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Thema: Meine innere Uhr tickt mir zu schnell...

  1. #1
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    Standard Meine innere Uhr tickt mir zu schnell...

    Hallo ihr da draußen, ich grüß Euch, bin neu hier
    Und hab auch gleich schon ein Problem.

    Ich hab das Gefühl, als würde meine innere Uhr zu schnell ticken. Bei mir muss immer alles rucki zucki gehen, mir geht es mittlerweile so auf die Nerven. Ich esse schnell, ich laufe zu schnell, ich kann nicht mehr ruhig stehen... alles eine lange Geschichte. Ich glaub es hängt damit zusammen, dass ich des Öfteren aufgrund von mangelndem Selbstbewusstsein öfter mal von "Möchtegerncoolies" beleidigt worden bin. Ich hab mir dabei nichts gedacht, hab versucht es zu verdrängen; zu ignonrieren. Aber das Unterdrücken hat mich dann wohl in die falsche Richtung geschickt. Hat jemand vielleicht Tips, dass ich wieder ein Leben "in normaler Geschwindigkeit", in der ich mich auch wieder voll freuen kann (was auch nur noch wenige Minuten anhält, wenn es mal einen Grund gibt), führen kann?

    Dann noch was wegen dem nicht mehr ruhig stehen.. meine Freunde meinten neulich zu mir, dass ich ein introvertierter Typ sei, und viel zu ruhig und mal aus mir rauskommen soll.. jetzt bin ich "ein wenig aktiver" und denen ists auch wieder nicht Recht. Mag ja sein, dass ich sie nerve, wie kann ich das wieder besser in den Griff bekommen, dass ich einfach mal wieder ruhig stehen kann? Muss dazu sagen, dass ich zu Hause immer gute Laune Musik höre, damit ich meine Ängste vertreibe, und da wipp ich dann auch immer mit den Beinen mit.. vielleicht sollte ich wirklich mal wieder öfters Laufen gehen. Das steigert nicht nur mein Selbstbewusstsein, sondern man tut noch was für seine Gesundheit, man entlädt "überflüssige" Energien und tut was für seine Figur.

    Aber diese verdammte Angst frist mich mittlerweile auf. Ich habe echt kein Bock mehr drauf. Ich will ein Leben wie noch vor einem Jahr führen, wo alles weltbestens war...
    Geändert von kleiner90 (04.03.2010 um 17:39 Uhr)

  2. #2
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    Nun, ob Du Dein Leben von vor einem Jahr zurück bekommst, das wage ich zu bezweifeln. Deine Erfahrungen haben Dich verändert. Das Rad lässt sich nicht rückwärts drehen und ist man erst mal für etwas sensibilisiert, dann wird das auch nicht einfach weggehen. Muss es doch auch gar nicht.

    Innere Ängste sind nun nicht gerade dazu angetan, Ruhe zu empfinden. Angst treibt an. Egal, wie sie entstanden sind, man muss/kann durchaus etwas tun dagegen. Ja, bei Dir scheint es um Selbstvertrauen zu gehen, das kann man lernen, trainieren. Im Grunde ist es doch egal, ob Du den ganzen Tag herumhampelst, das ist eher DEIN Problem und wenn Du anders könntest, dann würdest Du es anders machen. Es ist jetzt so. Wie Du siehst, kannst Du es Deinen "Freunden" ohnehin nicht recht machen, also frag Dich mal, was oder wie es für Dich recht wäre, denn darauf kommt es an. Du musst die anderen auch nehmen, wie sie sind, also hast Du doch auch den gleichen Anspruch drauf und nicht jeder muss Dich lieben.

    Ja, es hilft, die Unruhe wegzulaufen. Doch die Ängste selbst wird es nicht beseitigen. Die Ursache dafür zu finden, zu bearbeiten und neue Verhaltensweisen auszuprobieren, das wäre ein sinnvoller Weg. Keine Ahnung, ob Du das allein schaffen kannst, oder eher mit Hilfe einer Therapie. Vielleicht solltest Du auch mal Deinen Freundeskreis überdenken und anfangen, Dich und Deine Wünsche und Vorstellungen zu ergründen und dann mal schauen, wer noch oder dann zu Dir passt. Es scheint Dir ja nicht besonders gut zu gehen, mit dem, was JETZT ist. Ich weiß nicht, ob nur die "Möchtegerncoolies" die einzige Ursache waren für Dein Befinden heute, wage es zu bezweifeln, halte es eher für einen Auslöser.

