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Thema: Meine Mutter

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Standard Meine Mutter

    Hallo,

    das ist ein bisher ungeklärtes Thema bei mir.

    Ich habe seit ca. 10 Jahren keinen bzw. sehr sehr wenig Kontakt zu ihr - wir reden nicht mehr miteinander (obwohl das konnten wir noch nie, vor allem meine ich "miteinander") - zurzeit ignorieren wir uns. Vor ein paar Tagen habe ich sie gesehen und denke insgeheim: "Das ist doch eigentlich meine Mutter", wische mir eine Träne ab und gehe weiter meinen Weg. Sie kann nicht mehr gut laufen - anscheinend mit Schmerzen, ich denke mir, wer weiß, wie lange sie noch lebt und was dann?

    Aber zum Anfang:

    Meine Mutter hatte mich als Kind körperlich und seelisch misshandelt, hat mir immer zu verstehen, ich sei nicht gewollt. Wegen mir hat sie meinen Vater heiraten müssen. Ich war ihr Sündenbock, ich war an allem schuld. Mein Bruder war der Prinz und mittlerweile ist er Ersatzmann (sie leben zusammen - er ist 47). Mein Vater mit 56 an Magenkrebs gestorben - er hat alles geschluckt, auch Hochprozentiges.

    Dann kam mein Ex-Mann - da hatte er das Regiment über mich. Als meine Ehe geschieden wurde, wollte meine Mutter wieder das Sagen über mich haben.
    Ein Fehler von mir war, in mein Elternhaus zu ziehen. Ich habe die Wohnung im Rohbau übernommen und viel Geld reingesteckt.

    Sie ist eine Frau, die leicht ausrastet, besonders bei mir. Tropfte mein Wasserhahn, war das Grund genug, die Bude zum wanken zu bringen. Türen zu schlagen (höre ich heute noch nicht gern), rumzuschreien und mich alles Mögliche zusammenzuheißen etc. An dem Tag, als sie sagte, dass sie meinen Sohn totschlägt, weil er einen Schneeball ans Haus geworfen hat, und sie mich samt meiner Brut aus dem Haus werfen wollte, habe ich den verbalen Kontakt abgebrochen. Und ein paar Jahre später, als mein Sohn alt genug war (er wohnt noch da), bin ich ausgezogen. Das war schwer, ein richtiger Abnabelungsprozess.

    Immer wieder kommen Zeiten, wo ich am überlegen bin, ob ich etwas an dem Ist-Zustand ändern soll. Mir ist aber nicht wohl bei dem Gedanken. Würde ich wieder Kontakt zu ihr aufnehmen, wäre die alte Situation wieder da und da fühle ich mich immer noch nicht stark genug dafür.

    Einer Freundin von mir, die ziemlich esotherisch drauf ist, tut meine Mutter leid. Die Frau könne ja nicht aus ihrer Haut. Das mag ja sein. Meine Mutter ist mit Sicherheit nicht von alleine so geworden. Aber soll ich mir das wieder antun? Ich hab da richtig Angst davor. Wenn sie vor mir steht, komme ich mir wieder vor wie ein kleines Mädchen.

    Aber was ist, wie gesagt, wenn sie mal stirbt? Kann man damit klar kommen, dass man sich im Bösen getrennt hat.
    Was meint ihr?

    Grüße
    Maeggie
    Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects!

  2. #2
    Gast9159
    Gast

    Standard

    Hallo Maeggi,

    ich bin normalerweise jemand, der es immer mit Verständnis versucht und vieles erklären kann, aber was du über deine Mutter sagst, verschlägt mir den Atem und ich möchte dich am liebsten einmal in den Arm nehmen!

    Nein, ich denke, du bist nicht verantwortlich für deine Mutter. Sie hat dich lange genug emotional erpresst und hat insofern in meinen Augen auch kein "Recht" auf dich als Tochter, die sie vielleicht noch versorgen muss, wenn sie mal alt und krank ist..

