Hallo zusammen!
Ich bin neu hier, hab von Psychologie und dem Drumherum keine Ahnung und weiß nicht, ob ich hier überhaupt richtig bin. Da ich aber mit meinem Latein am Ende bin, brauche ich Rat:
Ich bin letztes Jahr mit einer super Frau Anfang 30 zusammengekommen (ich nenn Sie jetzt einfach mal Susanne), die ein Kind hat und sich von Ihrem Freund (dem Vater des Kindes) getrennt hat.
Grund der Trennung war, dass der Ex-Freund Susanne psychisch terrorisiert hat, das während der Trennung über Anwalt etc. weiter getan hat und nun das Kind als Druckmittel weiter dazu nutzt, Susanne wo es nur geht eine reinzuwürgen, sie schlecht zu machen, ihre Qualitäten als Mutter in Frage zu stellen, ihr das Sorgerecht zu entziehen, usw. So gesehen ist ihm das Wohlergehen von Mutter und Kind völlig egal, er ist da auf einem Rachefeldzug und hat von Anstand etc. noch nichts gehört. Mich hat er auch schon bedroht, da ich ja nun "dem Feindbild" angehöre.
Fakt ist, dass die ganze Geschichte vor und während der Trennung Susanne so zugesetzt hat, dass sie in Behandlung musste.
Problem ist nun, dass Susanne sich von mir getrennt hat, obwohl wir uns beide eigentlich lieben. Aber sie hat einfach nicht die Kraft mir zu Vertrauen, aus Angst, dass ihr wieder so etwas passieren könnte. Aber auch die Kraft im täglichen Kampf mit dem Ex lässt langsam nach, so dass Susanne nach eigenen Aussagen bald nicht mehr weiß, wie sie das alles schaffen soll. Alle Versuche meinerseits, ihr da als "Fels in der Brandung" zur Seite zu stehen sind gescheitert, da sie sich eben nicht so auf mich einlassen kann, wie sie das selbst gerne möchte. Ihr Kopf spielt da einfach nicht mit und ich bin für Sie im Endeffekt mehr Belastung, als "Hilfe" oder Entspannungspol, etc. Susanne musste seit der Trennung schauen, wie sie Ihr Leben und das des Kindes alleine auf die Reihe bekommt und hat große Anstrengungen unternommen, das in den Griff zu bekommen. Sich jetzt auf jemanden einzulassen, sich an jemanden zu binden und ggf. abhängig zu machen, das schafft sie aktuell einfach nicht. Da sie mich aber auch nicht komplett abgeschrieben hat, sondern einfach nicht weiß, wie sie das schaffen soll, kann auch ich unter diese Geschichte keinen Schlussstrich ziehen.
Dass man an der Situation mit dem Ex nichts ändern kann ist klar, aber es muss doch Wege geben, Susanne in ihrer Situation als ganzes zu helfen, und speziell mag ich mich damit nicht abfinden, dass es so wirklich gar keine Möglichkeit gibt, die von beiden Seiten gewünschte Beziehung nicht doch irgendwie gemeinsam zu meistern.
Was soll ich tun? Habt ihr nen Rat?
Danke und Gruß


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