefragt, was eine Depression ausmacht? Gibts bei euch vielleicht eine Beratungsstelle oder Gruppe für Depressionskranke und deren Angehörige? Das wäre der erste Schritt für dich, um alles ein wenig besser zu verstehen.

    Fakt ist, der Arzt hat Recht, sie meint nicht alles so, wie sie es sagt. Du mußt dir erstmal ein ganz dickes Fell zulegen und nicht alles auf die Goldwaage legen. Das die Gefühle weg sind, ist in dem Stadium der Krankheit vollkommen normal. Das du Schuld an dem Zusammenbruch bist schließe ich aus. Ich gehe davon aus, dass du auch damals schon alles versucht hast ihr zu helfen, genau wie jetzt auch. Eine Depression kommt im Allgemeinem nicht von heute auf morgen, sondern langsam. Sie beginnt mit depressiven Verstimmungen und wenn man sie nicht erkennt, dann kann sich das in eine handfeste Depression ausweiten. Der Verlust einen Menschen den man geliebt hat, kann einen in ein tiefes Loch fallen lassen aus dem man so einfach nicht mehr raus kommt. Deine Frau hat sich selbst abgeschottet und wollte ihrer Familie wohl nicht zur Last fallen. Sie hat die Situation selbst falsch eingeschätzt und damit natürlich keine Hilfe gesucht. Ich glaube das machen ganz viele so, weil sie sich sagen "klar bin ich furchtbar traurig, aber andere schaffen das ja auch".

    Ich kann dir erstmal nur raten - wie oben schon geschrieben - mal zu schauen, ob du ne Selbsthilfegruppe oder sowas findest, wo du dich mit anderen Betroffenen austauschen und Fragen stellen kannst. Und du mußt versuchen ruhig zu bleiben. Auch wenn es schwer ist, mach ihr keine Vorwürfe, dass sie so kalt ist. Wenn sie mal "normal" ist, dann freu dich über diese Zeiten und sei nicht sauer, wenn sie sich wieder abwendet. Das ist die Krankheit und nichts anderes. Ihr geht es dann schlecht, alles ist dunkel und nichts macht mehr Spaß. Möglicherweise ist sie dann sauer auf sich selbst, weil sie sich nicht helfen kann und wenn sie sauer ist, kann sie dich nicht gleichzeitig in den Arm nehmen. Also versuch sie nicht unter Druck zu setzen, keine Eifersuchtsanfälle wegen Handy´s oder Ex-Freunden ihr gegenüber und keine Vorhaltungen, weil sie sich nicht mehr so verhält wie früher.
    Sie hat sich Hilfe gesucht, das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss der Arzt schauen, dass die Tabletten richtig eingestellt werden (das kann ein wenig dauern und Rückschläge mit sich bringen, weil jeder Patient anders darauf reagiert) und wenn das ok ist, dann beginnt irgendwann die Therapie.

    Versuch ihr den Raum und die Zeit zu geben, das ist sehr wichtig für euch beide. Gib ihr das Gefühl, dass du für sie da bist, wenn sie dich braucht, aber sie auch in Ruhe läßt, wenn sie Ruhe braucht.

    Viel Glück und starke Nerven
    Coach

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Coach für den sinnvollen Beitrag:

    by1975 (17.11.2011),Thessa (22.11.2011)

  4. #3
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    Vielen vielen Dank, das tat jetzt wirklich gut. Du hast recht, ich muss versuchen ruhiger zu bleiben.
    Das mit der Beratungsstelle werde ich auf jeden Fall aufsuchen.
    Danke nochmal

    Lg



    UOTE=Coach;115056]Hi,

    als erstes Mal, versuch ruhig zu bleiben. Das klingt viel leichter als es ist, aber Streitereien bringen euch beide nicht weiter.

    Hast du mal im Internet oder bei einem Arzt gefragt, was eine Depression ausmacht? Gibts bei euch vielleicht eine Beratungsstelle oder Gruppe für Depressionskranke und deren Angehörige? Das wäre der erste Schritt für dich, um alles ein wenig besser zu verstehen.