    Es gibt einen Weg für Dich, nur musst Du ihn finden und er funktioniert nicht so schnell, wie Du augenblicklich Deine Lebensuhr empfindest. Er braucht Zeit, Geduld, Kraft und zu sich stehen.

    viele Grüße, waiting

  3. #3
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    Ich glaube einfach, dass ich es jedem nur Recht machen möchte. Den Freunden, dem Fahrlehrer (meinte letztens er war enttäuscht von mir, was in gewisser Weise auch sein Recht war)... , und will immer perfekt sein. Aber die anderen müssen mal kapieren, dass es auch Menschen gibt, die nicht perfekt sind und ich will auch nicht perfekt sein. Dass mein Freundeskreis so schlecht sein soll würde ich jetzt mal bezweifeln, eine Freundin hat mir z.B. Tips gegeben, wie ich mich meiner ehemaligen Liebe nähern kann.

    Meine Freunde akzeptieren und respektieren mich. Ich gestehe, dass ich auch nicht zu viele habe, aber die ich habe, sind eindeutig okay. Und diejenigen, die mir nichts gutes wollen, verschwinden eh gleich wieder von meiner Freundesliste, so einfach geht das. Nur wer "mir gutes tut", dem tu ich auch gutes. Was nicht heißt, dass ich allen anderen schlechtes tu.. und ich respektiere meine Freunde. Es gibt einen in der Klasse, der sich so ein wenig aufspielt, weil er halt viel Ausstrahlung hat und gut aussieht, an dem "arbeite" ich mich ein wenig hoch. Hätte natürlich auch neidisch auf ihn sein können, aber das bringt mir ja selbst auch nichts und ich verschwende nur unnötige Energien.

    Ich versuche halt viel von anderen zu lernen.. und durch Lesen im Internet mich hochzuarbeiten.. immerhin gibt es fortschritte. Wurde seit den Weihnachtsferien nicht mehr beleidgt..

  4. #4
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    und will immer perfekt sein. Aber die anderen müssen mal kapieren, dass es auch Menschen gibt, die nicht perfekt sind und ich will auch nicht perfekt sein.
    Na, da widersprichst Du Dir aber schon, oder? Genau darum geht es. Du musst nicht perfekt sein. Und schon gar nicht für andere. Warum willst Du für Dich perfekt sein? Kommst Du mit Kritik nicht zurecht? Perfekt für jeden geht doch ohnehin nicht. Weil für jeden Menschen etwas anderes perfekt bedeutet. Beim einen erscheinst Du noch perfekt, der andere hat ganz andere Vorstellungen. Du bist kein Chamäleon. Das kann sich ohne Schmerz immerzu anpassen an seine Umgebung. Du nicht. Und selbst das Chamäleon ist überfordert, wenn es durch irgendwas auf einen rosanen Untergrund gerät. Dann muss es dazu stehen, nun sichtbar zu sein. Und auch bei Dir ist es so. Perfektion macht auch nicht symphatisch. Sei wie Du bist und steh dazu. Wer Dich nicht nimmt wie Du bist, der ist doch auch nicht wert, dass Du Dich für ihn veränderst. Frag Dich mal, warum Du denkst, dass Du so perfekt sein musst/willst. Etwas, das ohnehin nie ganz erreicht werden kann.

    viele Grüße, waiting

  5. #5
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    Hallo Kleiner90

    Geh mal zu deinem Hausarzt und lass dich durchchecken. So wie du deine Probleme schilderst könnte dahinter auch die Schilddrüse stecken.

  6. #6
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    Wie kommsten da drauf?? ^^
    Einige Anzeichen einer Sozialphobie treffen bei mir zu und ich habe festgestellt, unter Dysmorphophobie zu leiden, weshalb ich wohl so ein geringes Selbstbewusstsein habe... ich hab mich immer schlechter gesehen, als ich wohl wirklich bin.... so gefallen mir meine Ohren nicht so und mein Lächeln ist auch schief.. ich beneide die anderen um ihr schönes, freundliches lächeln :/ ... wobei ich mir mittlerweile sage, jeder Mensch ist Einzigartig und jeder hat ein Merkmal an sich.. bei mir ist es halt das lächeln. Und wer mit mir nicht auskommt, muss ja nichts mit mir zu tun haben.. !
    Geändert von kleiner90 (04.03.2010 um 19:38 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Kleiner

    Und wer außer dir hat dir deine Diagnose bestätigt? Nicht immer steckt ein psychisches Problem hinter einem Verhalten, manchmal spielen einfach nur die Hormone verrückt. Aber das herauszufinden ist die Sache eines Arztes.

  8. #8
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    Meine Mutter hatte sich mal im Internet erkundet wegen der sozialen Phobie...
    ... das mit der Dysmorphophobie "hab ich selbst herausgefunden"..

    Aber wirklich bestätigt hat mir die Diagnose wirklich niemand.. jedenfalls arbeite ich jetzt mit einem Psychologen zusammen, v. a. um mein Selbstbewusstsein zu stärken...

    ... wobei es einen Bereich gibt, wo ich sicher bin, wo ich mich wohlfühle und auch mit anderen Menschen klar komme... und sogar von mir aus Gespräche führen kann!

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