psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Meine Freundin...

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    23.11.2008
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Meine Freundin...

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und habe auch gleich ein Anliegen an euch...
    Ich (w) habe seit gut einem Jahr eine Freundin, die ich sehr liebe.
    Es ist nicht immer alles einfach, da sie auch noch einen 6-jährigen Knirps hat, der bislang nichts von uns weiß (wobei er ganz sicher merkt, dass wir uns sehr gern haben).
    Aber das soll nicht das Thema hier sein.
    Meine Freundin hat ein großes Problem damit, zu akzeptieren, dass sie auf Frauen steht und somit "anders" bzw. für manche sogar krank ist. Dazu muss man sagen, dass sie nicht aus Deutschland ist und das Thema Homosexualität in ihrer Heimat nicht akzeptiert wird.
    Ich selbst fühle mich ok mit meiner Neigung, ich habe nicht das Gefühl, etwas Falsches oder Unrechtes zu tun, indem ich mein Leben so lebe.
    Der einzige Wehmutstropfen für mich persönlich ist, dass ich bislang nicht "den ***** in der Hose" hatte, meinen Eltern von uns zu erzählen und mich vor ihnen zu outen. By the way...ich bin 31...also kein Teenie mehr.
    Meine Freundin bestärkt das in ihrer verinnerlichten Homophobie, wie sie es nennt, und macht mir Vorwürfe, dass ich meinen Eltern nichts erzähle.
    Was meint ihr? Sollte ich den Schritt ihrzuliebe sehr schnell machen, um ihr zu zeigen, dass es ok ist, sein Leben mit einer Frau zu teilen? Oder ändert das vermutlich nichts an ihrem Problem, sich zu akzeptieren?
    Es ist unbestritten, dass ich in der Hinsicht ein Feigling bin und meine Eltern wissen sollten, wie ich lebe...hier geht es mir jetzt allerdings darum, ob ich ihr helfe, wenn ich mich oute.
    Oder habt ihr andere Tipps, wie ich ihr helfen kann, sich selbst und ihre Orientierung zu akzeptieren?
    Mich belastet das Ganze ziemlich, da sie immer wieder sagt, dass sie das nicht akzeptieren kann und auch davon spricht, ob es für sie nicht besser sei, sich zu trennen. Beruhigenderweise erkennt sie dann aber auch, dass es ihr dreckig gehen würde, wenn sie das tun würde und dass sie mich nicht verlieren möchte.
    Es ist teilweise sehr schmerzhaft, aber ich möchte ihr so gern helfen. Bin dankbar für eure Meinungen und Tipps.
    LG

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Lilalux,

    warum pflegt ihr nicht erst mal lieber Kontakte mit anderen Lesben über Vereinigungen und ihren kulturellen Einrichtungen, um euch in eurem Selbstverständnis zu bestärken und Rückhalt geben zu lassen?

    Ein Outing bei Deinen Eltern fände ich nur dann sinnvoll, wenn Du selbst so weit von ihnen frei bist, dass Dir ihre Reaktion sowieso egal ist. So klingt das aber nicht. Die Gefahr, dass Du Dir dann ne weitere Verunsicherung und Schwächung damit einfährst, ist also gegeben.

    Ich kenne mich in der Szene absolut nicht aus und bin ne olle Heterosocke, aber ich finds generell problematisch, über innere Widerstände zu gehen und was übern Zaun zu brechen. Vor allem, wenn man sich schwach fühlt, sollte man eher recoursenorientiert denken und handeln. Warum soll das in der Frage nicht auch so sein?

    lg Gaby

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    23.11.2008
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Gaby,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Wir pflegen Kontakt mit anderen Paaren, die so leben wie wir. Ich versuche auch, ihr das Gefühl zu geben, dass es ok. Natürlich ist es z.B. im Berufsleben einfacher, mit Kollegen über einen Freund zu sprechen als über eine Freundin. Deshalb halte ich es so, dass ich zwar von ihr erzähle und die meisten meiner Kollegen sie kennen bzw. schon mal gesehen haben, aber es wird eben nicht über ihren "Status" gesprochen. Für mich ist das ganz in Ordnung...ich kann mich mitteilen und muss nicht einen Großteil meines Privatlebens verschweigen.
    Sie hat damit mehr Probleme, weil sie davon ausgeht, dass sofort jeder nach Details fragen wird, wenn sie von mir erzählt. Deshalb hält sie ganz die Klappe und hat daran zu knabbern, dass sie so viel verschweigt und nicht offen erzählen kann.
    Ich bin da viel sorgloser...plappere einfach drauf los, was wir gemacht haben usw. und bin damit bisher auch sehr gut gefahren.
    Was meine Eltern angeht ist es so, dass ich zwar völlig unabhängig von ihnen lebe, mir aber ein guter Kontakt sehr wichtig ist. Egal wäre es mir also ganz und gar nicht, wenn sie es nicht akzeptieren könnten.
    Was verstehst du in diesem Zusammenhang unter resourcenorientiert, du olle Heterosocke (das Wort find ich extrem lustig )?

    Viele Grüße

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    ich meine damit, dass man sich lieber nach kraftgebenden Quellen orientiert, anstatt noch nen Finger in die Wunde zu legen.

    Ich finde das schon immer ziemlich - wie soll ich sagen - skurril, dass Homosexelle Details ausplaudern sollen, wenn klar wird, dass unter dem Begriff Freundin Lebensgefährtin oder Geliebte gemeint ist. Welche olle Heterosocke muss sich erklären bezüglich ihres gegengeschlechtlichen Partners? Kein Mensch will was über deren Beziehungs- und Sexualleben wissen bzw. der gesellschaftliche Umgang verbietet es, genauer danach zu fragen. Aber bei Homos ist das legitim oder was? Und Deine Freundin fühlt sich auch noch verpflichtet darauf zu antworten?

    Ich wünsche es euch, dass ihr in diesen Dingen das gleiche Selbstverständnis erlangt wie die Heterosocken. Alle Fragen, die davon abweichen würde ich mit Hinweis auf die Gepflogenheiten unter Heteros abschmettern.

    lg Gaby

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Schaufelbagger
    Registriert seit
    16.05.2008
    Ort
    Groningen, Niederlande
    Beiträge
    211
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Du sagst deine Freundin kommt nicht aus Deutschland und kann deshalb schwerer damit umgehen... wo kommt sie denn her? Ist das für sie ein religiöses oder "kulturelles" Problem?

    Das mit deinen Eltern würde ich nur machen wenn du dich selber dafür bereit fühlst und es auch willst. Nicht um deiner Freundin etwas zu beweisen. Was glaubst du denn, wie deine Eltern reagieren würden?

    Halt die Ohren steif und lasst euch nicht unterkriegen.
    You disobeyed my orders, son, why were you ever born? Your brother's ten times better than you, Jesus loves him more! This music that you play for us comes from the depths of hell. Rock and roll's the devil's work, he wants you to rebel! You'll become a mindless puppet; Beelzebub will pull strings! Your heart will lose direction, and chaos it will bring!
    - Kickapoo by TenaciousD

Ähnliche Themen

  1. Wegen Eifersucht hab ich keine Freundin mehr!!!
    Von Gast2219 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 11.11.2008, 18:23
  2. Wie kann ih meiner Freundin helfen?
    Von markmaus im Forum Minderwertigkeitsgefühle
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 16.01.2008, 07:19
  3. Vergangenheit der Freundin
    Von Takakura im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 20.12.2007, 16:00

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!