    Fakt ist, der Arzt hat Recht, sie meint nicht alles so, wie sie es sagt. Du mußt dir erstmal ein ganz dickes Fell zulegen und nicht alles auf die Goldwaage legen. Das die Gefühle weg sind, ist in dem Stadium der Krankheit vollkommen normal. Das du Schuld an dem Zusammenbruch bist schließe ich aus. Ich gehe davon aus, dass du auch damals schon alles versucht hast ihr zu helfen, genau wie jetzt auch. Eine Depression kommt im Allgemeinem nicht von heute auf morgen, sondern langsam. Sie beginnt mit depressiven Verstimmungen und wenn man sie nicht erkennt, dann kann sich das in eine handfeste Depression ausweiten. Der Verlust einen Menschen den man geliebt hat, kann einen in ein tiefes Loch fallen lassen aus dem man so einfach nicht mehr raus kommt. Deine Frau hat sich selbst abgeschottet und wollte ihrer Familie wohl nicht zur Last fallen. Sie hat die Situation selbst falsch eingeschätzt und damit natürlich keine Hilfe gesucht. Ich glaube das machen ganz viele so, weil sie sich sagen "klar bin ich furchtbar traurig, aber andere schaffen das ja auch".

    Ich kann dir erstmal nur raten - wie oben schon geschrieben - mal zu schauen, ob du ne Selbsthilfegruppe oder sowas findest, wo du dich mit anderen Betroffenen austauschen und Fragen stellen kannst. Und du mußt versuchen ruhig zu bleiben. Auch wenn es schwer ist, mach ihr keine Vorwürfe, dass sie so kalt ist. Wenn sie mal "normal" ist, dann freu dich über diese Zeiten und sei nicht sauer, wenn sie sich wieder abwendet. Das ist die Krankheit und nichts anderes. Ihr geht es dann schlecht, alles ist dunkel und nichts macht mehr Spaß. Möglicherweise ist sie dann sauer auf sich selbst, weil sie sich nicht helfen kann und wenn sie sauer ist, kann sie dich nicht gleichzeitig in den Arm nehmen. Also versuch sie nicht unter Druck zu setzen, keine Eifersuchtsanfälle wegen Handy´s oder Ex-Freunden ihr gegenüber und keine Vorhaltungen, weil sie sich nicht mehr so verhält wie früher.
    Sie hat sich Hilfe gesucht, das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss der Arzt schauen, dass die Tabletten richtig eingestellt werden (das kann ein wenig dauern und Rückschläge mit sich bringen, weil jeder Patient anders darauf reagiert) und wenn das ok ist, dann beginnt irgendwann die Therapie.

    Versuch ihr den Raum und die Zeit zu geben, das ist sehr wichtig für euch beide. Gib ihr das Gefühl, dass du für sie da bist, wenn sie dich braucht, aber sie auch in Ruhe läßt, wenn sie Ruhe braucht.

    Viel Glück und starke Nerven
    Coach[/QUOTE]

  5. #4
    Neuling
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    ich kann dich gut verstehen, wie es in deinem kopf ständig ping pong spielt. Angst verlassen zu werden, oder betrogen. Nicht helfen zu können. Ruhe zu bewaren ist das a und o mit einem depressiven Partner. Leichter gesagt als getan. Es wird schwer für dich, das vorweg aber wenn du deine Frau liebst wirst du es durchstehen. Gib dir mühe dich mit ihrer Krankheit auseinander zu setzen. Auch wenn sie dich ablehnt, liebt sie dich doch. Sonst wäre sie nicht mehr bei euch. Lerne auf Kleinigkeiten zu achten gib ihr Zeit und Raum. Gerade die Häusliche enge kann ein Problem sein. Halte durch.

  6. #5
    Neuling
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    ... mir fiel noch etwas ein, was vielleicht dir vielleicht ein Stück helfen kann das Verhalten deiner Frau nachzuvollziehen.

    Es gibt ein Buch "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner. Obwohl Sarah das alles nicht selbst erlebt hat (wohl eine Freundin von ihr), beschreibt sie ziemlich bildlich, wie es einem gehen kann. Vielleicht kommst du mal in einer Buchhandlung vorbei und wirfst einen Blick rein oder schaust mal im Internet. Aber bitte pass auf, dass deine Frau das Buch nicht in die Hände bekommt in einer so negativen Stimmung. Ich glaube das könnte es noch schlimmer machen. Für dich kann es aber ein Stück weit die aktuelle Realität deiner Frau beschreiben.

    VG

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