    Sicher hat auch sie ihre Geschichte, und ich weiß nicht, wie andere das hier sehen, aber ich würde dir raten, dich von ihr endgültig zu lösen, denn du hast genug gelitten. Nur, weil die biologsich deine Mutter ist, musst du so etwas nicht aushalten. Und vor allem, weil du selbst ein Kind hast, würde ich auch mein Kind einer solchen Beziehung nicht aussetzen.

    Liebe Grüße
    Tina

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    Darkstar (14.07.2011),Maeggie (14.07.2011),Suppenhuhn (15.07.2011)

  4. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    Meine Mutter ist mit Sicherheit nicht von alleine so geworden.
    hallo Maeggie,

    nein, ist sie sicher nicht, aber Du kannst auch nix dafür. Und Du könntest Dich für sie in nen Abgrund werfen, deswegen würde sie nicht anders werden. Dass sie so geblieben ist, das hat vll was damit zu tun, dass sie so bleiben konnte, weil sich Menschen zur Verfügung gestellt haben, die entsprechenden Rollen einzunehmen, die ihr das ermöglichen, so zu bleiben, z.B. Dein Bruder.
    Aber dafür kannst Du auch nix.

    Du hast für Dich und für Dein Kind zu sorgen. Und das tust Du gut, indem Du Dich allen Einflüssen entziehst, welche euch nur schädigen, ohne dass Du sie ändern kannst.

    Aber was ist, wie gesagt, wenn sie mal stirbt? Kann man damit klar kommen, dass man sich im Bösen getrennt hat
    das kann ich gut verstehen, dass Dir das zu schaffen macht. Würde es mir sicher auch. Aber ich denke, es gibt durchaus Wege, innerlich eine Art Frieden mit einer solchen Entscheidung zu machen, auch wenn sie nicht auf Gegenliebe stößt. Zum einen eben durch die Abgrenzung, also das, was ich oben ja schon geschrieben habe. Zum anderen - hmm, ja, das ist immer so schwer zu erklären - eigentlich drückt es der Gelassenheitsspruch sehr gut aus:

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

    Es wäre vermutlich eine Farce, wenn Du jetzt die gute Tochter spielst und Dich wieder in ihr krankes System begibst. Du würdest das Kranke in ihrem Leben damit eher unterstützen, anstatt lindern, und es selbst so weiter transportieren.
    Geändert von Gast784 (14.07.2011 um 19:45 Uhr)

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  6. #4
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    Standard

    Hallo Maeggie, als ich mich von meiner "Ex-Mutter" gelöst habe, haben mich ähnliche Gedanken umgetrieben wie dich. Es ist vielleicht nicht ganz vergleichbar, sie ist nicht meine leibliche Mutter, wenn's ganz hart war konnte ich mich innerlich wenigstens auf den Gedanken zurückziehen, sie wäre ja nicht wirklich meine Mutter. Nichts desto trotz dauerte dieser Loslösungsprozeß sehr lange und mit zunehmendem Verständnis für mich selbst - gerade auch in den Zeiten, in denen ich in meinem eigenen Verhalten Parallelen zum Verhalten dieser Frau entdeckte - habe ich zumindest vom Verstand her auch mehr und mehr Verstädnis für das Verhalten dieser Pflegemutter entwickelt.

    Fand ich belastend, ähnlich wie du vielleicht jetzt habe ich mich immer wieder gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre, den Kontakt wieder aufleben zu lassen, mit ihr zu sprechen und auf der Verständnisebene doch noch zu einer Kommunikation miteinander zu kommen. Habe es sogar nach ungefähr 15 oder 16 Jahren Nichtkontakt wieder versucht, als ich zu einem "Ehemaligentreffen" gefahren bin. Ich hielt mich damals für gefestigt genug, diesem Kindheitsmonster (das war sie für mich) auf erwachsener Ebene unvoreingenommen gegenübertreten zu können.

    Kurz: das war ein Irrtum. Sie war nicht mehr die Person, die mich während meiner Kindheit gefoltert hatte, sondern eine kleine, esoterisch abgedrehte Person, die nicht mehr erreichbar war. Mein erstes Empfinden war: ich fühlte mich betrogen, da war nichts mehr zu klären, sie hatte ihre - unsere - Vergangenheit auf ihre Weise für sich gedeutet, darin hatten die Dinge, die uns verbanden, keinen Platz (will sagen: sie war weit davon entfernt, irgend etwas mit mir aufzuarbeiten oder Fragen zu beantworten). Zweites Empfinden - über mehrere Wochen - ich stürzte zurück in Selbstzweifel, die mich wie früher an meinen Erinnerungen zweifeln ließen.

    Und dann tauchten Fragen auf: ob sie denn überhaupt verantwortlich sein könne, sie war so offenkundig psychisch krank, ihr Verhalten war so irrational, auf merkwürdige Weise für mich trotzdem nachvollziehbar, daß ich mir immer wieder die Frage stellte: kann ich sie überhaupt verantwortlich machen, was wäre, wenn ich mich um sie kümmern müßte, müßte ich nicht eigentlich Mitleid mit ihr haben, weil ihre eigene Vergangenheit ebenfalls voller Mißbrauch und Gewalt gewesen sein muß.

    Aus heutiger Sicht weiß ich: es hätte an der Situation nichts verändert, wenn wir uns "ausgesprochen" hätten. Ich weiß auch, daß ein Teil in mir - bei aller Abgrenzung - auch da noch gehofft hat, vielleicht doch noch irgend einen Anhaltspunkt von ihr zu bekommen, warum sie ausgerechnet mich so systematisch kaputtgemacht hat. Und vielleicht auch - immer noch - der Wunsch, irgend ein Zeichen von ihr zu bekommen, daß sie wenigstens ein kleines bißchen Zuneigung für mich übrig hätte.

    Ich weiß nicht, ob es für dich so ähnlich ist, irgendwie stelle ich mir vor, daß die Bindung zwischen leiblicher Tochter und Mutter noch schwieriger zu durchtrennen ist wie es bei mir der Fall war. Mit der räumlichen / der kommunikativen Trennung ist es ja nicht getan, die Bindungen in einem selbst sind es, die sich immer wieder bemerkbar machen und uns solche Fragen aufwerfen lassen, glaube ich.

    Und deshalb denke ich, daß es gut ist, sich diesen Unterschied im weiteren Umgang miteinander bewußt zu machen. Das heißt: eine Lösung wirst du nicht finden, wenn du dir überlegst, ob du das Recht hast, deiner Mutter aus dem Weg zu gehen (dazu hast du das Recht und auch die Verpflichtung dir selbst gegenüber), da geht es um eine Trennung bzw. Kontaktabbruch "im Äußeren", der notwendig ist.

    Innerlich aber kannst du doch einiges 'klären' - ich weiß jetzt nicht, ob und auf welche Weise du deine Vergangenheit aufarbeitest. Die letzte Begegnung mit meiner "Exmutter" liegt nun schon 13 Jahre zurück, ich weiß heute, daß sie in einem Pflegeheim lebt und gut versorgt ist. Mittlerweile konnte ich die tatsächliche innere Trennung von ihr vollziehen, es berührt mich weder negativ noch positiv, wenn ich erfahre, wie es ihr geht, und ich habe auch nicht mehr das Gefühl, daß da noch viel Ungeklärtes wäre, wenn sie stürbe.

    Was deine esoterisch denkende Freundin angeht: da sehe ich so einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis - ich kenne ihren Hintergrund nicht und kann auch nicht beurteilen, was sie damit meint, wenn sie sagt, daß deine Mutter nichts dafür könnte, daß sie so sei, wie sie ist. Ich sehe es etwas anders: erstens kannst du auch nichts dafür, daß deine Mutter so ist, wie sie ist - du hast aber bis heute offenbar mit den Folgen zu kämpfen. Zweitens - und das finde ich wichtiger: kein Mensch "kann" zunächst dafür, daß er so ist, wie er ist - bis an den Punkt, wo er registriert, daß etwas mit seinem Leben offenbar nicht so läuft, wie er es möchte. Manche fangen dann an, Verantwortung zu übernehmen - sprich: etwas an ihrer Lebenssituation zu verändern, auf welche Weise auch immer. Du hast das getan, du hast dich nicht damit begnügt, daß du eben so bist, wie du bist, nicht wahr? Deine Mutter hat das offenbar nicht so hingekriegt. Das ist IHR Weg - und wenn der dazu führt, daß sie jetzt eine Tochter hat, zu der die Verbindung unterbrochen ist, ist das Folge IHRES Weges. Dafür bist du nicht zuständig, auch dann nicht, wenn sie irgendwann stirbt.

    In diese Richtung scheinen deine Befürchtungen und Gedanken zu gehen, wenn ich deine Zeilen richtig verstanden habe. Ganz klare Antwort: du wirst auch dann, wenn deine Mutter nicht mehr "greifbar" ist, die Chance haben, das, was euch verbindet - und sei es im "Negativen" - zu lösen. Auch dann, wenn sie sterben sollte und ihr euch zu dem Zeitpunkt nicht "ausgesöhnt" habt.

  7. #5
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Standard

    Hallo an alle,

    danke für eure Antworten. Ihr habt mich alle in meinem Gefühl bestätigt.

    Mir ist bewusst, dass ich mit ihr kein erwachsenes Gespräch führen kann. Aber es waren immer diese Zweifel da, ob ich nun soll oder nicht. Auch wenn nichts dabei herauskommt, hätte ich dann die Gewissheit, dass ich mein Menschenmöglichstes getan habe.

    Meine Mutter hat keinen Durchblick mehr, sie wüsste wahrscheinlich gar nicht, was ich will oder von was ich rede. Was da kommen würde, wären wahrscheinlich wieder Schuldzuweisungen und was ich zu machen und zu lassen habe.

    Ich brauche auch von ihr keine Erklärungen mehr, warum oder wieso es damals so war. Das kann man sich schon zusammenreimen. Heute kann ich sagen, obwohl alles so war wie es war und trotz dieser widrigen Umstände, ist aus mir was geworden. Ich habe jahrelang meine Kindheit "aufgearbeitet" und war mehrere Jahre in Therapie, das war dafür nötig.

    Mein Bruder, der wohl eine schönere Kindheit hatte, tut mir leid, kommt aus seiner Rolle nicht mehr raus. Für ihn ist es natürlich jetzt noch schwerer, er muss ja alleine mit ihr klar kommen. Da ist sonst keiner mehr. Schuldgefühle deswegen habe ich schon ein bisschen.

    Ich weiß heute, dass ich nichts dafür kann, dass sie z. B. angeblich so ein schlechtes Leben hatte. Als Kind glaubt man das, versteht es zwar nicht ... und es prägt.

    Eine Frage habe ich noch. Ich habe gelesen, um das innere Kind zu heilen, wäre es hilfreich, einen Brief zu schreiben. Zu sagen, was ich damals empfunden habe und was ich Sch.... fand. Was meint ihr? Schon vor 2 oder 3 Jahren habe ich solch einen Brief an meine Mutter geschrieben, aber immer noch nicht abgeschickt. Ich denke, so ein Brief hat auch etwas Befreiendes. Ich gebe ihr auch einen Teil meiner Schuld zurück ... wo sie hingehört. Ich glaube, sie weiß noch nicht mal, wieso ich ausgezogen bin. Und es nervt mich, dass ich überall als die Böse hingestellt werde.

    Mein Sohn ist übrigens 23 und hatte vor 3 Jahren die Wahl, ob er mit mir auszieht oder wohnen bleibt. Und er wollte bleiben. Dass er immer noch dort wohnt, hmmm, ich weiß, dass es nicht gut ist.

    Ich versuche mit diesem Brief nicht, zu erreichen, dass meine Mutter sich ändert. Das tut sie nicht, da ist sie schon viel zu eingefahren und mittlerweile ein Stück weit dement. Der Brief ist einzig und allein für mein Seelenheil. Aber ich fahre ihn schon seit Jahren im Auto im spazieren ... Soll ich noch ein paar Runden mit ihm fahren?

    Suppenhuhn, mein Bruder hatte mal meinen PC eingerichtet und ein spezielles Kennwort vergeben und das in ein Rätsel verpackt: Ein real existierendes Fabelwesen. Ich wusste sofort, was er meinte: Hausdrache ... versus Kindheitsmonster.

    Grüße
    Maeggie
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  8. #6
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Zitat Zitat von Maeggie Beitrag anzeigen
    Eine Frage habe ich noch. Ich habe gelesen, um das innere Kind zu heilen, wäre es hilfreich, einen Brief zu schreiben. Zu sagen, was ich damals empfunden habe und was ich Sch.... fand. Was meint ihr? Schon vor 2 oder 3 Jahren habe ich solch einen Brief an meine Mutter geschrieben, aber immer noch nicht abgeschickt. Ich denke, so ein Brief hat auch etwas Befreiendes. Ich gebe ihr auch einen Teil meiner Schuld zurück ... wo sie hingehört. Ich glaube, sie weiß noch nicht mal, wieso ich ausgezogen bin. Und es nervt mich, dass ich überall als die Böse hingestellt werde.

    Ich versuche mit diesem Brief nicht, zu erreichen, dass meine Mutter sich ändert. Das tut sie nicht, da ist sie schon viel zu eingefahren und mittlerweile ein Stück weit dement. Der Brief ist einzig und allein für mein Seelenheil. Aber ich fahre ihn schon seit Jahren im Auto im spazieren ... Soll ich noch ein paar Runden mit ihm fahren?
    Hallo,

    mein Beitrag ist zwar schon ne Weile her, aber immer noch in meinem Kopf. Habt ihr eine Antwort auf meine Frage?

    Danke und Grüße

    Maeggie
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  9. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Maggie,

    einen Brief zu schreiben ist im Prinzip nix anderes, als ein Ritual. Wie man dieses Ritual dann weiterführt und abschließt, ist der eigenen Kreativität überlassen. Ich habe manches schon verbrannt, mit der Vorstellung, dass die damit verbundene Thematik vom Universum aufgenommen wird und ich sie somit loslassen kann. Klingt jetzt blöd, aber es hängt eben auch von der eigenen Spiritualität und Bilderwelt ab. Es sollte so gestaltet sein, dass es Dir ein gutes Gefühl und Kraft gibt.

    Einmal habe ich einen solchen Brief (an mich selbst geschrieben) in kleine Schnipsel zerrissen, in die Grundierung eines Bildes mit reingearbeitet und anschließend drüber gemalt - zu dem Thema.

    Du kannst auch das Ding in einer Dich ansprechenden Form einen Fluß hinunter schicken.

    Ihn direkt an die Mutter schicken, naja, das musst Du wissen. Ich bevorzuge lieber die indirekte Form, weil ich bisher besser damit gefahren bin, wenn ich Themen von den Personen entkoppelt habe, die diese Themen verursachten oder auslösten. Denn von einer Person kann ich mich trennen, das Thema, das ich mit dieser Person hatte, nehm ich mit. Da fällt die Trennung wesentlich schwerer

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Maeggie (10.08.2011)

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